Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Jupp Hoitz zur Verfügung.
Anfang der 1920er Jahre ließen die Wirtsleute Otto und Rosa Vogel neben ihrem Gasthaus »Pilgerhof« ein kleines, zweistöckiges Pensionsgebäude errichten. »Pension – Pilgerhof« steht auf die Fassade geschrieben. Im Erdgeschoss befindet sich eine Garage.
Rechts grenzt ein großer Garten an, der zum Nachbargrundstück von Familie Glunk gehört.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Josef Hoitz zur Verfügung.
Stolz stehen sie in der Eingangstür ihres Gasthauses »Pilgerhof«, die Wirtsleute Josef Hoitz und Anita Hoitz. Sie betreiben mit großem Erfolg das Gasthaus, das Café und die Pension bzw. das Hotel seit 1960. Für das Foto posieren sie in Tracht. Schließlich bewerben sie ihr Gasthaus als »Schwarzwaldgasthof«.
Die junge Küchenmeisterin Anita Hoitz (geb. Gaede) hatte das Traditionshaus von ihrer Tante Rosa Müller (geb. Vogel, 1896-?) übernommen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Josef (»Jupp«) Hoitz (1930-2024), einem Bäcker- und Konditormeister aus dem Rheinland, führt sie den »Pilgerhof« 26 Jahre lang.
Zum Jahreswechsel 1990/91 übergeben Josef und Anita Hoitz das renommierte Gasthaus schließlich an das Würzburger Gastronomenehepaar Manfred und Rita Karbacher. Im November 1993 wird der »Pilgerhof« bei einem Brand vollkommen zerstört.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Helene Krauß zur Verfügung.
Fünf Damen sitzen an dem kleinen Tischchen vor dem Gasthaus »Pilgerhof« in der Sonne und schwatzen miteinander. Ein Fahrrad ist neben sie an die Wand gelehnt. Ein Junge mit einem Schubkarren läuft in Richtung Fotografen. Sorge, dass ein Auto kommen wird, müssen sich die Frauen nicht machen. Die Maienlandstraße ist bereits elektrifiziert, denn über die Straße ist ein Kabel gespannt, an der eine Lampe hängt.
»Kaffee & Gasthaus zum Pilgerhof« steht in großen Buchstaben auf dem Emailleschild, das an der Fassade vom Haus Maienlandstr. 24 angebracht ist. Betrieben wird der »Pilgerhof« von dem Gast- und Landwirt Otto Vogel (1871-1940) und seiner Ehefrau Rosa geb. Faller (1870-1934).
Auch im Nachbarhaus befindet sich ein Gasthaus: Das »Witterschnee« im Haus Maienlandstr. 26 wird betrieben von dem Gast- und Landwirt Robert Rosenstiel (1873-1932) und seiner Ehefrau Maria geb. Selb (1879-1959).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Anton Heizmann zur Verfügung.
Vor einer Haustür steht Luise Heizmann geb. Schreiber auf einer Treppe. Sie hält ihren Sohn Eugen Heizmann (1913-1916) auf dem Arm, der im Alter von 2 1/2 Jahren starb. Vor ihr stehen ihre beiden Kinder Adolf Heizmann (1909-1960) und Maria Heizmann (?-?).
Die Hausnummer über der Tür ist die »194«. Familie Heizmann wohnt im Maienland. Aber auf diesem Foto stehen die vier Personen nicht vor der eigenen Haustür. Vermutlich stehen sie vor dem Haus von Karl Meßmer (Obere Hauptstr. 29).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Werner Lubrich zur Verfügung.
Schaulustige sind in der Maienlandstraße zusammengeströmt. Sie schauen zu, wie das Haus Benz (Maienlandstr. 27) in Schutt und Asche sinkt. Der Dachstuhl ist komplett ausgebrannt, ebenso der Ökonomieteil auf der rechten Seite. Das Haus Benz war ein typisches einstöckiges Tagelöhner-Häuschen. Die Ökonomie mit ihrer Wiederkehr zum Garten hin war aber durchaus groß. Eigentümer des Anwesens war seit 1957 der Landwirt Fritz Benz (1925-?), der es nach dem Tod seines Vaters Johann Benz (1885-1955) übernommen hatte. Ein Jahr vor dem Brand hatte das Ehepaar Jupp und Anita Hoitz das Anwesen gekauft, die den gegenüberliegenden »Pilgerhof«betreiben. Sie lassen die Brandruine abreißen und legen einen Parkplatz für ihre Gäste an.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Karl Sibold zur Verfügung.
Die Maienlandstraße hat sich für die Fronleichnam herausgeputzt. Einige der Häuser sind mit Fahnen festlich geschmückt. Entlang der Prozessionsstrecke sind am Straßenrand Maien mit jungem Grün im Kopfsteinpflaster befestigt. Ein Blumenteppich mit farbenfrohen Motiven ist die gesamte Straße entlang gelegt.
Dies geschieht nicht alle Jahre, denn es hängt davon ab, wie früh Fronleichnam im Kalenderjahr stattfindet und ob schon genügend Blumen auf den Wiesen zu finden sind. Grund genug also für Malermeister Karl Sibold (1899-1975) und seine Frau Luise geb. Durler (1898-?) ein Erinnerungsfoto von sich mit dem Blumenteppich vor ihrem Haus aufzunehmen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Hall zur Verfügung.
Der Verputz und die Farbe bröckeln, aber noch ist die Inschrift auf der Hausfassade deutlich zu lesen: »Grabsteingeschäft Adolf Hall«. Der Steinhauer Adolf Hall (1874-1926) betrieb in seinem Haus in der Maienlandstr. 20 bis zu seinem Tod 1926 eine Steinhauerwerkstatt. Jetzt wohnt darin seine Witwe Josefine Hall geb. Winterhalder (1875-1961), die aus Schwärzenbach stammt.
Wer weiß, wer die junge Frau im Mantel ist, die vor dem Haus steht?
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gertrud Heizmann zur Verfügung.
Ein junger Mann hat sich auf ein Pferd geschwungen und posiert für den Fotografen. Die Szene wird in der Maienlandstraße festgehalten. Im Hintergrund ist das Haus Hall (Maienlandstr. 20) zu sehen. Noch führt eine steile Treppe zum ersten Stock hoch, wo sich die Haustür befindet. Das Haus gehört dem Blechner Karl Hall (1913-1973) und seiner Ehefrau Maria (1924-2014).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Hall zur Verfügung.
Sogar die Wäscheleine hat Platz gefunden. Die Wäsche hängt daran und trocknet vor sich hin. Daneben führt eine steile Treppe zum ersten Stock hinauf, wo sich die Haustür befindet. Das Haus Hall (Maienlandstr. 20) gehört dem Blechner Karl Hall (1913-1973) und seiner Ehefrau Maria (1924-2014). Es ist sein Elternhaus.
Sein Vater war der Steinhauer Adolf Hall (1874-1926), der darin eine Steinhauerwerkstatt betrieb. Seine Mutter war die aus Schwärzenbach stammende Josefine Hall geb. Winterhalder (1875-1961). Karl Hall übernahm 1952 das Anwesen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Lotte Ratzer zu Verfügung.
Während das schräg gegenüberliegende Haus Reichhart (Maienlandstr. 25) beim Fliegerangriff am 19. Februar 1945 durch einen Bombenvolltreffer komplett zerstört wurde und zwei Kinder den Tod fanden, kommt die Witwe Josefine Hall geb. Winterhalder (1875-1961) mit dem Schrecken davon. Zwar ist auch ihr Haus (Maienlandstr. 20) stark beschädigt, doch der materielle Schaden wird sich letztlich reparieren lassen. Das Dachgeschoss bietet zwar einen verheerenden Anblick. Die anderen Stockwerke sind aber weitgehend heil geblieben. Deutlich zu lesen ist der Schriftzug »Grabsteingeschäft v. Adolf Hall« über der Haustür.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hermann Sibold zur Verfügung.
Vor dem Haus Benz (Kirchstr. 3) hat sich Familie Sibold zu einem Gruppenfoto versammelt. Ganze 28 Personen sind auf dem Bild zu sehen. Was der Anlass für dieses große Familientreffen ist, ist unbekannt. Vielleicht handelt es sich um ein Ehejubiläum von Matthias Sibold (1840-1916) und Lucia Sibold geb. Bader (1841-1908)? Die beiden hatten am 22. Oktober 1863 geheiratet.
Unklar ist auch, warum das Familienfoto nicht vor dem Haus Sibold, sondern vor dem Haus Benz aufgenommen wird, das dem Wagner Karl Benz gehört? Vielleicht feiert die Familie im Gasthaus »Ochsen« und versammelt sich hinter dem Haus für ein Foto?
1: Karl Sibold (1867-1917) 2: Agathe Preuß geb. Sibold (1882-1967) 3: Julius Sibold (1872-1942 Ohio) 4: Maria Laufer geb. Sibold (1874-1929) 5: Franz Sibold (1893-1929) 6: Rosa Sibold (1900-1940) 7: Viktor Sibold (1878-1936) 8: Karl Sibold (1893-1976), Schmied 9: Anna Sibold (1895-1945) 10: Max Fabiansky, Schreiner in USA 11: Emma Münzer geb. Hirt (1893-1983) 12: Anna Hummel geb. Sibold (1868-1958) 13: Maria Fabiansky geb. Sibold (1874-1926) 14: Anna Köpfler geb. Gromann (1897-1991) 15: Maria Sibold geb. Göhry (1880-1948) 16: Josephine Gromann geb. Sibold (1863-1937) 17: Joseph Gromann (1896-1982) 18: Matthias Sibold (1840-1916) 19: Lucia Sibold geb. Bader (1841-1908), aus Seppenhofen 20: Konrad Sibold (1900-1979) 21: Josepha Sibold geb. Faller 22: Karl Sibold (1899-1975), Maler 23: Eugen Sibold (1905-?) 24: Joseph Sibold (1901-?) 25: Elisabeth Fuchs geb. Sibold (1903-1972) 26: Johann Sibold (1901-1987) 27: Matthias Fabiansky (1903-?) 28: Maria Guth geb. Hummel (1904-1989)