Dieses Foto stellte dankenswerterweise Anton Heizmann zur Verfügung.
Vor einer Haustür steht Luise Heizmann geb. Schreiber auf einer Treppe. Sie hält ihren Sohn Eugen Heizmann (1913-1916) auf dem Arm, der im Alter von 2 1/2 Jahren starb. Vor ihr stehen ihre beiden Kinder Adolf Heizmann (1909-1960) und Maria Heizmann (?-?).
Die Hausnummer über der Tür ist die »194«. Familie Heizmann wohnt im Maienland. Aber auf diesem Foto stehen die vier Personen nicht vor der eigenen Haustür. Vermutlich stehen sie vor dem Haus von Karl Meßmer (Obere Hauptstr. 29).
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Maria Hall zur Verfügung.
Der Verputz und die Farbe bröckeln, aber noch ist die Inschrift auf der Hausfassade deutlich zu lesen: »Grabsteingeschäft Adolf Hall«. Der Steinhauer Adolf Hall (1874-1926) betrieb in seinem Haus in der Maienlandstr. 20 bis zu seinem Tod 1926 eine Steinhauerwerkstatt. Jetzt wohnt darin seine Witwe Josefine Hall (geb. Winterhalder, 1875-1961), die aus Schwärzenbach stammt.
Wer weiß, wer die junge Frau im Mantel ist, die vor dem Haus steht?
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Anton Heizmann zur Verfügung.
Ein Wintertag in der Maienlandstraße: Schnee liegt auf den Dächern, und vor dem Wohnhaus der Familie Heizmann hat sich die Familie für ein Gruppenfoto aufgestellt. Anton Heizmann II (1884-1940), Landwirt und später Stadtrechner, hält einen jungen Stier am Strick. Neben ihm steht seine Frau Luise Heizmann (geb. Schreiber, 1885-1981), die er 1908 heiratete. An ihrer Seite die beiden Kinder: Adolf Heizmann (1909-1960) und Maria Heizmann (verh. Armbruster, 1911-?). Weitere Kinder werden folgen, sind aber noch nicht geboren.
Vor dem Haus plätschert der Laufbrunnen, der nicht nur den Durst des Viehs stillt, sondern auch den Wasserbedarf im Haushalt deckt. Auffällig ist auch die Nachbarschaft: Das unmittelbar angrenzende Haus links, von dem nur die Giebelwand zu sehen ist, brennt später ab und wird nicht wieder aufgebaut. Rechts im Hintergrund steht noch das Haus des Uhrmachers Dominik Villinger (1859-1925), später bewohnt von Schmiedemeister Josef Reichhart (1874-1942). Ein Gebäude, das das Ende des Zweiten Weltkriegs nicht übersteht: Bei einem Fliegerangriff am 19. Februar 1945 trifft eine Bombe das Haus direkt und zerstört es vollständig.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Melitta Fehrenbach zur Verfügung.
Wie die Orgelpfeifen stehen sie da: vier Mädchen, die Töchter der Familie Bieler, fein herausgeputzt und der Größe nach aufgereiht. Stolz und ein wenig scheu blicken sie in die Kamera. Aus den Fenstern im Obergeschoss schauen zwei Gesichter neugierig nach draußen – vielleicht die Eltern, die zusehen, wie ihr Haus und ihre Familie für die Nachwelt festgehalten werden.
Der Zimmermann Josef Bieler (1864-1937), der aus Göschweiler stammte, war 1894 nach Löffingen gezogen, als er Anna Hutzler (1864-1932) heiratete. Gemeinsam bekamen sie fünf Kinder. Ihr Haus in der Maienlandstraße zeigt sich hier noch zweigeschossig: links der Wohnbereich mit den hübsch verzierten Fensterläden, rechts die Ökonomie mit großem Scheunentor und einem kleineren Stalltor. Nur wenige Jahre nach dieser Aufnahme verändert sich das Gebäude entscheidend: 1920 wird es um ein drittes Stockwerk aufgestockt.
1934 geht das Anwesen dann in die Hände der nächsten Generation über. Aus dem Mädchen von einst ist eine Frau geworden: Franziska Fehrenbach (geb. Bieler, 1900-?), übernimmt das Haus zusammen mit ihrem Ehemann, dem Zimmermeister und Landwirt Eugen Fehrenbach (1901-?).
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Anni Kaiser zur Verfügung.
Schon auf den ersten Blick verrät dieses Foto, welchem Handwerk in diesem Haus nachgegangen wird. Überall stehen und liegen Holzfässer in verschiedenen Größen, einige fertig gebunden, andere noch in Einzelteilen. Hier ist der Arbeitsplatz eines Küfers. Küfermeister Julius Jordan (1874-1961) geht in diesem Haus (Maienlandstr. 31) seiner Arbeit nach. Zusammen mit seiner Ehefrau Maria Jordan (geb. Schropp, 1871–1944) zieht er sechs Kinder groß. Auf der Aufnahme ist er selbst zu sehen – zusammen mit seinem Sohn Karl Jordan (1908–?), der ebenfalls den Beruf des Küfermeisters erlernt. Vater und Sohn arbeiten Seite an Seite, während sich die Fässer und Dauben im Hof stapeln.
1938 geht das Anwesen an die nächste Generation über: Tochter Luise Sprich (geb. Jordan, 1903–?) und ihr Ehemann Anton Sprich (1902–?) übernehmen Haus und Werkstatt.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Helene Krauß zur Verfügung.
Fast wie ein Haus im Freilichtmuseum Vogtsbauernhöfe im Gutachtal mutet das Haus Fehrenbach im Maienland auf dieser Fotografie an. Verwitterte Holzschindeln, Fenster mit Holzläden, das Dach teils mit Schindeln, teils mit Ziegeln eingedeckt, davor eine sorgfältig aufgeschichtete Holzbiege. Die Zeit scheint stehen geblieben.
Das Foto findet als Ansichtskarte mit dem Titel »Löffinger Schwarzwaldtrachten« Verbreitung. Mitglieder der Trachtengruppe lassen sich vor dem Haus fotografieren.
V.l.n.r.: 1 Helene Häusler (verh. Krauß, 1912-2006), 2 Alma Egle (verh. Spadinger, ?-?), 3 Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957), 4 Maria Faller (verh. Selb, 1919-1967), 5 Landwirt Johann Laufer (1888-1951)
In den 1950er Jahren wird das Haus von dem Ehepaar Karl Schreiber (1910-2001) und Mina Schreiber (geb. Rappenegger, 1917-2004) gekauft. Darin wachsen ihre Kinder Karl, Alfons, Monika, Marlies (Maria Luise), Georg und Martin auf. Bei verschiedenen Renovierungen und Ausbausphasen müssen die Holzschindeln zuerst Schieferplatten und später Dachziegel und Verputz weichen.
Das Lehrer-Ehepaar Werner und Maria Waßmer haben kürzlich das Haus Lehmann (Maienlandstr. 12) käuflich erworben. Bevor sie sich daran machen, das Anwesen nach Plänen des Hüfinger Architekten Hermann Sumser grundlegend zu sanieren, halten sie zur Erinnung das Aussehen des Hauses fest, wie es zum Zeitpunkt des Kaufes aussieht.
Rechts daneben ist das Haus von Pflästerermeister Ludwig Storz und seiner Ehefrau Elisabeth Storz (geb. Thoma) (Maienlandstr. 10) zu sehen. Links schließt sich das – neu erbaute – Haus der Eheleute Hermann Sibold und Lore Sibold (geb. Hahn) (Maienlandstr. 14) an. Das Gebäude ist noch nicht verputzt.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Emma Kienzle zur Verfügung.
Der Landwirt Johann Geisinger (1884-1964) führt gerade einen Stier aus dem Scheunentor heraus. Das Tier ist aufgezäumt. Vermutlich wird es gleich vor den Wagen gespannt. Denn es ist Winter, der Schnee ist noch nicht ganz weggetaut und daher eine günstige Zeit, um Gülle auszufahren.
Johann Geisinger, der mit Maria geb. Huber (1898-1954) verheiratet ist, hatte das zweistöckige Wohnhaus mit Scheuer und Stallung 1911 gekauft. 1962 übernimmt der Elektromeister Hans Geisinger (1921-1993) das Anwesen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Göpper zur Verfügung.
Die feierliche Prozession durch das Städtchen ist in der Unteren Hauptstraße vor der Pfarrkirche St, Michael zum Halt gekommen. Einige Frauen haben sich auf die Treppenstufen vor dem »alten Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) gestellt, um das Herunterladen der neu gegossenen Kirchenglocken vom Lastwagen verfolgen zu können. Die Ministranten scheinen etwas orientierungslos. Eine Prozession zur Glockenweihe findet schließlich nicht alle Tage statt.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Emma Kienzle und Rita Willmann zur Verfügung.
Marketender ziehen an Fasnacht mit ihrem Karren durch die Rötengasse. Das Motto in diesem Jahr lautet: »Wiener Kongress«. Als dieser 1814/15 in Wien mit Delegationen aus ganz Europa tagte, um den Kontinent neu zu ordnen, da witterten natürlich auch kleine Gewerbetreibende ihre Chance auf ein Geschäft.
Im Hintergrund sind das Haus Lehmann (Maienlandstr. 12) und das Haus Storz (Maienlandstr. 10) mit dem dazugehörigen Schopf zu sehen. Die angrenzende Rötengasse führt hinauf zum Alenberg.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Emma Kienzle und Gerda Isele zur Verfügung.
Die Hebamme Veronika Geisinger steht vor dem Haus Honold (Maienlandstr. 2) und hält einen Täufling auf dem Arm. Neben ihr stehen Fräulein Beha und Herr Glunk. Das kleine Mädchen ist vermutlich Maria Honold (verh. Göhry, 1921-1997).
Das Haus Honold war nach dem Großbrand 1921 neu erbaut worden. Neben der Eingangstreppe ist ein Steintrog, der als Brunnen dient. Im Hintergrund ist das Haus Ganter (Maienlandstr. 8) zu sehen. Seine Fassade ist noch nicht begrünt.
Wer weiß, wer das Baby ist, das getauft werden soll?
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Göpper zur Verfügung.
Der Blick geht zum alten Benzbau und weiter zum Kirchturm. Dessen Mauer ist noch unverputzt, weshalb das Foto vor 1961 entstanden sein muss. Im Vordergrund links ist eine Miste in der Ringstraße zu erkennen.