Dieses Foto stellte dankenswerterweise Jutta Knöpfle zur Verfügung.
Die Feierlichkeiten zur Wiederverleihung der Stadtrechte beginnen am Sonntag, den 27. Mai 1951 mit einem Festgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche. Im Anschluss versammelt sich die Festgemeinde auf dem unteren Rathausplatz zur Totengedenkfeier. Die Häuser des Städtchens sind mit Fahnen und Girlanden geschmückt.
V.l.n.r.: Willi Mayer, Georg Tschiggfrei, Ernst Kraus, ???, Josef Benitz, Paul Gwinner, Fritz Adrion, Eugen Fehrenbach
Rechts hinter Josef Benitz: Karl Glunk und Arno Adrion
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Jutta Knöpfle zur Verfügung.
Die Feierlichkeiten zur Wiederverleihung der Stadtrechte beginnen am Sonntag, den 27. Mai 1951 mit einem Festgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche. Im Anschluss versammelt sich die Festgemeinde auf dem unteren Rathausplatz zur Totengedenkfeier. Schließlich befinden sich auf diesem Platz zwei Denkmäler zur Totenehrung: Vor dem Rathaus steht das Kriegerdenkmal für die Kriegsteilnehmer des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und am Mailänder Tor hängen Gedenktafeln mit den Namen der im Ersten Weltkrieg 1914-1918 Gefallenen.
Der neue Demetriusbrunnen wird erst 1954 geschaffen und »Den Gefallenen des Zweiten Weltkrieges«, »Den Vermissten des Zweiten Weltkrieges« und »Den Opfern der Heimat« gewidmet.
3. von links: Alfred Köpfler, links von der Fahne: Josef Heiler, rechts neben der Fahne: Leopold Strobel?
Diese Fotos stellten uns Jutta Knöpfle und Maria Wider zur Verfügung.
Die Häuser in der Unteren Hauptstraße sind festlich mit Girlanden und Fahnen geschmückt. Auch im Festzug werden Fahnen mitgeführt. Die Formation der Gemeinderäte im Vordergrund tragen Zylinder und Festabzeichen. Vorn in der Mitte marschiert Bürgermeister Paul Benitz (1899-1979).
»100 Jahre Freiwillige Feuerwehr« und »50 Jahre Rotes Kreuz« werden im Juni 1963 mit einem dreitägigen Fest gefeiert. Am Sonntag, 16. Juni 1963 findet in der katholischen Pfarrkirche ein Festgottesdient statt. Anschließend bewegt sich der Festzug durch das geschmückte Städtchen in Richtung Demetriusbrunnen, wo die Totenehrung stattfindet.
Oberes Foto
Unteres Foto 1.Reihe, v.l.n.r.: ???, Kommandant Arno Adrion, Kreisbrandmeister Franz Happle (Neustadt) 2.Reihe, v.l.n.r.: Wilhelm Krauß, Ehrenkommandant Fritz Adrion, Eugen Fehrenbach
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Cindy Küßner zur Verfügung.
In schwarze Soutanen gekleidet sind Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977), 1.v.r., und zwei Mitgeistliche. Bis weit in die 1960er Jahre hinein ist die Soutane als Alltagsbekleidung eines Priesters der römisch-katholischen Kirche üblich. Beim Anlegen der Soutane spricht der Kleriker das lateinische Ankleidegebet: »Dominus pars hæreditàtis meæ et calicis mei: tu es qui restitutes hæredìtatem meam mihi« (dt. »Der Herr ist mein Erbteil, der Anteil meines Kelches. Du bist es, der mein Erbteil wiederhergestellt hat«).
Wer weiß, wer die beiden Mitgeistlichen sind? Wo wird das Foto aufgenommen?
Sechs Sägearbeiter der Holzindustriewerke Josef Benz AG unterbrechen ihre Arbeit für einen Augenblick und stellen sich zu einem Gruppenfoto auf. Sie stehen in einem der Maschinenhäuser. Hinter ihnen sind zwei Gattersägen zur Herstellung von Bauholz und Brettern zu erkennen. Die Sägen wurden von der 1876 gegründeten Firma Wurster & Dietz in Tübingen produziert, die seit 1916 unter diesem Namen firmiert.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Fritz Adrion zur Verfügung.
Bei Adrions auf dem Alenberg werden Tanzstunden abgehalten. Fünf junge Männer und fünf junge Frauen nehmen daran teil. Wer weiß, wie die Tanzpaare auf dem Foto heißen?
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: Fritz Adrion jr. (1920-2004), ???, Lina Heizmann (verh. Kuster, 1921-2012), Alfred Egle (1920-2001), ???, Eugen Höcklin (1920-1975) 2.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, Hildegard Heizmann (verh Pfeifer, 1922-?), Hans Benz
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.
Eine Großmutter lässt sich mit ihren Enkeln fotografieren. Agathe Hepting geb. Bader (1865-1939), die Ehefrau des Landwirts und Drehers Rupert Hepting (1866-1932), sitzt in ihrem Wohnzimmer im Haus Dittishauser Str. 7. Drei Enkel sind bei ihr. An der Wand hängt eine Gitarre. Auf der Couch liegt die Zeitschrift »Die Lesestunde«, die von der Deutschen Buch-Gemeinschaft vertrieben wird. Bei den Enkelkindern handelt es sich um Else Ganter, Lore Ganter und Eugen Hepting.
Fotograf Leo Molitor, Neustadt Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Paula Veith zur Verfügung.
Ein Soldat steht in feldgrauer Uniform in einem Fotostudio. Seine rechte Hand hat er auf das Tischchen neben sich gelegt, mit seiner linken Hand umfasst er die Koppel seiner Uniform. An seiner Kopfbedeckung sind zwei Kokarden zu sehen, die schwarz-weiß-rote Reichskokarde und eine weitere Kokarde, vermutlich in den badischen Farben.
Vermutlich ist der Soldat Ernst Heiler (1895-1949), geboren am 9. Juni 1895. Er ist Landwirt und verheiratet mit Rosa geb. Selb (1896-1967). Sie betreiben zusammen ihr landwirtschaftliches Anwesen im heutigen Pfarrweg 1. Ernst Heiler stirbt am 15. Februar 1949 im Alter von nur 53 Jahren.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Wider zur Verfügung.
Ein Auto hat am Straßenrand geparkt. Noch sind motorisierte Fahrzeuge im Städtchen eine Seltenheit, denn Durchgangsverkehr gibt es kaum und nur wenige Löffinger besitzen ein Auto. Einer der ersten ist Friseurmeister Julius Limb (1883-1968), der in der Bildmitte steht.
Wer weiß, vor welchem Gebäude das Auto parkt?
V.l.n.r.: Heinrich Wider, ???, Julius Limb, Joseph Benitz, Hermann Ganter
Fotostudio Molitor, Neustadt Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Paula Veith sowie Peter Sackner und Monika Huber zur Verfügung.
Fünf Jugendliche lassen sich in einem Fotostudio aufnehmen. Alle sind herausgeputzt und tragen Anzüge. Warum die jungen Männer ein gemeinsames Foto von sich wollen, ist unbekannt. Es könnte sein, dass das Verbindende der 1905 gegründete Turnerbund ist.
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: ???, Franz Schweizer (1899-1971) 2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: Karl Sibold (1893-1976), Anselm Zepf (1898-?), ? Faller
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Kriegisch zur Verfügung.
In der Festhalle findet eine Veranstaltung statt. Die Zuschauerreihen sind bis auf den letzten Platz gefüllt. Gespannt folgt das Publikum dem Bühnenprogramm.
In der ersten Reihe sitzt u.a. Karolina Auer geb. Greuter (1907-?).
In der zweiten Reihe sitzt Familie Göhry. Der Schlosser und KFZ-Mechaniker Franz Göhry (1914-2002) und seine Ehefrau Adele geb. Winterhalder (1912-1983) wohnen in der Oberen Hauptstr. 26. Neben ihnen sitzt ihr einziger Sohn Peter Göhry (1940-1957). Der 17-Jährige verunglückt am 26. Dezember 1957 bei einem Verkehrsunfall zwischen Döggingen und Hüfingen tödlich.
In der dritten Reihe sitzen u.a. Elisabeth Kriegisch (1910-1997) und ihre Mutter Agnes Jeglitzka (1871-1956), die bei der Veranstaltung als älteste Einwohnerin Löffingens geehrt wird. Zu sehen sind außerdem Anna Studer (1897-1978, 2.v.l.) und Else Egle (3.v.l.).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Kriegisch zur Verfügung.
In der Festhalle findet eine Veranstaltung statt, die von einer kleinen Musikband musikalisch umrahmt wird. Auf der Bühne ist ein Gabentisch aufgebaut: Einige Lebensmittel, Haushaltswaren und Küchengeräte sind fein säuberlich aufgestapelt. Im Hintergrund hängt ein Plakat, das für Kaffee der Marke »Spavi« und einen Villinger »Kaffee-Import-Großhandel« wirbt. Links und rechts des Gabentisches sitzen zwei alte Damen mit Blumensträußen, die vom Ansager auf die Bühne gebeten wurden und gerade geehrt werden.
Die Dame links ist die damals älteste Einwohnerin Löffingens: Agnes Jeglitzka geb. Schubert (1871-1956) ist »Heimatvertriebene«. 1946 hatte sie ihre schlesische Heimat verlassen müssen und war nach Jever in Friesland umgesiedelt worden. 1953 war die 82-Jährige mit ihrer Tochter, ihrem Schwiegersohn und ihrer Enkelin nach Löffingen gezogen. 1955 zogen sie nach Neustadt, wo Agnes Jeglitzka ein Jahr später stirbt. »Einen alten Baum verpflanzt man nicht«, meinte der Hausarzt.
Wer weiß, wie die Dame rechts heißt? Sie soll ebenfalls eine »Heimatvertriebene« gewesen sein und viele Kinder gehabt haben.