Kinder auf der Treppe vor dem Haus Selb, ca. 1929

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Eng geht es zu auf der Treppe vor dem Haus Selb (Rötengasse 2), wenn sich zehn Kinder der Nachbarschaft darauf drängen. Aber alle finden Platz, verdecken sich nicht gegenseitig und sind auf dem Gruppenfoto bestens zu erkennen. In der Tür steht Rosa Selb (geb. Schmidt, 1902-?).

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Mathilde Wider, 2 Rudolf Wider (1924-2023), 3 Otto Selb (1927-2021), 4 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Rudolf Laufer (1924-1944), 2 Maria Egle (1925-2008), 3 Edmund Laufer (1922-1990)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Alfred Egle (1920-2001), 2 Maria Wider (1922-2013), 3 ???

Standort des Fotografen: 47.885362, 8.342169

Im Garten vom Haus Rosenstiel in der Oberen Hauptstraße, 1946

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Hinter ihrem Haus in der Oberen Hauptstraße sitzt Cäcilie Rosenstiel (geb. Winterhalder, 1901-?) im Garten vor dem Schopf. Der Mann neben ihr ist Paul Thoma, der eigentlich in der Schweiz wohnt, aber während des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland ausgewiesen wurde. Bei den Rosenstiels hat er eine Bleibe gefunden. Daneben wacht Hund Asta.

Standort des Fotografen: 47.885473, 8.352663

Personengruppe vor dem Gasthaus »Ochsen«, ca. 1950

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christoph und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.

Vor dem Gasthaus »Ochsen« hat sich eine Gruppe junger Männer zu einem Gruppenfoto versammelt. Auch drei Frauen gesellen sich dazu. Vermutlich handelt es sich um einen Betriebsausflug der Firma Franz Bader Schotterwerk.

Im Hintergrund ist das Geschäft von Wilhelm Vogt (Rathausplatz 13) zu sehen. Auf dem Werbeschild über dem linken Fenster steht geschrieben: »Zigarrenhaus Vogt – Groß- u. Kleinverkauf«. Darunter hängt eine Werbung des Schweizer Tabakwarenkonzerns Burger. Die Jalousien an den Schaufenstern und der Eingangstür sind heruntergelassen. Offenbar ist Wochenende.

1.Reihe, kniend, v.l.n.r.: Franz Isele (geb. 1930), Hans Wehrle, Franz Egle (1924-1951), Hermann Fehrenbach, ???

2.Reihe, v.l.n.r.: Klaudia Keller geb. Stipek (1921-1959) mit Sohn Peter Keller (geb. 1948), Karl Keller, Franz Mürb, Albert Wehrle, Oskar Baader (1922-2006), Anna Zepf (geb. Köpfler, 1920-2010), Anton Wehrle, Anton Schmid

3.Reihe, v.l.n.r.: ???, Albert Kienzler, Helmut Winkler (1929-2009), Luise Winkler (1930-2010)

Standort des Fotografen: 47.884045, 8.345020

Blick zum Haus Maier und Haus Zimmermann in der Unteren Hauptstraße, ca. 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Georg Willmann zur Verfügung.

Das Haus von Uhrmachermeister Wilhelm Maier (Untere Hauptstr. 5) und das Kaufhaus »zum Kasten« von Alfred Zimmermann (Untere Hauptstr. 7) im Bildhintergrund sind leider nur angeschnitten zu sehen. Denn dem Fotografen ging es nicht um die Gebäude, sondern um das zugeschneite Gärtchen im Vordergrund, das zur Bäckerei Willmann (Untere Hauptstr. 6) gehört.

Ein Trampelpfad führt durch den Schnee zum Gartentürchen. Jede einzelne Holzlatte des Zauns ist von einer dünnen Schicht Schnee bedeckt. Eine winterliche Idylle mitten im Städtchen!

Standort des Fotografen: 47.883260, 8.343497

Maria Egle in Tracht, ca. 1920

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Maria Egle (verh. Köllhofer) lässt sich im Fotostudio in Tracht fotografieren. Sie ist eine Tochter des Landwirts Sebastian Egle (1853-1909) und dessen Ehefrau Rosalie geb. Faller (1861-1902). Aufgewachsen in der Rötengasse, verheiratet sie sich später nach Freiburg.

Standort des Fotografen: ???

Blick zur »Linden«-Wiese und zum Haus Selb, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Über die Festhallenstraße hinweg fällt der Blick auf die »Linden«-Wiese mit dem Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) im Hintergrund. Gut im Bild ist weiter rechts das Haus Selb (Obere Hauptstr. 12). Eine wahre Märchenlandschaft bietet sich dem Auge dar. Alles ist tief verschneit, nur die Festhallenstraße ist notdürftig gebahnt.

Rund 20 Jahre später gibt es diesen Blick so nicht mehr, da die Realschule (Festhallenstr. 4) dann auf dem Grundstück vis-à-vis gebaut ist.

Standort des Fotografen: 47.883456, 8.348464

Haus Ebi in der Rötengasse, ca. 1913

Verlag R. Hoffmann, Dresden
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Bevor die Bahnlinie 1901 gebaut wurde, schlug man das Haus Ebi (Rötengasse 4) der Hohlgasse zu. Denn schließlich gingen beide Gassen bis dahin ineinander über. Erst die Bahntrasse teilte die Rötengasse von der Hohlgasse. Das zweigeschossige Wohnhaus mit Ökonomie gehört dem Landwirt Julius Ebi (1866-1939), gebürtig aus Boll bei Bonndorf, und seiner Frau Josefa geb. Hasenfratz (1871-1926). Die ganze Familie Ebi scheint für das Foto aus dem Haus getreten zu sein, um mit aufgenommen zu werden. Eines der Mädchen müsste Rosa Ebi (verh. Wider) sein, die das Haus später von ihren Eltern übernimmt. 

Das Anwesen wurde in den Jahren, bevor das Foto aufgenommen wird, mehrfach umgebaut. Vermutlich 1902 stockten Ebis das Wohn- und Ökonomiegebäude auf, 1905 bauten sie rückseitig einen Göpelschopf an. Vier Spalierbäume wachsen an der Fassade.

Standort des Fotografen: 47.885292, 8.341621

Närrisches Treiben im Kindergarten, Fasnacht 1980

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Was für ein Gaudi am »Schmutzigen Dunschdig« im Kindergarten! Die Zeit bis zur Befreiung durch die »Hansele« wird mit allerlei Spielen zugebracht. Mit verbundenen Augen sich gegenseitig einen Brei zu füttern, ist gar nicht so einfach! Nur gut, dass beide Kinder Lätzchen umhaben, da ist die Sauerei nicht gar so groß!

Die Kinder im Hintergrund, die bei dem Spiel konzentriert zuschauen, sperren ihre eigenen Münder auf, um beim Füttern zu helfen.

Standort des Fotografen: 47.883353, 8.346785

Umzug am »Scharfen Eck« beim Kreisfeuerwehrfest, 6./7. Juni 1953

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christoph und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.

In Löffingen findet das Kreisfeuerwehrfest statt und zugleich feiert die Freiwillige Feuerwehr ihr 90. Gründungsjubiläum. Der Festumzug scheint gerade zu beginnen: Schaulustige stehen am Straßenrand und eine Pferdekutsche fährt gerade am »Scharfen Eck« um die Kurve. Elisabeth Müller (geb. Egle, 1927-2020) lässt sich in diesem Moment zusammen mit ihren Kindern Marlies (geb. 1951) und Franz (geb. 1952) fotografieren.

Im Hintergrund sind das »Eichhäusle« (Obere Hauptstr. 1), das Haus von Landwirt Georg Waibel (Obere Hauptstr. 3), das Haus von Küfer Karl Jordan (Obere Hauptstr. 5) und die Apotheke (Obere Hauptstr. 7), die von Sofie Himmelseher betrieben wird, zu sehen. Die Fassaden sind mit Reisiggirlanden geschmückt.

Standort des Fotografen: 47.884466, 8.345550

Trauerfeier auf dem unteren Rathausplatz, 1. August 1951

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Schnell machte die schreckliche Nachricht von dem Verkehrsunfall im Städtchen die Runde: Hans Egle (1926-1951) und Erna Wider (1926-1951) verunglückten bei einem Verkehrsunfall und erlitten beide Schädelbrüche. Die beiden starben am 30. Juli 1951 im Städtischen Krankenhaus in Lörrach.

Hans Egle war der Sohn von Korbmacher August Egle und dessen Ehefrau Klara geb. Wintermantel. Er war Schreiner von Beruf. Erna Wider aus Seppenhofen war die Tochter von Postbetriebsassistent Ernst Wider und dessen Ehefrau Frieda geb. Schopferer. Beide wurden nur 25 Jahre alt.

Die Leichen werden nach Löffingen überführt und am 1. August 1951 findet auf dem unteren Rathausplatz, direkt vor dem Elternhaus von Hans Egle, eine Trauerfeier statt, bei der die Einwohner Löffingens in großer Zahl Abschied nehmen. Anschließend zelebriert Stadtpfarrer Karl Weickhardt die Beerdigung auf dem Friedhof.

Standort des Fotografen: 47.883824, 8.343725

2 Fotos: Fasnachtsspiel »Die rote Fasnacht« auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1938

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Carola Hannes sowie Michael und Dorothea Kasprowicz zur Verfügung.

Mit »Steinschleuder Seppenhofen« und »28. FEB. 1938« ist das obere Foto auf seiner Vorderseite beschriftet. Es ist »Fasnet Mändig« und auf der Fasnachtsbühne auf dem Rathausplatz wird ein ganz besonderes Schauspiel dargeboten. Der Dreiakter, der aufgeführt wird, heißt: »Die rote Fasnacht«. Es geht darin um das Jahr 1525, den Höhepunkt im Deutschen Bauernkrieg. Aufgenommen wird das Foto vermutlich von einem Fenster das Gasthauses »Löwen« (Rathausplatz 11) aus.

In einem 2017 veröffentlichten Aufsatz fasst Matthias Wider die Handlung des aufgeführten Fasnachtsspiels wie folgt zusammen:

»Die Aufführung begann um 13 Uhr mit der Szene „Erbhuldigung“ der Löffinger an die Grafen Friedrich und Wilhelm zu Fürstenberg. In diesem Bild ziehen 14 verschiedene Gruppen, darunter etwa die „Stadtknechte“ oder die „Zünfte“ durch die Stadt vor das Rathaus, wo sie Aufstellung nehmen und den Huldigungseid vor der Herrschaft ableisten. In diese Situation stürzen nun plötzlich ganz aufgeregte Bauern aus „Ewattingen, Bachen und Neuenburg“ heran und bringen die beunruhigende Nachricht vom „Wüten“ eines aufständischen Bauernhaufens. Helles Chaos bricht aus, die Szene gerät in Unordnung, man tritt den Rückzug nach „Armutshofen“ (Maienland) und „Schlampeia“ (Schlempental) an, womit der erste Akt endet. Um 14.30 Uhr schlägt die Sturmglocke Alarm, der zweite Akt beginnt. Ein Bote kündigt das Anrücken des Bauernhaufens an. Der kommt und rückt mit klingendem Spiel nach Löffingen ein. Aufgeteilt auf 17 Gruppen verteilen sich die Aufständischen nun in der Stadt, darunter die „Bauernreiterei“, ein Feldprediger mit den „12 Artikeln“, sogar eine „Feldschlange“ (Geschütz), die sogenannte „Brummerin“, fährt auf, und auch ein „Beutewagen mit gefangenem Ritter“ ist dabei. An der Spitze des Zuges: der Bauerngeneral „Hans Müller von Bulgenbach“. Vom Schultheißen fordert er die Übergabe der Stadt, die Löffinger beugen sich der angedrohten Gewalt und händigen ihm die Schlüssel aus. Danach hält er eine „große Rede“ an das Volk. Der Sieg der Bauern scheint vollständig. Doch schon droht der Bauernherrschaft Unheil: Ein „verwundeter Bauer“ bringt die Nachricht vom Aufmarsch des landgräflichen Heeres. Sofort fällt den Bauern „das Herz in die Hose, sie wollen nimmer“ – alles flieht, der zweite Akt endet. Im dritten Akt geht es dann ums Ganze. Der Bauerngeneral ruft zum Kampf auf, die Schlacht um Löffingen entbrennt, sie tobt schwerpunktmäßig in „Armutshofen“. Das Drehbuch will aber weder Sieger noch Verlierer und so ordnet es entgegen der Geschichte am Ende „Versöhnung und Friedensschluss“ an.«

Standort des Fotografen: 47.883896, 8.345003

Haus Egle in der Rötengasse, 1926

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

In der Rötengasse stehen drei Kinder händchenhaltend, das kleinste Geschwisterchen in die Mitte genommen. Die Älteste ist Klara Egle (1910-1991, später Sr. Confirmata), die Mittlere Hedwig Egle (1921-1929), die im Alter von 7 1/2 Jahren bei einem häuslichen Unfall tödlich verunglückt, und die Kleine, die gerade laufen lernt, ist Maria Egle (1925-2008).

Die drei Kinder stehen vor ihrem Elternhaus (Rötengasse 6), das 1843 neu erbaut wurde, nachdem das Vorgängergebäude am 8. März 1842 abgebrannt war. Seit 1884 gehörte es dem Landwirt Sebastian Egle und seiner Ehefrau Rosalia geb. Faller, die das Anwesen ihrerseits von ihren Eltern übernommen hatte. Als das Foto aufgenommen wird, gehört das Anwesen, bestehend aus Wohnhaus, Scheuer und Stallung sowie mehreren Schopfs, bereits der nächsten Generation, nämlich dem Maurermeister Karl Egle (1885-1940) und dessen Ehefrau Frieda geb. Klotz (1887-1951), den Eltern der drei Kinder.

Am linken Bildrand ist ein Unterstand zu erkennen, in dem Karl Egle Baumaterial lagert. Säuberlich aufgeschichtet sind Backsteine zu erkennen. Rechts an das Haus Egle grenzt das Haus Ebi (Rötengasse 4) an: Es gehört dem Landwirt Julius Ebi (1866-1939), gebürtig aus Boll bei Bonndorf, und seiner Frau Josefa geb. Hasenfratz (1871-1926).

Standort des Fotografen: 47.885256, 8.341352