Haus Willmann in der Bahnhofstraße, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Lore Sibold zur Verfügung.

Das kleine Haus in der Bahnhofstraße wurde im Zuge des Bahnbaus gebaut. Es gehörte dem Bauunternehmer Robert Willmann (1874-1917). Nach seinem Tod 1917 im Kriegslazarett Freiburg an den Folgen einer Gasvergiftung, wohnte darin seine Witwe Emma Willman geb. Gratwohl (1880-?). Sie betreibt im Untergeschoss des Hauses bis in die 1970er Jahre eine Heißmangel.

Am linken Bildrand ist die Schreinerei von Eugen Münzer (Bahnhofstr. 13) zu sehen. Das Gebäude wurde ca. 1948 erbaut und Mitte der 1950er Jahre aufgestockt. Auf dem Foto wird es gerade umgebaut und ist noch nicht verputzt. Nur wenige Jahre später stirbt Eugen Münzer 1957. Danach wird das Gebäude an die Firma Prause verkauft.  

Standort des Fotografen: 47.885572, 8.340710

Junge Männer mit Auto vor dem Gasthaus »Schattenmühle«, ca. 1955-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.

Zugegeben: Das Foto ist nicht in Löffingen entstanden, sondern in Göschweiler, das damals noch nicht eingemeindet war. Zu sehen ist eine Gruppe junger Männer, die auf dem Parkplatz vor dem Gasthaus »Schattenmühle« stehen. Lässig lassen sie sich neben einem Mercedes fotografieren, der das Autokennzeichen »FB-31-3580« trägt. Das Foto muss folglich in den 1950er Jahren entstanden sein, denn dieses Nummernschild war in Südbaden von 1949 bis 1956 gebräuchlich. Das »F« stand für die französische Besatzungszone, das »B« für Baden. Neben dem Mercedes parkt ein weiteres Fahrzeug, das in der britischen Besatzungszone in Nordrhein-Westfalen zugelassen ist.

Wer erkennt die jungen Männer? Der 1.v.r. ist Ernst Fritsche (1937-2005), der in der Ringstr. 5 in Löffingen wohnt. Wie heißen seine Kumpels?

Standort des Fotografen: 47.842816, 8.320946

Haus Fehrenbach in der Maienlandstraße, ca. 1950

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilda Hepting zur Verfügung.

An der Einmündung der Alenbergstraße in die Maienlandstraße steht das Haus Fehrenbach. Die Vorderfassade ist komplett holzverschindelt. Am Seitengiebel wachsen Spalierbäume.

Das Haus gehört seit 1905 dem Landwirt Julius Fehrenbach (1877-1967) und seiner Ehefrau Luise Fehrenbach (geb. Jordan, 1879-1945). 1950 übernimmt die nächste Generation das landwirtschaftliche Anwesen: Neue Eigentümer sind der Sohn Fritz Fehrenbach (1904-1973) und die Schwiegertochter Sofie Fehrenbach (geb. Guth, 1909-1999).

Standort des Fotografen: 47.888436, 8.341864

2 Fotos: Rückseite des Hauses Hepting, ca. 1955

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Hilda Hepting zur Verfügung.

Fotografien mit der Rückseite von Häusern sind vergleichsweise selten. Meist wurde die Straßenansicht fotografiert. Diese beiden Fotos zeigen das Haus Hepting (Obere Hauptstr. 19) vom Hinterhof aus, der an die Dittishauser Straße grenzt.

1953 ging das landwirtschaftliche Anwesen an die Stadtgemeinde. Sie verkaufte das zweistöckige Wohnhaus mit Scheuer und Stallung wenig später an den Schreiner Ewald Hepting (1933-2010). Seine Frau Hilda Hepting ist auf einem der beiden Bilder zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.885379, 8.349396

2 Fotos: »Tännlewieber« im Stadtwald, ca. 1952-1954

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Hilda Hepting zur Verfügung.

Aus der Nachkriegszeit stammen diese beiden Gruppenfotos mit »Tännlewieber«. Die Mädchen und jungen Frauen sind mit der Aufgabe betraut, im Wald junge Bäume zu pflanzen und andere leichtere Forstarbeiten zu übernehmen. Sie tragen Arbeitskleidung, Kittelschürzen und Kopftücher. Wie die Fotos zeigen, scheint der Spass während der Arbeit nicht ganz zu kurz zu kommen.

Der Mann auf dem Foto ist der Forstwart Adolf Heizmann (1909-1960), der in der Haslachstraße wohnt. Im Adressbuch wird sein Beruf als »Waldmeister« bezeichnet.

Oberes Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
2.Reihe, v.l.n.r.:
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Brunhilde Hofmaier (verh. Heiler, 1931-2004), 3 ???, 4 ???, 5 Maria Zimmermann, 6 ???, 7 Hilda Fehrenbach (verh. Hepting), 8 Frieda Welte (geb. Effinger, 1910-?)

Unteres Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 ? Selb, 2 ???, 3 Hans Streit, 4 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Maria Rappenegger (verh. Fischer)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Maria Honold (verh. Göhry), 3 Maria Zimmermann, 4 ???, 5 Adolf Heizmann (1909-1960), 6 Hilda Fehrenbach (verh. Hepting), 7 Irma Zepf (verh. Hasenfratz, geb. 1937), 8 Frieda Welte (geb. Effinger, 1910-?), 9 ???

Standort des Fotografen: ???

Haus Hepting in der Oberen Hauptstraße, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hilda Hepting zur Verfügung.

Erbaut wurde das Doppelhaus Obere Hauptstr. 17/19 im Jahre 1848. Bauherr war der Sattler und Schafhändler Johann Bader (1779-1870). 1857 übergab er das Doppelhaus an seine Söhne Demeter Bader (1820-1913) und Johann Bader junior (1815-1883). Mehrfach wurde das Anwesen seitdem weitervererbt. Während die linke Gebäudehälfte bis heute im Familienbesitz der Baders blieb, ging die rechte Hälfte 1953 an die Stadtgemeinde. Sie verkaufte das zweistöckige Wohnhaus mit Scheuer und Stallung wenig später an den Schreiner Ewald Hepting (1933-2010).

Standort des Fotografen: 47.885030, 8.349962

2 Fotos: Klassentreffen des Jahrgangs 1907/08 im »Ganterbräu«, ca. 1957

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Marie-Luise Schlenker zur Verfügung.

Es sind vermutlich die Angehörigen des Geburtsjahrgangs 1907/08, die hier zu einem Klassentreffen zusammengekommen sind. Vermutlich feiert man das Wiedersehen im Gasthaus »Ganterbräu« (Obere Hauptstr. 4).

Oberes Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 Anna Jordan (geb. Fehrenbach), 2 Karoline Auer (geb. Greuther, 1907-?), 3 Willy Mayer (1907-1994), 4 ???, 5 Elisabeth Jordan (1907-?)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Mathilde Schlenker (geb. Fehrenbach), 4 Emil Schlenker (1907-1999), 5 Josephina Saier (geb. Münzer, 1907-2006), 6 ???, 7 Josef Guth
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Hermine Baumgart (geb. Zürcher, 1907-1998), 4 ???, 5 Küfermeister Karl Jordan (1908-?)

Standort des Fotografen: 47.884382, 8.345599

Familiengrab Mayer auf dem Friedhof, ca. 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Verena Neumann zur Verfügung.

Ein besonderer Grabstein auf dem Friedhof ist dieser mächtige Findling. Der Landwirt Gottlieb Mayer fand ihn in der Wutachschlucht und transportierte ihn nach Löffingen, um ihn seiner verstorbenen Ehefrau Maria Mayer geb. Benz (1884-1941) auf das Grab zu setzen. Auch Gottlieb Mayer selbst sollte hier nach seinem Tod 1961 seine letzte Ruhe finden.

Der kleine Grabstein neben dem Findling zeigt an, dass hier auch ein verstorbenes Baby beigesetzt wurde: Heidemarie Hemler, die Tochter von Lehrer Eugen Hemler, geboren am 31. Mai 1945, starb nur wenige Tage alt am 5. Juni 1945.

Standort des Fotografen: 47.885220, 8.347066

Luise Mayer mit ihren beiden Söhnen in der Ringstraße, ca. 1954

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Verena Neumann zur Verfügung.

Wenige Meter hinter ihrem Haus (Demetriusstr. 17) steht Luise Mayer (1923-2012) mit ihren beiden Söhnen in der Ringstraße: Neben ihr steht Walter (*1950), auf ihrem Arm hält sie den kleinen Werner (*1952). Es ist Winter, auf der Freifläche vor dem »Benzbau« (Ringstr. 8) liegt Schnee, der kleine Fußgängerweg hinauf zum Bahnhof ist vereist.

Standort des Fotografen: 47.883344, 8.342993

Karl Binder mit dem Postwagen in der Bahnhofstraße, ca. 1950-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Emma Binder zur Verfügung.

»Postfacharbeiter«, so lautet die offizielle Berufsbezeichnung von Karl Binder (geb. 1921), wie dem Adressbuch von 1952 zu entnehmen ist. Auf dem Foto ist er mit seinem Postwagen zu sehen, wie er in der Bahnhofstraße unterwegs ist, um die Post zum Bahnhof zu bringen. Im Hintergrund weist ein Schild in Richtung der Möbelhandlung von Schreinermeister Eugen Münzer (1911-1957).

Karl Binder ist verheiratet mit Emma geb. Limb (1913-?), sie wohnen im Haus Rötenbacher Str. 6.

Standort des Fotografen: 47.883615, 8.342311

Hochzeitszug mit Stadtmusik in der Unteren Hauptstraße, ca. 1950-1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Luzia Heiler zur Verfügung.

Ein Brautpaar hat sich soeben in der katholischen Pfarrkirche St. Michael das Ja-Wort gegeben. Das Brautpaar und die Hochzeitsgäste ziehen nun durch das Städtchen, die Stadtmusik marschiert vorneweg. Kinder laufen aufgeregt neben dem Zug her und hoffen darauf, dass sie Süßigkeiten oder ein bisschen Kleingeld bekommen.

Standort des Fotografen: 47.883421, 8.343828

Krippenspiel in der Volksschule zu Weihnachten, ca. 1955

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Regina und Rudolf van den Heuvel zur Verfügung.

Vor den Weihnachtsferien wird in der Volksschule ein Krippenspiel aufgeführt. Daran wirken Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Klassenstufen mit. Die Ältesten gehören dem Geburtsjahrgang 1941 an, wie z. B. Christel Jordan (verh. Kaiser), die die Maria spielt. Das Wandbild im Hintergrund zeigt eine Schwarzwaldlandschaft, die die jüdäischen Berge darstellen sollen. Große dunkle Tannen rahmen den Stall von Bethlehem ein.

Standort des Fotografen: 47.882924, 8.347815