Blick auf den Unteren Rathausplatz, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Im Jahre 1909 hatte sich das Aussehen des Unteren Rathausplatzes zum letzten Mal einschneidend verändert: Damals war das Haus Schmutz (Rathausplatz 6) abgebrannt und bei der Errichtung des Neubaus hatte man die angrenzende Lehrerscheuer (Rathausplatz 7) abgerissen. Vor dem Neubau wurde ein kleiner Garten angelegt, in dem ein Tännchen gepflanzt wurde.

Seitdem sind fast 50 Jahre vergangen. Die in die Höhe geschossene Tanne überragt die Gebäude. Erneut kommt es zu umfangreicheren baulichen Veränderungen in der Häuserzeile. Im Haus Schilling, das anstelle der Lehrerscheuer errichtet worden war, wurden kürzlich breite Schaufenster hineingebrochen. Auch am Nachbarhaus Rebholz (Rathausplatz 8), in dem noch vor einigen Jahren eine Landwirtschaft betrieben wurde, sind die Umbauarbeiten unübersehbar. Ein Ladengeschäft wurde im Erdgeschoss eingebaut, das auf dem Foto durch das Kriegerdenkmal halb verdeckt ist.

Das Foto wird vom Mailänder Tor aus aufgenommen, dessen Torbogen am linken Bildrand zu erkennen ist.

Standort des Fotografen: 47.883961, 8.343715

Familie Glunk mit Pferden, ca. 1945

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Dr. Konrad Schlude zur Verfügung.

Im Garten hinter ihrem Haus (Maienlandstr. 22) stehen der Landwirt Karl Glunk (1897-1980) und sein Sohn Karl Glunk (1935-?). Am Zaumzeug halten sie zwei Pferde. Es handelt sich um eine Trakehnerstute mit einem selbstgezogenen Fohlen. Der erstgeborene Sohn Johann Glunk (1930-2015) wird das landwirtschaftliche Anwesen später von seinen Eltern übernehmen.

Im Hintergrund sind oben am Alenberg zwei Wohnhäuser zu erkennen: Links steht das Haus Zimmermann (Alenbergstr. 24), das dem Postschaffner Josef Zimmermann (1885-?) und dessen Ehefrau Sophie geb. Isele (1898-?) gehört. Rechts steht das Haus Gaede (Alenbergstr. 23), dessen Eigentümer der Kaufmann Alfred Gaede (1902-1961) und dessen Ehefrau Paula geb. Vogel (1907-1990) sind.

Standort des Fotografen: 47.886619, 8.342219

Familie Glunk im Garten, ca. 1942

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Dr. Konrad Schlude zur Verfügung.

Eine kinderreiche Familie lässt sich im Garten hinter ihrem Haus fotografieren. Es ist ein sonniger Frühlingstag, der Obstbaum im Hintergrund steht in Blüte.

In der Mitte sitzt die Mutter der fünf Kinder: Hilda Glunk geb. Reichhart (1901-1956), die aus Bachheim stammt und nach Löffingen eingeheiratet hat. Der Vater der Kinder und ihr Ehemann, der Landwirt Karl Glunk (1897-?), steht hinter ihr. Die Kinder sind Elisabeth (geb. 1929), Johann (1930-2017), Magdalena (verh. Schlude, 1931-2019), Karl (geb. 1935) und die kleine Attala (geb. 1939).

Standort des Fotografen: 47.886634, 8.342121

Im Garten vom Haus Rosenstiel in der Oberen Hauptstraße, 1946

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Hinter ihrem Haus in der Oberen Hauptstraße sitzt Cäcilie Rosenstiel (geb. Winterhalder, 1901-?) im Garten vor dem Schopf. Der Mann neben ihr ist Paul Thoma, der eigentlich in der Schweiz wohnt, aber während des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland ausgewiesen wurde. Bei den Rosenstiels hat er eine Bleibe gefunden. Daneben wacht Hund Asta.

Standort des Fotografen: 47.885473, 8.352663

Blick zum Haus Maier und Haus Zimmermann in der Unteren Hauptstraße, ca. 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Georg Willmann zur Verfügung.

Das Haus von Uhrmachermeister Wilhelm Maier (Untere Hauptstr. 5) und das Kaufhaus »zum Kasten« von Alfred Zimmermann (Untere Hauptstr. 7) im Bildhintergrund sind leider nur angeschnitten zu sehen. Denn dem Fotografen ging es nicht um die Gebäude, sondern um das zugeschneite Gärtchen im Vordergrund, das zur Bäckerei Willmann (Untere Hauptstr. 6) gehört.

Ein Trampelpfad führt durch den Schnee zum Gartentürchen. Jede einzelne Holzlatte des Zauns ist von einer dünnen Schicht Schnee bedeckt. Eine winterliche Idylle mitten im Städtchen!

Standort des Fotografen: 47.883260, 8.343497

Blick zur »Linden«-Wiese und zum Haus Selb, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Über die Festhallenstraße hinweg fällt der Blick auf die »Linden«-Wiese mit dem Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) im Hintergrund. Gut im Bild ist weiter rechts das Haus Selb (Obere Hauptstr. 12). Eine wahre Märchenlandschaft bietet sich dem Auge dar. Alles ist tief verschneit, nur die Festhallenstraße ist notdürftig gebahnt.

Rund 20 Jahre später gibt es diesen Blick so nicht mehr, da die Realschule (Festhallenstr. 4) dann auf dem Grundstück vis-à-vis gebaut ist.

Standort des Fotografen: 47.883456, 8.348464

Trachtengruppe im Garten von Familie Ganter, ca. 1935

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Die Mitglieder der neu gegründeten Trachtengruppe posieren an verschiedenen Orten im Städtchen für Gruppenfotos. Für dieses Bild wählen sie den Garten von Familie Ganter als Kulisse. Sie stehen auf dem Gartenweg, die Blumen- und Gemüsebeete sind von Buchshecken eingefasst. Im Hintergrund ist ein hölzernes Gartentürchen zu erkennen, das zur Rötengasse führt.

V.l.n.r.: Maria Faller (verh. Selb, 1919-1967), Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957), Helene Häusler (verh. Krauß, 1912-2006), Landwirt Johann Laufer (1888-1951), Alma Egle

Das Bild ist Teil einer Fotoserie. Weitere Fotos werden u.a. in der Stube von Familie Ganter am Kachelofen aufgenommen.

Standort des Fotografen: 47.885198, 8.342985

Familie Bader in der Talstraße, ca. 1950/51

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Familie Bader posiert für ein Familienfoto auf der Straße vor ihrem Haus. Hier ist Löffingen in den frühen 1950er Jahren noch zu Ende. Denn nur die beiden Häuser Bader (Talstr. 1) und Rappenegger (Talstr. 3) stehen in der Talstraße, die aber noch nicht so heißt, sondern einfach der »Hauptstraße« zugeschlagen werden. Um die Jahrhundertwende ist in Dokumenten noch vom »Aschbühlweg« die Rede. Die Häuser der Stadionstraße und der Haslachstraße sind noch nicht gebaut. Nur Gärten und Wiesen reihen sich aneinander. Im Hintergrund rechts ist das Café Schönblick (Stadionstr. 6) zu sehen.

1.Reihe, v.l.n.r.: Elmar Bader (1940-2017) und Brunhild Bader (verh. Stockmar, 1938-2006)
2.Reihe, v.l.n.r.: Egon Bader (1933-1999), Erna Bader geb. Mutterer (1908-1969), Schotterwerksbesitzer Franz Bader (1901-1986), Gerda Bader

Standort des Fotografen: 47.884585, 8.349155

Hochzeitsgesellschaft Sevecke / Adrion im Garten, 1959

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Genoveva Adrion (geb. 1935), genannt »Veva«, heiratet Walter Sevecke aus Hamburg. Im Garten ihres Elternhauses in der Alenbergstraße wird ein Gruppenfoto des Brautpaares mit der Hochzeitsgesellschaft aufgenommen. Die Kinder stellen sich in die erste Reihe, damit man sie auch ja sehen kann.

1.Reihe, v.l.n.r.: Werner Adrion, Maria Schäfer geb. Berger, Luzia Heiler, Rosa Adrion geb. Berger und Fritz Adrion sen., Jutta Knöpfle geb. Adrion, Renate Schelb geb. Adrion, Bernhard Adrion, Ilse Oschwald geb. Heiler, 2 Schwestern mit Kind von Walter Sevecke aus Hamburg, Otmar Heiler, Edgar Adrion

2.Reihe, v.l.n.r.: Lydia Fleig geb. Laufer, Inge Bierle, Anna Laufer geb. Berger, Rosa Heiler geb. Laufer (Dittishausen), Ernst Heiler, Braut Genoveva Sevecke geb. Adrion (1935-?), Bräutigam Walter Sevecke, Ernst Laufer mit Frau, Elli Kaltenbrunner geb. Schäfer, Hubert Kaltenbrunner, Irma Adrion geb. Schmid, Marta Adrion geb. Fehrenbach, Friedbert Kaltenbrunner, Fritz Adrion jun. und Magret Adrion geb. Bierle

Walter und Genoveva Sevecke bekommen drei Kinder. Doch Walter Sevecke stirbt bereits mit 38 Jahren. Die Witwe steht mit den Kindern allein da, und übernimmt die Hausmeisterstelle ihres verstorbenen Mannes für die Festhalle und die Schule. Später betreibt sie die städtische Minigolfanlage.

Standort des Fotografen: 47.886335, 8.343016

Haus Weiss in der Vorstadtstraße, ca. 1959

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ursula Mock-Weiss zur Verfügung.

Noch liegen Schneereste in der Vorstadtstraße. Aber im Garten von Familie Weiss, der am Sonnenhang liegt, ist er schon fast ganz weggetaut. Das Foto wird von dem kleinen Fußweg aus aufgenommen, der zum Friedhof hinaufführt. Das Haus gehört dem Steinmetzmeister Josef Weiss und seiner Ehefrau Else Weiss geb. Häusle, deren Elternhaus es ist.

Am rechten Bildrand ist die Rückseite des Gasthauses »Gebert« (Obere Hauptstr. 9) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.884766, 8.346340

2 Fotos: Motorradfahrer in der Talstraße, ca. 1950

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Elisabeth und Franz Isele zur Verfügung.

Was für ein Gaudi! Hinter dem Haus Bader (Talstr. 1) macht die Straße eine scharfe Linkskurve. Sie ist noch nicht geteert. Wenn man auf dem Motorrad angerast kommt und sich so richtig in die Kurve legt, dann wirbelt eine Wolke von Staub und Sand auf. Natürlich tragen die beiden Motorradfahrer keinen Helm, denn dann wäre der Spaß ja nur halb so groß. Bleibt zu hoffen, dass das kleine Mädchen mit dem Puppenwagen, das gerade am Haus Bader entlangläuft, nicht plötzlich auf die Fahrbahn tritt…

Im Hintergrund ist der Bierkeller der Gast- und Landwirtin Maria Heiler (geb. Ganter) und das kleine Haus der Witwe Johanna Berger (geb. Ofenhäusle, 1882-1956) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.884615, 8.349140

Blick aus dem Fenster des Hauses Lüdemann-Ravit, 1964

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Wolfgang Lüdemann-Ravit zur Verfügung.

Aus dem geöffneten Fenster des Hauses von Familie Lüdemann-Ravit (Bonndorfer Str. 4) fällt der Blick auf das Nachbarhaus von Tierarzt Dr. Anton Benz (Bonndorfer Str. 6). Über Gärten mit Obstbäumen schweift der Blick zum Reichberg, auf dem die ersten Neubauten errichtet sind.

Standort des Fotografen: 47.880781, 8.343935