Weihnachtskrippe in der Pfarrkirche St. Michael, ca. 1950-1960

Verlag A. Rebholz / Sammlung Familie Waßmer

Vor dem Marienaltar der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist die Weihnachtskrippe aufgebaut. Unterhalb der Häuser der Stadt Bethlehem ist der Stall zu sehen. Maria und Josef stehen um die Krippe, in der das Jesuskind liegt. Hirten mit ihren Schafen nähern sich zur Anbetung. Im Hintergrund ist eine Landschaft gemalt, am Nachthimmel strahlt der Stern von Bethlehem. Das Gemälde und auch die Krippe sind durch kleine Glühbirnen eingerahmt, die sie Szenerie beleuchten.

Standort des Fotografen: 47.882619, 8.344425

Schulklasse des Jahrgangs 1946/47 vor dem Schuleingang, ca. 1953

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.

Das erste Schuljahr ist geschafft! Stolz versammeln sich die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 1946/47 zu einem Klassenfoto vor dem Eingang zur Volksschule.

Eine der Schülerinnen ist Regina Sibold (verh. van den Heuvel).
Wer weiß, wie die anderen Schüler*innen heißen? Und wie heißt der Lehrer?

1.Reihe, v.l.n.r.:
2.Reihe, v.l.n.r.:
3.Reihe, v.l.n.r.:
4.Reihe, v.l.n.r.:
5.Reihe, v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.882305, 8.347819

Demetriusstraße hinter dem Gasthaus »Adler«, ca. 1950

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Verena Neumann zur Verfügung.

Eng geht es zu am unteren Ende der Demetriusstraße! Immerhin kann ein Traktor gerade noch durchfahren. Auf ihm sitzt Familie Mayer für ein Familienfoto, u.a. der Landwirt Gottlieb Mayer und seine Ehefrau Luise geb. Schopferer. Links hinter dem Traktor ist der Misthaufen zu sehen, der in der engen Gasse ebenfalls seinen Platz findet.

Der Übergang, der früher vom Gasthaus »zum Adler« zur ehemaligen Tanzlaube und zu den Stallungen führte, ist abgerissen. An der Brandwand am linken Bildrand ist noch am Mauerwerk zu erkennen, wo sich der Anbau befand. 

 Standort des Fotografen: 47.883463, 8.343455

Haus Siefert am unteren Rathausplatz, ca. 1955-1959

Dieses Foto stellte uns  dankenswerterweise Verena Neumann zur Verfügung.

Es nieselt. Der Rathausplatz und die Untere Hauptstraße sind nass. Ein Paar spaziert um die Ecke und sucht unter einem aufgespannten Regenschirm Schutz gegen den Nieselregen. Vor dem Eingang zum »Gottlieb« im Haus Siefert (Rathausplatz 6) stehen mehrere Passanten und unterhalten sich. Ein Fahrradfahrer radelt herbei, Autos fahren vorüber bzw. sind am Straßenrand geparkt.

Aus einer ungewöhnlichen Perspektive nimmt der Fotograf dieses Bild auf. Vermutlich steht er in einem oberen Stockwerk des Hauses Fuß (Rathausplatz 5), denn nur von dort hat man diesen Blick auf das gegenüberliegende Haus Siefert und das Kriegerdenkmal zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. Der Adler, der auf der Spitze des Denkmals thront, ist am unteren Bildrand zu sehen.

Das 1909 erbaute Haus Siefert verfügt noch über ein kleines Gärtchen, das mit einem weißen Holzzaun eingefasst ist. Darin steht eine mächtige Fichte, die das Dach überragt. Im Hintergrund ist in der Unteren Hauptstraße das Friseurgeschäft Limb mit angeschlossener »Esso«-Tankstelle sowie die Bäckerei Straub zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883765, 8.344236

Mann am neuen Demetriusbrunnen, ca. 1954-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Verena Neumann zur Verfügung.

Neun Jahre klaffte Mitten im Städtchen eine Lücke: der 1912 geschaffene Demetriusbrunnen war im Frühjahr 1945 bei einem Fliegerangriff getroffen und zerstört worden. Nur die Statue des Demetrius blieb unbeschädigt. Neun Jahre später war es schließlich soweit und die Figur fand einen neuen Standort: 1954 wurde der neue Demetriusbrunnen geschaffen.

Dieses Foto ist kurze Zeit später aufgenommen worden. Wie schon der alte Brunnen, so ist auch der neue ein beliebtes Fotomotiv. Zwar ist der Demetrius aus dieser Perspektive nur von hinten zu sehen, dafür hat man aber einen schönen Blick auf den Giebel des Hauses Fuß und auf die Häuserzeile in der Demetriusstraße mit den Staffelgiebeln.

Karl Bank aus der Dittishausstraße lässt sich vor dem neuen Brunnen fotografieren.

Standort des Fotografen: 47.883731, 8.343681

Omnibus vor dem Gasthaus »Ochsen«, ca. 1957-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Verena Neumann zur Verfügung.

Vor dem Gasthaus »Ochsen« steht ein Reisebus mit dem Namen »Monika«. Der Bus gehört zur Busflotte der Firma Scherer in Rötenbach. Fast das gesamte Erdgeschoss des Gebäudes wird durch das Fahrzeug verdeckt. Links ist gerade noch der Schriftzug mit dem Namen des Wirtshauses und rechts die Garage zu sehen. Freundlich wirken die Fenster im ersten Stockwerk, mit ihren Sprossen, den Gardinen, den Fensterläden und dem Blumenschmuck.

Hoch oben im Giebel steht der Werbespruch: »Trinkt Laufener«. Damit ist ein Wein aus dem Winzerort Laufen im Markgräflerland gemeint. Aber ein Fürstenberg oder ein Rothaus darf es natürlich auch sein!   

Der Reisebus ist ein »Kässbohrer Setra S8«, der ab 1951 in Ulm gebaut wird. Dieses Modell ist einer der ersten Omnibusse mit selbsttragender Karosserie in verwindungssteifer Rippenbauweise. Das Kunstwort »Setra« ist eine Abkürzung des Wortes »selbsttragend«.

Standort des Fotografen: 47.884062, 8.345051

Ortsschild an der alten B31, ca. 1955-1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gertrud Heizmann zur Verfügung.

Zwischen Rötenbach und Löffingen schlängelt sich die Straße, von Alleebäumen gesäumt, über Berg und Tal. Bis zum Bau der Umgehungsstraße ist dies die Bundesstraße 31, die Freiburg, Neustadt und Donaueschingen verbindet. Am Beginn der Gemarkung von Löffingen grüßt ein holzgeschnitztes Ortsschild die Besucher*innen. In Fraktur-Schrift steht darauf groß: »Stadt-Löffingen«. Die Schrifttype wurde wohl gewählt, weil sie historisch und altehrwürdig wirken soll. Darunter wirbt die Stadt für sich in kursiver Schrift als »Luft-Kurort«. Das Stadtwappen wird eingerahmt von einer Frau und einem Mann, die Tracht tragen, sowie von zwei Nadelbäumen, die Assoziationen zum Schwarzwald wecken sollen.

In den 1950er Jahren ist der Schwarzwald vor allem durch den Kinofilm »Schwarzwaldmädel« populär. In einer Filmrezension heißt es: »Die Trachten sind bunt und die Schwarzwaldtannen grün«. Diesen Wiedererkennungseffekt insbesondere für Kurgäste bietet das Ortsschild in Löffingen.

Standort des Fotografen: 47.888594, 8.323209

Haus Guth am unteren Rathausplatz, ca. 1955-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Verena Neumann zur Verfügung.

Schätzungsweise aus einem Fenster des Hauses Fuß (Rathausplatz 5) wird dieses Foto aufgenommen. Zu sehen ist das Haus Guth (später Schmid) am Rathausplatz. Ins Auge stechen zunächst die baulichen Veränderungen, die an dem 1909 erbauten Haus kurz zuvor vorgenommen wurden. Die Haustür und die beiden rundbogigen Fenster wurden durch ein breites Schaufenster ersetzt, in dessen Mitte sich der Eingang zum Ladengeschäft befindet. Die Fassade ist noch nicht neu verputzt. Eigentümer des Hauses ist seit 1953 der Kaufmann und Textilvertreter Karl Guth. Wie in der Auslage zu erkennen ist, wird Bekleidung verkauft. 1962 verkauft Guth das Haus an den Schuhmachermeister Emil Schmid und dessen Ehefrau Mathilde geb. Geisinger, die darin ein Schuhgeschäft eröffnen.

Ein Volkswagen parkt vor dem Haus. Vor dem Nachbarhaus von Familie Siefert (rechts) steht eine stattliche Fichte, die das Dach überragt. Sogar ein kleines Gärtchen, das von einem weißen Holzzaun eingerahmt wird, findet seinen Platz. Es muss später einem Gehweg und Autoparkplätzen weichen. Rechts im Vordergrund ist die Spitze des Kriegerdenkmals zu erkennen, auf der der Adler thront.

Standort des Fotografen: 47.883765, 8.344236

2 Fotos: Riesenschneemann in der Unteren Hauptstraße, ca. 1951/52

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Lotte und Walter Ratzer (unten) sowie Lotte Smidt (oben) zur Verfügung.

Es ist ein schneereicher Winter. Die Schneemassen, die am Straßenrand liegen, bringen die jungen Männer auf die Idee, daraus einen Schneemann zu bauen. Als er in die Höhe wächst, werden Leitern angelegt. So entsteht in der Unteren Hauptstraße zwischen dem Friseursalon Limb (Untere Hauptstr. 4) und der Bäckerei Straub (Untere Hauptstr. 6) ein riesiger Schneemann.

Als er fertig ist ragt er bis an die Fenster des ersten Obergeschosses hinauf. Eiszapfen hängen vom Dach über ihm. Rechts neben seinem Kopf ist das Werbeschild von Friseurmeister Julius Limb zu sehen, auf dem steht: »Herren Damen Friseur Salon«. Darunter befindet sich Limbs »Esso«-Tankstelle.

Wer weiß, wer die Schneemannbauer sind? Der Kleidung nach könnten die beiden Männer links Metzger sein, die gegenüber in der Metzgerei Seilnacht arbeiten.

Standort des Fotografen: 47.883453, 8.343842

Blick vom Alenberg auf das Städtchen, ca. 1950

Verlag A. Rebholz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Diese Gesamtansicht des Städtchens wurde vom Kurpark aufgenommen. Der erhöhte Standort ermöglicht einen unverdeckten Blick auf die Dächer des Altstadtrings. Der Rathausturm und der Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael ragen aus dem Dächergewirr heraus. Deutlich zu erkennen ist die Demetriusstraße mit ihren Staffelgiebeln. Im Vordergrund links wird das Bild durch einen Nadelbaum und einen hölzernen Pavillon begrenzt. 

Im Hintergrund stehen nur einige wenige Häuser in der Rötenbacher Straße und am Beginn der Göschweiler Straße. Das 1945 bei Fliegerangriffen zerstörte Barockhaus Kaus, das vis-à-vis des katholischen Pfarrhauses stand, ist auf dem Foto nicht zu erkennen. Daher muss die Ansicht in der Nachkriegszeit entstanden sein. 

Standort des Fotografen: 47.885643, 8.344776

Luftbild in Richtung Schule, Festhalle und evangelische Kirche, ca. 1955-1960

Sammlung Familie Waßmer

Vom Flugzeug aus fällt der Blick über die Bittenwiesen hinweg in Richtung »Hasle«. Davor steht das Gebäude der Festhalle und Volksschule, dessen Bau 1923 begonnen, aber infolge der Inflation und Wirtschaftskrise erst 1936 vollendet und eingeweiht werden konnte. Im Mitteltrakt befindet sich das Heimatmuseum. Rechts neben dem Schulgebäude steht die Evangelische Johanneskirche, die 1953 gebaut und am 27. Mai 1954 geweiht wurde.

Das evangelische Pfarrhaus (Lärchenweg 1) fehlt noch auf dem Foto, da es erst 1969 gebaut wird. Ebenso fehlt der Kindergarten, der 1964 am Schulweg gebaut wird. Noch befinden sich dort ausschließlich Gärten. Der Spielplatz existiert noch nicht und das Café »Naschwerk« (Bei der Kirche 8) wird freilich erst viele Jahre später gebaut.

Sprungschanze an der »Wanne«, ca. 1958-1965

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Theo Walz zur Verfügung.

Diese Sprungschanze der Marke Eigenbau ist garantiert nicht TÜV-geprüft. Aber sie erfüllt ihren Zweck und bereitet Jung und Alt eine riesen Gaudi. Wintersport an der »Wanne«!

Der Blick fällt über die noch unbebaute »Breite« in Richtung Firmengelände der Holzindustriewerke Josef Benz AG. Dahinter ist das Haus Hohlgasse 8 zu sehen. Weiter in der Ferne sind auf der schneebedeckten Anhöhe von Stettholz einige Aussiedlerhöfe zu erkennen. Das Foto kann also frühestens Ende der 1950er Jahre entstanden sein.

Standort des Fotografen: 47.880548, 8.337816