Minigolfanlage in den Bittenwiesen, ca. 1964-1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Anita Stephani zur Verfügung.

Das Ehepaar Koch betreibt in ihrem Haus in der Kirchstraße ein Gästehaus. Als ganz besonderes Angebot stellen sie den Kurgästen in den »Bittenwiesen« eine Liegewiese und eine »Deutsche Original-Miniatur-Golf-Anlage« zur Verfügung.

Standort des Fotografen: 47.882388, 8.346597

Liegewiese des Gästehauses Koch in den Bittenwiesen, ca. 1952-1964

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Anita Stephani zur Verfügung.

Familie Koch, die in der Kirchstraße 21 wohnte, vermietete in den 1950er und 60er Jahren Zimmer an Kurgäste. Als besonderes Angebot gab es für sie eine Liegewiese unterhalb der Schule.

Heute befindet sich an dieser Stelle das Café Naschwerk.

Standort des Fotografen: 47.882673, 8.346977

Kind beim Schlittenfahren in der Alenbergstraße, ca. 1955-1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Pia Durst zur Verfügung.

Ein Wintertag am Alenberg: Die Straße fällt steil hinunter zum Städtchen, eine perfekte Piste für alle Kinder – zumindest in Zeiten, als Autos noch selten fahren. Auf dem Schnee sitzt ein kleines Mädchen entschlossen auf seinem Schlitten, die Hände fest am Lenkseil, der Blick ernst und voller Vorfreude. Gleich geht es los, rasant die Straße hinab.

Im Hintergrund sind die Häuser Himmelseher (Alenbergstr. 12) und Ganter (Alenbergstr. 14) zu sehen. Seit dem Tod des Apothekers Erwin Himmelseher 1949 wohnt darin seine Witwe Sofie Himmelseher geb. Jordan, 1881-?). Das Nachbarhaus gehört dem Blechnermeister Otto Ganter (1881-1960) und seiner Ehefrau Johanna Ganter (geb. Selb, 1875-1962). Das Haus Ganter gehört zu den wenigen Gebäuden am Alenberg, die beim Großbrand 1921 nicht zerstört wurden.

Standort des Fotografen: 47.885585, 8.343909

Waldbad, ca. 1970

Verlag A. Rebholz

Fast menschenleer mutet diese Ansicht vom Waldbad an, die in den 1970er Jahren als farbige Ansichtskarte Verbreitung fand. Im Schwimmbecken ziehen einige wenige Schwimmer ihre Bahnen, auf der Rutsche steht ein einzelnes Kind, das gleich ins kühle Nass hinunterrutschen wird. Das Bad ist alles andere als überfüllt. Die riesige Liegefläche im Vordergrund ist leer und lädt den Betrachter ein, sich selbst dort auf einer Decke oder einem Handtuch niederzulassen und die Ruhe zu genießen. Die idyllische Lage des Waldbades am Waldrand wird durch die hohen Tannen angedeutet. Darüber ist viel Himmel zu sehen, dessen Blau sich im Wasser des Schwimmbeckens spiegelt.

Standort des Fotografen: 47.899728, 8.331713

Luftbild vom Waldbad, ca. 1975

Verlag W. Feldmann, Sindelfingen
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Werner Lubrich zur Verfügung.

Dass das Waldbad zu recht Waldbad heißt, zeigt diese Luftaufnahme. Idyllisch liegt es am Waldesrand, das 1935 eröffnete und 1969/70 grundlegend renovierte Bad. Kurze Zeit nach der Wiedereröffnung am 1. August 1970 wird das Foto aufgenommen. Die alten Waldbad-Gebäude an der Süd- und Ostseite sind verschwunden, stattdessen wurde ein moderner Flachbau an der Nordseite gebaut. Aus der Luft nicht zu erkennen ist, dass bei der Renovierung auch eine Wasserumwälzanlage und eine Heizung installiert wurden. Das Waldbad präsentiert sich als modernes Bad. Der Titel der Ansichtskarte lautet denn auch »Beheiztes Waldbad«. Seit 1973 verfügt das Bad auch über eine Kinderrutsche.

Hinter dem Gebäude sieht man am Rande der Wiese eine Fläche mit drei Rechtecken. Es handelt sich um Tischtennisplatten. An der Kasse kann man sich Schläger und Bälle mieten, falls man keine eigenen hat.

Waldbad mit Badegästen, ca. 1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Werner Lubrich zur Verfügung. 

Das neu renovierte Waldbad ist äußerst beliebt, wie auf dem Foto unschwer zu sehen ist! Viele Menschen tümmeln sich auf den Liegewiesen und in den Schwimmbecken. Während der Badesaison 1969 war das Bad geschlossen geblieben: Es wurde nach mehr als 30 Jahren grundlegend renoviert. Die alten Gebäude an der Süd- und Ostseite wurden abgerissen und stattdessen ein neues Gebäude mit Umkleiden und Duschen an der Nordseite errichtet. Außerdem wurde das Bad mit einer Wasserumwälzanlage ausgestattet und erstmalig eine Heizung installiert. Die Wiedereröffnung fand am 1. August 1970 mit einem großen Fest statt.   

Auf dem Foto fehlt noch die Kinderrutsche, die Anfang der 1970er Jahre installiert wird und bis 1986 für den Gaudi der kleinen Waldbad-Besucher*innen am Kinderbecken steht.

Standort des Fotografen: 47.899728, 8.331713

Badegäste im Waldbad, ca. 1935

Dieses Foto stellte dankenswerterweise ??? zur Verfügung.

Dass sich das Waldbad kurze Zeit nach seiner Eröffnung großer Beliebtheit bei Jung, aber auch bei Alt erfreut, ist auf dem Foto deutlich zu sehen. Das Gras lädt zum Sonnenbaden ein, das kühle Nass zum Schwimmen und Planschen. Ein schöner Blick eröffnet sich in Richtung Gewann »Burg«.

Standort des Fotografen: 47.899493, 8.331804

Zaungäste am Waldbad, ca. 1935

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Stadtarchiv

Zaungäste stehen am Rande des Waldbads und werfen einen Blick auf die fertig gestellte Anlage. Im Juni 1935 hat das Waldbad seinen Betrieb aufgenommen. Das Becken ist 45 Meter lang, 25 Meter breit und bis zu 3 Meter tief. Am Rande des Stadtwaldes gelegen, macht es seinem Namen alle Ehre. Die Tannen, die entlang des Zauns gepflanzt sind, sind noch so klein, dass die Zaungäste problemlos darüber hinweg schauen können. Fahrräder sind angelehnt. Ein Auto mit dem alten Kennzeichen »IVB« für »Baden« ist auf der Wiese geparkt. Der Blick schweift bis Dittishausen.

Standort des Fotografen: 47.899585, 8.331900

Zuschauer am Beckenrand im Waldbad, ca. 1935-1939

Sammlung Familie Waßmer

Während die Kinder und Jugendliche im Wasserbecken des Waldbades herumtoben und ihren Spaß haben, stehen zwei Erwachsene am Beckenrand. Trotz sommerlicher Temperaturen sind sie von Kopf bis Fuß gekleidet. Der Mann schaut mit verschränkten Armen vor der Brust zu, die Frau beugt sich, etwas mehr Interesse zeigend, leicht vor.

Standort des Fotografen: 47.899669, 8.332854

Waldbad, ca. 1935

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Stadtarchiv

Die Tannen im Vordergrund sind frisch gepflanzt und noch so klein, dass sie den Badenden kaum Sichtschutz bieten. Vom Waldweg aus können Spaziergänger*innen ungehindert auf das neu eröffnete Waldbad blicken. Rund um das große Schwimmbecken herrscht bereits reger Betrieb. Kinder planschen im Wasser, Erwachsene stehen am Beckenrand oder sitzen auf den Bänken in der Sonne. Das neue Freibad ist eine Attraktion.

Am 27. Juni 1935, dem Peter-und-Paul-Tag, wird das Waldbad feierlich eröffnet. Erst ein Jahr zuvor hatte man mit dem Bau begonnen. Das Schwimmbecken misst 45 mal 25 Meter und ist bis zu drei Meter tief. Fast 1,8 Millionen Liter Wasser fasst das Becken. Das Wasser stammt aus einer Waldquelle, wird gefiltert und auf bis zu 20 Grad Celsius erwärmt. In der Lokalzeitung überschlagen sich die Lobeshymnen: »Die herrliche Lage des Bades am dunklen Tannenwald, das klare aus einer Waldquelle fließende Wasser, die prächtigen Badekabinen und Anlagen werden dem ersten öffentlichen Bad unserer Gemeinde viel Besucher von hier und auswärts sichern.«

Tatsächlich bedeutet das Waldbad für viele Einwohner*innen einen großen Fortschritt. Gleichzeitig nutzt die NSDAP-Ortsgruppe um den nationalsozialistischen Bürgermeister Heinrich Andris das neue Bad propagandistisch als sichtbaren Beweis nationalsozialistischer »Aufbauarbeit«.

Noch wirkt die Anlage fast kahl. Die kleinen Tannenhecken, die später einmal Sichtschutz bieten sollen, reichen kaum über den Boden hinaus. Die offene Landschaft rund um das Bad ist weit sichtbar. Hinter dem Schwimmbecken erstrecken sich Wiesen, Felder und die Landschaft der Baar.

Standort des Fotografen: 47.899493, 8.331804

Kinderreigen vor dem NSV-Kindergarten in der Bahnhofstraße, ca. 1944

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Paula Veith zur Verfügung.

Eine Gruppe kleiner Kinder fasst sich an den Händen und tanzt im Kreis – ein sogenannter Kinderreigen. Die Szene spielt sich vor dem »NSV-Kindergarten« (Bahnhofstr. 9) ab. Über der Tür ist der Name des Kindergartens in Frakturschrift angebracht. Neben der Tür hängt ein kleines Schild mit dem Logo der NSV.

Die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) ist eine der wichtigsten Organisationen im sozialpolitischen Bereich des NS-Staates und hat unter anderem die Aufgabe, Kinderbetreuung im Sinne der NS-Ideologie zu organisieren. Dieses scheinbar harmlose Alltagsbild ist deshalb auch ein Beispiel für die Durchdringung aller Lebensbereiche mit nationalsozialistischer Propaganda – selbst in frühkindlichen Institutionen. Die Kleinkinder lernen z.B. den Spruch: »Händchen falten, Köpfchen senken – immer an den Führer denken. Er gibt euch euer täglich Brot und rettet euch aus aller Not.«

Wer erkennt die Kinder? Zu sehen sind u.a. Brigitte Schweizer (verh. Sahr, geb. 1941, 6.v.l.), Elmar Bader (1940-2017) und Gerda Stöhr (1941-2010).

Wer sind die Erzieherinnen?

Standort des Fotografen: 47.885515, 8.340786