Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.
So kennt man Leonie (Loni) Sibold: Mit ihrem Moped ist sie im Städtchen unterwegs, begleitet von ihrem Hündchen. Während der Badesaison fährt sie täglich raus zum Waldbad, wo sie an der Kasse sitzt. Dieses Foto entsteht in der Kirchstraße vor dem Eisenwarengeschäft Walz (Kirchstr. 15). »Hausrat« steht groß über dem rechten Schaufenster.
»Löffingen, vor dem Klimawandel«, werden vielleicht nachfolgende Generationen beim Betrachten dieses Fotos denken, das Ende der 1980er Jahre aufgenommen wurde. Starker Schneefall verwandelt die Kirchstraße in eine Märchenlandschaft. Auch die Hexe auf dem Hexenbrunnen wird mehr und mehr zugeschneit.
Die – noch kleinen – Bäume in der Straße zeigen an, dass das Foto relativ kurze Zeit nach der Sanierung der Kirchstraße entstanden ist. Am linken Bildrand ist außerdem das Haus Freund zu sehen, bevor es 1992 grundlegend saniert und umgebaut wird.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Andrea Wörner-Schießel und Klaus-Peter Wörner zur Verfügung.
Mitte der 1960er Jahre sind die Misthaufen und die aufgeschichteten Holzbiegen, die früher der Hafnergasse ihr besonderes Gepräge gaben, längst aus dem Straßenraum verschwunden. Mehrere der vormals hier wohnhaften Landwirte sind in die Aussiedlerhöfe nach Stettholz umgezogen und haben ihre landwirtschaftliche Anwesen im Städtchen aufgegeben. Statt Heuwagen parken nun Autos in der Kirchstraße. Der Laufbrunnen im oberen Teil der Straße kommt nicht mehr zur Geltung, sondern ist ebenfalls zugeparkt. Auch er wird in Kürze verschwinden und in Stettholz wieder aufgebaut.
Im Vordergrund steht eine ältere Frau mit einem kleinen Mädchen an der Hand und lässt sich fotografieren. Es ist Rosa Henzler geb. Winterhalder (1900-?), die Inhaberin des Kaufhauses Henzler (Kirchstr. 25), mit ihrer Enkelin Andrea Wörner.
Am linken Bildrand ist zu erkennen, dass der Ökonomiebereich des Hauses Kuster (Kirchstr. 14) bereits abgerissen und durch einen Neubau mit Autogaragen und Balkonen ersetzt wurde.
Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Andrea Wörner-Schießel und Klaus-Peter Wörner zur Verfügung.
Noch sieht das Kaufhaus Henzler von außen genau so aus, wie es 1915 erbaut wurde. Das Vorgängergebäude war am 2. März 1915 abgebrannt. Daraufhin war auf dem Brandplatz ein schmuckes Gebäude mit Erker und Schaufenstern im Erdgeschoss errichtet worden. Wenige Jahre später werden die rundbogigen Schaufenster durch eine moderne durchgehende Schaufensterfront ersetzt.
Betrieben wird das Geschäft von »Albert Henzler Wwe.«, wie auf dem Schild über dem Eingang groß geschrieben steht. Damit ist Rosa Henzler geb. Winterhalder (1900-?) gemeint. Im Schaufenster wird Bekleidung zum Verkauf angeboten. Links und rechts neben dem Eingang werden Kisten mit Gemüse und Obst dargeboten.
Zwei VW Käfer sind vor dem Kaufhaus geparkt. Mitten auf der Kirchstraße steht ein alter Laufbrunnen, auf der die Heilige Elisabeth als Brunnenfigur thront. Der Brunnen muss Mitte der 1970er Jahre weichen, da er zum Verkehrshindernis geworden ist.
Vor dem Marienaltar der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist die Weihnachtskrippe aufgebaut. Unterhalb der Häuser der Stadt Bethlehem ist der Stall zu sehen. Maria und Josef stehen um die Krippe, in der das Jesuskind liegt. Hirten mit ihren Schafen nähern sich zur Anbetung. Im Hintergrund ist eine Landschaft gemalt, am Nachthimmel strahlt der Stern von Bethlehem. Das Gemälde und auch die Krippe sind durch kleine Glühbirnen eingerahmt, die sie Szenerie beleuchten.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.
Eine schier endlose Fronleichnamsprozession bewegt sich die Hafnergasse (heute Kirchstraße) entlang. Die Häuser sind mit Tannenreisig und Fahnen geschmückt. Am linken Bildrand ist der Ökonomiebereich des Hauses Kuster zu erkennen, der 1963 abgerissen wird. Die Straße ist weder asphaltiert noch gepflastert, nur auf der Kreuzung verlaufen mehrere Regenrinnen. Etwa dort, wo sie zusammenlaufen, steht seit 1975 der Hexenbrunnen.
Der verwitterte Gedenkstein am östlichen Chor der katholischen Pfarrkirche St. Michael erinnert an die Baugeschichte des Gotteshauses. Darauf steht geschrieben: »ANNO 1713 / IST ALLHIESIGER CHOR / 1715 / DIE KIRCHE GEBAUET / UNT DEN 25 WE / INMONAT GEWEIH / ET DER THURN ABER / 1721 / ERHOEHET WORTEN / ALLES UNTER MARX / BOSH PFARRERN UNT / DES VILLINGEN CAP / TULS CAMERERN«.
Stadtpfarrer Markus Bosch, der auch Kämmerer und Dekan des Kapitels Villingen war, wirkte von 1701 bis zu seinem Tod am 31. Dezember 1742 in Löffingen. Er entschloss sich, die Pfarrkiche umzubauen und zu vergrößern. Dazu wurde der Chor verlängert und der Kircheninnenraum barockisiert. Das ehemalige Kirchenschiff konnte nicht nach Westen erweitert werden, weil das Gelände direkt anstoßend an den Westgiebel dem »Adler«-Wirt gehörte. So konnte die umgebaute Kirche wie vorher nur durch die Nebeneingänge betreten werden. Am 25. Oktober 1715 konnte die Kirche mit vier Altären und die angebaute Muttergotteskapelle mit drei Altären durch den Konstanzer Weihbischof geweiht werden. 1721 ließ Pfarrer Bosch dann den Kirchturm, der sich am Standort der heutigen Sakristei befand, erhöhen und mit einem barocken Turmhelm krönen. Nach 42-jährigem Wirken starb Bosch 1742 im Alter von 69 Jahren.
Der heutige Haupteingang der Kirche konnte erst angelegt werden, als der »Adler«-Wirt Johann Georg Lutz sein Gartengrundstück 1855 für 2.000 Gulden verkaufte. Daraufhin wurde der heutige Kirchturm an der Westseite neu erbaut und der Durchgang unter dem Turm diente fortan als Haupteingang.
Dieses Foto stellte uns dankenwerterweise Werner Lubrich zur Verfügung.
Im Städtchen wird der »Tag des Sports« veranstaltet. In der Kirchstraße ist ein Parcours am Elisabethbrunnen aufgebaut. Von einem der Balkone des benachbarten Hauses Kuster (Kirchstr. 14) hat man den besten Blick, um den sportlichen Wettkampf zu verfolgen.
Der Brunnen wird kurze Zeit später entfernt, da er wegen seines Standorts in der Straßenmitte zu einem Verkehrshindernis geworden ist. Im selben Jahr wird von der Hexengruppe Löffingen der Hexenbrunnen gestiftet. Er wird einige Meter versetzt errichtet.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Olga Streit zur Verfügung.
Die Geschlechtertrennung wird bei der Erstkommunion am 30. März 1913 streng eingehalten. Jungen und Mädchen werden getrennt voneinander vor der Pfarrkirche St. Michael fotografiert. Im Hintergrund ist das Langhaus zu sehen. Deutlich zu erkennen ist, dass die Glasfenster mit Bildern und Mustern verziert waren, die heute nicht mehr vorhanden sind.
49 Erstkommunionkanten sind auf dem Gruppenfoto versammelt. Ihre vier Lehrer rahmen sie ein: Franz Merk und ??? auf der linken Seite, Ferdinand Eggert und Eugen Steidlinger auf der rechten. In der Mitte stehen zwei Geistliche, einer von ihnen ist Pfarrverweser August Hermann (1882-1933), der von 1912 bis 1916 in der Pfarrgemeinde wirkt.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Olga Streit zur Verfügung.
Die Geschlechtertrennung wird bei der Erstkommunion am 30. März 1913 streng eingehalten. Mädchen und Jungen werden getrennt voneinander vor der Pfarrkirche St. Michael fotografiert. Im Hintergrund ist das Langhaus zu sehen. Deutlich zu erkennen ist, dass die Glasfenster mit Bildern und Mustern verziert waren, die heute nicht mehr vorhanden sind.
46 Erstkommunikantinnen sind auf dem Gruppenfoto versammelt. Ihre vier Lehrer rahmen sie ein: Franz Merk und ??? auf der linken Seite, Ferdinand Eggert und Eugen Steidlinger auf der rechten. In der Mitte stehen zwei Geistliche, einer von ihnen ist Pfarrverweser August Hermann (1882-1933), der von 1912 bis 1916 in der Pfarrgemeinde wirkt.
1. Reihe, v.l.n.r.: Nr. 8: Franziska Bieler (*1900, verh. Fehrenbach), Nr. 9: Klara Bieler (*1900), Nr. 11: ??? Kaufmann. 2. Reihe, v.l.n.r.: 3. Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, Nr. 4: Leopoldine Geisinger (1901-1989) 4. Reihe, v.l.n.r.: Nr. 10: Anna Hepting (*1900, verh. Ganter), Lehrer Eugen Steidlinger 5.Reihe, v.l.n.r.:
Seit der letzten Innenrenovation Mitte der 1990er Jahre präsentiert sich die katholische Pfarrkirche St. Michael wie auf diesem Foto. Die Veränderungen im Kirchenraum gegenüber älteren Ansichten waren infolge der Liturgiereformen des Zweiten Vatikanischen Konzils notwendig geworden: Die Kanzel wurde entfernt und durch einen Ambo ersetzt, ein Zelebrationsaltar wurde geschaffen, damit die Messe nicht mehr am Hochaltar mit dem Rücken zur Gemeinde gefeiert werden musste.
Stadtpfarrer Hermann Litterst (1929-2013), der 22 Jahre in Löffingen wirkte, war nicht nur Seelsorger, sondern auch ein begeisterter Bauherr. Von 1993 bis 1996 erfolgte die Innenrenovation. Dabei wurde auch ein neuer Zelebrationsalter und ein neuer Ambo geschaffen: Der Altar verweist auf den brennenden Dornbusch. Auf seiner Vorderseite ist der hebräische Schriftzug »Jahwe« und auf der Rückseite die lateinische Insignie »JHS« zu lesen. Der Ambo zeigt die Symbole der vier Evangelisten als Halbreliefs. Der Adler steht für Matthäus, der Stier für Markus, der Löwe für Lukas, der Mensch für Johannes. Der neue Altar und Ambo fügen sich auf gelungene Art und Weise in das barocke Gesamtensemble ein.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Willman und Franz Isele zur Verfügung.
Diese Aufnahme entsteht in der Advents- oder Weihnachtszeit. Der Kirchenraum der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist mit Tannenbäumen geschmückt, die die beiden Seitenaltäre einrahmen.
1917 wurde die Kirche an das seit 1916 in Löffingen bestehende elektrische Leitungsnetz angeschlossen. Im Kirchenraum hängen mehrere einfache elektrische Lampen. Der mit Kerzen bestückte Kronleuchter hängt weiterhin im Chorraum. Seit 1881 sind die Wände bemalt, bei einer späteren Innenrenovation werden sie 1936/37 weiß übertüncht. Das Wandgemälde, das links im Chorbogen zu sehen ist, wird bei der Kirchenrenovierung in den Jahren 1993-1996 wieder freigelegt, renoviert und sichtbar gelassen.