NS-Veranstaltung der NSKOV in der Festhalle, 6. August 1939

Sammlung Familie Waßmer

Bis auf den letzten Platz ist die Festhalle gefüllt. Männer in Anzügen und Uniformen, Frauen und Kinder sitzen dicht gedrängt an langen Tischen. An den Wänden hängen Hakenkreuzfahnen, über der Bühne prangt das Emblem der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung (NSKOV) – bestehend aus einem Hakenkreuz, einem Eisernen Kreuz und einem vertikal nach unten gerichteten Schwert, das von einem Eichen- oder Lorbeerkranz eingerahmt wird. Flaschen und Gläser auf den Tischen vermitteln auf den ersten Blick den Eindruck eines geselligen Beisammenseins. Doch die Veranstaltung ist alles andere als unpolitisch.

Zum »Kameradschaftstreffen« der NSKOV im Kreis Neustadt kommen ehemalige Frontsoldaten, Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene. Sie sitzen nach den »Kameradschaften« ihrer jeweiligen Heimatorte geordnet an den Tischen. Im Vordergrund weist ein Schild aus, welche Ortskameradschaft hier ihren Platz hat. Unter den Ehrengästen befinden sich Funktionäre der NSDAP sowie Abordnungen von SA und SS. Die NSKOV ist keine unabhängige Interessenvertretung, sondern ein der NSDAP angeschlossener Verband. Fürsorge für Kriegsopfer verbindet sie mit der Propagierung der NS-Ideologie und der Forderung nach unbedingter Treue zum NS-Regime.

Ein Zeitungsartikel bezeichnet die Veranstaltung als »großes Ereignis« und »noch lange nachwirkendes Erlebnis«. Die Redner erinnern zwar an die Toten und Verwundeten des Ersten Weltkriegs, doch ihre Ansprachen richten den Blick auf die Gegenwart. Sie fordern »Dank, Opferbereitschaft und Treue zu Führer, Volk und Vaterland« und beschwören Pflichterfüllung, Kampf um »Lebensraum« und den »restlosen Einsatz« für das nationalsozialistische Deutschland.

Auch zahlreiche Löffinger Vereine gestalten das Programm mit. Die Jugend des Turnerbundes tritt auf, ebenso das Löffinger Quartett, der Zither-Verein und die Trachtengruppe. Der Zeitungsartikel hebt ausdrücklich hervor, dass sich »sämtliche Löffinger Vereine« für die Veranstaltung zur Verfügung stellen. Über die persönliche Haltung der einzelnen Mitwirkenden sagt dies nichts aus. Als Vereine tragen sie jedoch dazu bei, die nationalsozialistische Propaganda zu verbreiten.

Die Veranstaltung findet am 6. August 1939 statt. Deutschland rüstet seit Jahren zu einem neuen Krieg. Nur 26 Tage später überfällt die deutsche Wehrmacht Polen und beginnt damit den Zweiten Weltkrieg. Mit dem Kontrollratsgesetz Nr. 2 vom 10. Oktober 1945 wird die NSKOV durch die Alliierten als nationalsozialistische Organisation verboten.

Standort des Fotografen: 47.882868, 8.347849

Fronleichnamsprozession in der Demetriusstraße, 1939

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Der Kirchenchor biegt beim Haus Fürst (Demetriusstr. 5) in die Demetriusstraße ein. Frauen und Männer gehen in festlicher Kleidung, die Frauen tragen Hüte, die Männer schwarze Anzüge. Hinter ihnen folgen die Ministranten mit Kreuz und Fahnen sowie die Erstkommunikantinnen in ihren weißen Gewändern. Gemeinsam tragen sie eine Girlande aus Reisig.

Ende der 1930er Jahre ist die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession keine Selbstverständlichkeit mehr. Die kirchenfeindliche Haltung des NS-Regimes macht sich auch in Löffingen bemerkbar. Zwischen der katholischen Kirchengemeinde und der Stadtverwaltung kommt es zu Auseinandersetzungen über die Streckenführung. Die Prozession darf nicht mehr wie früher durch die Hauptstraße ziehen und wird auf Seitenstraßen verwiesen. Zugleich nimmt die Zahl der Teilnehmer*innen ab. Wer mitgeht, bekennt sich sichtbar zum katholischen Glauben und zum katholischen Milieu.

Auffällig ist, dass vor dem Haus Fürst jeder Festschmuck fehlt. Keine »Maien« sind in das Hofpflaster gesteckt, um den Weg der Prozession mit jungem Grün zu säumen. Das dürfte kein Zufall sein: Schmiedemeister Otto Fürst gilt als »alter Kämpfer« der nationalsozialistischen Bewegung. Bereits am 1. November 1930 trat er der Löffinger NSDAP-Ortsgruppe bei (Mitgliedsnummer 358.280). Aus seiner antiklerikalen Haltung macht Fürst keinen Hehl. Schon 1928 warf er die Fensterscheiben des Pfarrhauses ein. 1934 beteiligte er sich an der Vertreibung von Stadtpfarrer Guido Andris. Aus der katholischen Kirche trat er aus.

Bei den Mitgliedern des Kirchenchores sind u.a. zu sehen: Julius Limb, Hermann Ganter, Ernst Meßmer, Albert Benitz, Otto Ganter und Hedwig Limb (verh. Vogt).

Standort des Fotografen: 47.884332, 8.344581

Badegäste im Waldbad, ca. 1935

Sammlung Familie Waßmer

Das Liegewiese ist gut gefüllt, im Wasser wird geplanscht, geschwommen und getobt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene genießen einen warmen Sommertag im neu eröffneten Waldbad. Dass sich die Anlage schon kurz nach ihrer Eröffnung großer Beliebtheit erfreut, ist auf diesem Foto unübersehbar.

Das Gras lädt zum Sonnenbaden ein, das kühle Wasser zur willkommenen Erfrischung. Manche sitzen plaudernd am Beckenrand, andere wagen den Sprung ins Wasser. Noch wirkt alles neu: das Schwimmbecken, die Umkleidekabinen und die gesamte Anlage, die erst 1935 fertiggestellt wurde.

Der Nadelbaum im Vordergrund zeigt, dass sich das Waldbad direkt am Waldrand befindet. Im Hintergrund öffnet sich der Blick in Richtung des Gewanns »Burg« – auf Hügel, Wiesen und vereinzelte Bäume. Die idyllische Szenerie lässt beinahe vergessen, in welcher Zeit das Bad eröffnet wurde: Das Waldbad ist auch ein Prestigeprojekt des nationalsozialistischen Bürgermeisters Heinrich Andris und dient der NS-Propaganda als sichtbarer Beleg angeblicher Aufbauleistung im »Dritten Reich«. Zur propagierten »Volksgemeinschaft« gehören allerdings nicht alle — Juden und Jüdinnen z.B. bleibt der Zugang, wie andernorts auch, verwehrt.

Standort des Fotografen: 47.899706, 8.331935

Kindergruppe mit Schneekirche, ca. 1939

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Der Winter ist außergewöhnlich schneereich. Hinter dem Haus von Familie Hepting türmen sich gewaltige Schneemassen – genug, um daraus ein begehbares Bauwerk zu errichten. Fotografisch festgehalten wird nicht etwa ein gewöhnliches Iglu, sondern eine kunstvoll geformte Schneekirche. Deutlich zu erkennen sind ein turmartiger Aufbau, ein Langhaus und eine gerundete Ausbuchtung, die fast wie eine Apsis wirkt.

In der Öffnung der Schneekirche sind drei Personen zu erkennen. Einer von ihnen ist der kleine Ewald Hepting (1933-2010). Alle drei scheinen stolz auf das winterliche Bauwerk zu sein.

Ob die Schneekirche bewusst als Nachbildung der Wallfahrtskirche Witterschneekreuz, meist schlicht das »Schneekreuz«, gestaltet wurde, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Die Ähnlichkeit ist jedoch auffällig – und der Gedanke naheliegend. Vielleicht ist es genau dieser lokale Bezug, der die Erbauer inspiriert hat. So wird aus Schnee nicht nur ein Spielplatz, sondern ein kleines architektonisches Kunstwerk.

Standort des Fotografen: 47.885543, 8.348717

2 Fotos: Ewald Hepting mit zwei Zicklein vor dem Elternhaus in der Dittishauser Straße, ca. 1938

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Der kleine Ewald Hepting (1933-2010) sitzt auf der Treppe und kneift die Augen gegen die Sonne zusammen. Neben ihm balancieren die beiden Zicklein über die Treppenstufen. Eine dünne Gerte lehnt griffbereit an der Hauswand – um die lebhaften Tiere beisammenzuhalten.

Die beiden jungen Ziegen scheinen kaum stillhalten zu wollen. Während das eine Zicklein neugierig auf den gepflasterten Hof hinaustapst, wird das andere von Ewald Hepting fest im Arm gehalten. Der Bub wirkt dabei fast ein wenig angestrengt. Offenbar gehört das Hüten der Tiere schon früh selbstverständlich zum Alltag der Kinder dazu.

Die Aufnahmen entstehen vor seinem Elternhaus in der Dittishauser Straße. Zur Haustür führen zwei abgetretene Sandsteinstufen hinauf. Direkt daneben befindet sich die hölzerne Stalltür. Der einfache Zaun, das unregelmäßige Pflaster und die verwitterte Hausfassade erzählen vom bäuerlichen Alltag.

Standort des Fotografen: 47.885210, 8.348853

Stadtmusik, ca. 1933

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Die Stadtmusik marschiert in geschlossener Formation die Straße entlang. Vorneweg schreiten zwei Männer: links ein Uniformierter mit Mütze, daneben ein Herr im dunklen Frack und mit schwarzem Zylinder. Vermutlich handelt es sich bei ihm um den Dirigenten oder einen offiziellen Vertreter des Vereins. Dahinter folgen die Musiker mit ihren Blechblasinstrumenten. Mitten im Zug ragt der reich geschmückte Schellenbaum empor, der um 1870 von Löffinger Handwerkern gestiftet wurde und bis heute zu den traditionsreichsten Symbolen der Stadtmusik zählt.

Die Musiker tragen einheitliche Uniformen mit Schirmmützen. Ob der Umzug in Löffingen oder auswärts stattfindet, lässt sich nicht eindeutig klären. Die beiden Gebäude im Hintergrund bieten kaum Anhaltspunkte. Auffällig ist der ernste und disziplinierte Eindruck der Gruppe. Die Musiker marschieren dicht geschlossen, beinahe militärisch geordnet. Darin spiegelt sich noch deutlich die Herkunft des Musikvereins aus Bürgerwehr und Feuerwehrkapelle wider.

Dirigent ist Rupert Hepting (1905-1990). Er wird 1933 Nachfolger des verstorbenen Dirigenten Rupert Wehrle.

Standort des Fotografen: ???

Eingangsbereich des Waldbades, ca. 1935

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Stadtarchiv

Noch wirkt alles neu. Der lange Holzbau am Eingang des Waldbades trägt in großen weißen Buchstaben den Schriftzug »WALDBAD LÖFFINGEN«. Der Kiesweg davor ist sauber angelegt, der Holzzaun frisch gestrichen. Einige Erwachsene stehen mit Kindern vor dem Eingang. Über dem Gebäude flattern zwei Fahnen im Wind. Fast könnte man sie übersehen.

Doch die Hakenkreuzfahnen gehören selbstverständlich dazu. Das neue Waldbad ist nicht nur ein Ort der Freizeit und Erholung, sondern auch Teil der nationalsozialistischen Selbstdarstellung. Die Anlage dient der NSDAP-Ortsgruppe und dem nationalsozialistischen Bürgermeister Heinrich Andris als sichtbarer Beweis der angeblichen »Aufbauleistung« des NS-Staates. Moderne Freizeitanlagen, Sportstätten und öffentliche Bauprojekte sollen den Eindruck einer fürsorglichen und leistungsfähigen Volksgemeinschaft vermitteln.

Gerade darin liegt der »schöne Schein« der Diktatur. Das NS-Regime präsentiert sich modern, ordentlich und volksnah. Die Menschen sollen erleben, dass etwas geschaffen wird: ein neues Bad, saubere Anlagen, gemeinschaftliche Freizeitangebote. Viele Einwohner*innen nehmen dies durchaus positiv wahr. Nach den wirtschaftlich schwierigen Jahren der Weimarer Republik erscheinen solche Projekte als Zeichen von Aufbruch und Stabilität.

Doch die propagierte »Volksgemeinschaft« schließt längst nicht alle Menschen ein. Juden*Jüdinnen ist beispielsweise der Besuch öffentlicher Freibäder verboten. Politische Gegner*innen und Menschen, die nicht in das nationalsozialistische Weltbild passen, werden ausgegrenzt, entrechtet und verfolgt.

Standort des Fotografen: 47.899535, 8.331755

Narrengruppe in der Demetriusstraße, Fasnacht ca. 1931

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Vier junge Frauen stehen dicht beieinander vor dem Haus Krauß in der Demetriusstraße. Sie lachen in die Kamera, haben die Arme ineinandergehakt und genießen ganz offensichtlich das närrische Treiben der Fasnacht.

Die Kostüme wirken improvisiert. Die Frau links trägt eine Pluderhose und ein gepunktetes Oberteil und erinnert an einen Clown. Daneben posiert wohl ein Zwerg, der spitze Zwergenhut ragt empor. Die Frau rechts trägt einen breiten Rüschenkragen und eine zackenförmig geschnittene Bluse, die an ein Harlekinskostüm erinnert. Offenbar entsteht der Reiz weniger durch perfekte Kostüme als vielmehr durch die gemeinsame Freude am Verkleiden.

V.l.n.r.: 1 Mathilde Keller (verh. Kranzer, 1911-?), 2 Sofie Jonner (verh. Hepting, 1909-1995), 3 ???, 4 ???

Standort des Fotografen: 47.884286, 8.344926

Theateraufführung in der Festhalle, Fasnacht ca. 1935

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Zum Schluss treten noch einmal alle Mitwirkenden gemeinsam auf die Bühne. Dicht gedrängt stellen sie sich vor dem monumentalen Bühnenbild auf und blicken in die Kamera. Männer und Frauen, junge Erwachsene und ältere Laiendarsteller – offenbar das gesamte Ensemble des Theaterstücks.

Die Kostüme orientieren sich an historischen Vorbildern irgendwo zwischen Spätmittelalter und Renaissance. Einige Männer tragen kurze Wämser, Strumpfhosen und Baretts, andere erscheinen als Landsknechte mit Schwertern und Dolchen. Frauen tragen lange Kleider mit weiten Ärmeln. Besonders eindrucksvoll wirken die vier Männer in Ritterrüstungen, die unter dem Torbogen Aufstellung genommen haben. Das Ganze erinnert an ein großes Historienstück mit Burgherren, Soldaten und Hofstaat.

Bemerkenswert ist vor allem das Bühnenbild. Die Kulisse zeigt ein mächtiges steinernes Burgtor mit kleinen gotischen Fenstern und einem gewaltigen Rundbogen. Darüber befindet sich ein Wappenstein. Das halbierte Wappen mit seinen schrägen Balken könnte ein Hinweis auf ein konkretes Adelsgeschlecht oder einen historischen Stoff sein. Vielleicht handelt es sich aber auch lediglich um ein Fantasiewappen, das mittelalterliche Atmosphäre erzeugen soll. Welches Theaterstück hier tatsächlich aufgeführt wird, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit sagen.

Sicher ist dagegen: Für Löffinger Verhältnisse handelt es sich um eine außerordentlich aufwändige Produktion. Die Zahl der Mitwirkenden ist groß, die Kostüme sind detailreich und die Kulisse beeindruckend dimensioniert. Allein die Größe der Bühne spricht dafür, dass die Aufführung nicht im »Gebertsaal« stattfindet. Wahrscheinlich nutzt man bereits die neu erbaute Festhalle, die Raum für derart große Theaterinszenierungen bietet.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Ernst Kraus, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 ???, 12 ???, 13 ???, 14 ???, 15 ???, 16 Timotheus Schmid, 17 ???, 18 ???, 19 Rupert Hepting, 20 ???, 21 Fritz Adrion
3.Reihe, v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.882906, 8.347861

2 Fotos: Johanna Ganter mit Katzen im Garten, 7. Juni 1935

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Pfingsten 1935. Im Garten der Familie Ganter herrscht eine beinahe sommerliche Ruhe. Unter einem Baum sitzt Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003) auf einer einfachen Holzbank. Das steil ansteigende Gartengrundstück reicht von der Alenbergstraße hinauf bis zur Alemannenstraße und ist in mehrere Terrassen gegliedert. Zwischen Blumen- und Gemüsebeeten sowie Obstbäumen findet sich ein schattiges Plätzchen, das an diesem Tag ganz Johanna Ganter und zwei Katzen gehört.

Eine der beiden Katzen hat es sich auf ihrem Schoß gemütlich gemacht und lässt sich geduldig halten. Die andere liegt entspannt auf der Bank daneben. Über der Momentaufnahme liegt die ruhige Atmosphäre eines Feiertages – und das zufriedene Gefühl, einfach einmal im Garten sitzen zu können, mit zwei schnurrenden Katzen.

Standort des Fotografen: 47.885879, 8.343993

Sofie Hepting bei einer Radtour, ca. 1937

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Ein Ausflug an der frischen Luft: Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995) ist mit ihrem kleinen Sohn Ewald Hepting (1933-2010) per Fahrrad unterwegs. Die beiden befinden sich auf einer ruhigen Landstraße, gesäumt von Böschung und Wald. Vielleicht ist es die Straße zwischen Löffingen und Dittishausen. Es scheint ordentlich Bergauf zu gehen.

Sofie Hepting steht neben ihrem Fahrrad und hält es sicher fest, während der kleine Ewald im Kindersitz Platz genommen hat. Der Sitz ist vorne am Lenker angebracht, sodass Mutter und Kind sich beim Fahren sehen können. Das Fahrrad selbst ist ein klassisches Herrenrad mit hoher Querstange. Für Sofie Hepting bedeutet es ein Stück Mobilität und Freiheit: für ein paar Stunden hinaus aus dem Städtchen, hinaus in die Landschaft.

Standort des Fotografen: evtl. 47.896982, 8.356340

Hochzeitsgesellschaft Gremper/Bader, 3. Mai 1937

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Sophie Bader (1905-1984) und der Bildhauer Max Gremper haben geheiratet. Aus diesem Anlass versammelt sich die Hochzeitsgesellschaft zu einem gemeinsamen Gruppenfoto. Die Familienangehörige der Braut scharen sich um das Brautpaar.

Wie üblich werden die Kinder ganz vorne platziert, damit sie auf dem Bild gut zu erkennen sind. Dahinter folgen die Erwachsenen, die sitzend und stehend Aufstellung genommen haben. Eltern, Geschwister, Schwägerinnen und Schwager, Onkel und Tanten, Nichten und Neffen – ein vielstimmiges Familienbild über mehrere Generationen hinweg.

1.Reihe, sitzend und stehend, v.l.n.r.: 1 Franz Isele (1930-2021), 2 Hilde Selb (geb. Laufer), 3 Erna Bader (geb. Rudolf), 4 Winfried Bader (1932-1942), 5 Agnes Bader (1907-1998), 6 Luise Straub (verh. Bader, 1914-2009), 7 Gerda Bader (1934-2026), 8 Anna Benz (geb. Bader, 1870-1951), 9 Lore Isele (geb. 1933), 10 Braut Sophie Gremper (geb. Bader, 1905-1984), 11 Bräutigam Max Gremper, 12 Egon Bader (1933-1999), 13 Konrad Bader (1868-1958), 14 Annemarie Bader (1931-2024), 15 Elisabeth Bader (verh. Obert, 1909-1997), 16 Maria Glunk (geb. Bader, 1866-1956), 17 ???
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Konrad Bader (1915-1946), 2 ???, 3 Josef Bader (1900-1988), 4 Anna Isele (geb. Bader, 1903-1959), 5 Franz Bader (1901-1986), 6 Erna Bader (geb. Mutterer, 1908-1969), 7 Fritz Selb, 8 ???, 9 Karl Bader (1902-1971)

Das Gruppenfoto wird vermutlich im Kurpark aufgenommen. Das Ehepaar lässt sich in Tiengen nieder, dem Geburtsort des Bräutigams.

Standort des Fotografen: 47.885183, 8.346330