Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.
In der Festhallenstraße steht ein Reisebus zur Abfahrt bereit. Die Koffer sind bereits in den Anhänger verladen. Eine Reisegruppe aus Norddeutschland war für einige Tage zu Besuch. Noch steht man zusammen und hält ein Schwätzchen, bevor es ans Abschiednehmen geht. Ein letztes Erinnerungsfoto wird aufgenommen. Im Vordergrund steht links Helga Bader geb. Weber (1935-2013), die mit Egon Bader (1933-1999) verheiratet ist und in der Talstraße wohnt. Die beiden Frauen neben ihr sind ihre Cousine und deren Tochter.
Im Hintergrund sind die Häuser in der Haslachstraße zu sehen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Oskar Baader zur Verfügung.
Unterhalb des Reichbergs, etwa dort, wo heute die Scheffelstraße in die Göschweiler Straße einmündet, steht Familie Wehrle mit einigen Verwandten. Die Wehrles wohnen außerhalb des Städtchens, ihr Haus trägt deshalb auch den Hausnamen »d’Usländers«. Noch ist die Gegend drumherum gänzlich unbebaut, aber das wird sich wenige Jahre später ändern, als hier ein Neubaugebiet entsteht.
Doch bevor es so weit ist, beginnt für Familie Wehrle schon jetzt eine neue Zeitrechnung. Denn ihr Haus wird an die Wasserleitung angeschlossen. Beim Ausheben des Wasserleitungsgrabens muss die Familie und die Verwandtschaft mit anpacken. Danach legt die Stadtgemeinde das Wasserrohr. Fließendes Wasser! Welch ein Luxus!
1.Reihe, knieend, v.l.n.r.: Hans Wehrle (1919-?) mit Lothar Baader, Klaus Baader (geb. 1952) 2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: Ingrid Kienzler (verh. Riedlinger, geb. 1948), Lina Wehrle (geb. Streit, 1893-?), Rita Oberst und Elisabeth Baader (geb. Wehrle, geb. 1925)
Hans Wehrle ist ein Löffinger Original. Bevor die Wasserleitung verlegt wird, holt er das Wasser am Pfarrbrunnen in der Kirchstraße mit einem Kuhgespann und Fasswagen. Das Gasthaus »Sonne« liegt gleich nebenan. Es passiert manchmal, dass er das Wasserfass morgens um 8 Uhr am Brunnen befüllt, das Gespann aber abends um 20 Uhr immer noch dort steht. In dieser Zeit sitzt Hans Wehrle in der »Sonne« und löscht seinen Durst, um Wasser zu sparen, wie er selbst sagt.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Genoveva Kienast zur Verfügung.
Im Schneegestöber zieht die Stadtmusik über den Rathausplatz. Gerade kommt sie am Lebensmittelgeschäft »Gottlieb« (Rathausplatz 3) vorbei. Es ist Fasnacht und der Narrenumzug bewegt sich durch das Städtchen. Vielleicht spielen die Musiker gleich den Narrenmarsch?
Wer erkennt die Musiker? 1.Reihe: Rolf Bank 2. Reihe, v.l.n.r.: Jutta Adrion verh. Knöpfle, Werner Hepting 3.Reihe: Karlheinz Götz, Jürgen Zepf 4.Reihe: Karl Bank 5.Reihe: 6. Reihe: Lothar Zepf (mit Flügelhorn)
Hinter der Stadtmusik folgen die Laternenbrüder, erkennbar an der Standarte mit der Laterne, die über den Köpfen emporragt.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Willi Pütz zur Verfügung.
Ein beliebtes Fotomotiv in den 1930er, 40er und frühen 50er Jahren ist der holzverschindelte Pavillon, der am Rande des Kurparks steht. Geht man in den Pavillon hinein, dann bietet sich einem durch die Fensteröffnungen nicht nur ein schöner Blick auf das Städtchen – sondern dem Fotografen auch ein nettes Fotomotiv, wie man aus dem Fenster guckt.
Der kleine Junge ist Willi Pütz, der zusammen mit seinen Eltern aus dem zerbombten Köln eine neue Bleibe in Löffingen gefunden hat.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Vor dem Rathaus posiert eine Gruppe Clowns für ein Gruppenfoto. Die fröhliche Schar besticht durch ihre Buntheit. Neben den Kostümen, den geschminkten Gesichtern und den Perücken sind es vor allem die beiden Regenschirme und ein hellblauer Luftballon, die Farbe ins Städtchen bringen. Auf zwei Akkordeons wird musiziert. Auch ein Kinderwagen wird mitgeführt.
Wer erkennt die Narren und Närrinnen? Zu sehen sind u.a. Lydia Flößer (mit Akkordeon), Helga Hoch und Uschi Janz.
An der Rathausfassade ist ein Schaukasten angebracht, in dem das Busunternehmen Scherer für seine Reisen wirbt. Von der Gruppe fast vollständig verdeckt steht ein gelbes Telefonhäuschen.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Helga Küßner und Christa Egle zur Verfügung.
»Ein Durchschnitt durch das 20. Jahrhundert mit Sensationen, Fortschritten und Errungenschaften«, so lautet das diesjährige Fasnachtsmotto. Und die 20-Jährigen hatten die passende Idee und erinnern mit ihrem Umzugswagen an den Bahnbau und die Einweihung der hinteren Höllentalbahn am 20. August 1901. Damals war das Wetter vermutlich besser, als jetzt im Winter. Doch die 20-Jährigen lassen sich von dem Schneeschauer nicht die Stimmung vermiesen. Mit viel Liebe zum Detail haben sie eine Eisenbahn gebastelt. Ihre »Badische Staatsbahn«, bestehend aus einer Lokomotive und zwei Waggons, tuckert gemütlich durch das Städtchen.
Im Hintergrund ist das Mailänder Tor und die Rückseite vom Haus Werne (Demetriusstr. 11) zu sehen. Dort ist eine Holzbiege aufgeschichtet. Am linken Bildrand steht das Haus Fritsche (Ringstr. 5).
Wer erkennt die 20-Jährigen?
1.Reihe, kniend, v.l.n.r.: 1 Karl Heizmann, 2 Hans-Peter Fehrenbach (1939-2013) 2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Ferdinand Schultheiß (geb. 1939), 3 Ferdinand Bernauer (geb. 1939), 4 ???, 5 Franz Braun (1937-2021) 3.Reihe, in der Eisenbahn: Dieter Gauger
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Helga Küßner und Christa Egle zur Verfügung.
Nein, es ist nicht die Mannschaft des italienischen Fußballvereins »Inter Mailand«, die hier in der Demetriusstraße für ein Gruppenfoto posiert. Es ist die Mannschaft »Inter Mailand Alenberg«, wie auf der Fahne zu lesen ist. Sie tritt gegen die Mannschaft »Städtle-Schlempental« an.
1.Reihe: 1 Eugen Fehrenbach (mit Fahne) 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hans Küßner (1937-2020), 2 Werner Schiehle (1929-2009), 3 Hans-Peter Fehrenbach (1939-2013), 4 Franz Braun (geb. 1937), 5 Dieter Küßner, 6 Dieter Lasson, 7 Bruno Schwanz (1936-2018), 8 Alfred Berger, 9 Theo Schreiber, 10 Erich Riedlinger (1936-1997)
Im Hintergrund sind die Häuser von Sattlermeister Ernst Krauß (Demetriusstr. 2), von Schneidermeister Otto Schmitt (Demetriusstr. 3) und von Elektromeister Karl Götz (Demetriusstr. 4) zu sehen.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.
Rund 70 Jahre ist es alt, das Haus Egle (Rötengasse 6). Es wurde 1843 neu erbaut, nachdem das Vorgängergebäude am 8. März 1842 abgebrannt war. Es gehört dem Maurermeister und Landwirt Karl Egle (1885-1940) und dessen Ehefrau Frieda geb. Klotz (1887-1951).
Dass gerade Winter ist, ist nicht nur am Schnee zu erkennen, der auf dem Boden und teilweise auch noch auf den Dachziegeln liegt. Die Vortür zum Stall ist auch eingehängt. Und der Heuwagen, der von Stieren gezogen wird, bringt Heu aus einer Hütte herbei, um es einzulagern.
Im Vordergrund stehen Karl Egle (1885-1940) und seine älteste Tochter Klara Egle (1910-1991, später Sr. Confirmata).
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Am »Schmutzigen Dunschdig« hat eine Gruppe Närrinnen am Rand der Maienlandstraße Position bezogen. Sie stehen an der Einmündung zur Weberstraße vor dem Haus Ganter. Dort warten sie auf die vorbeiziehenden 20-Jährigen, die – den Narrenbaum geschultert – vom »Pilgerhof« ins Städtchen ziehen.
Sie führen einen Leiterwagen mit sich, auf dem ein großer Topf steht. Es gibt selbst gemachte Hühnersuppe. »Aus unserer Fernseh-Werbung« sei sie bekannt, wie auf dem Werbeschild geschrieben steht. Die Närrinnen gehören zu den »Montagsturnern«. Sie sind an jedem »Schmutzigen Dunschdig« dabei und verköstigen hungrige Narren.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Am »Fasnet Zieschdig« steht Schwester Ediltrudis (1914-2004) mit ihren Schützlingen in der Bahnhofstraße. Traditionell findet heute der Kinderumzug statt, der von der Bahnhofstraße zur Festhalle führt. In den Umzug reihen sich auch die Kindergartenkinder ein. Ganz vorne hat sich ein Brautpaar aufgestellt, daneben steht ein kleines »Hansele«, das die Hand von Schwester Ediltrudis umklammert.
Die Braut ist Pia Fehrenbach (verh. Kuttruff) und der Bräutigam ist Inge Streit. Dahinter steht Birgit Kuhlmann und im »Hanselehäs« ist Ulrike Rosenstiel zu sehen.
Im Hintergrund ist links der Fahrradunterstand zu sehen, der von einem Wellblechdach überspannt wird. An der Bahnhofs-Gaststätte hängt ein Werbeschild der Brauerei Link.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.
Auf den Feldern im »Schlempental« liegt Schnee. Eine Schar Hexen und andere Narren sind unterwegs und treiben ihr Unwesen. Aber nicht Hexenbesen haben sie dabei, sondern landwirtschaftliches Gerät wie Heugabeln und Rechen.
Wer weiß, was es mit diesem Hexentreiben auf sich hat?
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Die 20-Jährigen werden auch immer jünger, möchte man denken, wenn man den kleinen Cowboy sieht. Ganz links sitzt er lässig auf dem Narrenbaum und lächelt breit in die Kamera. Dabei hat er sich nur mit auf das Bild gemogelt!
Die richtigen 20-Jährigen des Jahrgangs 1952 tragen blaue Fuhrsmannskittel und rote Zylinder – und natürlich das Täfelchen mit der Zahl »20« auf der Brust. Stolz posieren sie im Maienland mit ihrem Narrenbaum. Gleich werden sie ihn schultern und – unter den Klängen der Stadtmusik – in einem Umzug ins Städtchen tragen. Dann werden sie den Baum auf dem Rathausplatz vor dem Café Fuß aufstellen und auf die Laterne der »Laternenbrüder« vereidigt werden.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Helmut Schelble, 2 Franz Benz (Seppenhofen), 3 Ulrike Winkler, 4 Gretel Bader (verh. Kaltenbach) 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Margret Trenkle (verh. Zimmermann), 2 Regina Heer (verh. Keller), 3 Hilda Leitold (verh. Köpfler), 4 Anni Kühn (verh. Hauger), 5 Renate Adrion (verh. Schelb), 6 Doris Kuster 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Linus Schlatter, 2 Martin Dieterle, 3 Herbert Lehmann (1952-2009), 4 Alfons Durst, 5 Silvia Keller (verh. Benz)