Zwei Kinder mit Fahrrad in der Demetriusstraße, ca. 1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gudrun Wörner zur Verfügung.

Zwei Kinder stehen in der Demetriusstraße. Der Junge, der stolz sein Fahrrad präsentiert, ist Diethelm Fuß, der gleich nebenan im Haus der Bäckerei Fuß (Rathausplatz 5) aufwächst. Der Junge links ist Guido Ganter.

Beim Haus der Metzgerei Rohrer (Rathausplatz 4) ist rückseitig ein Flachbau angebaut, der noch nicht verputzt ist. Auch auf der anderen Straßenseite wird gerade gebaut: Beim Haus Scholz (Demetriusstr. 7) ist die Fassade eingerüstet und wird renoviert. Dahinter ist die Molkerei (Demetriusstr. 6) zu sehen. Auf der Verladerampe stehen Milchkannen bereit. Am Ende der Straße ist das Haus Götz (Demetriusstr. 4) zu erkennen. Bereits von weitem ist der Schriftzug »Elektro-Götz« über dem Schaufenster zu lesen.

Standort des Fotografen: 47.884124, 8.344100

Arbeiter beim Verlegen einer Drainage in den »Bitten«, 1934

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Franz und Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

In der »Bittenwiese« wird eine Drainage verlegt. Mit Pickel und Schaufel bewaffnet, graben sich die vier Männer in das Erdreich.

V.l.n.r.: Hermann Trenkle (1912-?), Alfred Bader, Richard Rösch (?-1944 vermisst) und Landwirt Robert Rosenstiel (1900-?).

Im Hintergrund ist das Haus Selb (Obere Hauptstr. 12) und das Haus Heizmann (Festhallenstr. 1) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883929, 8.346776

Baugrube hinter dem Haus Limb in der Demetriusstraße, ca. 1961/62

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gudrun Wörner zur Verfügung.

In der Demetriusstraße wird hinter dem Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) gebaut. Ein tiefes Loch klafft in der Straße. Friseurmeister Julius Limb (1883-1968) ist in seinem weißen Kittel aus dem Haus getreten, um nach dem Rechten zu schauen. Er wird von seinem Hund und dem kleinen Klaus-Peter Wörner begleitet, für den die große Baugrube natürlich spannend ist.

Standort des Fotografen: 47.883425, 8.343477

Fronleichnamsprozession in der Unteren Hauptstraße mit Bombenkrater, 1946

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Beate und Franz Hofmeier zur Verfügung.

Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Aber die Kriegsschäden sind auch noch ein Jahr später im Städtchen sichtbar. Auf dem unteren Rathausplatz klafft ein großer Bombentrichter. Ein Volltreffer im Frühjahr 1945 hatte den (alten) Demetriusbrunnen zerstört und Teile der Bachüberdeckung aufgerissen. Inzwischen ist wieder Normalität eingekehrt. Die Fronleichnamsprozession zieht durch die Untere Hauptstraße in Richtung Maienland. Vom Mailänder Tor aus hat der Fotograf einen guten Blick auf die Gläubigen der katholischen Pfarrgemeinde, die vorüber ziehen.

Standort des Fotografen: 47.883960, 8.343670

2 Fotos: Kanalbau im Baugebiet Reichberg IV, 1983

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Heiner Wider zur Verfügung.

Das Neubaugebiet Reichberg IV wird erschlossen. Das Bauunternehmen Wider führt die Tiefbauarbeiten aus und verlegt den Abwasserkanal. Wegen des Gefälles müssen die Rohre in diesem Bereich des Neubaugebietes besonders tief gelegt werden.

Standort des Fotografen: ???

Sanierung des Waldbades, 1969

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Werner Lubrich zur Verfügung.

Das 1935 eröffnete Waldbad ist in die Jahre gekommen und muss grundlegend saniert werden. Die Badesaison 1969 fällt aus, das Bad bleibt für Besucher geschlossen. Das Becken wird erneuert, eine Wasserumwälzanlage und eine Heizung werden eingebaut. Die alten Gebäude mit den Umkleidekabinen und Duschen, die sich an der Süd- und Ostseite befunden haben, werden abgerissen. Stattdessen wird ein neues Gebäude an der Nordseite errichtet. Die Umbaumaßnahmen werden 1970 mit dem Anschluss des Waldbades an das Trinkwassersystem abgeschlossen. Im selben Jahr wird die DLRG-Ortsgruppe Löffingen gegründet.

Standort des Fotografen: 47.899457, 8.332223

Neubau von Klaus Wider auf dem Reichberg, ca. 1974-1980

 

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Sigrid und Eugen Fehrenbach zur Verfügung.

Klaus Wider, seit 1974 Hexenchef, baut auf dem Reichberg ein neues Wohnhaus. Die Löffinger Hexen laden sich schon einmal ein und stellen im Garten ein Bauschild auf. Die Inschrift erinnert den Bauherr daran, dass sein Haus nach der Fertigstellung nicht nur als Wohnhaus, sondern darüberhinaus als »Herberge« für die Hexengruppe dienen wird.

Die Hexen sind nämlich nach der Schließung des Gasthauses »Gebert«, das sie selbst kurzerhand »Hexenschopf« nannten, auf der Suche nach einem neuen Stammlokal. Einige Jahre später eröffnet ein neuer Besitzer die Gaststätte als »Hexenschopf« wieder. Da haben die Hexen aber längst eine neue »Herberge« gefunden.

Standort des Fotografen: 47.878142, 8.343773

Bau des Realschulgebäudes in der Festhallenstraße, 1972

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Renate Meder zur Verfügung.

Nein, der höchste Punkt, den eine Löffinger Hexe erreichen kann, ist nicht auf dem Hexenwagen und auch nicht auf der Fasnachtsbühne oben auf der Pyramide bei der Walpurgisnacht. Auch die Hexenfigur auf dem 1975 errichteten Hexenbrunnen erreicht nur eine Höhe von drei Metern. Der höchste Punkt ist auf diesem Foto zu sehen.

Man muss schon genau hinschauen, um die Hexe zu entdecken, die an dem Baukran baumelt. In schwindelerregender Höhe schwebt sie über der Baustelle der künftigen Realschule in der Festhallenstraße und zeigt allen an, dass Fasnacht ist.

Standort des Fotografen: 47.883753, 8.348594

Festausschuss des Sängerfestes vor der Festhalle, 1927

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Else Egle, Hermann Egle, Maria Kuster und Maria Wider zur Verfügung.

Vom 30. Juli bis 1. August 1927 findet das Schwarzwaldgau-Sängerbundesfest in Löffingen mit mehreren Tausend Teilnehmern statt. Schauplatz des Preis-Wettsingens der Chöre und des Festkonzertes ist die neu erbaute Festhalle. Vor ihrem Eingang haben sich die Mitglieder des Festausschusses zu einem Erinnerungsfoto aufgestellt.

1.Reihe, v.l.n.r.: Albert Benitz, Hauptlehrer Alfred Zwingert, Friseurmeister Julius Limb, Kaufmann Joseph Benitz, Schneidermeister Hermann Ganter
2.Reihe, v.l.n.r.: ??? Wölfle, Josef Kuster, Tierarzt Eugen Karl Wallraff (1882-1948), Heinrich Wider, Karl Hasenfratz II

Standort des Fotografen: 47.883018, 8.347587

Festhalle und Schule im Rohbau, 1927

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.

Bislang ist nur die Festhalle fertiggestellt, während von der Schule nur der Rohbau steht. Aber schon jetzt werden Teile des Gebäudes genutzt, wie an der geschmückten Fassade und der Menschenmenge zu erkennen ist. Denn in Löffingen findet das dreitägige Schwarzwaldgau-Sängerbundesfest statt, an dem rund 2.500 Sänger teilnehmen. Am 29. Juli 1927 findet die Begrüßungsfeier in der Festhalle statt. Am nächsten Tag werden in der Halle die Wettgesänge der Chöre ausgetragen: »In der Klasse einfacher Volksgesang beteiligten sich 20, Erschwerter Volksgesang 10, Kunstgesang 6, Schwieriger Kunstgesang 2 Vereine und in der Ehrenklasse 1 Verein, insgesamt also 39.« Die Festhalle ist bis auf den letzten Platz besetzt. Am Nachmittag ist die Festhalle Schauplatz eines Konzertes und auch Ort der Preisverleihung an die Chöre.  

Standort des Fotografen: 47.882556, 8.345269

Abbruch der Ökonomie vom Haus Mayer, Frühjahr 1980

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Verena Neumann zur Verfügung.

Einen ähnlichen Anblick bot der Ökonomiebereich vom Haus Mayer (Demetriusstr. 17) schon einmal: Bei einem Bombenangriff im Frühjahr 1945 wurde das – größtenteils – holzverschindelte Dach abgedeckt und das Gebäude auch sonst stark beschädigt. Nach dem Krieg wurde es wiederhergestellt und später mit Ziegeln eingedeckt.

35 Jahre nach Kriegsende werden Scheuer und Stall abgerissen. Ursula Weißenfels, die Tochter von Gottlieb und Luise Mayer, errichtet zusammen mit ihrem Ehemann Lothar Weißenfels einen Neubau neben ihrem Elternhaus. Das Foto zeigt die Rückseite von der Ringstraße aus.

Standort des Fotografen: 47.883498, 8.343084

Abbruch der Ökonomie vom Haus Mayer in der Demetriusstraße, Frühjahr 1980

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Verena Neumann zur Verfügung.

Nur noch die Scheunentore des Ökonomiebereichs vom Haus Mayer (Demetriusstr. 17) stehen noch, die restliche Scheune ist bereits abgerissen. Ursula Weißenfels, die Tochter von Gottlieb und Luise Mayer, errichtet zusammen mit ihrem Ehemann Lothar Weißenfels einen Neubau neben ihrem Elternhaus. Die neuen Räumlichkeiten nutzen sie als Wohnung und Physiotherapiepraxis. Im Neubau findet auch die Druckerei von Conrad Bader und ein kleiner Weinladen von Familie Benitz ihren Platz.

Am Bildrand links ist das ehemalige Gasthaus »zum Adler« zu sehen, zu dem auch die frühere »Adler«-Scheune (Demetriusstr. 16) gehört, die am rechten Bildrand, leicht hinter Bäumen versteckt, zu erkennen ist. Auch sie wird kurze Zeit später abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Axel Smidt nutzt die neuen Räumlichkeiten für sein Brillenmode-Geschäft »Axel S.«. 

Standort des Fotografen: 47.883663, 8.343602