Zerstörtes Maschinenhaus nach dem Brand im Sägewerk Benz, 8. Juli 1928

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Nach dem Großfeuer am 7. Juli 1928 ist vom Sägewerk Benz nurmehr eine Trümmerlandschaft geblieben. Das Feuer war am Vorabend im Späneturm ausgebrochen und hatte sich in rasender Geschwindigkeit augebreitet. Dazu beigetragen hatte der Umstand, dass einige Dächer der Werksgebäude frisch geteert waren. Die überspringenden Funken fanden in dem frischen Teer gute Nahrung. In Windeseile standen drei Maschinenhäuser, die Sägerei, das Hobelwerk, die Kantine, die Schlosserei, die Kistenfabrik und weitere Schuppen lichterloh in Flammen und erröteten den Nachthimmel.

Am nächsten Tag wird das ganze Ausmaß des entstandenen Schadens sichtbar.  Auf dem Foto sind links und rechts die beiden Benz-Kamine zu sehen. Dazwischen stehen die Mauerreste eines zerstörten Maschinenhauses. An seiner Giebelwand ist die Aufschrift zu lesen: »J. Benz A.G. – Maschinenhaus No. 3«. Im Hintergrund sind die Häuser des Alenbergs zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883477, 8.339647

Familie Benitz in der Brandruine ihres Wohnhauses, 1921

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Benitz zur Verfügung.

Über 200 Menschen werden beim Großbrand 1921 innerhalb weniger Stunden obdachlos und verlieren all ihr Hab und Gut. Hier steht Familie Benitz in den Trümmern ihres Anwesens am Alenberg. Sie verlieren gleich zwei Gebäude: Das Wohn- und Geschäftshaus (Alenbergstr. 7/9) und das Ökonomiegebäude (Alenbergstr. 8) sowie ein angrenzendes Keltereigebäude.

Nur eine Ruine ist vom Wohn- und Geschäftshaus mit seinem markanten Giebel geblieben. Das Doppelhaus, das einst den Familien Benitz-Hogg und Thoma-Eggert gehörte und das Städtchen stolz überragte, liegt in Schutt und Asche. In den Trümmern stehen die Witwe Anna Benitz geb. Glunk (1870-1959) u. a. mit ihren Kindern Anna Elisabeth Benitz (1896-1922), Joseph Benitz jun. (1897-1981), Paul Benitz (1899-1979), Albert Benitz (1905-1996) und Franz Benitz (1908-1944).

Außerdem zu sehen sind der Prokurist der Firma Hogg Hans Scheuregger sowie Oberlehrer i.R. Ferdinand Eggert (1852-1927) und dessen Ehefrau Berta Eggert geb. Koch. Die vierköpfige Familie Scheuregger und das Ehepaar Eggert wohnten bis zum Brand im Benitz’schen Haus in der Rötengasse.

Standort des Fotografen: 47.885325, 8.343920

2 Fotos: Familie Benitz in der Brandruine ihres Ökonomiegebäudes, 1921

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Inge Benitz zur Verfügung.

Über 200 Menschen werden beim Großbrand 1921 innerhalb weniger Stunden obdachlos und verlieren all ihr Hab und Gut. Hier steht Familie Benitz in den Trümmern ihres Anwesens am Alenberg. Sie verlieren gleich drei Gebäude: Das Wohn- und Geschäftshaus (Alenbergstr. 7/9), das Ökonomiegebäude (Alenbergstr. 8) und das Wohnhaus in der Rötengasse.

Nur eine Ruine ist vom Okönomiegebäude geblieben. In den Trümmern stehen die Witwe Anna Benitz geb. Glunk (1870-1959) u. a. mit ihren Kindern Anna Elisabeth Benitz (1896-1922), Joseph Benitz jun. (1897-1981), Paul Benitz (1899-1979), Albert Benitz (1905-1996) und Franz Benitz (1908-1944).

Außerdem zu sehen sind der Prokurist der Firma Hogg Hans Scheuregger sowie Oberlehrer i.R. Ferdinand Eggert (1852-1927) und dessen Ehefrau Berta Eggert geb. Koch. Die vierköpfige Familie Scheuregger und das Ehepaar Eggert wohnten bis zum Brand im Benitz’schen Haus in der Rötengasse.

Standort des Fotografen: 47.885242, 8.344295

Brandruine vom »Pilgerhof« in der Maienlandstraße, ca. 1995

Sammlung Familie Waßmer

1990 verkauften die Wirtsleute Jupp und Anita Hoitz ihren »Schwarzwaldgasthof Pilgerhof« an einen neuen Betreiber. Seit 1960 hatten sie das Gasthaus sehr erfolgreich betrieben und es zu einem renommierten Haus gemacht, das überregionale Bekanntheit erlangte. Doch im November 1993 brannte das Gebäude ab.

Mehrere Jahre steht die Brandruine im Maienland, abgesperrt durch ein Flatterband und verschandelt die Nachbarschaft. Schließlich wird die linke Gebäudehälfte abgerissen und ein Parkplatz angelegt, während in der rechten Hälfte Wohnungen eingerichtet werden.

Standort des Fotografen: 47.886864, 8.341605

Brand des Hauses Benz in der Maienlandstraße, 1970

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Werner Lubrich zur Verfügung.

In der Maienlandstraße hat sich eine große Menschenmenge versammelt. Männer, Frauen und Kinder stehen dicht gedrängt im aufgeweichten Erdreich und verfolgen, wie das Haus Benz (Maienlandstr. 27) in Flammen aufgeht. Der Dachstuhl ist bereits zusammengebrochen, nur das verkohlte Gebälk ragt noch in den Himmel. Dichter Rauch steigt auf, während die Feuerwehr gegen die Glut kämpft.

Das Anwesen ist ein typisches einstöckiges Tagelöhnerhaus mit großem Ökonomieteil. 1957 hat der Landwirt Fritz Benz (geb. 1925) das Haus nach dem Tod seines Vaters Benz (1885-1955) übernommen. Doch schon 1969 geht es in neue Hände über: Josef (»Jupp«) Hoitz und Anita Hoitz, die das Gasthaus »Pilgerhof« gegenüber betreiben, kaufen das Gebäude. Die Ruine wird abgetragen, an ihrer Stelle entsteht ein Parkplatz für die Gäste des Gasthauses.

Standort des Fotografen: 47.886768, 8.341845

Brand des Hauses Benz in der Maienlandstraße, 1970

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Werner Lubrich zur Verfügung.

Rauch hängt über der Maienlandstraße, Flammen schlagen aus dem Dachstuhl. Das Haus Benz (Maienlandstr. 27) steht in hellen Flammen. Der rechte Gebäudeteil, die große Ökonomie, ist bereits weitgehend zerstört, auch der Dachstuhl des Wohnteils ist zusammengebrochen. Mit langen Wasserstrahlen versuchen Feuerwehrleute, zumindest das Nachbarhaus vor dem Übergreifen der Flammen zu bewahren.

Währenddessen hat sich eine große Menschenmenge versammelt. Kinder und Erwachsene stehen dicht gedrängt, viele schauen gebannt und erschrocken zugleich auf das Inferno. Für die Anwohner*innen ist es ein dramatisches Ereignis – ein Haus, das über Generationen bewohnt war, sinkt binnen weniger Stunden in Schutt und Asche.

Das Haus Benz war ein typisches Tagelöhnerhäuschen, eingeschossig, schlicht – aber mit einer beachtlich großen Ökonomie, deren Wiederkehr sich zum Garten hin öffnete. 1957 hatte der Landwirt Fritz Benz (1925-?) das Anwesen von seinem Vater Johann Benz (1885-1955) übernommen. Kurz vor dem Brand, 1969, ging es in den Besitz von Gastwirt Josef (»Jupp«) Hoitz und dessen Ehefrau Anita Hoitz über, die auf der gegenüberliegenden Straßenseite den »Pilgerhof« betreiben. Nach dem Brand lassen sie die Ruine abtragen und auf dem Grundstück einen Parkplatz für ihre Gäste anlegen.

Standort des Fotografen: 47.886768, 8.341845

7 Fotos: Aufräumarbeiten in der Ringstraße nach dem Großbrand, 1921

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Inge Benitz, Konrad Kuster und Rita Willmann zur Verfügung.

Die Aufräumarbeiten nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 dauern nur bis Mitte September 1921. Die Gruppenpolizei V aus Mülheim leistet große Arbeit: Sie richtet das Trümmerfeld für den Wiederaufbau in nur 34 Arbeitstagen her. Die Gesamterdbewegung beträgt mehr als 9.000 m³. Die Polizisten sortieren auch Rohstoffe wie verkohlte Holzbalken und Eisen.

Im Vordergrund des Bildes sind Förderbahngleise zu sehen, die extra gelegt wurden. Auch Pferde kommen bei den Aufräumarbeiten zum Einsatz. Im Hintergrund sind die Häuser der Maienlandstraße und Alenbergstraße zu erkennen, die unbeschädigt blieben.

Standort des Fotografen: 47.884319, 8.344025

Trümmerfeld in der Demetriusstraße nach dem Großbrand, 1921

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Benitz zur Verfügung.

Unmittelbar nach dem verheerenden Großbrand entsteht diese Aufnahme, die das Trümmerfeld von einer erhöhten Position am Fuße des Alenbergs aus zeigt. Am unteren Bildrand ist die Säule des Laufbrunnens zu sehen, der an der Einmündung der Demetriusstraße in die Ringstraße steht. In der Bildmitte ist der abgebrannte Straßenzug in der Demetriusstraße zu sehen. Rauch steigt noch aus den Trümmern auf. Rechts ist die Ringstraße zu erkennen, die auf das erhalten gebliebene Haus von Ferdinand Schultheiß (Maienlandstr. 1) zuläuft.

Im Hintergrund sind das Bahnhofsgebäude und das Sägewerk Benz zu sehen. Der Schornstein ragt am rechten Bildrand in den Himmel.

Standort des Fotografen: 47.884699, 8.344792

Trümmerfeld in der Demetriusstraße nach dem Großbrand, 1921

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Benitz zur Verfügung.

Ein Bild der Zerstörung bietet sich nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 in der Hintergasse (heute Demetriusstraße). Nur noch ein paar Brandgiebel und ein Strommast ragen aus dem Trümmerfeld in den Himmel. Hier in dieser Straße war im Haus Heer (das zweite Haus oberhalb des Mailänder Tores) das Feuer ausgebrochen. Innerhalb weniger Minuten war der ganze Straßenzug eingeäschert.

Der Blick geht hinunter in Richtug Mailänder Tor, das nicht abgebrannt ist, aber später abgerissen wird. Die zerstörten Gebäude in diesem Straßenzug sind v.l.n.r. die Häuser von Metzgermeister Wilhelm Werne, Landwirt Julius Heer, Metzgermeister Anton Frei, Landwirt Karl Schreiber, Küfermeister Peter Rombach, Bäckermeister Ernst Ritter, Gemeinderat Karl Wöfle und Schmiedemeister Viktor Fürst.

Auf dem Foto notierte eine unbekannte Person handschriftlich »Giebel Ritter«, um den Ort zu markieren, wo das Haus von Bäckermeister Ernst Ritter gestanden hatte. Wiederaufgebaut wird das Haus Ritter nicht an seinem Brandplatz in der Demetriusstraße, sondern vis-à-vis am Rathausplatz.

Standort des Fotografen: 47.884332, 8.344594

Blick von der Demetriusstraße ins Maienland nach dem Großbrand, 1921

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Benitz zur Verfügung.

Nur noch ein Trümmerhaufen ist von den Häusern in der Demetriusstraße übrig geblieben. Ein Brandgiebel ragt noch aus dem Schutt heraus, ist aber selbst einsturzgefährdet. Er verfügt über einen Staffelgiebel, was vor dem Großbrand sehr selten war. Erst beim Wiederaufbau werden die meisten Neubauten in der heutzutage als typisches Wahrzeichen Löffingens erachteten Staffelform erbaut. Ein verkohltes Bäumchen ist im Vordergrund zu erkennen, das vor dem Brand vor einer Hausfassade wuchs.

Im Hintergrund sind Häuser in der Maienlandstraße und an der Einmündung zum Weberweg zu erkennen, die vom Feuer verschont blieben. Am linken Bildrand ragt noch das Kamin des Sägewerk Benz ins Bild.

Standort des Fotografen: 47.884216, 8.344410

Trümmerfeld in der Demetriusstraße nach dem Großbrand, 1921

Verlag A. Rebholz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Von einem Fenster des Rathauses wird dieses Foto aufgenommen, um einen Blick von oben auf den Brandherd und die angerichtete Zerstörung mehrerer Straßenzüge zu haben. Die Trümmer am unteren Bildrand gehören zu den einstigen Häusern von Schmiedemeister Emil Fürst, Landwirt Anton Brugger und Metzgermeister Johann Riegger am Rathausplatz.

Dahinter sind die Ruinen der Demetriusstraße zu erkennen: Im Haus von Landwirt Julius Heer (zwei Häuser oberhalb des Mailänder Tores) war das verhängnisvolle Feuer ausgebrochen. Es schließen sich dahinter die zerstörten Häuser der Landwirte Alois Fritsche und Josef Kuster (beide Ringstraße) und des Landwirts Karl Honold (Maienlandstraße) an.

Die Straße, die links oben zu sehen ist, ist die Maienlandstraße. Ein Pferdefuhrwerk fährt dort gerade an dem unbeschädigten Haus Strobel (Maienlandstr. 3) vorbei.

Standort des Fotografen: 47.883974, 8.344235

Unterer Rathausplatz nach dem Großbrand, 1921

Fotograf: Georg Jung, Lenzkirch | Stadtarchiv | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Inge Benitz sowie Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

»Grohsfeuer in Löffingen vom 28.7.21« steht auf diesem Foto. Das selbe Motiv gibt es auch mit der Beschriftung: »Häuser Brand in Löffingen vom 28.7.21«. Zu sehen ist der untere Rathausplatz am Tag nach der Brandkatastrophe. Mitten im Städtchen war ein Feuer ausgebrochen, dass innerhalb weniger Stunden 36 Gebäude einäscherte und 200 Menschen obdachlos werden ließ.

Bereits am Tag danach beginnt eine breite Hilfstätigkeit, um die Brandgeschädigten mit dem Notwendigsten zu versorgen. Um das Brandunglück bekannt zu machen und die Bereitschaft der Menschen zu wecken, Geld zu spenden, werden Ansichtskarten wie diese vertrieben.

Standort des Fotografen: 47.883668, 8.343760