Blick durch das Mailänder Tor in Richtung Maienland, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Durch den Torbogen des Mailänder Tores fällt der Blick in das verschneite Maienland. Ein Idyll bietet sich dem Betrachter. Die Straße ist nicht gesalzen, keine Autos parken links und rechts der Fahrbahn, stattdessen bewegt sich ein Kind, mitten auf der Straße, mit seinem Schlitten vorwärts. Links ist das Haus Strobel (Maienlandstr. 3) und rechts das Haus Honold (Maienlandstr. 2) zu sehen.

Der Fotograf rahmt das Motiv mit dem Tor im Vordergrund ein. Reizvoll ist der Kontrast zwischen der weißen Winterlandschaft und dem dunklen Torgebäude mit seinem Bogen und Gebälk.

Standort des Fotografen: 47.883948, 8.343734

Schneeberge auf dem unteren Rathausplatz, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Das Städtchen hat sich in eine Winterlandschaft verwandelt. Auf dem unteren Rathausplatz türmen sich die Schneeberge, aus denen die Umzäunung beim Kriegerdenkmal herausragt. Fußgänger gehen auf der Straße, die gebahnt ist, weil auf den Gehwegen kein Durchkommen ist. Die Sonne scheint und lässt die Schneepracht auf den Dächern langsam aber sicher dahinschmelzen.

Standort des Fotografen: 47.883649, 8.344247

3 Fotos: Lehrerkollegium auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1971

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Nicht nur die Schüler*innen werden bei der Schülerbefreiung am »Schmutzigen Dunschdig« befreit, um sich an der Straßenfasnacht beteiligen zu können. Auch die Lehrer*innen werden losgelassen und strömen in das Städtchen. Auf dem unteren Rathausplatz versammeln sie sich zu einem Gruppenfoto.

Im Hintergrund sind das Mailänder Tor und daneben eine Baulücke zu sehen: Die Brandruine des Hauses von Mechanikermeister Müller (Demetriusstr. 13) ist abgetragen. An seiner Stelle wird bald ein Neubau der Sparkasse entstehen. Daneben stehen wie eh und je das Haus Egle (Demetriusstr. 14) und die Metzgerei Butsch (Demetriusstr. 15).

V.l.n.r.: 1 Günter Leber (1937-2025), 2 Josef Rohrwasser, 3 Marianne Glaser, 4 Maria Oser, 5 Karl Hauger, 6 Werner Waßmer, 7 Hannelore Cremer, 8 Maria Waßmer, 9 Helene Waßmer, 10 Ursula Krusekamp, 11 Gundula Hoede, 12 Gudrun Ewert, 13 Siegfried Ewert, 14 Hedy Staub, 15 Theo Herbstritt, 16 Willibald Petelka

Bei den Schüler*innen sind u.a. Konrad Benitz zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883787, 8.343915

Blick durch das Tor in die Maienlandstraße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Durch das Mailänder Tor fällt der Blick in das Maienland, das »Neue Land«, das sich seit jeher außerhalb des Stadtrings befindet. Auf der linken Straßenseite ist das Haus Strobel (Maienlandstr. 3) zu sehen und auf der rechten Seite steht, von Bäumen weitgehend verdeckt, das Haus Honold (Maienlandstr. 2).  Am Schopf vom Haus Rappenegger (Ringstr. 6) hängt über dem Misthaufen ein Wegweiser, der Ortsunkundige in Richtung Gasthaus »Pilgerhof« weist.

Standort des Fotografen: 47.883954, 8.343716

2 Fotos: Unterer Rathausplatz beim Hochwasser, 10. Juli 1975

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der untere Rathausplatz gleicht einem riesigen See. Nur der Demetriusbrunnen und das Kriegerdenkmal ragen wie kleine Inseln aus der braunen Flut hervor. Am Donnerstag, dem 10. Juli 1975, geht über Löffingen ein heftiges Sommergewitter nieder. Innerhalb von nur drei Stunden fällt so viel Regen – 86 Liter pro m² –, dass der eingedolte Stettbach die Wassermassen nicht mehr aufnehmen kann.

Was sonst unterirdisch durch das Städtchen fließt, schießt nun ungebremst über die Straßen und strömt in mächtigen Wellen durch das Mailänder Tor. Auf dem Rathausplatz bleiben die Menschen in sicherer Entfernung: Sie beobachten trockenen Fußes das Hochwasser.

Standort des Fotografen: 47.883652, 8.344227

Unterer Rathausplatz mit Mailänder Tor, ca. 1959

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Das Mailänder Tor ist fast zur Hälfte vom Kriegerdenkmal verdeckt. Während der NS-Zeit war das schmiedeeiserne Gitter des 1896 errichteten Denkmals für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen worden. Stattdessen legte man drumherum einen Ehrenhain an. Dieser wiederum verschwand in der Nachkriegszeit. Mit einem schmucklosen Maschendrahtzahn ist das Kriegerdenkmal jetzt einhegt.

Hinter dem 1954 eingeweihten Demetriusbrunnen ist das Haus Butsch (Demetriusstr. 15) zu erkennen. Metzgermeister Willy Butsch übernahm 1955 die Metzgerei von der Familie Werne. Es folgt das Haus Egle mit dem »Modewaren«-Laden von Klara Egle (Demetriusstr. 14). Daneben steht das Haus von Mechanikermeister Karl Müller (Demetriusstr. 13), vor dem Fahrräder und Mopeds zum Verkauf angeboten werden.

Standort des Fotografen: 47.883966, 8.344112

3 Fotos: Musikfest mit Bühne auf dem unteren Rathausplatz, Pfingsten 1974

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der untere Rathausplatz ist voller Menschen. Dich gedrängt stehen sie beieinander. So international ist das Städtchen selten. An Pfingsten 1974 findet das 2. Internationale Jugendkapellentreffen mit 33 Kapellen aus Luxemburg, Österreich, Schweden, der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland statt. Auf dem unteren Rathausplatz wehen die Nationalfahnen der beteiligten Länder. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des baden-württembergischen Kultusministers Prof. Dr. Wilhelm Hahn.

Standort des Fotografen: 47.883653, 8.344194

Unterer Rathausplatz mit Demetriusbrunnen, 1957

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Zu den beliebtesten Fotomotiven im Städtchen gehört zweifelsohne diese Ansicht. Vor allem seit dem Wiederaufbau infolge des Großbrandes 1921 wird der Untere Rathausplatz mit dem Mailänder Tor und der Häuserzeile der Demetriusstraße mit ihren Staffelgiebeln immer und immer wieder fotografiert. Der Demetriusbrunnen im Vordergrund und der Staffelgiebel vom Café Fuss (Rathausplatz 5) im Hintergrund darf auf den Fotos nie fehlen. Am Dach des Mailänder Tores sind noch deutlich die Spuren des Kriegsschadens vom Zweiten Weltkrieg zu erkennen. Zunehmend parken Autos im Straßenraum. Vor dem Geschäft von Mechanikermeister Karl Müller (Demetriusstr. 13) stehen Fahrräder, Mopeds und Kinderroller.

Standort des Fotografen: 47.883676, 8.343515

Unterer Rathausplatz, Fronleichnam 1958

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vom Balkon des Hauses Rebholz (Rathausplatz 8) wird dieses Foto aufgenommen. Es ist Fronleichnam. Die Häuser im Städtchen sind festlich mit Tannenzweigen, Girlanden und Fahnen geschmückt. Links neben dem Demetriusbrunnen sind einige Maien gesteckt, vielleicht um die dort parkenden Autos zu verdecken. Eine Personengruppe steht neben dem kleinen Gärtchen vor dem Haus Siefert (Rathausplatz 6) und unterhält sich. Daneben parkt ein riesiger Lastwagen der Berliner Firma Wilken. Er ist bereits entladen. Werbung für »Eternit« ist am Anhänger angebracht, ein versteckter Hinweis darauf, was er vielleicht geladen hatte. 

Standort des Fotografen: 47.883648, 8.344273

Städtlelauf auf dem unteren Rathausplatz am »Tag des Sports«, 1971

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der »Tag des Sports« werden Wettkämpfen in Leichtathletik und im Schwimmen ausgetragen. Darüberhinaus findet ein Städtlelauf statt. Verschiedene Hindernisse sind im Städtchen aufgebaut, die die Sportler*innen überwinden müssen. Hier fällt der Blick vom Haus Willmann (Rathausplatz 8) auf den unteren Rathausplatz. Die Teilnehmer*innen des Städtlelaufs müssen sich durch ein Baugerüst hangeln. Eine Fahne des Turnerbunds ist daran angebracht.

Im Hintergrund ist das Mailänder Tor zu sehen. Daneben klafft eine Baulücke: Das Haus von Mechanikermeister Karl Müller (Demetriusstr. 13) fiel im Vorjahr einem Feuer zum Opfer und die Brandruine wurde mittlerweile abgetragen.

Standort des Fotografen: 47.883605, 8.344249

7 Fotos: Hochzeitszug des Brautpaares Fuß / Horn vor dem Mailänder Tor, 1957

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Rita Willmann und Gudrun Wörner zur Verfügung.

In einem großen Bogen bewegt sich der Hochzeitszug über den unteren Rathausplatz, vorbei am Mailänder Tor und der Bäckerei Fuß (Rathausplatz 5). Schließlich gibt der Bäckermeister Walter Fuß (1933-1999) heute seiner Frau Ingeborg geb. Horn (1932-1999) das Ja-Wort. Verwandte und Freunde begleiten das Paar zur Trauung in der katholischen Pfarrkirche St. Michael und anschließend zur Hochzeitsfeier im Gasthaus »Linde«.

Blickt man durch den Bogen des Mailänder Tores, dann erkennt man das angebaute Haus Schultheiß (Maienlandstr. 1).

Standort des Fotografen: 47.883968, 8.343894

Unterer Rathausplatz mit Demetriusbrunnen, 1960

Verlag A. Rebholz
Sammlung Familie Waßmer

Keine Menschenseele ist auf diesem Farbfoto zu sehen. Fast gespenstisch leer mutet das Bild an. Der Fotograf wollte offenbar die gesamte Aufmerksamkeit auf die Häuser am Unteren Rathausplatz und in der Demetriusstraße lenken, und da hätten Menschen seiner Meinung nach eher gestört. Vom Rathaus mit dem Kriegerdenkmal wandert der Blick hinüber zur Bäckerei von Viktor Fuss (Rathausplatz 5), entlang des Straßenzuges der Demetriusstraße mit den Staffelgiebeln, hin zum Mailänder Tor. Deutlich sind an der Dacheindeckung des Tores noch die Spuren des Zweiten Weltkrieges zu erkennen. In der Mitte des Platzes steht der 1954 neu eingeweihte Demetriusbrunnen. Daneben parkt ein blauer VW Käfer, dem Symbol des westdeutschen Wirtschaftswunders der 1950er Jahre. Das Foto findet als Ansichtskarte Verbreitung.

Standort des Fotografen: 47.883717, 8.343686