Gau-Turnfest auf der »Linden«-Wiese, 1./2. August 1931

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Paula Veith zur Verfügung.

Anlässlich des Gau-Turnfestes 1931 verwandelt sich die »Linden«-Wiese in einen riesigen Festplatz. An dem Schauturnen nehmen Hunderte Turner teilt. Die Veranstaltung zieht aber auch viele Schaulustige an. Rechts im Bild ist das Gasthaus »zur Linde« zu sehen, zu dem das Grundstück gehört. Heute steht hier die Realschule.

Der Turnerbund Löffingen räumt mehrere Auszeichnungen ab: Leo Isele wird 2. Sieger im Zehnkampf, der Turnerbund erhält beim Vereinsturnen einen 1b-Preis und Karl Schmid wird mit der Silbernen DTB-Ehrennadel ausgezeichnet.

Standort des Fotografen: 47.883717, 8.348572

Primizfeier von Pater Alfred Benz in Gasthaus »Linde«, 6. Mai 1962

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Elisabeth und Franz Isele zur Verfügung.

»Herzlich willkommen« steht über dem geschmückten Eingang des Gasthauses »Linde«. Davor steht Pater Alfred Benz, der am 6. Mai 1962 seine Heimatprimiz in dem Baarstädtchen feiert. Nicht nur seine Familie, sondern auch Nachbarn und andere Löffinger sind stolz auf den »Sohn der Stadt«, der sich entschieden hat, in eine katholische Ordensgemeinschaft einzutreten. Für das Gruppenfoto stellt sich Pater Alfred mit seinen Geschwistern auf.

V.l.n.r.: 1 Georg Beha, 2 Adolf Benz (1930-2025), 3 Pater Alfred (Karl Benz), 4 Margarete Benz, 5 Rosemarie Benz, 6 Emil Benz

Standort des Fotografen: 47.884344, 8.346522

Umzugswagen »Mein Tirol« in der Oberen Hauptstraße, Fasnacht 1971

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Luzia Heiler zur Verfügung.

Am Rosenmontag fährt ein Umzugswagen durch die Obere Hauptstraße. Der Traktor mit dem Anhänger biegt gerade um das »Scharfe Eck«. Der Mottowagen trägt den Titel: »Mein Tirol«. Dargestellt ist ein Schneegipfel, auf dem ein Skifahrer mit der Startnummer »13« steht. Auf dem Umzugswagen fährt der Kirchenchor mit. Zu sehen sind u.a. Luzia Bader, Maria Burger (Seppenhofen), Lotte Ratzer und Hermann Wider (Seppenhofen).

Rechts ist der Giebel des Gasthauses »Linde« zu sehen. Daneben klafft eine Baulücke: Das frühere Haus Fechtig (Obere Hauptstr. 8), das der Tapeziermeister Karl Koch kurz vorher gekauft hatte, ist abgerissen. Noch steht der Neubau nicht. Am Ende der Straße ist das Haus Selb (Obere Hauptstr. 12) zu erkennen. Das Foto wird vermutlich 1971 aufgenommen, als das Fasnachtsmotto »Olympia in Bavaria« lautet.

Standort des Fotografen: 47.884539, 8.345859

Blick vom Kirchturm in Richtung »Schlempental«, ca. 1925-1929

Verlag A. Rebholz
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Georg Willmann und Rita Willmann zur Verfügung.

Der Blick vom Kirchturm schweift in Richtung »Schlempental«. Zu sehen sind die Häuser der Oberen Hauptstraße, der Talstraße, der Festhallenstraße und der Dittishauser Straße. Diese Straßennamen sind freilich größtenteils neueren Datums. Frühere Bezeichnungen waren »Hauptstraße«, »Straße nach Unadingen«, »Bei des Mahlers Kreuz« (für die Obere Hauptstraße), »Aschbühlweg« und »Haslachweg« (für die Talstraße), »An der Haslach« (für die Festhallenstraße) und »Straße nach Dittishausen« (für die Dittishauser Straße). Die Bebauung ist damals noch nicht so dicht wie heute. Es ist der Ortsausgang, dahinter kommen nur noch Wiesen, Felder und Wälder.  

Die Entstehung der Fotografie lässt sich ziemlich genau datieren: Das Haus von Landwirt Rudolf Selb (Obere Hauptstr. 12) brannte 1914 ab und wurde im darauffolgenden Jahr wieder aufgebaut. Hier ist bereits der Neubau zu sehen. Das Anwesen von Landwirt Karl Wölfle (Obere Hauptstr. 25) wurde 1922 gebaut, nachdem die Familie nach dem Großbrand 1921 aus dem Altstadtring weggezogen war. Das Haus von Landwirt Wilhelm Rüter (Talstr. 1) wird am 21. August 1929 ein Raub der Flammen. Das Foto zeigt das Haus vor dem Brand. Ebenso das Haus von Landwirt Robert Rosenstiel (Obere Hauptstr. 45), das 1930 ebenfalls bis auf die Grundmauern abbrennt, hier aber noch vor der Zerstörung zu sehen ist.

Standort des Fotografen: 47.882624, 8.344065

Umzug in der Oberen Hauptstraße bei der Stadterhebung, 27. Mai 1951

Sammlung Familie Waßmer

Beim Umzug anlässlich der Wiederverleihung der Stadtrechte beteiligt sich auch dieser Mottowagen aus Göschweiler. Eben bewegt er sich, von Pferden gezogen, am Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) vorbei. Auf dem Wagen ist die »Burg Stallegg« zu sehen. Sie hatte einst auf einem Vorsprung über der Wutachschlucht gestanden. Heute ist nur noch eine Mauer der Burganlage erhalten. 

Standort des Fotografen: 47.884501, 8.347433

Ehrenpforte in der Oberen Hauptstraße bei der Stadterhebung, 27. Mai 1951

Sammlung Familie Waßmer

Am Ortseingang der Oberen Hauptstraße, damals noch Teil der Landstraße zwischen Donaueschingen und Freiburg, ist anlässlich der Stadterhebung eine festliche Ehrenpforte errichtet worden. Mit der Aufschrift »Herzlich Willkommen« empfängt sie die Gäste, die ins Baarstädtchen kommen. Über dem Tor ist das Stadtwappen angebracht. Davor haben sich drei Männer in historischen Gewändern aufgestellt. Mit Hellebarden und entsprechender Kleidung geben sie dem Empfang einen feierlich-traditionellen Rahmen – ganz im Zeichen der neu verliehenen Stadtrechte.

V.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???

Eine zweite Ehrenpforte befindet sich am anderen Ortseingang, in der Unteren Hauptstraße nahe dem Bahnhof.

In der Achse der Ehrenpforte ist das Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) zu sehen, dessen Fassade mit Reisiggirlanden geschmückt ist. Am rechten Bildrand erkennt man den »Gebertsaal« (Obere Hauptstr. 11), der zum Gasthaus »Gebert« gehört. Links ist vor dem Haus Selb (Obere Hauptstr. 12) ein Auto geparkt.

Standort des Fotografen: 47.884444, 8.347349

Umzug »Römerwache« in der Oberen Hauptstraße bei der Stadterhebung, 27. Mai 1951

Sammlung Familie Waßmer

Langsam bewegt sich die »Römerwache« durch die Obere Hauptstraße. Zwei Ochsen ziehen den aufwendig gestalteten Umzugswagen, auf dem sich ein »römischer Wachturm« aus dem 3. Jahrhundert erhebt. Die Darsteller*innen haben mit Helmen, Schilden und Gewändern darauf Platz genommen; ein weiterer »Römer« läuft vorne bei den Zugtieren mit.

Anlass ist die Wiederverleihung der Stadtrechte am 27. Mai 1951. Doch das Wetter zeigt sich wenig festlich. Obwohl es Ende Mai ist, glänzt die Straße vom Regen. Auch die Besatzung des Wagens dürfte in ihren historischen Kostümen nicht ganz trocken durch den Festzug kommen.

Links ist das Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) zu erkennen, rechts das Gasthaus »Gebert« (Obere Hauptstr. 9).

Standort des Fotografen: 47.884417, 8.346312

Hochzeitszug Kaltenbrunner / Meßmer vor dem Gasthaus »Linde« in der Oberen Hauptstraße, ca. 1953

Sammlung Familie Waßmer

Der Hochzeitszug ist fast am Gasthaus »Linde« angekommen. Vorneweg laufen Braut und Bräutigam, Annemarie Meßmer (1930-2010), eine »Linden«-Tochter, und Josef Kaltenbrunner (1930-1966). Beide sind 23 Jahre alt. Es folgen die Verwandten und Freunde, die zur Hochzeitsfeier eingeladen sind. Gefeiert wird – natürlich – in der »Linde«. Ein paar Kinder stehen neugierig am Straßenrand. Sie hoffen darauf, ein Wegegeld zu kassieren.

1954 bekommen die Kaltenbrunners Nachwuchs und ihre Tochter Marianne wird geboren.

Standort des Fotografen: 47.884388, 8.346461

Trachtengruppe vor dem Gasthaus »Linde« in der Oberen Hauptstraße, ca. 1950-1953

Verlag A. Rebholz / Stadtarchiv

Die Schrecken der NS-Diktatur und des Zweiten Weltkrieges lagen erst wenige Jahre zurück, als man sich in den 1950er Jahren nach einem Stück heiler Welt sehnte. Die Brauchtumspflege wurde wieder entdeckt, diesmal sollte sie – anders als in der NS-Zeit – unpolitisch sein. Die Trachtengruppe wurde wieder aktiv. Sie sollte auch dazu beitragen, den Fremdenverkehr zu beleben. Auf dem Foto stehen Mitglieder der Trachtengruppe vor dem Gasthaus »zur Linde«. Nicht zufällig posieren sie vor dem großen Nadelbaum, sollte er doch den »Schwarzwald« symbolisieren, in dem Löffingen angeblich lag.

Im Hintergrund ist das Haus Fechtig zu erkennen. In diesem Gebäude befand sich bis 1882 eine weitere Wirtschaft, nämlich das Gasthaus »zum Kranz«. Doch das war lange her. Als dieses Foto entstand gehörte das Haus der Witwe Maria Fechtig geb. Mogel (1895-?). Ihr Mann Johann Fechtig (1869-1943) war Zimmermeister gewesen. Fechtig genoss als gläubiger Katholik großes Ansehen: Viele Jahre war er Mitglied des katholischen Stiftungsrates und einer der »Himmelträger« bei den Fronleichnamsprozessionen gewesen. 

Standort des Fotografen: 47.884391, 8.346817

Fronleichnamsaltar vor dem Gasthaus »Linde«, ca. 1930-1940

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rolf Meßmer zur Verfügung.

An Fronleichnam ist vor dem Gasthaus »Linde« ein Stationenaltar aufgebaut. Eine Girlande schmückt die Fassade des Gasthauses. Ein paar Nadelbäume sind in das Straßenpflaster gesteckt, um den Altar einzurahmen.

Standort des Fotografen: 47.884380, 8.346499

Mehrbildkarte vom Gasthaus »Linde«, ca. 1972-1975

Stadtarchiv

Das Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) ist seit Generationen im Besitz der Familie Meßmer. Mit dieser Mehrbildkarte werben die Meßmers um Gäste ihres Gasthauses und ihrer Pension, nachdem sie ihr 1823 erbautes Stammhaus renoviert und modernisiert haben. Zu sehen ist eine Außenansicht des Gasthauses, dessen Fassade weiß gestrichen ist. Der Ökonomiebereich ist verschwunden. (Dass das Foto nach 1971 aufgenommen wird, ist auch daran zu erkennen, dass rechts neben der »Linde« das neu erbaute Geschäfts- und Wohnhaus Koch steht.)

Ein zweites Foto zeigt den »Speiseraum«, ein drittes Foto das »Gästehaus« (Stadionstr. 6), das früher der Familie Wurster gehörte und als »Haus Schönblick« firmierte. Abgebildet ist auch eine Ansicht des historischen Städtchens mit dem Mailänder Tor, den Häusern des Altstadtrings mit ihren Staffelgiebeln und dem Demetriusbrunnen.

Personengruppe vor dem Gasthaus »Linde«, ca. 1930

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Emma Kienzler zur Verfügung.

Eine Personengruppe steht vor der Eingangstür zum Gasthaus »Linde«. Die fünf Männer tragen alle Hüte, die einzige Frau einen Damenhut.

Wer weiß, wer die Personen sind?

Standort des Fotografen: 47.884380, 8.346499