Häuser Hasenfratz und Maier in der Bittengasse, ca. 1990

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Außerhalb des mittelalterlichen Stadtrings wird dieses Foto von der Bittengasse aus aufgenommen. Dokumentiert werden zwei Häuser, die wenige Jahre später aus dem Stadtbild verschwinden, da beide abgerissen werden. Da ist zum einen links das Haus Hasenfratz (Bittengasse 8), dessen holzverschindelter Seitengiebel in das Bild ragt. Das Haus wurde erst 1909 außerhalb des Stadtrings erbaut und steht somit keine 100 Jahre.

Altehrwürdig ist hingegen das Haus von Landwirt und Ratsdiener Karl Maier (Kirchstr. 7), dessen Rückseite hier zu sehen ist. Es kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, denn es gehörte ursprünglich zum Nachbargebäude, dem Mayerhof des Klosters St. Blasien. 1811 wurde dieser Teil des Hofes mit Stall und Scheune abgetrennt und verkauft.

Standort des Fotografen: 47.883641, 8.345866

Schulklasse der Realschule mit Lehrer Waßmer, 1990/91

Sammlung Familie Waßmer

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind. Sondern auch der Schulfotograf. Die Klasse 9a der Realschule wird im Schuljahr 1990/91 im Schulhof fotografiert. Zu den Schüler*innen gesellt sich ihr Klassenlehrer Werner Waßmer.

1.Reihe, v.l.n.r.: Beatrix Benz, Manuela Neumann, Marita Beha, Rebecca Fetz, Anne Schweinfurth, Maria Trobradovic
2.Reihe, v.l.n.r.: Harald Metz, Elvira Fischer, Thomas Benz, Thomas Hermann, Dejan Schönfeld, Lehrer Werner Waßmer
3.Reihe, v.l.n.r.: Verena Ikic, Bernhard Rappenegger, Thomas Hensler, Markus Bauer, Konrad Isele, Susanne Fischer

Standort des Fotografen: 47.883714, 8.347321

Drei Frauen auf einer Sitzbank in der Haslachstraße, ca. 1990-1995

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Luzia Bader zur Verfügung.

Auf ein Schwätzchen treffen sich diese drei Frauen regelmäßig. Vor dem Haus Vetter (Haslachstr. 9) haben sie auf einer Bank Platz genommen, im Schatten der Hauswand. Von hier aus lässt sich das Geschehen auf der Straße gut beobachten. Man plaudert, tauscht Neuigkeiten aus – und grüßt die Vorübergehenden.

V.l.n.r.: 1 Agnes Vetter (geb. Bader, 1907-1998), 2 Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995), 3 Elisabeth Fehrenbach (1907-2001)

Standort des Fotografen: 47.884375, 8.349729

Aufhängen der Weihnachtsdekoration am Rathausplatz, ca. 1995

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gerhard Pfeifer zur Verfügung.

»Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!« Im Korb der Feuerwehrleiter steht Gerhard Pfeifer (geb. 1947) und hat alle Hände voll zu tun, um die Weihnachtsdekoration vom Haus Burghard (Rathausplatz 3) zum Rathaus hinüber zu spannen. Ein kurzer Test zeigt, dass die Glühbirnen tatsächlich funktionieren und die Lichterkette wunderbar leuchtet. Sobald es dunkel wird, heißt es: »Allüberall auf den Tannenspitzen / Sah ich goldene Lichtlein blitzen«.

Standort des Fotografen: 47.883997, 8.344438

Kirchenchor mit Pfarrer Litterst, ca. 1994/94

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

39 Jahre lang leitet Willi Burger (1928-2021) den Kirchenchor, davon 26 Jahre lang als Dirigent. Vermutlich zu seiner Verabschiedung entsteht dieses Gruppenfoto zusammen mit den Mitgliedern des Kirchenchores. Sie stehen vor dem Hochaltar in der katholischen Pfarrkirche St. Michael. Mit auf das Foto gestellt sich Stadtpfarrer und Dekan Hermann Litterst (1929-2013), der von 1977 bis 1999 in der Pfarrei als Seelsorger wirkt.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Margarete Senn, 2 Sabine Fuß (Organistin), 3 Rita Schönau, 4 Helga Schröter, 5 Angelika Ganter, 6 Pia Durst (geb. Burger), 7 Lilli Obalski, 8 Walburga Gauger, 9 Helga Wider, 10 Margarete Adrion, 11 Lore Fehrenbach
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Agnes Beha, 2 Inge Hasenfratz, 3 Renate Rosenfelder, 4 Franziska Heiler, 5 Elisabeth Burger (geb. Benitz, 1930-2019), 6 Willi Burger (1928-2021), 7 Hermann Litterst, 8 ???, 9 Bertel Burger, 10 Lotte Ratzer, 11 Hedwig Hepting
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Liesel Wider, 2 Elfriede Krämer (geb. Ghiraldin, 1952-2024), 3 Emil Oschwald, 4 ???, 5 Adolf Benz, 6 Josef Guth, 7 Hans Guth, 8 Hedwig Vogt, 9 Regina Krupp
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Alfons Beha, 2 Josef Benitz, 3 Hermann Wider, 4 Peter Schlegelberger, 5 Ernst Wehrle, 6 Josef Burger, 7 Werner Hepting

Standort des Fotografen: 47.882468, 8.344492

Mehrbildkarte mit vier Ansichten, ca. 1990

Feldmann Verlag / Sammlung Familie Waßmer

Um 1990 wird diese Ansichtspostkarte vertrieben. Noch werden Urlaubsgrüße per Postkarte versandt, denn mobile Messenger-Dienste, mittels derer man Textnachrichten und Fotos versendet, gibt es noch nicht. Die Mehrbildkarte zeigt vier Ansichten des Städtchens:

Oben links sticht der untere Rathausplatz ins Auge, mit dem Mailänder Tor und den Häusern der Demetriusstraße mit ihren Staffelgiebeln. Davor steht der 1954 errichtete Demetriusbrunnen, der von Autos zugeparkt ist.

Unten rechts ist ein weiterer Brunnen zu sehen: Der 1975 geschaffene Hexenbrunnen in der Kirchstraße. Die Straße selbst wurde wenige Jahre zuvor saniert, teils gepflastert, teils asphaltiert und mehrere neue Bäume wurden gepflanzt.

Oben rechts ist eine Ansicht der Wallfahrtskirche Witterschnee abgebildet, mit der in den 1890er Jahren erbauten Kirche im neoromanischen Stil und der alten hölzernen Kapelle. Hübsch von Bäumen und Blättern eingerahmt ist der Bildausschnitt gewählt.

Noch eine Attraktion für Einheimische und Gäste ist unten links zu sehen: Das Waldbad mit der 1986 installierten Riesenrutsche, die nicht nur bei den Kleinen für viel Vergnügen sorgt.

2 Fotos: Deckengemälde in der früheren Gaststube vom »Adler«, ca. 1998

Sammlung Familie Waßmer

Seit vielen Jahren bereits ist der Gastbetrieb im früheren Gasthaus »zum Adler« eingestellt. Die einstige Gaststube steht leer und ist für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Dem Vergessen anheimgefallen sind auch die Deckengemälde mit verschiedenen religiösen Motiven. Der Fotograf verschafft sich Zugang zur alten Gaststube, um mit Fotoapparat und Stativ die Gemälde fotografisch zu dokumentieren. Die Lichtverhältnisse sind widrig, sodass manche Gemälde nur schlecht zu erkennen sind. Sie sind in geschnitzten Holzrahmen in die Decke eingelassen. Auf diesen beiden Gemälden ist vermutlich der auferstandene Jesus mit den Emmaus-Jüngern zu sehen.

Der Evangelist Lukas berichtet, dass zwei Jünger am Tag nach Pessach von Jerusalem nach Emmaus gegangen und dabei dem auferstandenen Jesus begegnet seien, ohne ihn jedoch zu erkennen. Der unbekannte Begleiter habe ihnen im Gespräch die Schrift ausgelegt und erklärt, das Leiden des Messias sei gemäß den Verheißungen der Propheten notwendig gewesen. In Emmaus angekommen, erkannten sie ihn schließlich, als er beim Abendmahl das Brot brach.

Wer die Deckengemälde geschaffen hat, ist unbekannt.

Standort des Fotografen: 47.883589, 8.343578

Bauland für das interkommunale Gewerbegebiet, ca. 1995

Sammlung Familie Waßmer

Heute steht auf diesem Flurstück der Supermarkt LIDL (Studerstr. 2). Aber Mitte der 1990er Jahre ist dieses Feld neben der B31 noch unbebaut. Es gibt auch noch keinen Lärmschutzwall. Der Blick geht über die Felder und die Bundesstraße 31 hinweg in Richtung der Wohnblocks der Oberen Hauptstraße.  1995 wird ein Bebauungsplan genehmigt. Die Stadt Löffingen schließt sich mit den Nachbargemeinden Breitnau, Feldberg, Friedenweiler, Lenzkirch, Schluchsee und Titisee-Neustadt zusammen und weist eine Fläche von 23 ha neben der B31 als Interkommunales Gewerbegebiet aus.

Standort des Fotografen: 47.887253, 8.352078

Haus Münzer in der Alenbergstraße, ca. 1995

Sammlung Familie Waßmer

Schon seit einigen Jahren steht das Haus in der Alenbergstraße leer. Seit 1955 wohnte hier die Witwe Hermine Münzer geb. Bauer (1911-?). Jetzt sind die Fensterläden verschlossen. Das Dach wird undicht, Feuchtigkeit dringt allmählich ein und das Gemäuer verfällt nach und nach.

Das Haus zählt zu denjenigen Gebäuden auf dem Alenberg, die beim Großbrand am 28. Juli 1921 nicht eingeäschert wurden. Der Funkenflug des Feuers übersprang das Haus und mehrere Nachbarhäuser, zerstörte aber weiter oben auf dem Alenberg weitere Gebäude. 

Standort des Fotografen: 47.886066, 8.343343

Haus Sperer in der Dittishauser Straße, ca. 1997

Sammlung Familie Waßmer

Auch dieses Gebäude ist mittlerweile aus dem Stadtbild verschwunden. Es wurde vor einigen Jahren abgerissen. Das zweistöckige Wohnhaus mit Scheuer und Stallung gehörte über viele Jahrzehnte der Familie Sperer.

Maria Sperer geb. Lohmüller übernahm das Anwesen 1921 von ihren Eltern Johann Lohmüller (1863-1902) und Anna Lohmüller geb. Gsell (1854-1946). Zusammen mit ihrem Ehemann, dem Säger und Gärtner Franz Xaver Sperer, wohnte sie hier.

Standort des Fotografen: 47.885256, 8.349023

Kindergarten mit Spielplatz, ca. 1990-1992

Sammlung Familie Waßmer

1964 wurde der Kindergarten im Schulweg errichtet. Die Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße reichten nicht mehr aus angesichts der geburtenstarken Jahrgänge und der zunehmenden Berufstätigkeit von Müttern. Außerdem waren die Räume in der alten »Kinderschule« auch nicht mehr zeitgemäß.

Das Foto entsteht kurze Zeit vor dem Umbau des Kindergartens Anfang der 1990er Jahre, als das Gebäude erweitert wird, um für zwei weitere Gruppen Platz zu schaffen. Noch gibt es keine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Der Spielplatz fristet ein eher trauriges Dasein: Außer einem Sandkasten und drei bemalten Betonröhren sind keine weiteren Spielgeräte zu sehen. Auch die Außenanlage wird später attraktiver gestaltet und erweitert.

Im Hintergrund ragt die Turnhalle hoch. Sie wird 2009 abgerissen und weicht dem Neubau der Dreifeldsporthalle.

Standort des Fotografen: 47.882990, 8.347269

Gasthaus »Löwen« am oberen Rathausplatz, ca. 1990-1992

Sammlung Familie Waßmer

Am 7. Dezember 1991 öffnet das altehrwürdige Gasthaus »zum Löwen« wieder seine Pforten. Jürgen und Susanne Jeitler aus Offenburg sind neue Pächter. Seit Juni hatten die beiden das Gasthaus umgebaut: Das Lokal wurde renoviert und die Küche erneuert. Doch bereits zwei Jahre später steht ein erneuter Wechsel an. Am 4. Februar 1994 übernehmen das Pächterehepaar Martin und Michaela Titze das Gasthaus. Martin Tietze, ein gelernter Koch, betrieb vorher zusammen mit seiner Frau Michaela ein Wirtshaus im Bärental. Doch auch damit ist zwei Jahre später wieder Schluss: 1996 kommt der »Löwe « unter den Hammer und wird zwangsversteigert.

Standort des Fotografen: 47.883867, 8.344662