Schulklasse des Jahrgangs 1910/11 mit Lehrer Zwingert, 1924

Fotograf: Georg Jung, Lenzkirch
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Gerald Münzer und Georg Willmann zur Verfügung.

Eine Schulklasse des Geburtsjahrgangs 1910/11 hat sich mit ihrem Klassenlehrer Alfred Zwingert auf der »Linden«-Wiese in der heutigen Festhallenstraße versammelt. Es ist Juni 1924. Noch befindet sich die Schule im Rathaus, aber seit dem Vorjahr wird das neue Schulgebäude an der »Hasle« gebaut. Grund genug, um die Klassenfotos nicht mehr auf dem Rathausplatz, sondern in der Nähe der künftigen Schule aufzunehmen.

Wer erkennt die Jungen und Mädchen?

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 Elise Schultheiß (1911-?), 8 ???, 9 ???, 10 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Alfred Zwingert, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Maria Straub (verh. Willmann 1911-2001), 6 ???, 7 Monika Baader (verh. Wehrle), 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 ???, 12 Berta Schmid (1911-?)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Eugen Münzer (1911-1957), 3 Karl Berger, 4 ???, 5 ???, 6 Anton Geisinger (1911-1978), 7 Albert Trenkle (1910-1960), 8 Willy Vogt (1910-1990), 9 Karl Schreiber (1910-2001)

Im Hintergrund ist die katholische Pfarrkirche St. Michael und der alte Farrenstall in der Bittengasse zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883917, 8.347974

Schulklasse des Jahrgangs 1914/15 mit Lehrer Steidlinger, 1924

Fotograf: Georg Jung, Lenzkirch
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gerda Isele zur Verfügung.

»Erinnerung an meine Schulzeit!«, lautet die Bildunterschrift dieses Klassenfotos vom Juni 1924. 20 Schülerinnen und 14 Schüler des Jahrgangs 1914/15 haben sich zusammen mit ihrem Lehrer Eugen Steidlinger in drei Reihen gruppiert. Drei Buben und ein Mädchen tragen die damals beliebten Matrosenhemden bzw. -blusen.

Der lebhaftere Eindruck dieses Klassenfotos entsteht wohl dadurch, dass dieses Bild nicht vor der Gebäudewand des Rathauses gemacht wurde. Der Fotograf wählte als Hintergrund die »Linden«- und Bittenwiesen. In den 1920er Jahren wurde ein Großteil der Klassenfotos vor diesem Hintergrund aufgenommen, weil Lehrer wie Schüler die Erwartung hegten, dass der Rohbau der neuen Schule in der Hasle demnächst fertiggestellt und die beengten Verhältnisse im Rathaus ein Ende haben würden.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Luise Straub (verh. Bader, 1914-2009), 6 Anna Fehrenbach (verh. Bernauer?), 7 Emma Geisinger (verh. Kienzle, 1915-2003), 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Mathilde Strobel (verh. Schilling, 1914-1983), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Josepha Roth (verh. Rappenegger), 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 Hermann Schelling (1914-1998)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Erwin Egle (1915-?), 3 Willy Schmutz (1915-1992), 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 Karl Mogel

Zum Jahrgang gehören vermutlich auch: Friedolina Benz (1915-2002), Fritz Gugelberger (1915-1929), Josef Honold (1915-1967), Karl Strobel (1915-1960 Zimmermeister), Elisabeth Reichhart (verh. Keller, 1915-2004).

Im Hintergrund sind die Häuser der Kirchstraße, der alte Farrenstall und schließlich die katholische Pfarrkirche zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883887, 8.348073

Schulklasse des Jahrgangs 1911/12 mit Lehrer Steidlinger, 1924

Fotograf: Georg Jung, Lenzkirch
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Karl Guth zur Verfügung.

Dort, wo heutzutage die Realschule steht, versammelt sich diese Schulklasse im Juni 1924 mit ihrem Lehrer Eugen Steidlinger (1873-1939) zu einem Klassenfoto. Damals befindet sich das neue Schulgebäude an der Hasle im Bau und man ahnt noch nicht, dass sich die Bautätigkeit mehr als ein Jahrzehnt hinziehen und die Einweihung des neuen Schulgebäudes erst 1936 stattfinden wird. Frohgemut verlegt man also den Ort, an dem die Klassenfotos traditionell aufgenommen werden, vom Rathausgebäude weg zu den Gärten, die zum Gasthaus »Linde« gehören, im Bereich der heutigen Festhallenstraße. Die Verlegung des Ortes hängt vielleicht auch mit populär werdenden reformpädagogischen Ideen zusammen: Natur statt Klassenzimmer.

18 Mädchen und 22 Buben sind auf dem Foto abgelichtet: 40 Kinder in einer Klasse sind nichts ungewöhnliches. Die Schüler*innen gehören dem Jahrgang 1911/12 an. Im Hintergrund sind die Häuser der Kirchstraße, der alte Farrenstall in der Bittengasse und schließlich die katholische Pfarrkirche zu erkennen.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Mathilde Keller (verh. Kranzer), 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 Sepp Strobel, 9 ???, 10 Karl Guth (1912-2002), 11 ???, 12 ???, 13 ???, 14 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Else Häusle (verh. Weiss), 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 ???, 12 ???, 13 Fritz Schlenker (1912-1974)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Alois Fehrenbach (1911-?), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 Hermann Bader (1911-1972), 8 Anton Rebholz (1912-2001), 9 ???, 10 Karl Heizmann (1911-1947), 11 ???, 12 ???, 13 ???

Zum Jahrgang gehören vermutlich auch: Hilde Benz (verh. Werne, 1911-1991), Hans Werne (1911-1952), Maria Rettich (verh. Meier, 1911-1997), Rosa Selb (verh. Dorer, 1911-2003), Karl Keller (1911-1997), Maria Frei (1911-2007).

Standort des Fotografen: 47.883887, 8.348073

Unterer Rathausplatz mit Haus Guth, ca. 1920-1922

Sammlung Familie Waßmer

Im Jahre 1920 kaufte der Kaufmann Paul Guth das Haus Rathausplatz 6 von Apotheker Otto Buisson (1868-1934). Erbaut wurde es 1911, nachdem das Vorgängergebäude abgebrannt war. Schön zu erkennen ist das kleine Vorgärtchen mit zwei Fichten, das durch einen Lattenzaun eingefasst wurde. Der Fotograf wählte seine Perspektive so, dass im Vordergrund der schmucke Demetriusbrunnen ins Bild ragt.

Das Nachbarhaus (Rathausplatz 7) gehört dem Schuhhändler Demeter Schilling.

Standort des Fotografen: 47.883818, 8.343603

»Tännlewieber« im Stadtwald, Frühling 1931

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gertrud Faller zur Verfügung.

Als »Tännlewieber« werden junge Frauen bezeichnet, die mit der Aufgabe betraut sind, im Wald junge Bäume zu pflanzen und andere leichtere Forstarbeiten zu übernehmen. Auf diesem Foto posieren sieben »Tännlewieber« mit fünf männlichen Jugendlichen. Als Kulisse wählen sie einen aus der Erde gerissenen Wurzelteller. Am unteren Bildrand wird die Aufnahme handschriftlich datiert: »Frühling 1931«.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Josefa Roth (verh. Rappenegger, 1915-1998), 5 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Franz Faller (1916-1986)

Standort des Fotografen: ???

Turner auf dem Turnplatz am Florianweg, ca. 1922-1924

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Bärbel Rendina geb. Benz zur Verfügung.

Wie die Orgelpfeifen stehen die siegreichen Turner der Größe nach aufgestellt. Einige halten einen Lorbeerkranz in Händen, die Kleineren sind mit einem einzelnen Zweig geschmückt. Alle tragen ihre weiße Turnkleidung. Ganz links steht der Oberturnwart Anselm Zepf (1898-1989).

Noch dient der Platz vor dem Friedhof als Turnplatz. Im Hintergrund ist die Steinmetz-Werkstatt von Carl Häusle und die Häuser der Alemannenstraße zu sehen.

V.l.n.r.: 1 Anselm Zepf (1898-1989), 2 Leopold Strobel (1908-?), 3 ???, 4 Wilhelm Fehrenbach (1908-1943), 5 ???, 6 Ernst Keller, 7 ???, 8 ???, 9 Hermann Schultheiß (1912/13-?), 10 ???, 11 ???, 12 Josef Benz (1914-1962), 13 ???, 14 Erwin Egle

Standort des Fotografen: 47.885416, 8.348195

Waldbad, ca. 1970

Verlag A. Rebholz

Fast menschenleer mutet diese Ansicht vom Waldbad an, die in den 1970er Jahren als farbige Ansichtskarte Verbreitung fand. Im Schwimmbecken ziehen einige wenige Schwimmer ihre Bahnen, auf der Rutsche steht ein einzelnes Kind, das gleich ins kühle Nass hinunterrutschen wird. Das Bad ist alles andere als überfüllt. Die riesige Liegefläche im Vordergrund ist leer und lädt den Betrachter ein, sich selbst dort auf einer Decke oder einem Handtuch niederzulassen und die Ruhe zu genießen. Die idyllische Lage des Waldbades am Waldrand wird durch die hohen Tannen angedeutet. Darüber ist viel Himmel zu sehen, dessen Blau sich im Wasser des Schwimmbeckens spiegelt.

Standort des Fotografen: 47.899728, 8.331713

Badegäste im Waldbad, ca. 1935

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise ??? zur Verfügung.

Dass sich das Waldbad kurze Zeit nach seiner Eröffnung großer Beliebtheit bei Jung, aber auch bei Alt erfreut, ist auf dem Foto deutlich zu sehen. Das Gras lädt zum Sonnenbaden ein, das kühle Nass zum Schwimmen und Planschen. Ein schöner Blick eröffnet sich in Richtung Gewann »Burg«.

Standort des Fotografen: 47.899493, 8.331804

Schnitterin auf dem Rathausbrunnen, ca. 1995

Sammlung Familie Waßmer

Auf dem Säulenschaft des Rathausbrunnens steht eine Bronzefigur aus dem Jahre 1869, wie die eingemeißelte Zahl am Sockel ausweist. Die junge Frau hält in der rechten Hand eine Sichel, im linken Arm ein Bündel Getreideähren. Die Figur erinnert in ihrer Darstellung und durch die Art der Bekleidung an Statuen der griechischen Göttin Demeter oder der römischen Ceres in der Antike. Die Figur ist eine Allegorie auf den Löffinger Kornmarkt. Bei der Getreideernte war die Sichel das Arbeitsgerät der Frau.

Standort des Fotografen: 47.883907, 8.344795

Schulhof und Rathausgebäude, 1933

Landesamt für Denkmalpflege Freiburg

In der seitlichen Wiederkehr des Rathauses war der Zugang zum Rathaus und zur Schule im ersten Stockwerk. Im Innern führte rechts und links eine Treppe nach oben. Die rechte Treppe mussten die Buben benutzen, die linke die Mädchen. Oben gab es ursprünglich im linken Bereich des Stockwerks zwei große Klassenzimmer. Im rechten Teil war die Stadtverwaltung untergebracht. Die Wäsche an den Fenstern zeigt, dass sich im zweiten Stockwerk Wohnungen für die Lehrer befanden.

Im Vordergrund ist der Schulhof zu erkennen, der sich zwischen dem Haus von Landwirt August Sibold (Rathausplatz 8) und dem Gasthaus »zur Sonne« erstreckt. Spalierbäume spenden Schatten.

Standort des Fotografen: 47.883622, 8.344443

Sportgeschäft Laule am oberen Rathausplatz, ca. 1988

Stadtarchiv

Seit rund 150 Jahre lang werden die Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Hauses Rathausplatz 2 gewerblich genutzt. Zunächst als »Kolonialwaren-« und Gemischtwarengeschäft (erst Ferdinand Nägele, dann Robert und Justina Sauter), später als Postamt und schließlich als Sportgeschäft. Das Ehepaar Bruno Laule (1938-2021) und Elisabeth Laule betreiben den Laden ab 1961, zunächst in der Demetriusstr. 9, dann hier am Rathausplatz.

Als sie das Geschäft augeben, stehen die Räumlichkeiten einige Jahre leer. Nach dem Leerstand verschwindet die Schaufensterfront aus dem Stadtbild. Das Ladengeschäft wird zurückgebaut, um darin Wohnungen einzurichten. Heute erstrahlt das Gebäude wieder in altem Glanz.

Standort des Fotografen: 47.884170, 8.345141

Zither-Verein vor dem Haus Nägele, ca. 1910

Zitherlehrinstitut Alpengruß – Inhaber und Lehrer: Bernhard Schädlich

Nicht nur die Mitglieder der »Museumsgesellschaft«, sondern auch die Spielerinnen und Spieler des Zither-Vereins lassen sich vor dem früheren Amtshaus (Rathausplatz 2) ablichten. In der rechten Gebäudehälfte befindet sich ein Geschäft von Kaufmann Karl Nägele, an dem gerade die Jalousien heruntergelassen sind.

Über den Zither-Verein selbst ist wenig bekannt. Ihm gehören Kinder und Jugendliche beiden Geschlechts an. Um die Jahrhundertwende erlebt das Zitherspiel in ganz Deutschland eine Blütezeit. Der Mann in der Mitte hat vor sich auf dem Tisch keine Zither, sondern einen Psalter, der mit zwei Bogen gespielt werden kann.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Ernst Schilling (1903-1973), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Josef Schilling (1902-1986) 
2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Lehrer Eugen Steidlinger, 2 ???, 3 ???, 4 Tierarzt Eugen Wallraff 
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 [Julius Limb?], 6 ???, 7 ???, 8 ???
4.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???

Standort des Fotografen: 47.884078, 8.344814