Mitte der 1980er Jahre entsteht diese Luftaufnahme des Städtchens. Schön zu erkennen ist der Altstadtring mit dem Rathaus in der Mitte. Die katholische Pfarrkirche St. Michael steht außerhalb des mittelalterlichen Mauerrings. Im Hintergrund ist die Grund- und Hauptschule sowie das Realschulgebäude zu erkennen, das gerade eingerüstet und saniert wird. Am rechten Bildrand ist die evangelische Kirche zu sehen. Der Blick geht weiter in Richtung »Schlempental« mit der Firma »Studer Revox«.
In der Zeitschrift »Badische Heimat« erschien 1921 ein neunseitiger Artikel über Löffingen, der mit 28 Ansichten des Städtchens illustriert war. Anlass für den Bericht war offenbar der Großbrand von 1921. Die Zeitschrift wurde von dem 1909 gegründeten »Landesverein Badische Heimat e.V.« herausgegeben. Der Artikel wurde von seinem Schriftleiter, Max Wingenroth (1872-1922) verfasst, der Kunsthistoriker und Leiter der Städtischen Sammlungen in Freiburg war. Der Artikel führt seine Leser in Form eines Rundgangs durch das Städtchen.
Das Foto Nr. 27 ist mit »Wirtshausschild zum Adler« betitelt. Zu sehen ist das schmiedeiserne Wirtschausschild, das aus einem Fenster im zweiten Obergeschoss heraus aufgenommen wurde. Das Gasthaus »zum Adler« betrieb der Gastwirt Heinrich Faller. Im Hintergrund fällt der Blick auf das Rathaus mit dem Kriegerdenkmal. Links steht das Haus von Schmiedemeister Emil Fürst, das beim Großbrand 1921 abbrannte. Am Giebel wächst ein Spalierbaum.
In der Zeitschrift »Badische Heimat« erschien 1921 ein neunseitiger Artikel über Löffingen, der mit 28 Ansichten des Städtchens illustriert war. Anlass für den Bericht war offenbar der Großbrand von 1921. Die Zeitschrift wurde von dem 1909 gegründeten »Landesverein Badische Heimat e.V.« herausgegeben. Der Artikel wurde von seinem Schriftleiter, Max Wingenroth (1872-1922) verfasst, der Kunsthistoriker und Leiter der Städtischen Sammlungen in Freiburg war. Der Artikel führt seine Leser in Form eines Rundgangs durch das Städtchen.
Das Foto Nr. 14 ist mit »Unterer Platz, Apotheke und Schuhhandlung D. Schilling« betitelt. Zu sehen ist der Untere Rathausplatz mit dem Rathaus, vor dem das Kriegerdenkmal steht, und dem 1912 errichteten Demetriusbrunnen. Im Hintergrund sind die Häuser des Apothekers Otto Buisson und des Schumachermeister Demeter Schilling zu sehen, die beide 1911 nach dem Brand neu gebaut wurden. Daneben steht das Haus des Landwirts August Sibold.
Wingenroth hatte über den Oberen Rathausplatz geurteilt, er wirke »geschlossen und anheimelnd«, und fährt dann fort und beschreibt die Ansicht mit den Worten: »Und ebenso der andere Teil des Platzes südlich des Rathauses mit dem S. Demeterbrunnen von 1912, der aufs glücklichste in das Ortsbild hineinkomponiert ist und der neuen Häusergruppe der Apotheke, die gewiss allen Anforderungen ihres Besitzers entspricht und doch in keiner Weise stört, vielmehr gefällig wirkt. […] Auch der hübsche Zaun statt des anderswo üblichen schlechten Draht- und Eisengitters soll erwähnt werden.«
In der Zeitschrift »Badische Heimat« erschien 1921 ein neunseitiger Artikel über Löffingen, der mit 28 Ansichten des Städtchens illustriert war. Anlass für den Bericht war offenbar der Großbrand von 1921. Die Zeitschrift wurde von dem 1909 gegründeten »Landesverein Badische Heimat e.V.« herausgegeben. Der Artikel wurde von seinem Schriftleiter, Max Wingenroth (1872-1922) verfasst, der Kunsthistoriker und Leiter der Städtischen Sammlungen in Freiburg war. Der Artikel führt seine Leser in Form eines Rundgangs durch das Städtchen.
Das Foto Nr. 10 ist irrtümlich mit »Rathaus und Gasthaus zum Löwen« betitelt. Zu sehen ist in Wirklichkeit der obere Rathausplatz mit dem Rathaus und dem Gasthaus »zur Sonne«.
Wingenroth beschreibt die Ansicht mit den Worten: »Wirksam steht in der Mitte dieses Platzes nach allen vier Seiten frei, das Rathaus, in der Geschlossenheit seiner Bauerscheinung erfreulich und den Platz gut in zwei Hälften teilend.«
Diese Fotos stellten dankenswerterweise Rita Bölle und Friedegard Sibold zur Verfügung.
32 Mädchen und 20 Buben haben sich vor dem Schul- und Rathaus zu einem Klassenfoto versammelt. Die 52 Kinder gehören zwei Schuljahrgängen an (Jahrgänge 1905/06 und 1906/07). In der Mitte steht Oberlehrer Ferdinand Eggert (1851-1927), der damals schon 68 Jahre alt ist. Im selben Jahr geht er in den Ruhestand.
Zu dem Jahrgang gehören außerdem u.a.: Franz Nägele (1906-1981), Adolf Sibold (1906-2000), Berta Lehmann (verh. Meder, 1906-1986), Luise Beha (verh. Urban), Paul Straub (1905-?), Rosa Wagner (1905-?), Mathilde Heiler (verh. Schmitt, 1905-?), Albert Benitz (1905-1996), Franz Vogelbacher
Neu präsentiert er sich auf dem unteren Rathausplatz: der wiedererrichtete Demetriusbrunnen. Der ursprüngliche Brunnen war bei einem Fliegerangriff am 25. April 1945 zerstört worden. Die Explosion war so heftig, dass sogar der verdohlte Stettbach aufriss. Die Statue selbst blieb jedoch unversehrt und stürzte lediglich in das geöffnete Bachbett. Oswald Laufer (geb. 1930) und Valentin Maier (1901–?) bargen sie und brachten sie in Sicherheit auf das Rathaus. 1954 wurde der Brunnen schließlich neu aufgebaut – nun leicht zurückgesetzt, um der Straße mehr Raum zu geben.
Auf dem Foto sind das Rathaus und davor das Kriegerdenkmal von 1870/71 zu erkennen. Es wirkt etwas verloren; statt des alten schmiedeeisernen Gitters umgibt nun ein einfacher Maschendrahtzaun das Denkmal. Links ragt der Staffelgiebel des Hauses von Viktor Fuß (Rathausplatz 5) ins Bild, in dem er seit 1935 seine Bäckerei und sein Café betreibt. An der Seitenwand des Nachbarhauses (Rathausplatz 4) prangt die Aufschrift »M. Rohrer Metzgerei« – Metzgermeister Max Rohrer führt dort seit 1938 sein Geschäft. Ein Kind mit Fahrrad steht mitten auf der Straße, und der große Schatten im Vordergrund, der sich über den Asphalt legt, stammt vom Gasthaus »Adler«.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hilde Keller geb. Schmutz zur Verfügung.
Karl-Friedrich Schmutz (1876-1952) war seit 1920 als Polizei- und Ratsdiener der Stadtgemeinde angestellt. Da er sich im Juni 1934 angeblich kritisch über die NS-Regierung geäußert hatte, leitete das Bezirksamt Neustadt ein Disziplinarverfahren gegen ihn ein und enthob ihn bis auf weiteres seines Amtes. Im August 1934 beschloss der Gemeinderat, Schmutz »mit sofortiger Wirkung aus dem Gemeindedienst zu entlassen«. Ein Ruhegehalt wurde ihm verweigert.
Karl-Friedrich Schmutz, eigentlich Maurer von Beruf, war mit Karolina geb. Hirt (1889-1970) aus Döggingen verheiratet. Sie wohnten in der »Hauptstraße 269« (heute Obere Hauptstr. 47).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.
Gespannt warten Löffinger Bürgerinnen und Bürger vor dem Rathaus auf die Verkündigung des Wahlergebnisses der Bürgermeisterwahl. Wird der promovierte Rechtsanwalt Dr. Dieter Mellert (geb. 1941) neues Stadtoberhaupt?
Über dem Eingangsportal des Rathauses ist zu erkennen, dass der Schriftzug »Volksbank« erst kürzlich abgenommen wurde. Noch sind die Spuren zu sehen. Schließlich wurden die Räumlichkeiten im Erdgeschoss bis zur Vollendung des Neubaus am oberen Rathausplatz von der Volksbank genutzt.
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.
Vor dem Rathaus wird das Ergebnis der Bürgermeisterwahl verkündet: Neuer Bürgermeister wird der 34-jährige Rechtsanwalt Dr. Dieter Mellert (1941-2019). Er folgt damit dem bisherigen Stadtoberhaupt Edmund Laufer (1922-1990) nach. 24 Jahre lang wird Mellert die Geschicke der Stadt und der sechs Ortsteile lenken. Nach drei Amtszeiten unterliegt er 1999 seinem Nachfolger Dr. Frank Schmitt (1963-2005) aus Tübingen.
Der bisherige Bürgermeister Edmund Laufer gratuliert seinem Nachfolger Dr. Dieter Mellert und wünscht ihm alles Gute für seine Amtszeit.
V.l.n.r.: Josef Bayer, Paul Bugger, der neugewählte Bürgermeister Dr. Dieter Mellert und Alt-Bürgermeister Edmund Laufer
Diese Mehrbildkarte wurde am 8. August 1911 als »Gruß aus Löffingen« versandt: »Grüße an die Buben, sie sollen bestimmt kommen«, wurde auf der Vorderseite der Postkarte handschriftlich notiert.
Oben im ovalen Kreis ist eine Ansicht vom Unteren Rathausplatz mit dem Rathaus zu sehen. Das Bildchen trägt den Titel: »Kriegerdenkmal und Schule«. Da das Rathaustürmchen nicht mehr in den Bildausschnitt passte, wurde es von dem Verlag Eugen Felle dazu retuschiert. Interessant ist auch, dass die Häuser in der Demetriusstraße über keine Staffelgiebel verfügen.
Links ist eine Ansicht der »Pfarrkirche« St. Michael zu sehen. Das Foto wurde von der damaligen Hafnergasse aus aufgenommen. Im Vordergrund steht das Kaufhaus von Anton Schirmer, das im März 1916 vollständig abbrannte.
Rechts ist die »Straßenpartie« in der Unteren Hauptstraße abgebildet. Der Blick fällt vom Unteren Rathausplatz in Richtung Gasthaus »Lamm«. Im Vordergrund wird gerade das Eckgebäude von Apotheker Otto Buisson (Rathausplatz 6) neu erbaut. Das Vorgängerhaus war am 11. Dezember 1909 bei einem Feuer zerstört worden.
Diese lithografische Mehrbildkarte »Gruß aus Löffingen« findet um die Jahrhundertwende Verbreitung. Sie wird am 18. August 1898 auf dem Postamt Löffingen aufgegeben und nach Freiburg geschickt. Die lithografischen Ansichten wurden von einer Kunstverlags-Anstalt in Tübingen gefertigt, die Ansichtskarte vom Löffinger Kaufmann Thomas Mayer vertrieben.
Zu sehen sind fünf Motive: Oben in der Mitte ist eine Gesamtansicht des Städtchens von der »Breiten« aus abgebildet. Darunter neben dem Löffinger Stadtwappen ist das »Rathaus« zu sehen. Links unten ist eine Ansicht des oberen Rathausplatzes zu sehen mit den beiden Gasthäusern »Löwen« (Rathausplatz 11) und »Sonne« (Rathausplatz 9-10).
Oben links und rechts sind zwei neue Sehenswürdigkeiten abgebildet, die erst kurze Zeit existieren und der ganze Stolz der Stadtgemeinde sind: Auf der einen Seite die 1898 geweihte Wallfahrtskirche »Schneekreuz«, auf der anderen Seite das überdimensional große »Kriegerdenkmal« zum Gedenken an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Die in das Bildchen hineinkopierten Menschen sind kleiner als der Gitterzaun, der das Denkmal umgibt.
Die Postkarte wird an einen Rechtsanwalt in Freibug versandt und trägt den Vermerk »Eilt!«. Der Absender ist Peter F. Seine Nachricht beginnt mit den Worten: »Bitte um baldige Uebersendung von 1 duzend Stehkragen, Weite 39, Höhe wie die höchsten doppelten in meinem Waschtisch«.
Am 11. September 1898 wird diese lithografische Mehrbildkarte versendet. Sie zeigt sechs Motiven und ist mit »Gruß aus Löffingen« betitelt. Doch der Absender der Postkarte strich »Löffingen« einfach durch und ersetzte es durch »Göschweiler«.
Oben rechts ist eine Gesamtansicht zu sehen, die das Städtchen von der Rötenbacher Straße aus zeigt. Die Bahnlinie ist noch nicht gebaut. Zu erkennen sind neben der katholischen Pfarrkirche St. Michael die Häuser der Seppenhofer Straße und des heutigen Pfarrwegs. Links daneben ist der obere Rathausplatz abgebildet, mit dem Rathaus, dem Gasthaus »Sonne« (Rathausplatz 9/10) und dem Gasthaus »Löwen« (Rathausplatz 11). Vom angrenzenden Gasthaus »Ochsen« sind nur die Scheunentore zu sehen. Das kleine Bild oben links zeigt die neu erbaute Wallfahrtskirche Witterschneekreuz, die neue Hauptsehenswürdigkeit des Städtchens, auf die man stolz ist.
Darunter ist eine Ansicht der Unteren Hauptstraße zu sehen. Der Blick fällt in Richtung Mailänder Tor. Von Blumenranken eingerahmt ist daneben das 1894 errichtete Kriegerdenkmal zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 abgebildet. Unten links ist die Untere Hauptstraße mit der Einmündung der Kirchstraße zu sehen. Die markanten Gebäude sind das Kaufhaus »zum Kasten« (Untere Hauptstr. 7), der »alte Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) und das Gasthaus »Lamm« (Kirchstr. 29).