Haus Kaus in der Unteren Hauptstraße, ca. 1930-1940

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rolf Meßmer zur Verfügung.

Als »Barockhaus« wird das Haus Kaus (Untere Hauptstr. 9a) bezeichnet, obwohl es lange nach der Barockzeit erbaut wurde, die vom Ende des 16. Jahrhunderts bis etwa 1760/70 reichte. Erbaut wurde das Gebäude 1803, aber das Mansardwalmdach gilt als typisch für Barockhäuser. Gemeinsam mit dem 1788 erbauten katholischen Pfarrhaus (Untere Hauptstr. 10) auf der gegenüber liegenden Straßenseite bildet das Haus Kaus eine architektonische Einheit am Ortseingang.

Als das Foto aufgenommen wird, gehört das stattliche Gebäude der Witwe Theresia Kaus geb. Kaier (1860-1935). Sie war mit dem Kaufmann Wilhelm Kaus verheiratet, der aber bereits in jungen Jahren 1895 starb. Das Haus wird bei einem Fliegerangriff am 24. Februar 1945 total ausgebombt und nicht wieder aufgebaut.  

Standort des Fotografen: 47.882401, 8.343062

Erste Mannschaft des Fußballclub, ca. 1936/37

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Sigrid und Eugen Fehrenbach zur Verfügung.

Mit sagenhaften 9:1 hat sie gewonnen, die erste Mannschaft des FC Löffingen! Die Spieler versammeln sich zusammen mit dem Vereinsvorstand auf den Treppenstufen der Festhalle zu einem Gruppenfoto. Die Spieler tragen ihr Trikot, die Vorstandsmitglieder Anzug. Das Spielergebnis wird stolz in die Kamera gehalten.

In der Vereinschronik des Fußballclubs von 1960 heißt es: »In den Jahren 1931/32 (Spielbetrieb mit 5 Mannschaften) war der Löffinger FC dominierend im Hochschwarzald. Gegner wie 08 Villingen, Furtwangen, St. Georgen, ja sogar FFC-Reserve, Lörrach und Waldkirch lernten uns respektieren. Im Spätherbst 1932 feierten wir den ungeschlagenen A-Meister im Hochschwarzwald.«

1.Reihe v.l.n.r.: 1 Anton Geisinger, 2 Hans Baumgart (1905-1992), 3 Willy Eggert, 4 August Mösch, 5 Hans Rettich, 6 Edmund Fehrenbach, 7 Paul Bader
2.Reihe v.l.n.r.: 1 Eugen Kienzler, 2 Albert Trenkle, 3 Fritz Göpper, 4 Josef Armbruster, 5 Karl Berger
3.Reihe v.l.n.r.: 1 Karl Götz (Beisitzer), 2 Ernst Krauß (1. Vorstand, 1897-1978), 3 Otto Fürst (Spielausschußvorsitzender), 4 Fritz Faller (Beisitzer), 5 Karl Hasenfratz II (Geschäftsführer)

Das Foto ist in der Festschrift des Fußballclubs von 1960 abgedruckt. Die Bildunterschrift lautet: »nach dem Sieg gegen FC Neustadt in Neustadt am 25. Dezember 1932«. Die frisch verputzte Mauer der Festhalle im Hintergrund deutet aber darauf hin, dass das Bild erst ca. 1936/37 nach der Fertigstellung des Gebäudes entstanden sein kann. Offenbar handelt es sich um ein – einige Jahre nach dem Sieg aufgenommenes – Erinnerungsfoto. Auf dem Schild, das August Mösch in der ersten Reihe in die Kamera hält, heißt es denn auch: »Wiedersehens-Feier ehemaliger 9:1«.

Hans Baumgart, der auf dem Foto ebenfalls zu sehen ist, war Anfang der 1930er Jahre als Lehrer in Löffingen tätig. 1933 tritt er in die SS ein. Er macht Karriere und steigt später zum Führer des Ravensbrücker KZ-Männer-Außenlagers Karlshagen I (Peenemünde) auf.

Standort des Fotografen: 47.882954, 8.347677

Haus Benitz in der Alenbergstraße, ca. 1930-1935

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Benitz zur Verfügung.

Nach dem Großbrand von 1921 und dem erfolgten Wiederaufbau verfügt das neue Haus Benitz über zwei Gebäudeflügel und einen verbindenden Mittelbau. Das stattliche Gebäude dient als Wohn- und Geschäftshaus. Die Weinhandlung Hogg ist seit 1902 im alleinigen Besitz der Familie Benitz. Seit 1919 wird das Geschäft von der Witwe Anna Benitz (geb. Glunk) geführt, zusammen mit ihren Söhnen Joseph, Paul und Albert.

Paul Benitz (1899-1979) erinnert sich in einem Bericht von 1975 an die Schwierigkeiten des Wiederaufbaus: »Da unser Nachbar Joseph Paul Thoma (in Freiburg) nicht wiederaufbauen wollte, konnten wir seinen Bauplatz mit Garten erwerben. Es war dies für uns eine Notwendigkeit, denn Thomas großer Keller war immer war immer an die Firma Hogg verpachtet. Zur Finanzierung des Kaufes verkauften wir eine große Wiese mit einem Hektar an die Holzindustriewerke Josef Benz. Ich hatte mit dem Wiederaufbau viel zu tun. Das Baumaterial, das mit der Bahn kam, mußte unser Fuhrwerk zum Bauplatz fahren. Das Bauholz, von der Gemeinde gekauft, mußte durch angestellte Fuhrwerke nach Hölzlebruck gefahren werden. Von dort kam das Schnittholz per Bahn zurück. Lastwagen gab es damals nicht. Alles in allem mußten wir ca. 400 Festmeter Stammholz kaufen bis die Bauarbeiten fertig waren. Während der Bauzeit hat die Geldentwertung angefangen. Solche hatten ungeahnte Folgen mit schlaflosen Nächten.«

Anfang 1923 können die neuen Geschäftsräume in Betrieb genommen und die Familienwohnung im Erdgeschoss bezogen werden. Nach der Eheschließung von Joseph Benitz 1927 und von Paul Benitz 1931 wohnt fortan Joseph Benitz im ersten Stock vorne, während Paul Benitz die Parterrewohnung übernimmt. Ihre Mutter zieht mit den Kindern Maria (1911-?), Albert (1905-1996) und Franz (1908-1944) in den Mittelbau. 

Auf dem Foto herrscht hektische Betriebsamkeit: Weinfässer werden im Hof auf Holzkarren verladen. Im Vordergrund ist ein Garten zu erkennen, der symmetrisch angelegt ist. Er ist heute asphaltiert und dient als Zufahrt zum benachbarten Haus Alenbergstr. 11 sowie als Parkplatz für Autos.

Standort des Fotografen: 47.885448, 8.343593

Haus Geisinger in der Alenbergstraße, ca. 1932

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Michael Rösch zur Verfügung.

Nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 wurde auch das Haus Geisinger (Alenbergstr. 6) entsprechend den Vorschlägen der Wiederaufbaukommission und den Plänen des Freiburger Architekten Carl Anton Meckel (1875-1938) neu erbaut. Um für die Zukunft ein ähnliches Brandunglück zu verhüten, wurden die Neubauten mit Staffelgiebeln errichtet, die im Falle eines Falles das Übergreifen des Feuers auf die Nachbarhäuser erschweren sollen.

Für das Foto haben sich das Ehepaar Leopold und Veronika Geisinger zusammen mit ihren Kindern zu einem Gruppenbild vor ihrem Haus aufgestellt.

V.l.n.r.: Franz Geisinger (1919-1992), Veronika Geisinger geb. Mauthe (1878-1958), Elfriede Geisinger (1929-?), Leopold Geisinger (1878-1938), Lina (Leopoldine) Geisinger (1901-1989), Maria Geisinger (verh. Rösch, 1916-2001), Karl Geisinger (1903-1946)

Standort des Fotografen: 47.884861, 8.344706

Ökonomiegebäude vom Haus Benitz in der Alenbergstraße, ca. 1930-1935

Verlag A. Rebholz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Inge Benitz zur Verfügung.

Ein Wagen mit Weinfässern steht im Hof der Weinhandlung Benitz.  Aus einem Fenster fällt der Blick über den Hof hinüber zum Ökonomiegebäude (Alenbergstr. 8), das ebenfalls nach dem Großbrand 1921 neu erbaut wurde.

Standort des Fotografen: 47.885328, 8.343914

Haus Häusle in der Vorstadtstraße, ca. 1930-1940

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Der Steinmetzmeister Karl Häusle (1878-1956) kaufte das kleine Haus in der Vorstadtstraße 1918. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Maria geb. Schultheiß (1883-1966), die Hebamme ist, und den drei Töchtern Hilde (später verh. Leppert), Else (1911-?, später verh. Weiss) und Maria (1921-2006, später verh. Kuster), lebt er in dem Häuschen, das damals die Hausnummer 223 trägt.

Idyllisch mutet das am Berg gelegene Haus mit dem Obstspalier und dem weiß gestrichenen Holzzaun an. Oben am geöffneten Fenster sitzt eine der Töchter und blickt hintunter zum Fotografen. Nach Karl Häusles Tod 1956 übernehmen seine Tochter Else und ihr Mann Josef Weiss (1913-?) das Anwesen. Wie schon sein Schwiegervater ist auch Josef Weiss Steinmetzmeister.

Der Misthaufen im Vordergrund gehörte zum Nachbargrundstück. Heute befindet sich an seiner Stelle eine Parkbucht für Autos.

Standort des Fotografen: 47.884662, 8.346404

Steinmetzmeister Karl Häusle vor seiner Werkstatt im Florianweg, ca. 1935-1940

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Gleich neben dem Friedhof hat der Steinbildhauer und Steinmetzmeister Karl Häusle (1878-1956) seine Werkstatt und Ausstellungsfläche. Er lehnt rechts in seiner Arbeitskleidung an dem Mäuerchen und präsentiert dem Fotografen die von ihm geschaffenen Grabsteine. Dadurch dokumentiert das Foto zugleich ein Stück Sepulkralkultur, denn es zeigt, welche Grabmale in den 1930er Jahren gefragt waren und gefertigt wurden.

Der Steinmetzmeister Karl Häusle, 1878 in Neustadt geboren, war mit Maria Häusle geb. Schultheiß (1883-1966) verheiratet. Er starb am 23. April 1956 im Alter von 77 Jahren. Seine Tochter Elsa (1911-?), die später Josef Weiß (1913-?) heiraten sollte, ist ebenfalls auf dem Foto zu sehen. Sie sitzt im Schatten des Baumes. Außerdem ist ein Mitarbeiter zu sehen.

Im Hintergrund sind die Häuser der Alemannenstraße zu erkennen. Ganz links steht das Haus von Hafnermeister Josef Bader (Alemannenstr. 9), dessen Name und Beruf auf der holzverschindelten Fassade angebracht ist.

Standort des Fotografen: 47.885497, 8.348573

Festhalle und »Adolf-Hitler-Schule« an der Hasle, ca. 1936

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Stadtarchiv | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Michael Guth zur Verfügung.

Am 29./30. August 1936 wird das Schulgebäude an der Hasle offiziell eingeweiht. In der Lokalpresse wird das Bauwerk gerühmt: »Der imposante Bau, der vor über zehn Jahren, in wirtschaftlich schwerster Zeit, erbaut wurde, thront sozusagen als Abschluss gegen den prächtigen Haselwald und ist von allen Punkten der Stadt aus sichtbar.« Die Nationalsozialisten unter Führung von Bürgermeister Heinrich Andris verbuchen die Vollendung des 1923 begonnenen Bauwerks als ihren Erfolg. Das Gebäude sei eine »Ruhmestat in der Löffinger Heimatgeschichte«. An den beiden Fahnenmasten vor der Schule und der Festhalle flattern Hakenkreuzfahnen im Wind. Aufgenommen wurde das Foto vom Kirchturm der katholischen Pfarrkirche.

Wie auf der Ansichtskarte zu lesen ist, wird die Schule offiziell »Adolf-Hitler-Schule« benannt: »Einem besonderen Wunsche des Bürgermeister Andris entsprechend, der mit viel Liebe und Geduld, Tatkraft und Ausdauer den Ausbau vollführen ließ, soll die Schule dem Führer geweiht sein, stolz soll sie den Namen tragen und dadurch für alle Zeiten Künder sein des Mannes, der unser Volk aus Nacht und Grauen, aus Not und Elend, aus Bitternis und Uneinigkeit, aus Knechtschaft und Unfreiheit befreite und emporführte zu Licht, Freiheit und Ehre.«

Doch nicht nur die Presse verbreitet NS-Propaganda dieser Art. Auch der beliebte Heimatforscher Leo Ratzer (1881-1948) schreibt in einem Aufsatz: »Mit Stolz und innerster Berechtigung wird dieses Werk für alle Zeiten den herrlichen Namen Adolf-Hitler-Schule tragen, zur Ehre unserer Gegenwart und zur Nachahmung für die Zukunft.«

Im ersten Stock der Schule befindet sich denn auch eine große Wandfläche, die mit den »Bildern großer Männer der deutschen Geschichte« geschmückt ist. In der Mitte hängt das Bild des Namensgebers der Schule, »das Bild unseres Führers, des Freundes und Beschützers unserer Jugend.«  

Das Foto ist in unterschiedlichen Versionen im Umlauf. Mal sind Wolken reinretuschiert, mal nicht. Mal ist die Ansichtskarte mit »Adolf-Hitler-Schule« beschriftet, mal wieder nicht.

Standort des Fotografen: 47.882614, 8.344042

Mädchen mit Puppenwagen vor Omnibus in der Ringstraße, ca. 1930-1935

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.

Hinter dem Haus Fürst (Demetriusstr. 5) schiebt ein Mädchen einen Puppenwagen. Ursula Fürst (verh. Nobs, geb. 1930), die Tochter von Schmiedemeister Otto Fürst, ist die stolze Puppenmutter. Ihr Vater ist nicht nur Schmied, Schlosser und Schweißer, sondern ist auch Betreiber eines kleinen Busunternehmens.

Die Häuser im Hintergrund wurden alle nach dem Großbrand 1921 neu erbaut. Zu sehen ist das Haus von Gustav Egle (Ringstr. 1), in dem sich ein Geschäft für Manufakturwaren befindet. Egle erwarb das Haus 1927. Links dahinter ist das Haus von Wagnermeister Andreas Maier (Ringstr. 2) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.884540, 8.344481

Personengruppe bei einem Spaziergang nach Seppenhofen, ca. 1930

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Verena Neumann zur Verfügung.

Familie Mayer unternimmt einen (Sonntags-)Spaziergang nach Seppenhofen. Dass es keinen Gehweg gibt, stört nicht weiter. Denn ohnehin herrscht so wenig Verkehr auf der Straße, dass man sich sogar getrost mitten auf die Fahrbahn für ein Gruppenfoto stellen kann. Man hat sich in Schale geworfen, die Damen tragen Hüte, der Junge ist in einen Matrosenanzug gekleidet.

Rechts neben der Straße führt die Elektrizitätsleitung Strom nach Seppenhofen. Daneben ist die Bahnlinie zu sehen. Im Hintergrund ist die Villa Benz (Bonndorfer Str. 8) und in der Seppenhofer Straße das – nach dem Großbrand 1921 erbaute – Haus Schreiber (Seppenhofer Str. 19) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.879445, 8.346363

Schulklasse des Jahrgangs 1920/21 mit Lehrer Löhlein hinter der Schule, ca. 1933

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Josefa Geisinger zur Verfügung.

Noch ist die neue Volksschule an der »Hasle« nicht eingeweiht, ja noch nicht einmal verputzt. Das Mauerwerk ist noch deutlich zu sehen. Aber da der Umzug in das neue Schulgebäude absehbar ist, versammeln sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Lehrer Herrn Löhlein bereits hier zu einem Klassenfoto. 

Es ist ein sonniger Wintertag. Schnee liegt auf dem Boden und auf dem Fenstersims im Hintergrund. Einige Kinder tragen warme Wollpullover, manche haben Wintermützen auf dem Kopf. Bei den Jungs sind lange Hosen zu sehen, aber auch kurze, die in Kombination mit langen Kniestrümpfen getragen werden. Zwei der Jungs sind in Uniformen des Deutschen Jungvolks gekleidet. Die Kluft ist u.a. am schwarzen Halstuch und am ledernen Holzriemen zu identifizieren, einer der beiden Pimpfe trägt dazu ein schwarzes Käppi. Auch drei der Mädchen geben sich mit ihren weißen Blusen und schwarzen Halstüchern als Mitglieder der Jungmädel zu erkennen.

1.Reihe, v.l.n.r.: Hermann Borzel (1921-1942), Otto Geisinger (1921-2010), Johann Kopp (1920-1941), ???, Walter Egle (1920-2010)
2.Reihe, v.l.n.r.: Karl Keller (1920-2003), Franz Vogt (1920-1971)
3.Reihe, v.l.n.r.:
4.Reihe, v.l.n.r.: Alfred Egle (1920-2001), Albert Wehrle (mit Brille und Schiffchen)
5.Reihe, v.l.n.r.: ???, Elisabeth Strobel
6.Reihe, v.l.n.r.: Hilde Schmutz (verh. Keller, 1920-2013), Josefa Gebert (verh. Geisinger), Margaretha Kaltenbrunner (verh. Schneider, 1921-2017), ???, ???, Anna Köpfler (verh. Zepf, 1920-2010), ???

Standort des Fotografen: 47.882648, 8.347927

Kelch und Becher von 1586 im Heimatmuseum, ca. 1935

Stadtarchiv

Mehr als 400 Jahre alt sind diese beiden Gegenstände! Jahrhundertelang wurden der Kelch und Becher im Rathaus aufbewahrt. Seit 1935 sind sie im Heimatmuseum ausgestellt. Die beiden Trinkgefäße sind silbern und teilweise vergoldet. Sie sind mit Buckeln und feinen Renaissanceornamenten verziert. Darauf ist die Inschrift zu lesen: »M Gerg Miller Pfarrer zu Löffingen verert disen Becher ainer Gemaind 1586«.

Der Stifter war Georg Müller, der in den Jahren 1583 bis 1600 als Pfarrer in Löffingen wirkte. Davor war er Pfarrer in Fürstenberg. Er hinterließ der Gemeinde bei seinem Tod 1605 nicht nur dieses Andenken. In seinem Testament vermachte er der Stadt darüber hinaus Geld zum Bau einer Siechenhauses außerhalb der Stadtmauer. Es wurde daraufhin 1606 in der Hohlgasse erbaut.

Standort des Fotografen: 47.882677, 8.347752