Narrengruppe vor dem Gasthaus »Löwe«, Fasnacht 1934

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Am »Fasnet Mändig«, dem 12. Februar 1934, stellt sich eine bunt zusammengewürfelte Narrengruppe vor dem Gasthaus »Löwe« zum Erinnerungsfoto auf. Die Fasnacht steht in diesem Jahr unter dem Motto »Internationaler Zirkus«. Dazu passen die drei Clowns, die vorne in gemusterten Gewändern mit großen weißen Rüschenkragen hocken.

Dahinter stehen vier erwachsene Männer. Zwei von ihnen tragen Frauenkleidung – ein bei der Fasnacht beliebtes Spiel mit Rollen und Geschlechterbildern, das man heute als »Cross-Dressing« bezeichnen würde. Auch zwei Kinder gehören zur Gruppe: Eines sitzt auf einem Schaukelpferd, das andere schiebt einen Kinderwagen.

1.Reihe, hockend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ??? (Kind), 4 Engelbert Müller, 5 ??? (Kind), 6 ???

Am linken Bildrand lehnt ein abenteuerlich anmutendes Gefährt mit zwei großen Rädern an der Hauswand. Vielleicht wurde es eigens für eine akrobatische Darbietung im »Internationalen Zirkus« gebaut. Welche Kunststücke damit vorgeführt werden, ist leider nicht überliefert.

Standort des Fotografen: 47.883856, 8.344957

2 Fotos: Familie Hepting auf dem Feld, ca. 1934

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Bei der landwirtschaftlichen Arbeit auf dem Feld ist ein Fotoapparat eher selten zur Hand – umso bemerkenswerter sind diese beiden Aufnahmen. Sie zeigen die Familie Hepting bei der Heuernte, einer anstrengenden und schweißtreibenden Arbeit, die nur gemeinsam zu bewältigen ist.

Der voll beladene Heuwagen spendet ein wenig Schatten. Die Arbeit ruht für einen Moment, man setzt sich ins Gras, kommt zur Ruhe. Die kurze Pause wird genutzt – nicht nur zum Durchatmen, sondern auch für ein Erinnerungsfoto. Mit dabei ist der jüngste Familienspross: Ewald Hepting (1933-2010). Für die Arbeit ist er noch zu klein, doch im Mittelpunkt steht er trotzdem. Auf dem einen Bild wird er gefüttert, auf dem anderen sitzt er zufrieden auf dem Schoß eines Erwachsenen.

Ewald Hepting wurde am 10. Januar 1933 geboren. Die Aufnahmen dürften im Sommer des folgenden Jahres entstanden sein – ein flüchtiger Moment, festgehalten im Schatten eines Heuwagens.

oberes Foto
V.l.n.r.:
1 ???, 2 Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995), 3 Ewald Hepting (1933-2010) , 4 ???

unteres Foto
V.l.n.r.:
1 Rupert Hepting (1905-1990), 2 Ewald Hepting (1933-2010)

Standort des Fotografen: ???

Drei Freundinnen vor dem Jahn-Denkmal, Sommer 1934

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Drei junge Frauen machen bei einem Spaziergang durch die »Hasle« Halt am Jahn-Denkmal. Zwischen hohen Nadelbäumen und hellen Waldwegen steht der mächtige Tuffsteinblock, in dessen Mitte ein Rundrelief mit dem Porträt von Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) eingelassen ist. Seit seiner Errichtung im Jahr 1928 ist das Denkmal ein beliebter Ort für Erinnerungsfotos – so auch an diesem Sommertag.

V.l.n.r.: 1 Luise Straub (verh. Bader, 1914-2009), 2 Josefine Schweizer (verh. Kühn), 3 Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003)  

Errichtet wurde das 3,40 Meter hohe Denkmal vom Turnerbund. Anlass war der 150. Geburtstag des als »Turnvater« bekannten Pädagogen Friedrich Ludwig Jahn, des Begründers der deutschen Turnbewegung. Zugleich sollte das Denkmal an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Turner erinnern. Die Inschrift lautet: „Unserm Turnvater Jahn / Unsern Gefallenen 1914–18 / Turnerbund Löffingen / 1928“.

Jahn spielte nicht nur für das Turnwesen eine wichtige Rolle, sondern auch für die frühe deutsche Nationalbewegung. Seine Ideen zielten darauf, die Jugend körperlich zu stärken und für den Kampf gegen die napoleonische Besatzung zu formen. Heute wird er wegen seiner nationalistischen und völkischen Vorstellungen auch kritisch betrachtet.

Standort des Fotografen: 47.879838, 8.349970

Zwei Narren vor dem Café Ritter am Rathausplatz, Fasnacht 1934

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Genoveva Kinast zur Verfügung.

Auf den Stufen vor dem Café Ritter (Rathausplatz 5) haben sich zwei Narren für ein Erinnerungsfoto aufgestellt. Es sind Fritz Adrion und Alma Egle, die am »Fasnet Mändig« eine Narrengruppe des Turnerbunds anführen. Beide engagieren sich im Sportverein: Fritz Adrion ist Turnwart und Alma Egle leitet das Schülerinnenturnen. Zusammen mit ihren Schützlingen treten sie als »Russisches Ballett« in Erscheinung.

Alma Egle trägt ein helles, langes Kleid mit dunklen Bändern und geflochtenen Zöpfen – ihr Kostüm soll an eine Tänzerin aus dem Osten Europas erinnern. Neben ihr steht Fritz Adrion in einer pelzbesetzten Uniform mit hoher Mütze, Stiefeln und Stock: eine Figur, die an einen Offizier oder Zarenhofbeamten denken lässt. Zusammen verkörpern sie die Hauptfiguren ihrer Gruppe und geben den Ton für den Auftritt vor.

Im Hintergrund steht die Tür des Cafés offen und neugierige Blicke beobachten das Geschehen.

V.l.n.r.: 1 Alma Egle (verh. Spadinger, 1917-?), 2 Fritz Adrion (1897-1971)

Standort des Fotografen: 47.883959, 8.343945

2 Fotos: Ehepaar Limb vor dem Haus in der Rötenbacher Straße, 1934

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Der Schreinermeister August Limb (1884-1976) steht in Arbeitskleidung vor seinem Haus in der Rötenbacher Straße. Über seinem Hemd trägt er die typische Schürze der Handwerker. Neben ihm seine Ehefrau Anna Maria Limb (geb. Gebert, 1890–1960), in einer karierten Bluse und der praktischen Kittelschürze des Alltags.

Neben den beiden lächelt ein Junge in kurzer Hose und hellem Hemd, der sich eng an August Limb lehnt. Zur Linken steht eine ältere Frau mit Brille und strengem Scheitel, die eine dunkle Jacke und ein langes Kleid trägt – vielleicht eine Verwandte. Alle vier blicken direkt in die Kamera, die Szene wirkt vertraut.

Hinter der Gruppe ragen Bäume und Dächer empor, und klar erkennbar ist der Turm der katholischen Pfarrkirche St. Michael

Standort des Fotografen: 47.882179, 8.341854

2 Fotos: 20-Jährige des Jahrgangs 1914/15 im Gasthaus »Ochsen«, Fasnacht 1934

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Christa Egle zur Verfügung.

Den 20-Jährigen ist so richtig zum Feiern zu Mute. In der diesjährigen Fasnacht stehen sie bis zum »alte Fasnet Sunndig« im Mittelpunkt. Seit diesem Jahr (1934) sind auch die jungen Frauen des Jahrgangs als 20-Jährige erstmalig zugelassen. Die 20-Jährigen wurden am »Schmutzigen Dunschdig« auf die »Laterne« der Laternenbrüder vereidigt und schworen entsprechend der Eidesformel von 1927, dass sie solange sie »leben und Atem haben, mit allen Fasern« ihres Lebens der Fasnacht treu bleiben.

Jetzt sitzen sie im Gasthaus »Ochsen« gemütlich beisammen, für Getränke und Essen ist gesorgt – und auch Musikinstrumente sind zur Hand. Vor der »Quetschkommode« steht ein Damenschuh. Ob es seiner Besitzerin zu warm im Schuh war oder sie sich schon Blasen gelaufen hatte, bleibt offen.

oberes Foto
1.Reihe:
1 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Erwin Egle (1915-?), 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 Hermann Schelling (1914-1998), 7 Emma Geisinger (verh. Kienzle, 1915-2003), 8 ???, 9 ???, 10 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Anna Vogelbacher (verh. Benz), 3 ???, 4 Josepha Roth (verh. Rappenegger), 5 ???, 6 Mathilde Strobel (verh. Schilling, 1914-1983), 7 ???, 8 Luise Straub (verh. Bader, 1914-2009), 9 Anna Fehrenbach, 10 ???

unteres Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 Hermann Nägele (1914-1942), 2 Emma Geisinger (verh. Kienzle, 1915-2003), 3 ???, 4 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Erwin Egle (1915-?), 3 ???, 4 Mathilde Strobel (verh. Schilling, 1914-1983), 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 Anna Vogelbacher (verh. Benz)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Hermann Schelling (1914-1998), 4 Josef Honold, 5 Josepha Roth (verh. Rappenegger), 6 August Kienzler, 7 Luise Straub (verh. Bader, 1914-2009), 8 ???, 9 ???, 10 ???

Zum Jahrgang gehören vermutlich auch: Willy Schmutz (1915-1992), Karl Mogel, Josef Honold, Elsa Schwörer, Konrad Bader

Standort des Fotografen: 47.883949, 8.345215

Narrengruppe »Russisches Ballett« vor dem Café Ritter, Fasnacht 1934

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach sowie Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

»Internationaler Zirkus« lautet das Motto der diesjährigen Fasnacht. Diese Narrengruppe, angeführt von Fritz Adrion und Alma Egle, stellt das »Russische Ballett« dar. Zwar ist ein Zirkus nicht gerade der typische Auftrittsort eines Ballett-Ensembles, aber international ist das »Russische Ballett« allemal! Die Gruppe steht vor dem Café Ritter (Rathausplatz 5), in dessen Schaufenster eine Hakenkreuz-Fahne als Dekoration hängt. Es ist »Fasnet Mändig«, den 12. Februar 1934.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Alma Egle, 2 Gertrud Schmid (verh. Faller, 1925-2005), 3 Mathilde Geisinger (verh. Schmid, 1926-1989), 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 Anna Kuster (verh. Karrer), 8 ???, 9 ???, 10 Fritz Adrion
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anna Köpfler (verh. Zepf), 2 Maria Ganter (verh. Fehrenbach), 3 ???, 4 Gertrud Limb (verh. Geisinger, 1923-2011), 5 Anna Gebert, 6 ? [Gebert???], 7 Maria Gebert (verh. Egle, 1922-2012)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hedwig Strobel (1923-2007), 2 ???, 3 Lisbeth Strobel, 4 Margret Kaltenbrunner (verh. Schneider), 5 Josefa Gebert (verh. Mayer)
4.Reihe, v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.883953, 8.343882

Turnernachwuchs vor der Festhalle, 10. Juni 1934

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Im Juni 1934 veranstaltet der Turnerbund eine von der Deutschen Turnerschaft angeordnete Werbewoche. Dazu findet am Sonntag, den 10. Juni ein Schau- und Werbeturnen mit allen Jugendabteilungen statt – und zwar auf einer Lichtung oberhalb der »Hasle«. 85 Kinder und Jugendliche nehmen daran teil. Das Gruppenfoto wird vor oder nach den Wettkämpfen vor der Festhalle aufgenommen, die noch nicht verputzt ist. Das Bild zeigt den Nachwuchs des Turnerbundes.

1.Reihe, v.l.n.r.:
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Maria Gebert, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 Hedwig Schropp, 7 ???, 8 ???, 9 Maria Ganter (verh. Fehrenbach, 1920-1998), 10 ???, 11 ???, 12 Gertrud Schmid (verh. Faller, 1925-2005), 13 ???, 14 ???, 15 Gertrud Limb (verh. Geisinger, 1923-2011), 16 Hildegard Heizmann, 17 Elvira Egle (verh. Fischer, 1925-2020)
3.Reihe, v.l.n.r.:
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 Eugen Hepting (1921-2011), 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 ???
5.Reihe, v.l.n.r.:
6.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Irma Egle (verh. Steiger, 1922-2020), 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 Hermann Sibold (geb. 1927), 10 ???, 11 ???, 12 ???, 13 ???, 14 ???
7.Reihe (Jugendliche und Erwachsene), v.l.n.r.: 1 ???, 2 Alfred Köpfler, 3 Wilhelm Fehrenbach (1908-1943), 4 ???, 5 ???, 6 Fahnenträger August Fehrenbach, 7 Fahnenträger Christian Schmid (1916-1940), 8 ???, 9 Karl Hall, 10 Alma Egle (verh. Spadinger), 11 Karl Götz, 12 Oberturnwart Anselm Zepf

Darüber hinaus sind u.a. zu sehen: Irma Schmid (verh. Adrion, 1927-2019)

In einem Zeitungsartikel heißt es über den Ablauf der Veranstaltung: »Um 8 Uhr fand vor dem Jahndenkmal inmitten einer feierlichen Waldesstille eine schlichte, aber eindrucksvolle Schlageterehrung statt, wobei die Turnerjugend vom Vorstand und Turnwart auf die Bedeutung dieses Freiheitshelden hingewiesen wurden. Ein flotter Werbemarsch duch die Straßen des Städtchens um die Mittagsstunde zeigte der Bevölkerung eine Jugend, die gewillt ist, sich schon frühzeitig körperlich und geistig zu schulen, um gerüstet zu sein für den Kampf ums Dasein. In dem eigentlichen volkstümlichen Turnen am Nachmittag auf dem alten Festplatz zeigte die muntere Schar oft ganz hervorragende Leistungen, die zu den schönsten Hoffnungen berechtigen. Vom Kleinsten, der schwere Mühe hatte, in der Kolonne Schritt zu halten, bis zu den Jungturnern gaben alle das Beste.«

Deutlich wird dabei, dass auch das – an sich unpolitische – Turnen in den Dienst der NS-Ideologie gestellt wird. Zu nennen ist hierbei insbesondere die Verehrung für Albert Leo Schlageter (1894-1923), der verschiedenen Freikorps und der rechtsextremistischen Großdeutschen Arbeiterpartei angehört hatte und als militanter Aktivist gegen die französisch-belgische Ruhrbesetzung zum Tode verurteilt und hingerichtet worden war. Die NS-Propaganda begründet einen »Schlageter-Kult«. Die Instrumentalisierung des Turnens wird aber auch deutlich, wenn in dem Zeitungsartikel ein »Kampf ums Dasein« beschworen wird, auf den sich der Turnernachwuchs vorbereite.

Standort des Fotografen: 47.882994, 8.347561

2 Fotos: Kommunionkind Else Ganter, 1934

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Die Kerze in der rechten Hand, das »Magnificat« und den Rosenkranz in der linken. So steht die Zehnjährige Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011) da, festlich im weißen Kleid, denn sie feiert heute ihre erste heilige Kommunion. Für die beiden Fotos posiert sie hinter ihrem Elternhaus.

Auf dem zweiten Foto steht sie an der Seite ihres Cousin Hugo Hepting (1924-1943), der am selben Tag die erste heilige Kommunion empfängt. Er ist der Sohn von Malermeister Karl Hepting und dessen Ehefrau Elisabeth geb. Münzer. Hugo Hepting wird nur 19 Jahre alt, denn er fällt als Soldat im Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion.

Standort des Fotografen: 47.885158, 8.342903

4 Fotos: Kommunionkind Else Ganter Familienangehörigen in der Rötengasse, 1934

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.

Ein besonderer Tag im Leben von Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011): Das Mädchen empfängt in der katholischen Pfarrkirche St. Michael die erste heilige Kommunion. An ihrem Ehrentag wird die Zehnjährige zusammen mit ihren nächsten Familienangehörigen neben ihrem Elternhaus (Maienlandstr. 8) fotografiert. Zwei Stühle werden auf die Rötengasse herausgestellt, auf denen zunächst Elses Eltern und dann ihre beiden Großmütter Platz neben.

Zu sehen sind auf dem ersten Foto ihr Vater, der Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957), und ihre Mutter, Anna Ganter geb. Hepting (1900-?). Auf dem zweiten Foto posiert Else mit ihren beiden Großmüttern Amalia Ganter geb. Fahrer (1855-1936) und Agatha Hepting geb. Bader (1865-1939). Auf dem dritten und vierten Foto ist sie mit ihrer jüngeren Schwester Lore Ganter (verh. Echtle, 1926-2014) und mit ihrem Cousin Ewald Hepting (1933-2010) zu sehen.

Die Rötengasse ist eine schmale Schotterpiste, die den Alenberg hinaufführt. Links verläuft die Stützmauer zu den Obstbaumgärten der Familie Benitz. Rechts steht ein Karren und ein hölzerner Gartenzaun zieht sich den Hang hinauf.

Standort des Fotografen: 47.885264, 8.342692

Narrengruppe vor dem Café Ritter, Fasnacht 1934

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Vor der Bäckerei und dem Café Ritter (Rathausplatz 5) lässt sich eine Narrengruppe… pardon, eine Närrinnengruppe fotografieren. Die Damen stehen auf den Treppenstufen in weißen Sommerkleidern und tragen weiße Sommerhüte auf dem Kopf. Sie sind in der Überzahl. Ein einzelner Mann hat sich in die Gruppe verirrt, der als Clown verkleidet ist und auf der obersten Treppenstufe steht.

V.l.n.r.: 1 Reiterin ???, 2 Reiterin ???, 3 Karolina Greuter (verh. Auer), 4 Else Egle (Glaserei), 5 ???, 6 Elisabeth Hepting (geb. Münzer), 7 ???, 8 Rosa Wagner (geb. Egle), 9 Rosa Adrion (geb. Berger, 1898-1973), 10 Reiter ???

Flankiert wird die Gruppe von zwei Reiterinnen auf der linken Seite und einem Reiter zu Pferd auf der rechten. Der Rathausplatz ist weder asphaltiert noch gepflastert. Aufgrund der Witterung ist der Boden aufgeweicht und hat sich in ein matschiges Feld verwandelt.

Das Foto wird 1934 aufgenommen, wie der blasse Stempel in der linken oberen Ecke verrät. Dazu passt, dass in diesem Jahr das Fasnachtsmotto »Internationaler Zirkus« lautet. Im rechten Schaufenster von Ritters hängt eine Hakenkreuz-Fahne als Dekoration.

Standort des Fotografen: 47.883953, 8.343882

Umzugswagen »Preisgericht« in der Oberen Hauptstraße, Fasnacht 1934

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

»12.II.34. Preisgericht« ist handschriftlich auf diesem Foto notiert. Gut, dass die Fahrbahn der Straße weiß verschneit ist, sodass die Notiz vor diesem Hintergrund gut lesbar ist. Es ist Fasnacht 1934, das diesjährige Motto lautet: »Internationaler Zirkus«. Ein mobiles »Preisgericht« fährt durch die Straßen des Städtchens. Im Augenblick kommt das Automobil gerade am Haus von Landwirt Franz Heizmann (Obere Hauptstr. 15) vorbei.

Standort des Fotografen: 47.884465, 8.347351