Klassentreffen des Jahrgangs 1927/28 im Gasthaus »Linde«, ca. 1967

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Bernhard Adrion, Christoph Müller und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.

Der Jahrgang 1927/28 kommt zu einem Klassentreffen zusammen. Man trifft sich im Gasthaus »Linde«. 40 Jahre sind die ehemaligen Volksschüler*innen mittlerweile alt. Höchste Zeit, um Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit aufzufrischen und vergnügte Stunden miteinander zu verbringen.

1.Reihe, hockend, v.l.n.r.: 1 Walter Maier, 2 Eugen Schreiber
2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ??? (verdeckt), 2 Lina Hörner (geb. Kirner), 3 Elisabeth Müller (geb. Egle, 1927-2020), 4 Irma Adrion (geb. Schmid, 1927-2019), 5 Berthold Ganter
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Werner Zepf, 2 Maria Benz, 3 Erich Längin, 4 Anneliese Waibel (?-1995), 5 Hildegard Münzer, 6 Theo Walz
4.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Walter Selb, 2 Walter Hörtner (halb verdeckt), 3 Eugen Mayer (halb verdeckt), 4 Waldemar Vetter

Standort des Fotografen: 47.884272, 8.346591

4 Fotos: Blick vom Reichberg auf das Städtchen, ca. 1961/62

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Da, wo die Göschweiler Straße einen Bogen macht und zum Reichberg hinaufführt, steht der Fotograf und nimmt hintereinander vier Motive auf. Welches wohl das schönste ist? Das wird sich erst zeigen, wenn der Film entwickelt und die Bilder abgezogen sind.

Alle vier Fotos zeigen den Blick auf das Städtchen. Im Vordergrund ist das Gewann »Breiten« zu sehen, das noch unbebaut ist. Wenige Jahre später wird auf den Wiesen und Feldern ein Neubaugebiet entstehen. Eine erste Baugrube wird gerade ausgehoben, wie auf dem obersten Foto zu erkennen ist. Die Baugrube könnte zum Haus von Säger Alfred Fehrenbach (Hebelstr. 17) gehören, das 1962 gebaut wird.

Auf allen Bildern der Fotoserie ist die Gesamtansicht durch die Bäume der Göschweiler Straße im Vordergrund eingerahmt. Ihre Blätter und ihr Schattenwurf, aber auch die Büsche beleben das Motiv. Der Kirchturm erstrahlt in frischem weiß, 1961 wurde er verputzt und gestrichen. Das Alenbergwäldchen und die »Hasle« sind hinter den Häusern des Städtchens zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.880697, 8.340232

Unterer Rathausplatz mit Demetriusbrunnen und Rathaus, ca. 1969

Sammlung Familie Waßmer

In die Mitte des Fotos rückt der Fotograf den 1954 neu geschaffenen Demetriusbrunnen. Bei einem Bombenangriff 1945 war der alte Brunnen zerstört worden, nur die Statue des Demetrius blieb unversehrt. Sie thront auch auf der neuen Brunnensäule wieder und die Lanze des Demetrius ragt wie eh und je in den Himmel.

Der Brunnen teilt das Foto in zwei Hälften: Links ist das Café und die Bäckerei Fuß (Rathausplatz 5) zu sehen. Der markante Staffelgiebel schließt die Häuserzeile zum unteren Rathausplatz hin ab. Rechts ist das mächtige Rathausgebäude zu erkennen, vor dem das Kriegerdenkmal zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 steht. Während sich am linken Bildrand die 1921/22 erbauten Häuser der Demetriusstraße erstrecken, ist am rechten Rand die »alte Sonne« zu sehen.

Mitten auf dem unteren Rathausplatz steht eine Straßenlaterne und ein Wegweiser. Holzgeschnitzte Schilder weisen den Weg zum Gasthaus »Pilgerhof« und zur Wallfahrtskirche Witterschnee. Ein modernes Straßenschild zeigt auswärtigen Gästen die Richtung zum 1968 eröffneten »Wildpark« an.

Standort des Fotografen: 47.883734, 8.343700

Café Fuß am unteren Rathausplatz, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

»Bäckerei« und »Kaffee« steht an die Fassade geschrieben. Das nach dem Großbrand 1921 neu erbaute Haus Fuß (Rathausplatz 5) dominiert mit seinem markanten Staffelgiebel den unteren Rathausplatz. Links und rechts des Eingangs stehen zwei Bäumchen. Hoch oben auf dem Dach ist ein Maien zu sehen, der gesteckt wurde! Er ist vermutlich auch der Anlass, dass das Foto überhaupt aufgenommen wird.

Links fällt der Blick in die Demetriusstraße. Der ebenfalls nach dem Großbrand 1921 geschaffene Straßenzug ist an seinen Staffelgiebeln zu erkennen. Der Blick endet beim Haus Götz (Demetriusstr. 4), das 1921 nicht abbrannte, aber nach dem Brand 1907 neu erbaut worden war.

Standort des Fotografen: 47.883892, 8.343751

Schulklasse, ca. 1962

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christoph und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.

Ob auch hier der Schulfotograf im Haus ist, um ein offizielles Klassenfoto aufzunehmen? Oder ob doch eher der Lehrer selbst zum Fotoapparat greift, um seine Klasse zu fotografieren?

In ihrem Klassenzimmer in der Volksschule haben sich diese Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 1952/53 jedenfalls für ein Foto versammelt. Es ist Winter. Warum die Mädchen und Jungs aber im Klassenzimmer ihre Winterjacken an und Mützen und Kopftücher auf haben, ist unbekannt. An der Wand im Hintergrund hängen eine Rollkarte mit dem Alphabet in Schönschrift und gerahmte Schülerarbeiten aus dem Kunstunterricht.

Es ist die erste Schulklasse, die statt acht Volksschulljahre neun Schuljahre die Schulbank drückt.

1.Reihe, hockend/knieend, v.l.n.r.: 1 Renate Adrion (verh. Schelb), 2 Margarete Trenkle (verh. Zimmermann), 3 Christine Längin (verh. Schlegel, verstorben), 4 Marianne Wössner, 5 Christa Rogg (verh. Strobel), 6 Anni Kühn (verh. Hauger), 7 Hilda Leitold (verh. Köpfler), 8 Karin Empel, 9 Klaus Lux (geb. 1952), 10 Gretel Bader (verh. Kaltenbach)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Silvia Keller (verh. Benz, geb. 1953), 2 ???, 3 Hansjürgen Waibel (verstorben), 4 Peter Frey (verstorben), 5 Christian Bayer, 6 Herbert Lehmann (1952-2009), 7 Martin Dieterle, 8 Walter Köpfler, 9 Franz Müller, 10 Doris Kuster, 11 Ulrika Winkler
3.Reihe, v.l.n.r.:
1 Cornelia Heiler (verh. Wiggert, 1952-2014), 2 Gerhard Göpper (geb. 1953), 3 Alfons Durst, 4 Ulrike Lüdemann
4.Reihe, v.l.n.r.:
1 [Gerald Münzer, geb. 1952], 2 Otmar Heiler

Standort des Fotografen: 47.882425, 8.347912

Hexengruppe im Gasthaus »Gebert«, ca. 1965

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Lothar Baader zur Verfügung.

Noch heißt das Gasthaus in der Oberen Hauptstraße »Gebert« und nicht »Hexenschopf«, aber schon lange ist es das Vereinslokal der Hexengruppe. Einmal mehr sitzt man zusammen, diesmal um verdiente Mitglieder für ihre 25-jährige Mitgliedschaft zu ehren. Sie bekommen eine geschnitzte Miniatur-Hexe überreicht. Sieben Exemplare stehen auf dem Tisch. Die Geehrten (bzw. ein Teil von ihnen) sitzt und steht dahinter. Und natürlich darf auf dem Foto die Wirtin des »Gebert«, Josefa Geisinger, nicht fehlen!

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Walter Müller, 2 Fritz Adrion (Senior, 1897-1971), 3 Adolf Kaufmann (1925-1976), 4 Hermann Fehrenbach
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Oskar Baader, 2 Hermann Geisinger (1926-1989), 3 Gastwirtin Josefa Geisinger, 4 Albert Kienzler (abgeschnitten)

Standort des Fotografen: 47.884489, 8.346645

Clubhaus des Fußballclub beim Sportplatz, ca. 1960-1965

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

»Haslachstadion« ist an den Seitengiebel des kleinen Clubhauses geschrieben, das am Rande des 1924 erbauten Sportplatzes steht. 1960 wurde es errichtet und rechtzeitig zum 40. Vereinsjubiläum eingeweiht. Clubhaus und Aschebahn wurden damals »als Sensation in der näheren und weiteren Umgebung empfunden«, wie es in der Festschrift heißt.

Bereits acht Jahre später genügt das Clubhaus nicht mehr den gewachsenen Ansprüchen. Deshalb schafft der Fußballclub 1968 in Eigeninitiative ein neues, größeres Clubhaus. Über 5.000 freiwilige Arbeitsstunden fallen an, bis das neue Vereinsheim eingeweiht werden kann.

Standort des Fotografen: 47.883124, 8.351189

Fußballmannschaft »Mailand-Alenberg«, ca. 1963

Dieses Foto stellten dankenwerterweise Helga Küßner und Christa Egle zur Verfügung.

Die Mannschaft »Mailand-Alenberg« tritt gegen die Mannschaft »Städtle-Schlempental« an. Es geht um alles… nämlich um einen Wanderpokal – und natürlich um ganz viel Spaß!

V.l.n.r.: 1 Bernd Vetter, 2 Helmut Gromann (1932-1996), 3 Eugen Fehrenbach, 4 Hans-Peter Fehrenbach (1939-2013), 5 Hans Küßner (1937-2020), 6 Dieter Küßner, 7 Dieter Lasson, 8 Bruno Schwanz (1936-2018), 9 Alfred Berger (geb. 1932), 10 Torwart Werner Schiehle (1929-2009), 11 Franz Braun (1937-2021), 12 Hermann Fehrenbach (geb. 1925)

Standort des Fotografen: 47.882773, 8.350707

»Gottlieb« und Postamt am oberen Rathausplatz, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Zwischen dem Gasthaus »Löwen« und der »alten Sonne« steht der Fotograf und richtet seine Kamera frontal auf die gegenüberliegende Häuserzeile, während er das Rathaus am linken Bildrand anschneidet. Das Lebensmittelgeschäft »Gottlieb« (Rathausplatz 3) ist links zu sehen, erkennbar an seinem breiten Schaufenster und der gestreiften Markise, über der der Schriftzug »Gottlieb« prangt. Rechts steht das Postamt (Rathausplatz 2), was von dieser Perspektive aus nur der Briefkasten an der Hausecke verrät.

Nur noch wenige Menschen werden vermutlich wissen, dass die beiden Häuser einst eine Einheit bildeten, damals, als sich darin noch das Fürstenbergische Amtshaus befand. Im linken Gebäudeteil war der Ökonomiebereich. Nach Auflösung des Fürstentums Fürstenberg kam Löffingen 1806 zum neu gegründeten Großherzogtum Baden. Auch das ist längst schon wieder Geschichte: Jetzt gehört Löffingen zum 1952 geschaffenen Bundesland Baden-Württemberg.

Auf dem oberen Rathausplatz steht der Rathausbrunnen, mit der Brunnenfigur der »Schnitterin«. Auf dem Platz und auch im Rathaus, dessen Erdgeschoss als Markthalle diente, wurden bis zur Jahrhundertwende die regional bedeutsamen Kornmärkte abgehalten. Jetzt befinden sich hier Geschäftsräume der Volksbank.

Standort des Fotografen: 47.883801, 8.344839

Polterabend im Gasthaus »Linde«, ca. 1965

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Renate Fehrenbach zur Verfügung.

Früher haben sie gemeinsam die Schulbank in der Volksschule gedrückt, heute sitzen sie im Gasthaus »Linde« zusammen. Der Jahrgang 1941 feiert Polterabend, denn ein*e Klassenkamerad*in heiratet. »Linden«-Wirtin Paula Meßmer steht bei der Gruppe, um sich zu unterhalten oder Essenswünsche aufzunehmen.

V.l.n.r.: 1 ???, 2 Brigitte Schweizer (verh. Sahr), 3 Gerd Fritsche, 4 Willi Fehrenbach (1941-2018), 5 Christel Jordan (verh. Kaiser), 6 Hans Riedlinger, 7 »Linden«-Wirtin Paula Meßmer (geb. Kaier, 1903-1984), 8 [Dieter Hofmann?], 9 Roswitha Schmid (verh. Steidle), 10 Lisbeth Guth

Standort des Fotografen: 47.884277, 8.346477

Fronleichnamsaltar vor der »alten Sonne«, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Die katholische Kirchengemeinde feiert das Fronleichnamsfest. Das Städtchen ist entlang der Prozessionsstrecke festlich geschmückt. Mehrere Stationenaltäre sind aufgebaut, wie hier auf dem oberen Rathausplatz vor der »alten Sonne« (Rathausplatz 9-10).

Ein Blumenteppich führt zum Altar hin. Die bunten Blüten formen einen Kelch, über dem eine Eucharistie im Strahlenkranz schwebt. Der Altar wird von Nadelbäumen eingerahmt, die in das Straßenpflaster gesteckt sind. Die Fassade im Hintergrund ist mit Reisiggirlanden und kleinen Fähnchen geschmückt. Eine Gruppe Jungen steht – festlich gekleidet – neben dem Altar und betrachtet den Blumenteppich.

Zu sehen sind u.a. Werner Hasenfratz, Heinz Hauger und Bernhard Adrion.

Standort des Fotografen: 47.883835, 8.344747

Unterer Rathausplatz mit viel Schnee, ca. 1965

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.

Eine neue Ansichtskarte mit winterlichem Motiv muss her! Wie gut, dass es kräftig geschneit hat – und der Himmel zudem bedeckt ist. Kurzum: Es herrschen ideale Bedingungen, um die Winterlandschaft im Städtchen in einem Foto einzufangen.

Und welche Kulisse böte sich mehr an, als das Mailänder Tor mit den angrenzenden Häusern, die den Stadtring bilden? Zwischen den verschneiten Dächern kommen die Staffelgiebel hübsch zur Geltung. Und der Demetriusbrunnen belebt den Vordergrund. Der Helm der Demetrius-Statue ist auch weiß gepudert.

Die Ansichtskarte mit dem winterlichen Motiv wird am 29. Oktober 1968 versendet.

Standort des Fotografen: 47.883708, 8.343595