Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Anlässlich ihres 40. Geburtstages versammeln sich die Angehörigen des Geburtsjahrgangs 1941/42 zu einem Klassentreffen. Auf den Treppenstufen vor der Festhalle stellen sie sich für ein Erinnerungsfoto auf.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Gerda Stöhr (1941-2010), 2 Elvira Schultheiß, 3 Rosemarie Jester, 4 Eugen Heizmann (1942-2018), 5 Helga Dorer 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Dietmar Münzer, 2 Irmgard Bader, 3 Hansjörg Schweizer, 4 Brigitte Gromann, 5 Günter Witt, 6 Rudolf (Rudi) Jordan (1942-2024) 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Klaus Kuhlmann, 2 H. P. Baumgart, 3 Alexander Nüssle (1941-2013), 4 Peter Vierlinger (1942-1990), 5 Hans Heckle, 6 Klaus Fritsche (1942-2014)
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.
Die Musiker der Stadtmusik versammeln sich vor der Festhalle zu einem Gruppenfoto. Dabei darf natürlich der Schellebaum nicht fehlen, der um 1870 von Handwerkern gestiftet worden sein soll. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war die Stadtmusik bereits 1946 auf Initiative von Franz Zepf hin wieder gegründet worden. Er wirkte als Dirigent und Vorsitzender und konnte 1948 dem aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrenden Rupert Hepting einen gut gehenden Verein übergeben. Erster Vorsitzender wurde Ernst Geisinger. Bis 1964 amtiert Hepting und übergibt dann nach insgesamt 31 Jahren den Dirigentenstab an den aus Mannheim stammenden Musiklehrer Artur Grübel (1919-1993).
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Heinrich Thoma, 2 Johann Maier senior, 3 Konrad Sibold, 4 Ferdinand Hasenfratz, 5 Ewald Hepting, 6 Rupert Hepting (Dirigent), 7 Ernst Geisinger (Vorsitzender), 8 Josef Hasenfratz, 9 Franz Rappenegger, 10 Franz Zürcher, 11 Johann Beha 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Berthold Fehrenbach, 2 Waldemar Zürcher, 3 Hermann Beha, 4 Hermann Jordan, 5 Johann Maier, 6 Lothar Zepf, 7 Waldemar Zepf, 8 Franz Zepf, 9 Franz Faller, 10 Hans Kaufmann 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anton Maier, 2 Adolf Heizmann, 3 Dieter Gauger, 4 Adolf Heiler, 5 Walter Müller, 6 Werner Hepting, 7 Franz Rosenstiel, 8 Karl Glunk, 9 Edmund Jordan, 10 August Limb
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.
Die Mädchen und Jungen des Geburtsjahrgangs 1941/42 versammeln sich zu einem Klassenfoto vor dem Schuleingang. Die Mädchen halten ihre Hände hinter den Rücken, die Jungs verschränken ihre Arme vor der Brust. Die Schüler*innen wurden im Herbst 1948 eingeschult. Ihre Schulzeit wird wegen der Schulreform ein halbes Jahr kürzer sein, denn sie werden bereits Ostern 1956 aus der Schule entlassen.
Der Rundbogen des Eingangsportals im Hintergrund ist mit Holzbrettern verschalt, ein Sprossenfenster ist eingesetzt, bei dem jedoch eine Glasscheibe herausgebrochen und notdürftig repariert ist. Offenbar handelt es sich um ein Relikt aus Kriegstagen, als das Gebäude gegen Bombardements geschützt werden sollte. Der Gebäudekomplex von Schule und Festhalle diente damals auch als Umsiedlungslager für so genannte Volksdeutsche.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Brigitte Gromann, 2 Helga Dorer (verh. Beha), 3 Elvira Schultheiss (verh. Laufer), 4 Waltraud Berger, 5 Gerda Stöhr, 6 Rosemarie Jester, 7 Irmgard Bader, 8 Bärbel Dell, 9 Helga Zimmermann, 10 Helga Reichenbach 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hans Peter Baumgart, 2 Klaus Fritsche, 3 Rudolf (Rudi) Jordan (1942-2024), 4 Anton Winter, 5 Hans-Jürgen Schweizer, 6 Dietmar Münzer, 7 Eugen Heizmann, 8 Gunter Wetzel, 9 Peter Vierlinger 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Karl Hasenfuß, 2 Hans Heckle, 3 Alex Nüssle, 4 Reinhold Höfler, 5 Klaus Kuhlmann, 6 ??? (Neffe von Pfarrer Weickhardt), 7 Jochen Büdow, 8 Klaus Tschiggfrei
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Vom oberen Rathausplatz fällt der Blick auf die verschneiten Häuser der Demetriusstraße. Während die Straße schon weitgehend freigeräumt ist, liegt die weiße Pracht noch auf den Dächern, den Staffelgiebeln, aber auch auf den beiden Bäumen vor der Freitreppe des »Stadtbaus« (Demetriusstr. 1). Daneben schließend sich die Häuser des Sattlermeisters Ernst Krauß (Demetriusstr. 2) und des Schneidermeisters Otto Schmitt (Demetriusstr. 3) an. Der Fotograf des Bildes ist der Buchbinder Albert Rebholz (1907-1962), der sich im Städtchen umschaut, auf der Suche nach schönen Motiven für Ansichtskarten.
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Im früheren Fürstenbergischen Amtshaus (Rathausplatz 2 und 3) haben sich einige Veränderungen ergeben. Ursprünglich hatten beide Hälften des Doppelhauses eine Einheit gebildet. Dann wurde das Gebäude 1866 geteilt. Seitdem wurde vor allem die linke Gebäudehälfte baulich stark verändert, so dass kaum mehr zu erkennen ist, dass die Doppelhaushälften einst zusammengehörten.
1958 zog die Post aus der linken Hälfte in die rechte, wo ihr größere Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Ein Schild mit der Aufschrift »POST« hängt an der Hauswand. Daneben steht an der Hausecke eine Litfaßsäule, an der Bekanntmachungen und Werbung angeschlagen wird. Die linke Gebäudehälfte erwarb die Freiburger Firma Gottlieb GmbH. Sie baute das Erdgeschoss zu seinem modernen Supermarkt aus. Eine breite Schaufensterfront ermöglicht es nun, die Waren darzubieten.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Stattlich wirkt der »Stadtbau« (Demetriusstr. 1), der nach dem Großbrand 1907 am oberen Ende des Rathausplatzes gebaut wurde. Das im Jugendstil errichtete Gebäude verfügt über eine große Freitreppe und einen schmucken Erker, unter dem das in Stein gemeißelte Löffinger Wappen angebracht ist. Im Erdgeschoss befindet sich das Friseurgeschäft von Bernhard Studer.
Durch den hohen Baum ist das Nachbarhaus von Sattlermeister Ernst Krauß (Demetriusstr. 2) verdeckt. Gut zu erkennen sind aber das Haus von Schneidermeister Otto Schmitt (Demetriusstr. 3) und das Haus von Elektromeister Karl Götz (Demetriusstr. 4). Der »süße Winkel« wird diese Ecke genannt. Vor dem Großbrand von 1907 war der Altstadtring an dieser Stelle noch geschlossen- Beim Wiederaufbau wurde einer der Brandplätze nicht wieder bebaut und dadurch eine Zufahrt zur Ringstraße geschaffen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gerald Münzer zur Verfügung.
»Das Beste am ganzen Tag, das sind die Pausen. Das war schon immer in der Schule so…« Lange bevor Roy Black 1971 dieses Liedchen mit der zehnjährigen Anita trällert, scheinen diese fünf Jungs ihre Pause zu genießen. Sie sitzen auf den Treppenstufen vor der Volksschule, haben den Schulranzen neben sich hingeworfen und albern miteinander herum. Sie ziehen sich an den Haaren und lachen. Vielleicht sind ja auch bald Sommerferien? Denn: »Das Schönste im ganzen Jahr, das sind die Ferien, dann ist sogar auch unser Lehrer froh.« Die Jungs sind Jahrgang 1942.
1. Reihe, v.l.n.r.: Klaus Kuhlmann, Klaus Tschiggfrei 2. Reihe, v.l.n.r.: Dietmar Münzer (halb verdeckt), Rudi Jordan, Alex Nüssle
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Erster Schultag! Vor der Grundschule haben sich die Erstklässler für ein Erinnerungsfoto aufgestellt. 24 Kinder lächeln in die Kamera und manche Zahnlücke wird dabei sichtbar. Stolz halten sie ihre Schultüte in Händen. Die Klasse wird von der Lehrerin Maria Waßmer übernommen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Erster Schultag! Vor der Grundschule haben sich die Erstklässler für ein Erinnerungsfoto aufgestellt. 21 Kinder lächeln in die Kamera und manche Zahnlücke wird dabei sichtbar. Stolz halten sie ihre Schultüte in Händen. Die Klasse wird von dem Lehrer Werner Waßmer übernommen. Der Grund- und Hauptschullehrer wird sich wenige Jahre später weiter qualifizieren und als Realschullehrer an die neu erbaute Realschule wechseln.
1.Reihe, v.l.n.r.: Norbert Schäfer, Beatrice Dörflinger, Pia Fehrenbach, Jürgen Feudenberg, Christoph Müller 2.Reihe, v.l.n.r.: Heike Fuß, Frank Griesser, Angelika Beha, Johannes Wetzel, Detlef Beck, Thomas Riegger 3.Reihe, vl.n.r.: Annette Fritsche, Karola Benz, Annette Wieland, Johannes Winkler, Ingo Küßner 4.Reihe, v.l.n.r.: Uwe Streit, Heiko Ludwig, Christian Hasenfratz, Diana Farace, Elisabeth Ratzer
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sonja Schwörer geb. Vogt zur Verfügung.
Als ob sie Carl Spitzwegs berühmtem Gemälde »Der Sonntagsspaziergang« entsprungen wäre, steht sie da: Elisabeth Vogt geb. Hermann (1929-1969). Freilich läuft sie nicht jeden Tag im Biedermeierkleid und mit Sonnenschirm durch das Städtchen. Aber es ist Fasnacht, wie der Schnee auf den Stufen der Freitreppe vom »Stadtbau« (Demetriusstr. 1) verrät.
1952 hatte Elisabeth Hermann Franz Vogt (1920-1971) geheiratet. Die Trauung fand in Beuron statt. Das Ehepaar bekommt neun Kinder: Sonja, Alfred, Harald, Wolfgang, Karin, Barbara, Rainer, Dietmar und Michael. Die Kinder trifft ein harter Schicksalsschlag, denn sie verlieren früh beide Eltern: Elisabeth Vogt stirbt am 8. Mai 1969 im Alter von nur 39 Jahren. Zwei Jahre später stirbt auch Franz Vogt. Die meisten Kinder kommen zu Pflegefamilien.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.
Die Stadtmusik marschiert durch die Untere Hauptstraße. Vorneweg wird der Schellenbaum getragen, der um das Jahr 1870 von den Löffinger Handwerkern gestiftet sein soll. Der Dirigent ist Rupert Hepting (1905-1990). Die Musiker ziehen am »alten Benz-Bau« (Untere Hauptstr. 8) vorbei und sind an der Kreuzung zur Seppenhofer Straße angelangt. Aus welchem Anlass die Stadtmusik aufspielt, ist unbekannt. Eventuell umrahmt sie die Beerdigung von dem verstorbenen Lehrer Eugen Steidlinger (1873-1939), der am 14. Dezember 1939 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zu Grabe getragen wird.
Eindeutig ist, dass das Foto in der Zeit des Nationalsozialismus entstanden ist. Denn an dem hölzernen Masten, der auf der linken Straßenseite steht, ist ein antisemitisches Schild angebracht: »Juden sind hier nicht erwünscht«, ist darauf zu lesen. Auch wenn in Löffingen in den 1930er Jahren keine jüdischen Einwohner leben, so ist doch die öffentliche Diskriminierung von Juden unübersehbar. Gleich mehrere antisemitische Straßenschilder sind in dieser Zeit an den verschiedenen Ortseingängen angebracht.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Der Buchbinder Albert Rebholz (1907-1962) heiratet die aus Bochum stammende Rita geb. Wittler (geb. 1938). Die Braut war als Kleinkind mit ihrer jung verwitweten Mutter Klara Wittler geb. Assmuth (1907-1999) nach Löffingen gezogen. Ihre Mutter hatte sich hier mit dem Sägearbeiter Anselm Zepf (1898-1989) verheiratet und die Familie lebte gemeinsam in der Maienlandstraße. Vor dem Haus Zepf hat sich das Brautpaar Rebholz-Wittler nun mit der Hochzeitsgesellschaft zu einem Erinnerungsfoto aufgestellt.
Auf der Treppe, v.l.n.r.: Wolfgang Zepf, Anselm Zepf, Klara Zepf, Rosa Hauser geb. Rebholz (1923-1999), Johanna Rebholz geb. Ganter (1913-2003), Anton Rebholz (1912-2001), ???, ???, Marie Rebholz (1904-1984)
Die Kinder in der ersten Reihe sind v.l.n.r. Cäcilie Rebholz (geb. 1953), Walter Hauser, Rosemarie Hauser (geb. 1949) und Clemens Rebholz (geb. 1949).
Das Ehepaar Rebholz baut eine Druckerei mit Schreibwarengeschäft auf. Doch Albert Rebholz erkrankt schwer und stirbt nach nur acht Ehejahren am 21. April 1962 im Alter von 55 Jahren. Die Witwe Rita Rebholz heiratet daraufhin fünf Jahre später ein weiteres Mal und gibt Josef Willmann das Ja-Wort.