Klasse 9b der Realschule mit Klassenlehrer Konrektor Karl Hauger, 1978

Sammlung Familie Waßmer

Die Klasse 9b der Realschule hat sich im Schulhof versammelt, um sich vom Schulfotografen ablichten zu lassen. Mit dabei: ihr Lehrer (und Konrektor) Karl Hauger, der ganz rechts im Bild steht.

Die Schüler*innen tragen typische Mode der 70er Jahre – von karierten Hemden über Rollkragenpullover bis zu Strickjacken und langen Haaren ist alles dabei. Einige lächeln fröhlich in die Kamera, andere schauen eher ernst – ein echter Moment aus dem Schulalltag der 70er Jahre.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Marianne Wehrle, 2 Klaus Flößer, 3 Martin Scherer, 4 Stefan Duffner
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Axel Fehrenbach, 2 Ulrike Glunk, 3 Beate Fritschi, 4 Roland Radke, 5 Verena Rosenfelder, 6 Renate Hepting, 7 Wolfgang Hörig, 8 Ilse Schmid (verh. Fehrenbach), 9 Regina Hasenfratz
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Alexander Ruf, 2 Wolfgang Renz (1963-2004), 3 Sabine Bayer (verh. Fuß), 4 Karin Sibold, 5 Steffen Riemann, 6 Iris Maier, 7 Sigrid Reich (Dittishausen), 8 Andrea Wörner, 9 Sabine Berger (verh. Enenkel, 1963-2021)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Manuela Hopp, 2 Gabi Kunz, 3 Markus Schweizer (1963-1997), 4 Elisabeth Buchmeier, 5 Bettina Vetter, 6 Michael Riesterer, 7 Petra Punter, 8 Roland Hofmann, 9 Sabine Kromer, 10 Klassenlehrer Karl Hauger

Standort des Fotografen: 47.884027, 8.347337

Siegerehrung bei den Schülerwettkämpfen des Skiclub, 1974

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Stolz präsentieren diese Kinder und Jugendlichen ihre Siegerurkunden nach einem Wettkampf des Skiclubs. Beim genaueren Hinsehen fällt auf: Es gibt zwei verschiedene Urkunden – auf einer ist ein Langläufer abgebildet, auf der anderen ein Skifahrer in Abfahrtshaltung. Offenbar wurde in mehreren Disziplinen gestartet – Langlauf und Abfahrt.

Die Gruppe versammelt sich für das Foto in einem Klassenzimmer, wie man an den Tischen und Stühlen im Hintergrund erkennt. Trotz des Innenraums tragen viele Kinder und Jugendliche noch ihre Winterjacken – sicher kommen sie direkt von der Piste zur Siegerehrung. Ganz links steht ein jüngeres Kind, das Skistöcke in der Hand hält – bereit für den nächsten Lauf!

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Helmar Bächle (?), 2 Markus Flößer, 3 Stefan Bächle, 4 Achim Laule, 5 Martin Höcklin, 6 Wolfgang Braun, 7 Helmut Müller, 8 Manfred Schmid
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Helmut Winkler, 2 Vera Fischer, 3 Johannes? Wetzel, 4 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Gabriele Kuntz, 2 Carmen Scherer
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ??? Fuß, 2 Uwe Streit, 3 Priska Isele, 4 Rainer Vetter (?), 5 Günther Durst

Standort des Fotografen: 47.882380, 8.347968

Totenaltar in einem Sterbezimmer, ca. 1910-1920

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Mitten in einem Wohnraum steht ein Altar. Die gemusterte Tapete, die Zimmertür links und das Möbelstück rechts – vermutlich ein Bett oder Sofa – weisen auf ein Schlafzimmer hin. Der Altar selbst ist reich geschmückt: Er besteht aus einer Kommode, die mit einer kunstvoll bestickten Spitzendecke bedeckt ist. Das Herzstück bildet ein großes Kruzifix, umgeben von Heiligenfiguren. Darüber thront ein dekorativer Bogen mit dem Bibelvers »Juble Sion siehe Dein Retter ist nahe«, der offenbar Trost zusprechen soll. Zahlreiche Kerzen, Tannenzweige und schwarz-weiße Fähnchen rahmen das Ganze ein: Schwarz als Farbe der Trauer, Weiß als Zeichen der Hoffnung und Auferstehung.

Es handelt sich um einen Totenaltar, wie er in katholischen Haushalten bei einem Todesfall errichtet wird. Menschen sterben meist zu Hause (und nur selten im Krankenhaus) im Kreis der Familie. Es wird versucht, noch rechtzeitig einen Priester herbeizuholen, um den Sterbenden mit den Heiligen Sakramenten (Beichte, Kommunion, Krankensalbung) zu versehen. Der Priester notiert dann später im Sterbebuch der Pfarrgemeinde, ob der Verstorbene »versehen« oder »unversehen« gestorben ist. Nach dem Tod wird der Verstorbene auf dem Sterbebett aufgebahrt. Die »Liechtladeri« geht von Tür zu Tür und informiert die Nachbar*innen über den Todesfall, damit sie Abschied nehmen können. Im Sterbezimmer ist ein Altar aufgebaut, zum Gebet und zur stillen Andacht. Das Foto dokumentiert damit ein stilles Zeugnis der Trauerkultur.

Standort des Fotografen: ???

Kommunionkind Erika Kienzle mit Mutter, ca. 1949

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Susanne Obergfell zur Verfügung.

Stolz stellt sich Erika Kienzle (verh. Schweizer, geb. 1941/42) mit ihrer Mutter Emma Kienzle (geb. Geisinger, 1915-2003) für ein Erinnerungsfoto auf. Erika Kienzle feiert heute ihre erste heilige Kommunion. Sie trägt ein weißes Kleid, ein Blumenkranz ist im Haar befestigt und sie hält ihre Kommunionkerze in der Hand. Das Foto wird in den Nachkriegsjahren aufgenommen: Der Vater Otto Kienzle (1910-1942) ist abwesend. Er war Soldat und kehrte nicht mehr in die Heimat zurück, weil er 1942 fiel.

Das Mädchen und seine Mutter stehen im Garten ihres Hauses in der Alenbergstraße.

Standort des Fotografen: 47.885194, 8.345083

2 Fotos: Frauengruppe vor einem Schopf, ca. 1930-1933

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Eine Gruppe junger Frauen, die das Leben gemeinsam genießen – sei es an Fasnacht, bei Ausflügen im Sommer oder wie hier bei einem Spaziergang im Herbst oder Winter. Ihren Zusammenhalt demonstrieren sie, indem sie sich in einer besonderen Formation aufstellen, Schulter an Schulter, fast wie bei einer Polonaise. Die klare Botschaft lautet: Wir gehen zusammen durch dick und dünn!

oberes Foto
V.l.n.r.: 1 ???, 2 Ida Schultheiß (verh. Maier, 1909-2001), 3 ???, 4 Maria Straub (verh. Willmann, 1911-2011), 5 Elisabeth Schultheiß (verh. Würzburger, 1911-?), 6 Elisabeth Bader (verh. Obert, 1909-1997), 7 ???, 8 Else Häusle (verh. Weiß), 9 ???, 10 ???

Die beiden Fotos stehen für Freundschaft und auch für den Wandel der Frauenrolle. Gerade einmal ein Jahrzehnt zuvor, 1919, erhielten Frauen in Deutschland erstmals das Wahlrecht – ein riesiger gesellschaftlicher Fortschritt! Diese Frauen gehören zu einer Generation, die damit aufwächst, eigene Entscheidungen zu treffen und neue Freiheiten zu entdecken. Als sie mit 21 Jahren erstmalig wahlberechtigt sind, ist das demokratische System in Deutschland allerdings bereits weitgehend zerstört.

Im Hintergrund ist ein Holzzaun und ein Schopf zu sehen.

Standort des Fotografen: ???

2 Fotos: Hochzeitszug Konhäuser / Egle in der Unteren Hauptstraße, 2. Mai 1953

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Hans-Martin Konhäuser zur Verfügung.

Ein festlicher Hochzeitszug zieht durch die Untere Hauptstraße: Das Brautpaar Willi Konhäuser (1920-?) und Rosalie Egle (1917-2014) ist mit seiner Hochzeitsgesellschaft auf dem Weg zur katholischen Kirche. Die Straßen sind nahezu verkehrsfrei, und das schöne Maiwetter macht diesen besonderen Tag perfekt.

Noch gehen Braut und Bräutigam nicht nebeneinander – traditionell wird die Braut von ihrem Vater begleitet. Da der Brautvater August Egle aber 1946 gestorben ist, wird Rosalie Egle vom Brautführer Otto Fürst begleitet. Dahinter folgen die Verwandten in eleganter Festkleidung. Der Zug zieht vorbei am Gasthaus »Adler« und dem Friseursalon Limb. Im Hintergrund ist das Elternhaus der Braut, das Haus Egle (Demetriusstr. 14) zu sehen.

Zu sehen sind v.l.n.r.: 1 Rosalie Konhäuser (geb. Egle) mit Otto Fürst, 2 Willi Konhäuser mit Ferdinand Egle (1919-2010), 3 Klara Egle (geb. Wintermantel, 1889-1964) mit ???, 4 ??? mit Alfred Egle (1920-2001), 5 Elvira Egle (verh. Fischer, 1925-2020) mit ???, 6 ??? mit Albin Bithinger, 7 ??? mit ???

Der Bruder Hans Egle (1926-1951) kann dieses Famienfest nicht mitfeiern, da er 1951 bei einem Verkehrsunfall verunglückte. Und der Bruder Rudolf Egle (1927-1992) ist ebenfalls nicht dabei, da er noch in sowjetischer Kriegsgefangenenschaft ist und erst 1954 heimkehrt.

Standort des Fotografen: 47.883485, 8.343850

»Laternenbrüder« auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1957

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Edith Biedenbach zur Verfügung.

Beim Umzug am »Fasnet Mändig« beteiligen sich natürlich auch die »Laternenbrüder«. Die Narrenräte tragen blaue Fuhrmannskittel und schwarze Rundhüte. Noch gehen sie zu Fuß, denn einen »Fässlewagen«, auf dem sie die Umzugsstrecke mitfahren könnten, haben sie noch nicht. Aber die Laterne ist bereits seit ihrer Gründung 1889 das Symbol und wird deshalb auch beim Umzug vorneweg getragen.

Wer erkennt die »Laternenbrüder«?
V.l.n.r.: 1 Edmund Laufer (1922-1990), 2 Karl Guth, 3 Hans Strobel, 4 Karl Koch sen.

Karl Koch sen. ist 1959/60 Narrenvater und Karl Guth amtiert 1961/62.

Im Hintergrund ist das Rathaus und das Kriegerdenkmal zu sehen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das schmiedeeiserne Gitter, das bis dahin das Denkmal umfasste, entfernt und für die Rüstungsproduktion eingeschmolzen. Seitdem ist das Denkmal von einem einfach Maschendrahtzaun umgeben. Dahinter ist die Stadtwaage zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883969, 8.344822

7 Fotos: Aufstellen des Narrenbaums durch die 20-Jährigen, Fasnacht 1984

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Menschen stehen dicht gedrängt auf dem unteren Rathausplatz, um dabei zu sein, wie die 20-Jährigen den Narrenbaum vor dem Café Fuß aufstellen. Sie haben sich in diesem Jahr als Pumuckl verkleidet, der sich durch die Fernsehserie »Meister Eder und sein Pumuckl« (ab 1982) großer Popularität erfreut.

Die 20-Jährigen sind mit ihrem ca. 24 Meter langen Narrenbaum vom Maienland kommend im Städtchen angekommen. Sie haben den Baum geschält und geschmückt. Mit vereinten Kräften und mit Unterstützung der Mitarbeiter des Bauhofs wird er nun aufgerichtet. Spannend ist in jedem Jahr die Frage, in wieviel Anläufen die Zugseile gelöst werden. Dies ist nicht immer einfach, da man dazu ca. 12 Meter an dem glatten Stamm hoch klettern muss. In diesem Jahr bleibt diese Aufgabe Thomas Riegger vorbehalten. Angefeuert von den anderen 20-Jährigen löst er die Seile in luftiger Höhe. Anschließend werden die 20-Jährigen auf die Laterne vereidigt.

Zum Jahrgang der 20-Jährigen gehören in alphabetischer Reihenfolge: Walburga (Babusch) Bayer, Angelika Beha (verh. Guth), Henry Fehrenbach, Annette Fritsche, Resi Göhry, Ulrike Heizmann, Renate Hepting, Ralf Kaiser, Kathi Knödler (verh. Dumas), Birgit Kuhlmann, ??? Morath, Gerald Mürb, Martin Rappenegger, Thomas Riegger, Verena Rosenfelder, Rolf Rothfuß, Martin Scherer, Ilse Schmid (verh. Fehrenbach), Franz Scholz, Christoph Schwarz, Dieter Sevecke (1964-2019), Uwe Streit, Thomas Vogelbacher, Dietmar Vogt, Lucia Walz, Andrea Wölfle, Andrea Wörner, Rainer Zepf

sechstes Foto
Bei der Stadtmusik sind u.a. zu erkennen: Walter Müller (Schlagbecken), Ferdinand Hasenfratz (Klarinette) und Hans Kaufmann (Tenorhorn)

Da die Hexengruppe in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum feiert und ein großes Narrentreffen veranstaltet wird, ist das Städtchen besonders aufwändig mit Fasnachtsbändel geschmückt.

Standort des Fotografen: 47.883993, 8.343953

3 Fotos: Kinderaufführung auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße, Fasnacht 1959

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Was für ein fröhliches Treiben auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße! Bevor die Erwachsenen das Bühnenprogramm dominieren, dürfen die Kinder ran. In ihren bunten Kostümen sorgen sie mit einer kleinen Aufführung für gute Laune bei Groß und Klein.

Im Vordergrund sind Kinder zu sehen, die gerade eine Szene spielen. In der Mitte kniet ein Mädchen mit einer Schleife im Haar und einem Kleid – vielleicht stellt sie eine Prinzessin dar? Sie wird von einer Schar Kinder umringt, die im Kreis stehen und sich an den Händen fassen. Viele von ihnen tragen ebenfalls bunte Verkleidungen. Besonders auffällig sind die bunten Luftballons, die viele in der Hand halten. Sie stammen vom Schuhgeschäft Hasenfratz, das großzügig Ballons verteilt hat und so für noch mehr Farbe und Freude sorgt.

Die Stimmung ist ausgelassen. Eltern und Zuschauer*innen beobachten das bunte Spektakel. Auch die »Laternenbrüder«, die ebenfalls auf der Fasnachtsbühne stehen, schauen zu.

Wer erkennt sich auf dem Foto wieder? Oder kennt jemanden?

oberes Foto
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Ursula Weis?, 2 Marlies Müller, 3 Ursula Schelling
2.Reihe, v.l.n.r.: Joachim Rogg, Walter Zepf, Wolfgang Luedemann, Franz Müller, Hansjürgen Waibel, Michael Kasprowicz, Werner Mayer

mittleres Foto

unteres Foto
Narrenräte, v.l.n.r.: 1 Hans Müller, 2 Karl Guth, 3 Josef Benitz jun.?, 4 Josef Guth
Kinder, v.l.n.r.: 1 Ursula Schelling, 2 Carola Keller, 3 Erika Selb, 4 Annemarie Hryzuniak (verh. Fischer), 5 Dorothea Geisinger (verh. Kasprowicz)

Standort des Fotografen: 47.883086, 8.344468

Innenansicht der Kapelle Witterschneekreuz, ca. 1950

Erzbischöfliches Archiv Freiburg, EAF S24/561

Im Jahr 1804 wandte sich Stadtpfarrer Johann Georg Eggstein (1740-1815) in einem Brief an den Kapiteldekan in Villingen. Er beschrieb darin das Wallfahrtswesen zum Witterschneekreuz, das damals noch in einer kleinen Gebetsnische angebetet wurde. Eggstein berichtete: »Täglich komen von 10-20 Stunde Wegs im umkreise Leüthe, theils gesunde, theils kranke, theils zu Fuß, theils auf Wägen und Karren daher, und füllen die Schächerhütte mit den abgeschmackteten Opfern in Wachs, und Holz, mit Weiberharzopfen, Brüsten, Krücken, Händen und Füßen an, daß es ein Grauß ist.«

Fast 150 Jahre sind seitdem vergangen. Die Gebetsnische existiert schon lange nicht mehr. 1846/47 errichtete man die heutige Holzkapelle, an deren Rückwand die Nische integriert wurde. Das Foto offenbart einen seltenen Blick in das Innere der Kapelle. Zu sehen ist eine Ecke: An der holzvertäfelten Wand hängen allerlei Votivbilder, die von Gläubigen zum Dank angefertigt wurden. Ein kleiner Altar ist aufgebaut, vor dem zwei gerahmte Bilder abgestellt wurden. Daneben hängen eine Gehhilfe und hölzerne Krücken, die gehbehinderte Menschen, offenbar nach ihrer Heilung, zum Dank zurückließen. Schon Pfarrer Eggstein erwähnte 1804 solche Krücken.

Aufgenommen wird das Bild von Hermann Ginter, der von 1949 bis 1966 Konservator der kirchlichen Kunstdenkmäler der Erzdiözese Freiburg ist und verschiedene kirchliche Gebäude in der Erzdiözese fotografisch dokumentiert.

Standort des Fotografen: 47.893008, 8.336180

2 Fotos: Umzugswagen mit Esel auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht ca. 1959

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Christa Egle und Alexandra Scholl zur Verfügung.

Diese Gruppe Narren hat sich als »fahrendes Volk« oder Marketender verkleidet und zieht mit zwei aneinandergehängten Planwagen durch die Straßen des Städtchens. Die liebevoll gestalteten Wagen, gezogen von einem kleinen Esel, erinnern an frühere Zeiten, als Händler von Ort zu Ort zogen und ihre Waren verkauften. Ob es sich um eine klischeehafte Darstellung von Sinti und Roma oder einfach um eine Hommage an das »fahrende Volk« vergangener Jahrhunderte handelt, bleibt offen.

Musiker*innen mit Akkordeons begleiten den Umzug mit fröhlichen Klängen. Kinder müssen die Umzugstrecke nicht mitlaufen, sondern sitzen bequem auf den beiden Wagen. Die Zuschauer*innen stehen dicht gedrängt am Straßenrand und genießen den Anblick – manche neugierig, andere lachend, während die Narren mit viel Elan durch die Straßen ziehen.

Unter den Narren sind u.a. zu erkennen: Karl Krieg (1927-2021), Otto Schweizer, Friedhilde Wörner (geb. Rosenstiel), Hedwig Egle (verh. Hepting, 1932-2020), Henriette Laufer (geb. Metz, 1922-2004)

Standort des Fotografen: 47.883574, 8.343873

2 Fotos: 20-Jährige mit Narrenbaum auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1997

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

»Wasserwelt wie’s euch gefällt« lautet das diesjährige Fasnachtsmotto. Die 20-Jährigen haben sich als Pinguine verkleidet. Im Pinguingang watscheln sie über den oberen Rathausplatz und tragen den Narrenbaum in das Städtchen. Vor dem Café Fuß werden sie ihn gleich aufstellen und auf die Laterne der »Laternenbrüder« vereidigt werden.

Ein »Hansele« scheint fußlahm zu sein – und das, obwohl erst »Schmutziger Dunschdig« ist! Es hat sich auf dem Narrenbaum niedergelassen und lässt sich von den 20-Jährigen tragen. Wie soll das erst beim Narrenumzug am »Fasnet Mändig« werden?

Standort des Fotografen: 47.883998, 8.344889