
Verlag A. Rebholz, Löffingen | Stadtarchiv
Für einen Moment ruht die schwere Arbeit. Zwischen Mauerschutt, Steinen und verkohlten Balken haben sich die Männer für den Fotografen aufgestellt. Einige sitzen auf den Trümmern, andere lehnen auf Schaufeln, Hacken und Brechstangen. Hinter ihnen stehen nur noch niedrige Mauerreste. Wo wenige Wochen zuvor Wohnhäuser und Werkstätten standen, erstreckt sich nun ein Trümmerfeld.
Nach dem verheerenden Großbrand vom 28. Juli 1921 muss es schnell gehen. Die Gruppenpolizei V aus Müllheim wird zu den Aufräumarbeiten nach Löffingen geschickt und leistet einen entscheidenden Beitrag: In nur 34 Arbeitstagen wird das Brandgebiet soweit geräumt und hergerichtet, dass bereits Mitte September mit dem Wiederaufbau begonnen werden kann. Steine werden aus den Ruinen geborgen, Schutt abgetragen und noch brauchbares Baumaterial beiseitegelegt – alles weitgehend in Handarbeit.
Die Aufnahme entsteht auf dem Alenberg. Der Funkenflug trug das Feuer bis hierher. Die Häuser von Bürgermeister Adolf Kuster, Schreinermeister August Limb, Schreinermeister Leo Münzer, Witwe Morath und Landwirt Albert Jonner brannten nieder. Auch hier blieben von den Anwesen nur Mauerreste und Schutthaufen zurück.
Standort des Fotografen: 47.886650, 8.343239










