13 Kinder des Jahrgangs 1976/77 haben sich zusammen mit ihrer Erzieherin Susanne Obergfell zu einem Gruppenfoto im Kindergarten aufgestellt.
1.Reihe, v.l.n.r.: Christian Geschwill, Tina Kaltenbach, Dirk Schlienz, Bianca Lehmann 2.Reihe, v.l.n.r.: Dejan Schönfeld, Sandra Benz, Eva Walz, Jörg Waßmer 3.Reihe, v.l.n.r.: Ulla van den Heuvel, Marc Brugger, Susanne Fischer, Markus Kech, Jens Bachmann
Dort, wo seit den 1960er Jahren Mehrfamilienhäuser in der Hebelstraße und Conradin-Kreutzer-Straße stehen, befinden sich auf diesem Foto nur Wiesen. Am unteren Bildrand sind gerade Landwirte mit Mähen und dem Einbringen der Heuernte beschäftigt. Da der Vordergrund noch nicht zugebaut ist, wandert der Blick von der »Breiten« in Richtung der Häuser in der Seppenhofer Straße und im heutigen Pfarrweg.
Doch das Städtchen ist bereits im Begriff, sich auch jenseits der Bahnlinie mit Neubauten auszubreiten: In der Bonndorfer Straße steht schon das um 1930 erbaute Haus von Postschaffner Karl Kuster (1886-1963) und seiner Ehefrau Mathilde geb. Hutzler (1893-1960).
Vor der »Hasle« ist das Schulhaus und die Festhalle zu sehen. Der Gebäudekomplex ist weitgehend fertiggestellt, aber noch nicht verputzt und eingeweiht. Daneben thront oben am Berg die neu gebaute Pension »Schönblick« (Stadionstr. 6). Sie wird in den 1930er und 40er Jahren von Ernst Wurster betrieben.
Das Foto ist Ausschnitt aus einer Gesamtansicht des Städtchens.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Karl Hauger zur Verfügung.
Anfang der 1960er Jahre entstand dieses Farbfoto. Wo sich heutzutage der Spielplatz des Kindergarten Maximus befindet, führte damals der Schulweg schnurstracks in Richtung Volksschule und Festhalle. 1964 wurde der Kindergarten hinter dem hölzernen Bretterzaun gebaut.
Statt schulpflichtiger Kinder sind auf diesem Foto Erwachsene zu sehen, die in Richtung Festhalle spazieren. Dort scheint eine Veranstaltung stattzufinden. Am Fahnenmast ist eine badische Landesfahne aufgezogen. Am rechten Bildrand ist die evangelische Kirche St. Johannes zu sehen, die 1953 geweiht wurde.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Mina Schreiber geb. Rappenegger zur Verfügung.
Das zweistöckige Wohnhaus mit Scheuer und Stallung wurde im Jahr 1900 vom Landwirt Wilhelm Rappenegger (1874-1953) und seiner Ehefrau Sophie geb. Herbst (1878-1947) gekauft. »Im Maienland« hieß die Adresse damals noch, die Bezeichnung »Oberwiesenweg« ist weitaus jüngeren Datums. Ende der 1940er Jahre wurde das Anwesen von ihrem Sohn Adolf Rappenegger (1919-?) übernommen.
Der junge Mann im Vordergrund gehört nicht zur Familie Rappenegger, sondern zur Familie Kopp, den direkten Nachbarn (Oberwiesenweg 1): Johann Kopp, geboren 1920 als Sohn von Emil Kopp und Elisabeth geb. Eichkorn, war Sägearbeiter von Beruf. Seit 1940 war er Soldat, zunächst in Frankreich, ab 1941 in Polen. Am 5. September 1941 fiel der 21-Jährige südlich von Smolensk durch Granatsplitter.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Egon Bader zur Verfügung.
In der Nacht vom 21. August 1929 brannte in der Talstraße das Anwesen des Landwirts Wilhelm Rüter innerhalb von zwei Stunden ab. Das Wohnhaus mit gewölbtem Keller wurde teilweise zerstört, das Ökonomiegebäude größtenteils zerstört, und auch verschiedene Anbauten, wie z. B. eine Wagenremise mit Stallung und Futterlage, ein Abortgebäude und ein Holzschopf waren nicht mehr nutzbar. 300 Zentner Heu wurden in der Brandnacht ein Raub der Flammen. Die Polizei ermittelte wegen Brandstiftung.
Rüter hatte das Anwesen 1927 von der Witwe von Anton Hasenfratz gekauft. Nach dem Brand ließ er nach den Plänen von Architekt Johann Preuß einen Neubau errichten. Im Zuge eines Zwangsverkaufs erwarb 1931 die Witwe von Anton Hasenfratz das Gebäude zurück. Am 5. April 1938 kaufte der Schotterwerksbesitzer Franz Bader (1901-1986) das landwirtschaftliche Anwesen und baute es zu einem Wohnhaus um. Auf dem Foto ist es noch unverputzt zu sehen.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise die Familien Elfriede Stuffzur Verfügung.
Die Witwe Katharina Egle geb. Trenkle (1870-1952) steht mit ihren Kindern vor ihrem Haus in der heutigen Talstraße. Diesen Straßennamen gab es damals noch nicht, statt dessen lautete die offizielle Bezeichnung »Aschbühlweg«. Das zweistöckige Wohnhaus mit Scheuer und Stallung war 1872 erbaut worden.
Katharina Egle stammte gebürtig aus Behla und hatte sich nach Löffingen verheiratet. Ihr verstorbener Mann Karl Egle (1848-1908) war Schreiner von Beruf. Er war mehr als 20 Jahre älter als sie und starb am 4. Juni 1908 im Alter von 60 Jahren.
1938 kaufte das Ehepaar Anton und Luise Rappenegger das landwirtschaftliche Anwesen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Wider zur Verfügung.
1935 errichtete der Bauunternehmer Heinrich Wider sein neues Wohnhaus in der Bonndorfer Straße an der Einmündung der Göschweiler Straße. Im Adressbuch von 1936 wird er als »Baumeister« bezeichnet und als Hausnummer ist die »346« angegeben.
Heinrich Wider hatte vor dem Ersten Weltkrieg die Großherzogliche Bauwerksschule in Karlsruhe besucht. Nach seinem Kriegsdienst trat er in das Baugeschäft seines Vaters Julius Wider (1869-1956) ein. Ab 1927 leitete er es alleine.
In den 1920er Jahrenerrichteten die Holzindustriewerke Josef Benz AG diese beiden Villen in der Bonndorfer Straße. Das Foto zeigt die Rückansicht der beiden Häuser. Der Garten ist frisch angelegt, Bäume und Sträucher sind gerade erst gepflanzt.
Über die Bahnlinie hinweg fällt der Blick auf die neuerbaute Villa in der heutigen Bonndorfer Straße. Das Grundstück gehörte den Holzindustriewerken Josef Benz AG. In den 1920er Jahren wurde darauf diese Villa errichtet.
1979 kaufte der Arzt Dr. Utz Kraiss und seine Ehefrau Gudrun geb. Pfister Grundstück und Villa.
Eine lange Kolonne von Wehrmachtssoldaten zieht durch die Bonndorfer Straße an der Bahnlinie entlang. Die Männer sitzen auf Pferden, hinter ihnen folgen mit Pferden bespannte hölzerne Wagen. Ziel ist offenbar der Bahnhof, wo Soldaten, Tiere und Fahrzeuge für den Weitertransport mit der Eisenbahn verladen werden.
Die Aufnahme macht zugleich deutlich, wie stark die Wehrmacht trotz aller Bilder von Panzern und Lastwagen noch auf Pferde angewiesen ist. Sie dienen nicht nur der Kavallerie, sondern vor allem dem Transport von Material, Munition und Versorgungsgütern. Auch die Wagen der Kolonne werden von Pferden gezogen – ein vertrautes Bild im militärischen Alltag des Zweiten Weltkriegs.
Im Hintergrund stehen die Häuser der Seppenhofer Straße. Für einen Moment wird die Bonndorfer Straße zur militärischen Marschroute. Wohin die Einheit vom Löffinger Bahnhof aus weitertransportiert wird und zu welchem Truppenteil die Soldaten gehören, ist bislang nicht bekannt.
Verlag A. Rebholz Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Von den Ausläufern des Reichberges entsteht diese Aufnahme auf das Städtchen. Im Vordergrund sind die beiden in den 1920er Jahren errichteten Villen der Holzindustriewerke Josef Benz AG zu sehen. Dahinter schließen sich die Häuser in der Seppenhofer Straße mit dem Krankenhaus an. Der Blick wandert über die »Bittenwiesen« in Richtung Hasle. Der fertiggestellte Rohbau des Schulgebäudes und der Festhalle grüßt aus der Ferne. Aufgrund der Inflation und der Weltwirtschaftskrise zieht sich der Bau von 1923 bis zur Eröffnung im August 1936 hin.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.
Eine politische Demonstration mitten im Städtchen? Das hatte und hat bis heute Seltenheitswert. Aber Anfang der 1980er Jahre kämpft eine Bürgerinitiative »für die Erhaltung des Löffinger Krankenhauses«, wie unmissverständlich auf dem Leittransparent gefordert wird. Der Demonstrationszug führt auf dem Foto gerade über den unteren Rathausplatz.
Das Stuttgarter Sozialministerium unter Leitung von Annemarie Griesinger und der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald sind überein gekommen, das Löffinger Krankenhaus zu schließen. Trotz der Gründung einer Bürgerinitiative, Demonstrationen und verschiedenen Protestaktionen kann das städtische Krankenhaus nicht gerettet werden. Selbst die medienwirksame Ankettung des grünen Landtagsabgeordneten Helgo Bran hilft nichts. Am 31. März 1983 schließt das Krankenhaus seine Pforten. Bereits 1985 eröffnet in dem Gebäude das Altenpflegeheim St. Martin.
Wer erkennt die Demonstranten? 1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Martin Mayer, 2 Margarete Benitz, 3 Paul Bugger, 4 Georg Tschiggfrei, 5 Alfred Egle, 6 Robert Hepting, 7 Eugen Hasenfratz, 8 Julius Körner Außerdem ist u.a. Franz Zahn (aus Bachheim) zu sehen.