Hochzeitsgesellschaft Hepting / Egle vor dem Gasthaus »Linde«, 18. Juni 1960

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Hilde Adrion sowie Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Werner Hepting (1928-2011) und Hedwig Egle (1932-2020) heiraten! Am Samstag, den 18. Juni 1960 findet die kirchliche Trauung in der katholischen Pfarrkirche St. Michael statt. Anschließend wird im Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) gefeiert. Für ein Gruppenfoto drängt sich die gesamte Hochzeitsgesellschaft vor dem – mit Tannenreisig geschmückten – Eingang der Wirtschaft. »Glück und Segen den Neuvermählten« steht inmitten der Girlande.

In der Mitte:
1 Braut Hedwig Hepting (geb. Egle), 2 Bräutigam Werner Hepting, 3 Gisela Sibold (verh. ???), 4 Fritz Egle (1929-2017), 5 Karl Münzer, 6 Rita Hepting (verh. Zimmermann), 7 Hildegard Hepting (verh. Adrion, geb. 1949), 8 Marlies Müller (verh. Eberle, geb. 1951), 9 Annemarie Hepting (verh. Kiermeier), 10 ??? Münzer

Auf der linken Seite:
11 Gertrud Woldrich (geb. Münzer), 12 Josef Woldrich, 13 Else Egle (geb. Ganter, 1923-2011), 14 Alfred Egle (1920-2001), 15 ??? Münzer, 16 ??? Münzer, 17 Anna Ganter (geb. Hepting), 18 Anna Schropp (geb. Egle), 19 Maria Geisinger (geb. Egle, 1925-2008), 20 Otto Geisinger (1921-2010), 21 Hilde Witt, 22 Günter Witt (geb. 1942)

Auf der rechten Seite:
23 Elisabeth Hepting (geb. Münzer), 24 Karl Hepting, 25 ??? Münzer, 26 ??? Münzer, 27 Marianne Egle (geb. Jordan), 28 Elisabeth Müller (geb. Egle, 1927-2019), 29 ??? Münzer, 30 Maria Münzer (geb. Ernst, 1921-2021), 31 ???, 32 Anneliese Hepting (geb. Späth, 1925-1983), 33 Eugen Hepting (1921-2011), 34 ??? Münzer, 35 ??? Münzer, 36 ??? Münzer

Das Gasthaus »Linde« verfügt noch über ein großes Scheunentor. Hinter einem Fenster ist ein Werbeschild angebracht, auf dem damit geworben wird, dass es hier »Fernsehen« und »Coca Cola« gibt.

Standort des Fotografen: 47.884385, 8.346496

Schulklasse beim Narrenumzug in der Bahnhofstraße, Fasnacht 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Theo Herbstritt zur Verfügung.

Das Schmuddelwetter hält diese kleinen Närrinnen und Narren nicht davon ab, Spaß an der Fasnacht zu haben. Die Zweitklässler*innen sind in Kartoffelsäcke gekleidet und marschieren vergnügt die Bahnhofstraße entlang, indem sie den Regenpfützen ausweichen. Manche tragen (selbstgebastelte) Musikinstrumente mit sich. Offenbar stellen die Kinder eine Musikkapelle dar.

Zu sehen sind u.a. [Walter Hauser?], Michael Kasprowicz und [Detlef Seidenberg?].

Im Hintergrund sind das Haus Fehrenbach (Bahnhofstr. 2), der – gar nicht mehr so neue – »neue Benzbau« (Ringstr. 8) und die Landwirtschaftsschule (Untere Hauptstr. 10) zu sehen. Die Bäume entlang der Bahnhofstraße sind frisch gestutzt.

Standort des Fotografen: 47.884326, 8.341661

Hexenwagen vor dem Mailänder Tor, Fasnacht 1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Theo Herbstritt zur Verfügung.

Vor zwei Jahren, an Fasnacht 1958, trat der Hexenwagen mit der »großen Hexe« zum ersten Mal öffentlich in Erscheinung. Mit einer Höhe von 5,80 Meter passte sie damals nicht durch das Mailänder Tor. 

Seitdem haben die Hexen den Wagen umgebaut und die »große Hexe« wohl ein bisschen tiefer gelegt. Außerdem kommt den beiden Teufeln, die hoch oben auf dem Wagen stehen, bei der Durchfahrt durch das Torgebäude eine besondere Bedeutung zu: Mit ihren Stöcken sorgen sie dafür, dass der Wagen nirgends hängen bleibt.

Der Traktor, der den Wagen zieht, trägt noch ein Autokennzeichen, das mit dem Kürzel »NEU« für die Kreisstadt Neustadt beginnt.

Standort des Fotografen: 47.883924, 8.343784

Zwei Narren auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Theo Herbstritt zur Verfügung.

Auf dem unteren Rathausplatz treiben zwei Hexen ihr Unwesen. Ihren Reisigbesen führen sie mit sich. Sie stehen hinter dem eingezäunten Kriegerdenkmal auf der Stadtwaage. Im Hintergrund sind das Mailänder Tor und die Nachbarhäuser in der Demetriusstraße zu erkennen. Menschen stehen auf dem unteren Rathausplatz und warten auf den Narrenumzug.

Bei den beiden Hexen handelt es sich um die Lehrer Theo Herbstritt (geb. 1931) und Karl Hauger (geb. 1937). Während Herbstritt in Bachheim unterrichtet, ist Hauger seit 1. August 1959 an der Volksschule in Löffingen tätig. Ab 1966 unterrichtet er an der Realschule und ist später ihr Konrektor.

Im Hintergrund sind außerdem zu erkennen: Links am Zaun des Kriegerdenkmals steht Cornelia Heiler (verh. Wiggert, 1952-2014). Rechts steht Helga Berger mit ihrer Tochter Evelin (geb. 1959) auf dem Arm und einem Kinderwagen.

Standort des Fotografen: 47.883784, 8.344127

Knabenkapelle der Stadtmusik mit Sankt Nikolaus und Knecht Ruprecht, 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Wenige Monate nach ihrer Gründung sind die Mitglieder der Knabenkapelle zu ihrer Nikolausfeier zusammengekommen. Man trifft sich im Probelokal im Erdgeschoss der Festhalle. Sankt Nikolaus mit dem Bischofsstab und Knecht Ruprecht mit der Rute sind da. Sie lauschen der Darbietung der jungen Musiker unter Leitung des Dirigenten Rupert Hepting (1905-1990). Es ist eines der ersten Vorspiele des Ensembles. Entsprechend groß ist die Anspannung.

An den Trompeten, v.l.n.r.: Walter Pfeifer, Werner Adrion, Edgar Adrion, Bernhard Adrion, Joachim Rogg
An den Klarinetten, v.l.n.r.: Georg Dieterle (Hinterkopf), Klaus Heizmann, Rolf Dieterle
An den Hörnern, v.l.n.r.: Werner Kienzler, Herbert Kienzler (verdeckt), Alex Rogg

Standort des Fotografen: 47.882907, 8.347771

3 Fotos: Hochzeitsgesellschaft Krauß / Häusler im »Pilgerhof«-Garten, 13. Juli 1960

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Für den Sattlermeister Ernst Krauß (1897-1978) ist es die zweite Ehe, die er schließt. Denn seine erste Ehefrau Berta Krauß (geb. Hofmann, 1905-1957), die aus Hüfingen stammte, war am 28. September 1957 im Alter von nur 52 Jahren verstorben. Der Witwer heiratet daraufhin am 13. Juli 1960 die 15 Jahre jüngere Helene Krauß (geb. Häusler, 1912-2006).

Die Hochzeitsgesellschaft versammelt sich für ein Gruppenfoto im Garten des Gasthauses »Pilgerhof«. Mit dabei ist der betagte Vater des Bräutigams, Wilhelm Krauß (1871-1970), der fast 90 Jahre alt ist.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Maria Jester (geb. Vogel), 3 ???, 4 Lina Egle (geb. Mäder, 1887-1966), 5 Wilhelm Krauß (1871-1970), 6 ???, 7 Christa Welte (geb. Krauß) mit 8 ???, 9 ???
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Alfred Gaede (1902-1961), 2 Rosa Weber (geb. Häusler), 3 ???, 4 Paula Gaede (geb. Vogel, 1907-1990), 5 Hermann Welte, 6 Martha Bieri (geb. Häusler), 7 ???, 8 ???, 9 Helene Krauß (geb. Häusler), 10 Ernst Krauß (1897-1978), 11 ??? Krauss (USA), 12 Josef Krauss (USA)

Standort des Fotografen: 47.886890, 8.342078

Unterer Rathausplatz mit Demetriusbrunnen, 1960

Verlag A. Rebholz
Sammlung Familie Waßmer

Keine Menschenseele ist auf diesem Farbfoto zu sehen. Fast gespenstisch leer mutet das Bild an. Der Fotograf wollte offenbar die gesamte Aufmerksamkeit auf die Häuser am Unteren Rathausplatz und in der Demetriusstraße lenken, und da hätten Menschen seiner Meinung nach eher gestört. Vom Rathaus mit dem Kriegerdenkmal wandert der Blick hinüber zur Bäckerei von Viktor Fuss (Rathausplatz 5), entlang des Straßenzuges der Demetriusstraße mit den Staffelgiebeln, hin zum Mailänder Tor. Deutlich sind an der Dacheindeckung des Tores noch die Spuren des Zweiten Weltkrieges zu erkennen. In der Mitte des Platzes steht der 1954 neu eingeweihte Demetriusbrunnen. Daneben parkt ein blauer VW Käfer, dem Symbol des westdeutschen Wirtschaftswunders der 1950er Jahre. Das Foto findet als Ansichtskarte Verbreitung.

Standort des Fotografen: 47.883717, 8.343686

3 Fotos: Narrenumzug auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1960

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.

Der Narrenumzug am »Fasnet Mändig« bewegt sich durch das Städtchen. Von einem Fenster in der Demetriusstraße lässt sich aus erhöhter Perspektive das närrische Treiben verfolgen. Der Blick fällt auf das schräg gegenüberliegende Eckhaus mit dem Geschäft »Gottlieb« (Rathausplatz 6). Es sieht so aus, als ob der Laden zur Zeit leer steht. Die Fichte, die Jahrzehntelang vor dem Haus wuchs, ist aus dem Stadtbild verschwunden. Das Nachbarhaus Guth (Rathausplatz 7) ist modernisiert, ein großes Schaufenster erstreckt sich über das gesamte Erdgeschoss. Das Haus von Buchbinder Albert Rebholz (Rathausplatz 8) wird gerade umgebaut.

Doch dem Fotografen geht es nicht um die Häuser im Hintergrund, sondern vielmehr um den Narrenumzug. Die Stadtmusik marschiert zu den Klängen des Narrenmarsches durch das Städtchen, gefolgt von den Hexen, die ihren Hexenwagen mit der großen Hexe mitführen. Ein »Cirkus«-Wagen mit dem Phantasienamen »Kaplunder« fährt über den Rathausplatz, dahinter folgt ein Wagen mit dem Namen »Mühlenzunder«. Der Umzug findet 1960 statt, denn in diesem Jahr lautet das Motto: »Alter Plunder – Wirtschaftswunder – Blauer Zunder«.

Mit sicherem Abstand lässt sich vom Fenster aus das Treiben unten auf der Straße beobachten, ohne dass man fürchten muss, dass gleich die Hexen zu einem kommen und ihr Unwesen treiben.

Standort des Fotografen: 47.883816, 8.343615

Hexengruppe mit Hexenwagen vor dem Mailänder Tor, Fasnacht 1960

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.

1958 trat die Hexengruppe das erste Mal mit ihrer großen Hexe auf. Sie war mit ihren 5,80 Meter wahrlich groß. Eine weitere Neuerung war das erste einheitliche Häs der Hexen. Vor und auf dem Hexenwagen, der hier gerade das Mailänder Tor passiert, sitzen und stehen Hexen. Auf den Schultern der großen Hexe achten zwei Teufel darauf, dass der Wagen unbeschadet durch den Torbogen fährt. 

Standort des Fotografen: 47.883917, 8.343784

Lieferung der Kirchenglocken für die evangelische Kirchengemeinde, 14. Oktober 1960

aus: Festschrift zum 50jährigen Jubiläum der Johannes-Kirche, 2004

Anlässlich der Einweihung der Johanneskirche am 27. Mai 1954 hatten die Kirchen der katholischen Pfarrkirche St. Michael feierlich geläutet, da das evangelische Gotteshaus noch keine eigenen Kirchenglocken besaß. Erst 1959 erlaubte es die Finanzlage der evangelischen Kirchengemeinde, eigene Glocken anzuschaffen. Am 30. September 1960 wurden drei Glocken in der Karlsruher Glockengießerei Gebrüder Bachert hergestellt: 63 Kirchenmitglieder waren vor Ort dabei, als die Glocken, die auf gis‘, h‘ und cis“ gestimmt sind, gegossen wurden. Nach dem Bibelvers 1. Korinther 13,13 sind auf die Glocken die Wörter geprägt: »Glaube«, »Hoffnung« und »Liebe«.

Am 14. Oktober 1960 ist es schließlich soweit und die Glocken werden von Karlsruhe nach Löffingen transportiert. Am Steuer des Lastwagens sitzt Martin Mayer. Begleitet wird der feierliche Zug durch das Städtchen von den beiden Fackelträgern Volker Bernhard und Eberhard Müller. Auf dem Foto fährt der Laster gerade vom Mailänder Tor kommend über den Unteren Rathausplatz. Am Sonntag, den 23. Oktober 1960 erklingt das Geläut zum ersten Mal beim Gottesdienst.

Standort des Fotografen: 47.883858, 8.343931

Vorstand des Fußballclub im Haslach-Stadion, 1960

Sammlung Familie Waßmer

1960 feiert der FC Löffingen sein 40. Gründungsjubiläum. Aus diesem Anlaß lässt sich die Vorstandschaft für ein Gruppenfoto ablichten, das in der Festschrift veröffentlicht wird. Die neun Männer stehen auf dem Rasen des Haslach-Stadions.

V.l.n.r.: Anton Geisinger (geb. 1911), Josef Armbruster (geb. 1910), Paul Bader (geb. 1912), Albert Fehrenbach (geb. 1919), Georg Tschiggfrei (geb. 1913),  Karl Heiler (geb. 1921), Hans Müller (geb. 1926), Engelbert Müller (geb. 1896) und Karl Hasenfratz II (geb. 1899).

Standort des Fotografen: 47.882771, 8.350241