Hochzeitsgesellschaft Heizmann / Schwarz bei der »Linde«, ca. 1935

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Bölle, Aloisia Huber und Monika Huber zur Verfügung.

Im Garten neben dem Gasthaus »Linde« ist eine Hochzeitsgesellschaft für ein Gruppenfoto versammelt. Der Bräutigam im schwarzen Gehrock ist Karl Heizmann (1911-1947). Die Braut, die ein dunkles Brautkleid, aber einen weißen Schleier trägt, ist Notburga geb. Schwarz (1912-2001). Das Brautpaar wird eingerahmt von den beiden Brautjungfern Maria Faller neben der Braut und Luise Straub (verh. Bader) neben dem Bräutigam. Das Brautpaar wohnt nur wenige Meter von der »Linde« entfernt in der Festhallenstraße. Dort betreiben die Heizmanns eine Landwirtschaft.

Wer kennt die Hochzeitsgäste?

Links, sitzend v.l.n.r.: ???, Johanna Straub (geb. Faller), ???, ???, Anna Heizmann geb. Faller
Links, stehend v.l.n.r.:

Rechts, sitzend v.l.n.r.: ???, Anna Faller, Ernst Faller, Agathe Faller geb. Benz (1890-?), Ernst Faller (1889-1961)
Rechts, stehend v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.884173, 8.346969

Schülerinnen der Mädchenfortbildungsschule vor der Festhalle, ca. 1939

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gertrud Heitzmann zur Verfügung.

26 junge Frauen stehen auf der Treppe vor der frisch verputzten Festhalle. Für eine Schulklasse der Volksschule sind sie zu alt. Aber es sind Schülerinnen der Mädchenfortbildungsschule, die dem Geburtsjahrgang 1921/22 angehören. Zusammen mit ihrer Lehrerin Gisela Vogelmann, die rechts am Torbogen steht, lassen sie sich ablichten.

Wer weiß, wer die Frauen sind?

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ??? Rogg, 2 ???, 3 Luise Kopp (verh. Rappenegger), 4 Gertrud Brugger (verh. Heitzmann, 1921-2005), 5 Lina Heizmann (verh. Kuster), 6 ??? (aus Seppenhofen)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Gertrud Reichenbach (1922-?)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hedwig Steidlinger (geb. Benitz, 1900-1995), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 Maria Häusle (verh. Kuster, 1921-2006), 7 Gertrud Heizmann (verh. Reichenbach, 1922-2001) 
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Veronika Schmid, 2 Hauptlehrerin Gisela Vogelmann, 3 Hedwig Thoma (1921-2006)
5.Reihe, v.l.n.r.: 1 Agathe Köpfler (verh. Jordan, 1922-1982), 2 Elisabeth Gebert (verh. Keller, 1921-2006), 3 Irma Egle, 4 ???, 5 ???

Standort des Fotografen: 47.882995, 8.347624

Mehrbildkarte mit Gasthaus »Pilgerhof« und Witterschneekreuz, ca. 1930

Sammlung Familie Waßmer

Diese Ansichtskarte wird am 22. Juli 1937 mit der Post von Löffingen nach Neuenburg verschickt. Es ist ein Urlaubsgruß, der mit den Worten beginnt: »aus unserer diesjährigen Sommerfriscbe die allerherzlichsten Grüsse«. Auf der Mehrbildkarte sind drei Ansichten zu sehen.

Ganz oben erstreckt sich über die gesamte Länge eine Ansicht des Städtchens. Eine Kuh weidet auf einer großen Wiese, auf der heute die Häuser der Gartenstraße und Scheffelstraße stehen. Noch fällt der Blick ungehindert bis zu der Bahnlinie und den Häusern der Seppenhofer Straße. Zu erkennen sind das Städtische Krankenhaus (Seppenhofer Str. 7), aber auch die katholische Pfarrkirche St. Michael und die noch im Rohbau stehe Schule an der »Hasle«.

Unten links ist das Gasthaus »Pilgerhof« (Maienlandstr. 24) zu sehen. »Gasthof u. Pension Pilgerhof«, lautet die Beschriftung, das Nebengebäude, in dem sich Fremdenzimmer befinden, wird als »Dependance« bezeichnet. Ein Auto parkt vor dem Haus, signalisierend, dass auch auswärtige Gäste hier einkehren.

Daneben ist unten rechts eine Ansicht der »Wallfahrtskirche Witterschnee« zu sehen. Im Vordergrund steht die alte hölzerne Kapelle und im Hintergrund die ab 1894 errichtete Kirche. Die Verkaufsbuden, in denen insbesondere an Wallfahrer religiöse Artikel und kleine Andenken verkauft werden, sind auf dem Foto nicht zu sehen, da der Fotograf neben ihnen steht.

Trachtengruppe am Demetriusbrunnen, ca. 1938

Verlag A. Rebholz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Dass dieses Gruppenfoto der 1935 gegründeten Trachtengruppe in der NS-Zeit entstanden ist, sticht gleich ins Auge: Im Hintergrund sind sowohl das Mailänder Tor als auch das Haus von Flaschnermeister Ferdinand Willmann (Demetriusstr. 13) mit Hakenkreuz-Fahnen beflaggt. Und auch der Brunnen zeigt es an, denn es handelt sich um den alten, mit Gesichtern verzierten Demetriusbrunnen, der bei einem Fliegerangriff 1945 zerstört wird. Auf dem Brunnenrand haben die drei Tanzpaare der Trachtengruppe Platz genommen.

V.l.n.r. Karolina Auer, Engelbert Müller, Josefa Gebert, Karl Beha, Lina Rosenstiel, Josef Wölfle

Standort des Fotografen: 47.883756, 8.343789

Direktion auf dem Firmengelände des Sägewerk Benz, ca. 1930

Stadtarchiv

Was die drei Herren auf dem Foto gerade begutachten, ist leider nicht zu sehen. Es handelt sich aber sicherlich um Holz. Denn das Bild wird auf dem Werksgelände des Sägewerk Benz aufgenommen. Josef Benz (1882-1932), Gründer der Holzindustriewerke Josef Benz AG und Firmendirektor, steht rechts, links daneben vermutlich der Prokurist Dr. Oskar Langenbacher.

Josef Benz stirbt am 7. März 1932 nach einer Operation in der Klinik in Freiburg im Alter von nur 49 Jahren. Er wird auf dem Friedhof in Löffingen im Familiengrab beigesetzt.

Standort des Fotografen: 47.883396, 8.339448

Langholztransport für das Sägewerk Benz in Todtmoos, ca. 1935

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rudi Jordan zur Verfügung.

An der Tür des Lasters steht in weißer Schrift »Jos. Benz A.G. Löffingen«. Geladen hat er eine große Menge Langholz, das für das Sägewerk Benz bestimmt ist. Der Fahrer Edmund Jordan (»Bartli«, 1907-1970), wegen seines Vollbarts »Bartli« genannt, steht lässig an das Vorderrad gelehnt. Offenbar hat er einen Zwischenstopp in Todtmoos beim Gasthaus »zum Maien« eingelegt.

Standort des Fotografen: Todtmoos

Holzlagerplatz im Sägewerk Benz, ca. 1930-1940

Stadtarchiv

Neben dem Holzlagerplatz, auf dem das Langholz zur weiteren Verarbeitung bereit liegt, befinden sich, entlang der Hohlgasse vier Schälschuppen. Am Ende des Werksgeländes steht ein massives Gebäude, das als Maschinengerätehaus dient.

Standort des Fotografen: 47.884854, 8.336955

Werksgelände des Sägewerk Benz mit Transporteur, ca. 1930

Stadtarchiv

Nach dem Wiederaufbau des Sägewerkes Benz erscheint 1930 in der Zeitschrift »Holz-Zentralblatt« ein Artikel, in dem unter der Überschrift »Ein mechanisiertes Sägewerk!« die »neuzeitliche Anlage« der Holzindustriewerke Josef Benz AG gerühmt wird. Der Artikel ist mit einer Serie von Fotos illustriert, darunter diese Ansicht.

Zu sehen ist das Werksgelände, mit den beiden Kaminen und dem Späneturm im Hintergrund. Das Foto zeigt laut Bildunterschrift »ganz rechts am Ende des Transporteurs teilweise noch die Abwurfeinrichtung mit den schraubenförmigen Rollen, die den Stamm seitwärts schieben zum Abrollen « in Richtung des Transporteurs, »dessen Anstieg kurz davon entfernt sich im Bilde zeigt«.

Standort des Fotografen: 47.883399, 8.339448

Direktion auf dem Firmengelände des Sägewerk Benz, ca. 1930-1932

Stadtarchiv

Die nach dem Sägebrand 1928 neu erbaute Sägehalle erstrahlt frisch verputzt. An ihrer Fassade ist in Richtung der Rötenbacher Straße der Schriftzug »Holzindustrie Werke Josef Benz AG Löffingen« angebracht. Der namensgebende Firmengründer Josef Benz (1882-1932) steht im Vordergrund, vermutlich mit dem Prokuristen Dr. Oskar Langenbacher. Wer die beiden anderen Herren sind, ist unbekannt.

Josef Benz stirbt am 7. März 1932 nach einer Operation in der Klinik in Freiburg im Alter von nur 49 Jahren. Er wird auf dem Friedhof in Löffingen im Familiengrab beigesetzt.

Standort des Fotografen: 47.883396, 8.339448

Langholzlaster des Sägewerk Benz im Schwarzwald, ca. 1930

Sammlung Familie Waßmer

Das Foto ist zwar nicht auf Löffinger Gemarkung aufgenommen, aber das, was darauf zu sehen ist, steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschichte des Städtchens: Ein Langholzlaster transportiert vom Schwarzwald kommend Holz zur weiteren Verarbeitung in die Holzindustriewerke Josef Benz AG nach Löffingen. Das Sägewerk ist damals ein wichtiger Wirtschaftsfaktor des Baarstädtchens. Beide wachsen zusammen. 

Vielleicht weiß jemand zufällig, wo dieses Foto aufgenommen ist?

Standort des Fotografen: ???

Sägehalle des Sägewerk Benz, ca. 1930

Stadtarchiv

Nach dem Wiederaufbau des Sägewerkes Benz erscheint 1930 in der Zeitschrift »Holz-Zentralblatt« ein Artikel, in dem unter der Überschrift »Ein mechanisiertes Sägewerk!« die »neuzeitliche Anlage« der Holzindustriewerke Josef Benz AG gerühmt wird. Der Artikel ist mit einer Serie von Fotos illustriert, darunter diese Ansicht.

Zu sehen ist ein Blick in die Sägehalle. Das Foto zeigt laut Bildunterschrift »den rückwärtigen Teil des Sägeraumes mit dem Eingangstisch der Doppelbesäumungsäge im Vordergrund«: »Daneben rechts und auf gleicher Höhe das Transportband für Seitenbretter, weiter rechts der Quertransporteur, der die Seitenbretter vom Nachschneidgatter ebenfalls zum Besäumen hinzulegt.«

Standort des Fotografen: 47.883399, 8.339448

Blick vom »Ochsenberg« auf das Städtchen, ca. 1930-1935

Verlag A. Rebholz

Wenige Jahre nach der kompletten Zerstörung des Sägewerk Benz und seines Wiederaufbaus entsteht diese Gesamtansicht des Städtchens. Der Blick fällt vom Ochsenberg hinunter, über das Gewann »Breiten« und die Rötenbacher Straße hinweg, zu den Holzindustriewerken Josef Benz AG. Nicht nur von seinen Ausmaßen her ist das Werk bedeutsam, sondern auch als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber, nur wenige Jahre nach der Weltwirtschaftskrise.

Die Häuser des Städtchens sind kaum zu erkennen, die Altstadt schmiegt sich in eine Talmulde und ist von den Firmengebäuden fast vollständig verdeckt. Hervor ragen nur die Häuser des Alenbergs, die Festhalle und die noch nicht fertig gestellte Schule an der »Hasle « sowie die katholische Pfarrkirche St. Michael. Das Foto wird am rechten Bildrand von einem Nadelbaum eingerahmt, um neben dem Industriestandort Löffingen den hohen Freizeitwert des Ortes abzubilden.

Standort des Fotografen: 47.883119, 8.331975