Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Luzia Bader zur Verfügung.
Stolz hält Karl Bader (1902-1971) sein Töchterchen Luzia (geb. 1946) auf dem Arm. Der Landwirt war nach dem Krieg gesund nach Hause zurückgekehrt. Als Flieger in der Luftwaffe hatte er am Krieg teilgenommen. Während eines Fronturlaubs in der Heimat hatte er 1943 geheiratet, aber erst jetzt können er und seine Frau Maria geb. Schupp (1906-1973) eine Familie gründen. Im Hintergrund steht Konrad Bader (1868-1958), der greise Familienpatriarch.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Elisabeth und Franz Isele zur Verfügung.
Drei junge Frauen stehen in der »Friedhofstraße« (heute Alemannenstraße) und lassen sich fotografieren. Im Hintergrund sind die Häuser von Landwirt Wilhelm Brugger (Alemannenstr. 21) und von Malermeister Karl Hepting (Alemannenstr. 19) zu erkennen. Vor beiden Häusern stehen Spalierbäume: An Bruggers Giebel wachsen Äpfel und an Heptings Haus Birnen.
Bei den drei Frauen handelt es sich v.l.n.r. um Elisabeth Isele geb. Zepf (geb. 1930), Klara Zepf geb. Fehrenbach und Irma Hasenfratz geb. Zepf (geb. 1937).
Arel-Verlag Löffingen | Sammlung Familie Waßmer | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.
Vor mittelalterlich anmutender Kulisse posiert die Trachtengruppe auf dem Unteren Rathausplatz für ein Gruppenfoto. Sie stehen vor dem Demetriusbrunnen. Im Hintergrund ist der Straßenzug der Demetriusstraße mit dem Mailänder Tor und den nach dem Großbrand 1921 mit Staffelgiebeln aufgebauten Häusern zu sehen. Das Gruppenfoto wurde coloriert und fand als Ansichtspostkarte Verbreitung.
Die Trachtenmädchen sind links Gretel Bader (verh. Kaltenbach) und Veronika Kaltenbrunner (verh. Ruf). Außerdem sind vermutlich Renate Obert (geb. Trenkle), Christa Jordan (geb. 1941), Marlies Müller (geb. 1951) und Gretel Jordan (geb. 1948) zu sehen.
Die Trachtenbuben am Brunnen sind v.l.n.r.: 1 Wilfried Münzer, 2 Albin Kasprowicz, 3 Wolfgang Schmitt, 4 Norbert Brugger.
Die Zehntklässler der Realschule haben sich an Fasnacht als Anhänger des indischen Philosophen Bhagwan (1931-1990) verkleidet, des Begründers der nach ihm benannten Bewegung. In den 1970er und 80er Jahren wird sie in der Öffentlichkeit, teilweise diffamierend, als »Sekte« bzw. »Jugendsekte« bezeichnet. Die Presse berichtet immer wieder reißerisch über den exzentrischen »Guru«. Seine vielen Rolls-Royce und seine brillantenbesetzte Armbanduhren sind beliebte Themen für die Berichterstattung.
Grund genug für die Zehntklässler, in diese Rolle zu schlüpfen. Kostümiert mit roten wallenden Kleidern bewegen sie sich, eine Sänfte tragend, die Maienlandstraße hinab. Zu sehen sind in alphabetischer Reihenfolge u.a.: Rolf Benz, Achim Knöpfle, Markus Zepf.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Olga Streit zur Verfügung.
Die Geschlechtertrennung wird bei der Erstkommunion am 30. März 1913 streng eingehalten. Jungen und Mädchen werden getrennt voneinander vor der Pfarrkirche St. Michael fotografiert. Im Hintergrund ist das Langhaus zu sehen. Deutlich zu erkennen ist, dass die Glasfenster mit Bildern und Mustern verziert waren, die heute nicht mehr vorhanden sind.
49 Erstkommunionkanten sind auf dem Gruppenfoto versammelt. Ihre vier Lehrer rahmen sie ein: Franz Merk und ??? auf der linken Seite, Ferdinand Eggert und Eugen Steidlinger auf der rechten. In der Mitte stehen zwei Geistliche, einer von ihnen ist Pfarrverweser August Hermann (1882-1933), der von 1912 bis 1916 in der Pfarrgemeinde wirkt.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Olga Streit zur Verfügung.
Die Geschlechtertrennung wird bei der Erstkommunion am 30. März 1913 streng eingehalten. Mädchen und Jungen werden getrennt voneinander vor der Pfarrkirche St. Michael fotografiert. Im Hintergrund ist das Langhaus zu sehen. Deutlich zu erkennen ist, dass die Glasfenster mit Bildern und Mustern verziert waren, die heute nicht mehr vorhanden sind.
46 Erstkommunikantinnen sind auf dem Gruppenfoto versammelt. Ihre vier Lehrer rahmen sie ein: Franz Merk und ??? auf der linken Seite, Ferdinand Eggert und Eugen Steidlinger auf der rechten. In der Mitte stehen zwei Geistliche, einer von ihnen ist Pfarrverweser August Hermann (1882-1933), der von 1912 bis 1916 in der Pfarrgemeinde wirkt.
1. Reihe, v.l.n.r.: Nr. 8: Franziska Bieler (*1900, verh. Fehrenbach), Nr. 9: Klara Bieler (*1900), Nr. 11: ??? Kaufmann. 2. Reihe, v.l.n.r.: 3. Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, Nr. 4: Leopoldine Geisinger (1901-1989) 4. Reihe, v.l.n.r.: Nr. 10: Anna Hepting (*1900, verh. Ganter), Lehrer Eugen Steidlinger 5.Reihe, v.l.n.r.:
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Dieter Vierlinger zur Verfügung.
Die Nägeles waren über mehrere Generationen Köhler, weshalb sie als »s’Kohle Nägeles« bekannt waren. Sie übten ihr Handwerk im Stadtwald und in einem Waldstück bei Unterbränd aus. Jeweils im Frühjahr zogen die Nägeles mit ihren Kindern und dem Hausrat hinaus in den Wald, wo sie den Sommer über in der Waldhütte lebten. Erst im Herbst ging es zurück nach Hause.
Das Foto zeigt die Nägeles im Wald, während ihrer Freizeit: Sie haben sich um eine Feuerstelle versammelt, über der gekocht wird. Dazu wird auf dem Akkordeon musiziert.
V.l.n.r.: Peter Nägele (1850-1910), seine Ehefrau Ludowika Nägele geb. Winter (1853-1932), eine unbekannte Frau, die Tochter Maria Limb geb. Nägele (?-?), der Sohn Konrad Nägele (1885-1960).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Prof. Dr. Petra Hörner zur Verfügung.
»Herrenmaßgeschäft und Kleiderhandlung«, so lautet die offizielle Bezeichnung des Geschäfts von Schneidermeister Johann Schmitt (1878-1967). Die Jahreszahl »1925« steht auf dem Steingewände des Rundbogens des Ladens. Sie verweist darauf, dass das Haus nach dem Großbrand 1921 erbaut wurde. Als das Foto aufgenommen wird, ist das Haus noch fast wie neu.
Johann Schmitt stammt aus dem Württembergischen. Seine erste Ehefrau Berta (1881-1914) war 1914 im Alter von nur 34 Jahren verstorben. Nach dem Ersten Weltkrieg verheiratete sich der Witwer in zweiter Ehe mit Mathilde geb. Ruf (1877-1948) aus Rötenbach. Am 14. Juni 1921 bekamen die beiden Zwillinge. Die Tochter Frieda Schmitt starb bereits am Tag der Geburt. Der Sohn Johannes Schmitt tritt später in die väterlichen Fußstapfen und wird Schneidergeselle in Donaueschingen. Im Zweiten Weltkrieg wird er Soldat. Am 5. Juni 1942 stirbt er kurz vor seinem 21. Geburtstag in Russland durch einen Bauchschuss.
Willy Pragher / Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Freiburg (Bestand W 134)
Die Mitglieder der Trachtengruppe lassen sich von dem Freiburger Fotografen Willy Pragher (1908-1992) im Kurpark fotografieren. In ihrer Mitte steht der 13-jährige Dieter Vierlinger (geb. 1944). Mit seinem Gitarrenspiel verbreitet er gute Laune.
Auf dem Foto sind zu sehen, v.l.n.r.: Josefa Mayer (geb. Gebert, 1920-2010), ???, Irma Zepf (verh. Hasenfratz), Karl Koch, Walter Selb mit Schirm (1929-2002), Dieter Vierlinger mit Gitarre, Engelbert Müller (1896-?).
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Maria Kuster zur Verfügung.
Es ist Winter. Schnee liegt am Straßenrand. Eine Personengruppe steht an der Kreuzung von der Oberen Hauptstraße und der Dittishauser Straße. Man kommt gerade aus der katholischen Pfarrkirche St. Michael zurück, wo ein neugeborenes Baby soeben getauft wurde. Getragen wird es von der Hebamme Maria Häusle (geb. Schultheiß, 1883-1966). Drei Kinder, die zur Feier des Tages herausgeputzt sind, springen herum. Doch wie heißt der Täufling?
V.l.n.r.: 1 Steinmetz Karl Häusle (1878-1956), 2 Maria Häusle (verh. Kuster, 1921-2006), 3 Hebamme Maria Häusle (geb. Schultheiß, 1883-1966)
Die Kinder sind u.a. Ewald Hepting (1933-2010) und Inge Hepting (verh. Mayer, geb. 1938/39).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Oskar Baader zur Verfügung.
»D’Usländers«, so lautete der Hausname für das Anwesen der Familie Wehrle. Sie wohnte weit außerhalb der Altstadt an der Göschweiler Straße und kam quasi aus dem Ausland nach Löffingen, z. B. um einzukaufen oder die Schule zu besuchen. Das Anwesen gehörte dem Taglöhner Franz Josef Wehrle (1870-1945) und seiner Ehefrau Maria geb. Bausch (1884-1915), die es von ihren Eltern Friedrich und Magdalena Bausch geerbt hatte. Das Haus war nicht an die Wasserversorgung angeschlossen. Etwa 30 Meter entfernt befand sich ein Brunnen, von dem die Wehrles ihr Wasser holen mussten. Hinter dem Bretterverschlag (links auf dem Bild) befand sich außerdem ein großes Wasserfass.
Franz Josef Wehrle wurde 1870 in Dittishausen geboren. Er heiratete Maria geb. Bausch, die aber schon 1915 im Alter von nur 31 Jahren starb. Der Witwer stand mit den Kindern allein da und heiratete 1916 Lina geb. Streit (1893-?), die aus Falkau stammte. Aus erster und zweiter Ehe hatte Franz Josef Wehrle insgesamt zwölf Kinder. Sechs davon sind auf dem Foto vor dem Haus zu sehen. Die junge Frau müsste die erste Ehefrau Maria Wehrle sein. Franz Josef Wehrle starb 1945 im Alter von 74 Jahren.
Die Aufräumarbeiten nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 dauern nur bis Mitte September 1921. Die Gruppenpolizei V aus Müllheim leistet große Arbeit: Sie richtet das Trümmerfeld für den Wiederaufbau in nur 34 Arbeitstagen her.
Das Foto entsteht auf dem Alenberg. Durch Funkenflug verursacht brannten dort die Häuser von Bürgermeister Adolf Kuster, Schreinermeister August Limb, Schreinermeister Leo Münzer, Witwe Morath und Landwirt Albert Jonner ab.