2 Fotos: Schulausflug zum Feldberg mit Lehrer Schlachter, 1949

Sammlung Familie Waßmer

Auf einer Wiese am Feldberg rücken die Schüler*innen für die Erinnerungsfotos eng zusammen. Einige sitzen im Gras, andere suchen weiter oben am Hang noch einen Platz. Mittendrin sind Lehrer Emil Schlachter und weitere erwachsene Begleitpersonen zu sehen. Die große Zahl der Kinder und ihre unterschiedlichen Altersstufen lassen vermuten, dass mehrere Schulklassen gemeinsam unterwegs sind. Mit dabei ist der Jahrgang 1936/37.

Für die Mädchen und Jungen ist der Ausflug in den Hochschwarzwald sicherlich ein besonderes Erlebnis. Gemeinsam geht es hinauf auf den Feldberg, wo Zeit zum Wandern, Spielen und Ausruhen bleibt. Dass beim Gruppenfoto nicht alle stillhalten, versteht sich beinahe von selbst: Manche blicken ernst in die Kamera, andere lachen, reden miteinander oder schneiden Grimassen.

Wo genau die beiden Aufnahmen entstehen, ist nicht sicher. Das geschindelte Gebäude im Hintergrund ist weder der »Feldberger Hof« noch das Caritas-Haus. Fest steht nur: Für einen Augenblick versammelt sich hier eine große Löffinger Schülerschar – und bewahrt die Erinnerung an einen gemeinsamen Ausflugstag im Sommer 1949.

oberes Bild
Zu sehen sind u.a.

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1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Inge Sauter (verh. Benitz), 2 Lotte Seilnacht (verh. Smith), 3 Elisabeth van den Heuvel (verh. Laule), 4 Irmgard Guth (verh. Zepf)
2.Reihe, v.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 Vroni Krauß (verh. Klose), 4 Irma Zepf (verh. Hasenfratz, 1937-2026), 5 Anneliese Heizmann (verh. Scholl), 6 Helga Fuß, 7 ???, 8 Ernst Fritsche (1937-2005)
3.Reihe, v.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 Bruno Schwanz (1936-2918)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hermann Beha (1937-2021), 2 Karl Sibold (1937-2016), 3 Bruno Nägele (1937-2010), 4 Hermann Zahn
5.Reihe, v.l.n.r.: 1 Ferdi Hasenfratz (1937-2018), 2 ??? Glunk, 3 Waldemar Zepf (1937-2024), 4 Bernd Schmid (1937-2022)

Zum Jahrgang 1936/37 gehören auch u.a. Helga Fuss, Irmgard Stolzer, Friedegard Faller (verh. Sibold), Manuela Werne, Alban Keller, Alfons Schlenker, Gottfried Dorer, Berthold Fehrenbach, Emil Benz, Paul Straub, Egon Voigt, Siegfried Nüssle und Ernst Messmer

Standort des Fotografen: Feldberg


Turnerinnen des Turnerbundes beim Gauturnfest in Bräunlingen, Juli 1949

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Am 24. Juli 1949 nehmen die Turnerinnen des Turnerbunds am 33. Gauturnfest in Bräunlingen teil. Sie tragen schlichte, einheitliche Turnkleidung – weiße Trikots und schwarze Shorts – und posieren am Rande der Wettkampfstätte für ein Erinnerungsfoto. Neben ihnen steht ihr Übungsleiter Anselm Zepf, stolz auf die Leistung seiner Gruppe.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Clara Götz (verh. Schuler, Seppenhofen), 3 ???, 4 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anselm Zepf (Übungsleiter), 2 Elvira Egle (verh. Fischer), 3 ???, 4 ???, 5 Frieda Rosenstiel (verh. Wörner), 6 Hedwig Egle (verh. Hepting), 7 ???, 8 Gertrud Limb (verh. Geisinger)

Für die Turnerinnen ist dieser Tag mehr als nur ein sportlicher Wettbewerb: Er markiert einen Neubeginn. Drei Jahre zuvor, im Juli 1946, war in Löffingen der Sportverein Löffingen gegründet worden. Die französische Besatzungsmacht hatte damals verfügt, dass alle Sportarten unter einem gemeinsamen Dach stattfinden mussten – alte Vereinsstrukturen wie der Turnerbund oder der Fußballclub durften zunächst nicht wieder entstehen. Auch das Turnen selbst war bis Anfang 1948 verboten. Erst nach der Aufhebung des Verbots wurde am 11. Januar 1948 die Turnabteilung im Sportverein neu ins Leben gerufen. Nun, im Sommer 1949, frönen die Turnerinnen wieder ihrem Sport.

Standort des Fotografen: 47.930500, 8.457861

Franz und Erna Bader mit ihren Kindern, 1949

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Hinter ihrem Haus (Talstr. 1) hat sich Familie Bader zu einem Familienfoto versammelt. Der Schotterwerksbesitzer Franz Bader (1901-1986) und seine Ehefrau Erna Bader (geb. Mutterer, 1908-1969) haben auf der weiß gestrichenen Holzbank Platz genommen. Er trägt Anzug und Krawatte, sie ein dunkles Kleid mit Perlenkette. Eingerahmt werden sie von ihren vier Kindern Egon, Gerda, Brunhilde und Elmar, die neben und hinter ihnen stehen.

1.Reihe, v.l.n.r.: Brunhilde Bader (verh. Stockmar, 1938-2006), Erna Bader (geb. Mutterer, 1908-1969), Franz Bader (1901-1986), Elmar Bader (1940-2017)
2.Reihe, v.l.n.r.: Egon Bader (1933-1999), Gerda Bader (1934-2026)

Standort des Fotografen: 47.884782, 8.349306

3 Fotos: Vorführung auf der Fasnachtsbühne auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1949

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Inge Mayer und Heike Soldan-Bölle zur Verfügung.

Dicht and dicht stehen die Menschen auf dem oberen Rathausplatz. Sie strecken ihre Hälse, um die Darbietungen auf der Fasnachtsbühne sehen zu können. Im Augenblick wird gerade getanzt. Musikalisch begleitet wird die Tanzgruppe von der Stadtmusik, die vor der Bühne steht. Die Musiker tragen weiße Zipfelmützen.

Auf der Bühne steht auch die weibliche Narrenpolizei. Zu sehen sind u.a. Irma Adrion (geb. Schmid, 1927-2019) und Maria-Luise Wider (geb. Schmid).

Die »Schnitterin« auf dem Rathausbrunnen, die links zu sehen ist, hat wie es scheint Gesellschaft bekommen. Ein paar Meter von ihr entfernt, ragt ein Schornsteinfeger empor, als ob es sich bei ihm auch um eine Brunnenfigur handele.

Im Hintergrund ist das Rathaus und die Metzgerei Rohrer (Rathausplatz 4) zu sehen. Sie wird von dem aus St. Peter stammenden Metzgermeister Max Rohrer (1901-1954) betrieben. Sein Name steht groß geschrieben auf der frisch renovierten Fassade.

Standort des Fotografen: 47.883933, 8.344906

Junge Frauen am Jahn-Denkmal, 1949

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gabi Senn zur Verfügung.

Mit Schwung erklimmen die jungen Frauen das raue Gestein. Ihre Sommerkleider wehen im Wind, Hände klammern sich an den grobkörnigen Stein, Lachen hallt durch das »Hasle«-Wäldchen. Es ist 1949, und der Krieg liegt zwar erst wenige Jahre zurück, aber an diesem Tag zählt nur die Freude am Sommer.

Das Jahn-Denkmal, das sie in Besitz nehmen, wurde 1928 vom Turnerbund errichtet und ist dem »Turnvater« Friedrich Ludwig Jahn gewidmet – einem der Gründungsväter der deutschen Turnbewegung. Sein Porträt blickt streng vom Medaillon des Denkmals herab, doch die drei jungen Frauen schenken ihm heute keine allzu ehrfürchtige Aufmerksamkeit. Sie nutzen das Denkmal als Kletterfels. Eine der Frauen ist sogar ganz nach oben geklettert, sodass der Fotograf sie nicht auf das Foto bekommt und ihren Kopf kurzerhand abschneidet.

V.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Margareta Zepf (verh. Senn, 1932-2021)

Als der Turnerbund 1928 das Denkmal errichtete, stand es noch eingebettet in den dichten Wald der »Hasle«. Doch rund zwanzig Jahre später zeigt sich ein völlig verändertes Bild: Das Jahn-Denkmal liegt nun inmitten einer weiten Lichtung. In der Nachkriegszeit kamen Holzfällergruppen aus Frankreich nach Löffingen, das zur französischen Besatzungszone gehörte. Sie schlugen rund 15.000 Festmeter Holz für französische Firmen. Hinzu kam ein starker Borkenkäferbefall, der den Wald zusätzlich schwächte. So entstanden große Kahlflächen rund um das Denkmal.

Standort des Fotografen: 47.879851, 8.349946

Eugen Fehrenbach als Schüler, 1949

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Sigrid und Eugen Fehrenbach zur Verfügung.

Der Schulfotograf ist da! Und er fotografiert nicht nur ganze Schulklassen, sondern nimmt auch Einzelporträts von Schüler*innen auf. Das Arrangement des Fotoshootings ist immer das gleiche. Die Schulkinder werden an einer Schulbank sitzend platziert und beim Schreiben mit dem Tintenfüller abgelichtet. Im Hintergrund hängt eine Landkarte.

Hier ist Eugen Fehrenbach (1937-2026) zu sehen. Er wurde an Ostern 1943 in die Volksschule eingeschult und besucht gerade die sechste oder siebte Klasse.

Standort des Fotografen: 47.882425, 8.347919

Elmar Bader als Schüler, 1949

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Der Schulfotograf ist da! Und er fotografiert nicht nur ganze Schulklassen, sondern nimmt auch Einzelporträts von Schüler*innen auf. Das Arrangement des Fotoshootings ist immer das gleiche. Die Schulkinder werden an einer Schulbank sitzend platziert und beim Schreiben mit dem Federhalter abgelichtet. Im Hintergrund hängt eine Landkarte.

Hier ist Elmar Bader (1940-2017) zu sehen. Er wurde Ostern 1946 in die Volksschule eingeschult und besucht zu diesem Zeitpunkt die dritte Klasse.

Standort des Fotografen: 47.882422, 8.347914

Ernst Fritsche als Schüler, 1949

Fotograf: Atelier A. Wehinger, Bad Dürrheim | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.

Der Schulfotograf ist da! Und er fotografiert nicht nur ganze Schulklassen, sondern nimmt auch Einzelporträts von Schüler*innen auf. Das Arrangement des Fotoshootings ist immer das gleiche. Die Schulkinder werden an einer Schulbank sitzend platziert und beim Schreiben mit dem Federhalter abgelichtet. Im Hintergrund hängt eine Landkarte.

Hier ist Ernst Fritsche (1937-2005) zu sehen. Geboren am 29. Juni 1937 wurde er an Ostern 1943 in die Volksschule eingeschult. Er besucht zu diesem Zeitpunkt die sechste oder siebte Klasse.

Standort des Fotografen: 47.882422, 8.347914

Willi Fehrenbach als Schüler, 1949

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Renate Fehrenbach zur Verfügung.

Der Schulfotograf ist da! Und er fotografiert nicht nur ganze Schulklassen, sondern nimmt auch Einzelporträts von Schüler*innen auf. Das Arrangement des Fotoshootings ist immer das gleiche. Die Schulkinder werden an einer Schulbank sitzend platziert und beim Schreiben mit dem Federhalter abgelichtet. Im Hintergrund hängt eine Landkarte.

Hier ist Willi Fehrenbach (1941-2018) zu sehen. Geboren am 5. März 1941 wurde er an Ostern 1947 in die Volksschule eingeschult. Er besucht zu diesem Zeitpunkt die zweite oder dritte Klasse.

Standort des Fotografen: 47.882458, 8.347882

Kutschenwagen in der Maienlandstraße, Fasnacht 1949

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Von Kühen gezogen fährt ein Kutschenwagen durch die Maienlandstraße, vorbei am Garten des Kindererholungsheimes Gugelberger (Maienlandstr. 6). Ein Kind in römischer Soldatenuniform steht salutierend am Straßenrand. Schließlich fahren gerade die altgedienten »Laternenbrüder« vorüber.

Die Männer auf der Kutsche tragen z.T. Fuhrmannskittel und Zipfelmützen und sind deshalb als »Laternenbrüder« zu erkennen. Sie haben auch die Standarte bei sich. Die anderen scheinen dunkle Anzüge und Zylinder bzw. Hüte zu tragen. Zu sehen sind u.a. Friseurmeister Julius Limb (1883-1968), evtl. »Linden«-Wirt Ernst Meßmer (1897-1950) und Ratschreiber Wilhelm Krauß (1871-1970).

Standort des Fotografen: 47.884978, 8.342818

20-Jährige im Gasthaus »Linde«, Fasnacht 1949

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Vier Jahre nach Kriegsende wird wieder Fasnacht gefeiert! Die »Laternenbrüder« feiern sogar ihr 60. Gründungsjubiläum mit einem richtigen Umzug. Und da dürfen auch die 20-Jährigen nicht fehlen. Sie stellen wieder den Narrenbaum auf dem Rathausplatz und werden auf die Laterne der »Laternenbrüder« vereinigt. Im Gasthaus »Linde« versammeln sie sich und feiern ausgelassen. Auch für Live-Musik ist gesorgt, denn ein Akkordeon ist schnell zur Hand.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: Richard Kirner (1930-2002), Albert Jonner (1929-2014), Mathilde Sibold (verh. Bausch), Anselm Heiler (geb. 1930), Elisabeth Hermann (verh. Vogt)

2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: Helmut Winkler (1929-2009), Annemarie Meßmer, Josef Kaltenbrunner (geb. 1930), Valentin Maier, Elisabeth Glunk, Johann Rappenegger (1929-2017), Erich Zepf (1929-2003), Oswald Laufer (geb. 1930), Oskar Berger

Standort des Fotografen: 47.884183, 8.346739

Weibliche Narrenpolizei vor dem Rathaus, Fasnacht 1949

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Beatrix Russo zur Verfügung.

Die weibliche Narrenpolizei lässt sich zusammen mit vier Männern fotografieren. Sie stehen vor dem Rathaus, was an der Fassade im Hintergrund zu erkennen ist. Aber stehen sie auf dem unteren oder dem oberen Rathausplatz? Ein kleines Detail gibt darüber Aufschluss. Denn ganz rechts ist der Schattenwurf des Kriegerdenkmals zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 zu sehen.

Wer aber sind die drei Narrenpolizistinnen? Und wer sind die vier Männer?
V.l.n.r.: 1 Mathilde Geisinger (verh. Schmid, 1926-1989), 2 ???, 3 Ferdinand Egle (1919-2010), 4 Liesel Schmid (verh. Wider), 5 Julius Wider (Seppenhofen), 6 Luise Mayer (verh. Zepf), 7 ????

Standort des Fotografen: 47.883836, 8.344050