Kommunionkind Friedhilde Rosenstiel mit Familie, 1942

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Vor der Haustür des Hauses Rosenstiel (Obere Hauptstr. 45) drängen sich 13 Personen auf der Treppe. Im Mittelpunkt steht die neunjährige Friedhilde Rosenstiel (1932-2004), die heute ihre Erstkommunion feiert. Sie ist auf den ersten Blick an ihrem weißen Kommunionkleid zu erkennen, an ihrer Kommunionskerze und ihrem Gebetsbuch, das sie in den Händen hält. Zusammen mit ihrer Familie und Verwandten stellt sie sich zu einem Gruppenfoto auf. Auch der polnische Zwangsarbeiter Leo Mientki, der bei den Rosenstiels in der Landwirtschaft arbeitet, darf mit auf das Foto, was aufgrund der NS-Rassenideologie, die Polen als »slawische Untermenschen« diskriminiert, nicht selbstverständlich ist.

Neben Friedhilde Rosenstiel sind u.a. ihre Eltern Robert Rosenstiel (1900-?) und Cäcilie Rosenstiel (geb. Winterhalder, 1901-?) zu sehen, ihr Bruder Franz Rosenstiel (1927-2006) sowie Maria und Rosa Hasenfratz, das Ehepaar Albert Henzler und Rosa Henzler (1900-?) und der Zwangsarbeiter Leo Mientki (1912-?).

Standort des Fotografen: 47.885243, 8.352674

Zwei Kinder auf dem Schulhof beim Rathaus, ca. 1890

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Michael Jakubaszek zur Verfügung.

Als dieses Foto aufgenommen wird, befindet sich im ersten Obergeschoss des Rathauses noch die Volksschule. Und die Freifläche zwischen dem Haus Sibold (Rathausplatz 8) und dem Gasthaus »Sonne« (Rathausplatz 9-10) wird als Schulhof genutzt. Auf dem kleinen Grundstück sind Bäume gepflanzt, die in den Pausen Schatten spenden. Zwei Kinder lassen sich hier fotografieren. Das Mädchen ist vermutlich Johanna Brugger (1881-1982) und der Junge ihr jüngerer Bruder Wilhelm Brugger (1887-1955).

Das Foto stammt aus dem Nachlass ihres gemeinsamen Bruders Josef Brugger (1883-1970), der in die USA ausgewandert ist.

Standort des Fotografen: 47.883600, 8.344334

Umzugswagen »Der Mai ist gekommen« in der Oberen Hauptstraße, Fasnacht 1927

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Das Motto der Fasnacht 1927 lautet: »Das altdeutsche Lied in Wort, Bild und Sang«. Das Motto wurde sicherlich mit Bedacht gewählt, da der Höhepunkt im diesjährigen Festkalender zweifelsohne das große Sängerfest darstellt, das im Sommer stattfinden wird. Insofern läuft man sich an Fasnacht schon etwas warm.

Der – von Pferden gezogene – Umzugswagen auf dem Foto ist denn auch einer von vielen, der ein Volkslied in Szene setzt. Sein Titel lautet: »Der Mai ist gekommen und Mädel komm zu mir«. Gerade steht der Wagen an der Kreuzung von Oberer Hauptstraße und Dittishauser Straße und wartet darauf, sich in den Fasnachtsumzug durch das Städtchen einzureihen. Der Mann, der neben dem Wagen posiert, ist Fritz Adrion sen.

Standort des Fotografen: 47.884848, 8.348614

Kommunionkind Gaby Vogt, 1959

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gaby Vogt zur Verfügung.

Die neunjährige Gaby Vogt (geb. 1950) strahlt über das ganze Gesicht. Kein Wunder, es ist ein besonderer Tag für sie, feiert sie doch heute ihre Erstkommunion. Die Verwandtschaft feiert mit ihr und sie wird reichlich beschenkt. Für das Foto legt ihr Bruder Wilfried Vogt seinen rechten Arm um sie.

Standort des Fotografen: 47.884197, 8.345331

Kommunionkinder des Jahrgangs 1914/15 bei der Kirche, 1925

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christa Egle und Gerda Isele zur Verfügung.

Nur gut, dass dieses Foto mit Kommunionkindern in mindestens zwei Familien über Generationen hinweg aufbewahrt wurde. Denn das eine Exemplar ist stark verschmutzt, stockfleckig und so verblichen, dass kaum Details mehr zu erkennen sind, während das andere Exemplar sehr gut erhalten ist.

Es ist eine der ältesten Gruppenfotos, die Kommunionkinder am »Weißen Sonntag« zeigen. Zusammen mit dem Pfarrer haben sich die Jungen und Mädchen neben der katholischen Pfarrkirche St. Michael aufgestellt. 29 Mädchen und nur 19 Jungen sind darauf zu sehen. Sie gehören vermutlich dem Jahrgang 1914/15 an. Der Pfarrer müsste Josef Schlitter (1877-1942) sein, der von 1923 bis 1927 in der Pfarrgemeinde Löffingen wirkte.

Wer erkennt die Erstkommunionkant*innen?
1.Reihe, v.l.n.r.:
2.Reihe, v.l.n.r.:
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 Erwin Egle, 12 ???, 13 Conrad Bader
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Hermann Schelling (1914-1998)

Zu dem Jahrgang gehören auch u.a. Josef Honold (1915-1967) und Willi Schmutz (1915-1992), der später Priester wird.

Besonders interessant ist der Hintergrund, der zwischen den hohen Bäumen durchschimmert. Das Gebäude links, von dem nur das Scheunentor zu erkennen ist, steht in der Bittengasse: Es ist das Haus von Landwirt Otto Benz und wird beim Brand in der Hafnergasse (Kirchstraße) 1929 zerstört. Hinter den Jungen in der letzten Reihe ragt das Dach des kleinen Schlachthauses (Bei der Kirche 3) hoch. Nur wenige Jahre später wird sich auch das »Hasle«-Wäldchen insofern verändern, als dass ein Teil der Bäume gefällt wird, um Platz für den Neubau der Festhalle und der Volksschule zu schaffen.

Standort des Fotografen: 47.882745, 8.344502

Blick in die Kirchstraße, ca. 1955

Verlag A. Rebholz

Der Standort für die Aufnahme ist so gewählt, dass beide Häuserzeilen der Kirchstraße ins Bild kommen. Die Straße, die im vorderen Bereich recht breit ist, da sie sich zur Kirche hin öffnet, verengt sich hinter dem Brunnen. Die Häuser rechts der Straße haben keine Hoffläche, während die zur linken vor ihren Anwesen Platz haben für Misthaufen, zum Abstellen von Fahrzeugen und Geräten (wie hier einer Mähmaschine) und zur Lagerung von Holz.

Vorn links im Bild erhebt sich das Haus von Landwirt Emil Benz (Kirchstr. 12), in dem sich eine Waschmittelhandlung befand. Im Erdgeschoss umrahmen dicke Sandsteingewände mit einem Rundbogen als Abschluss die Scheuneneinfahrt, die Eingangstür und die Fenster. Staffelgiebel auf beiden Dachseiten grenzen das Dach zu den Nachbarhäusern ab. Aus dieser Perspektive wird deutlich sichtbar, wie windschief verschoben die Fassade des angrenzenden Hauses von Sägearbeiter Johann Funk (Kirchstr. 10) ist. Durch das kleine Tor, dem »Funketörle«, konnte man auf kurzem Weg ins »Eckeret« und zum unteren Rathausplatz gelangen.

Vorn rechts im Bild sind die nach dem Großbrand 1929 neu errichteten Gebäude von Sattler Karl Koch (Kirchstr. 21), von Landwirt Adolf Sibold (Kirchstr. 19) und von Antonie Laufer, der Witwe des 1951 verstorbenen Landwirts Johann Laufer (Kirchstr. 17), zu sehen. Alle drei Gebäude wurden mit Staffelgiebel errichtet. Daran an schließt sich das Haus mit der »Eisenhandlung« von Kaufmann Theodor Walz (Kirchstr. 15), dessen Laden im Erdgeschoss auf diesem Foto gerade modernisiert wird.

Standort des Fotografen: 47.882999, 8.344086

Kommunionkind Aloisia Selb mit Familie, 1950

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Bölle, Aloisia Huber und Monika Huber zur Verfügung.

Aloisia Selb feiert ihre erste heilige Kommunion. Ein Jahr zuvor war die Familie nach Neustadt gezogen. Zusammen mit ihren Eltern und ihren Verwandten stellt sie sich vor dem Haus zu einem Gruppenfoto auf.

1. Reihe, v.l.n.r.: Ernst Faller, Maria Selb geb. Faller (1919-1967), Aloisia Selb, Ferdinand Selb (1911-1966)

2. Reihe, v.l.n.r.: Erika Faller, Franz Faller, Anna Geschwill verw. Faller, Katharina Selb geb. Bausch, Agathe Faller geb. Benz

Standort des Fotografen: Neustadt

Frau mit Kinderwagen in der Demetriusstraße, ca. 1931

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.

Vorbei am Haus Götz (Demetriusstr. 4) schiebt eine Frau einen Kinderwagen, in dem ein kleines Kind drin sitzt. Die Demetriusstraße ist noch nicht asphaltiert und das Kind wird sicherlich ordentlich durchgeschüttelt. Die Frau ist vermutlich Johanna Fürst geb. Biethinger (1907-1955). Das Kleinkind ist ihre Tochter Ursula Fürst (verh. Nobs, geb. 1930).

Im Hintergrund ist die Einmündung der Ringstraße mit dem Haus von Landwirt Gustav Egle (Ringstr. 1), dem Haus von Wagnermeister Andreas Maier (Ringstr. 2) und dem Haus von Landwirt Martin Mayer (Ringstr. 3) zu erkennen. Weiter den Alenberg hinauf thront das Haus Benitz (Alenbergstr. 7-9).

Standort des Fotografen: 47.884399, 8.344611

2 Fotos: Prozession der Kommunionkinder des Jahrgangs 1961/62, 1971

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Festgottesdienst ist zu Ende. Die Kommunionkinder ziehen durch das Hauptportal der katholischen Pfarrkirche St. Michael hinaus. Eltern und Familienangehörige warten draußen, um einen Blick auf ihr Kind zu erhaschen. Zunächst kommen die Jungs, in dunkle Anzüge gekleidet. Sie halten in einer Hand ihre Kerze und in der anderen das Gotteslob. Von hier zieht die Prozession in Richtung Kaplanei in der Seppenhofer Straße.

Zu sehen sind u.a. in alphabetischer Reihenfolge: Edgar Beck, Stephan Burger, Winfried Hall, Hans-Peter Hepting, Otmar von der Heyd (1962-2016), Jonny Köpfler, Jürgen Köpfler, Thomas Scherer, Eckkehard Wiek, Joachim Zürcher.

Standort des Fotografen: 47.882689, 8.343823

Ausflug der Realschüler*innen zum Hirschplatz, 1976

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Christa Egle zur Verfügung.

Heute ist die gesamte Realschule auf den Beinen, denn es wird gewandert. Alle Klassen wandern in einem Sternmarsch auf verschiedenen Wegen zum Hirschplatz im Stadtwald. Dort trifft man sich wieder. Es wird zusammen gegessen und getrunken und verschiedene Wettkämpfe ausgetragen, bevor man wieder den Rückweg antritt.

Standort des Fotografen: 47.883705, 8.348307

Spielende Kinder beim Gasthaus »Linde«, 3. Mai 1937

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Eine Schar Kinder spielt neben dem Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10), dort, wo die Festhallenstraße in die Obere Hauptstraße mündet. Das Holzgeländer eignet sich wunderbar, darauf herum zu klettern und dann runterzuspringen. Nur gut, dass die junge Frau auf die Kleinen aufpasst, schließlich ist sie das Kindermädchen.

Die Mädchen tragen weiße Kleidchen und zwei Mädchen sogar eine Schleife im Haar. Der Junge im Hintergrund ist in einen Matrosenanzug gekleidet. Die Kinder sind also richtig herausgeputzt. Das ist kein Zufall, denn sie sind zur Hochzeit von Sophie Bader und Max Gremper geladen.

Ganz links im weißen Kleid steht Lore Isele, der Junge auf dem Geländer ist ihr Bruder Franz Isele, vor ihm seine Cousine Annemarie Bader. Das kleine Mädchen, das gerade vom Geländer springt, ist Gerda Bader.

Standort des Fotografen: 47.884301, 8.346927

Mehrbildkarte mit 5 Ansichten von Straßenschildern, ca. 1955

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Auf dieser Ansichtskarte sind fünf Ansichten von holzgeschnitzten Straßenschildern zu sehen, die in Löffingen und Göschweiler stehen.

In der oberen Reihe ist links und rechts das Straßenschild abgebildet, das auf dem unteren Rathausplatz steht: Es zeigt in Richtung des Maienlandes Pilgerinnen auf dem Weg zur Wallfahrtskirche Witterschnee, in Richtung Freiburg ein Fuhrwerk, das Langholz geladen hat, schließlich führt der Weg hier auch schnurstracks zum Sägewerk Benz, und in Richtung Donaueschingen einen Heuwagen, der von Kühen gezogen wird. Dazwischen ist ein Ortsschild abgebildet, das Löffingen als »Luft-Kurort« anpreist und von einem Mann und einer Frau in Schwarzwaldtracht verziert ist.

Wer weiß, wer die Schilder geschnitzt hat?

Die beiden Schilder in der unteren Reihe stehen in Göschweiler bzw. weisen den Weg dorthin. Links ist ein Wegweiser nach Rötenbach und Löffingen zu sehen, der 2018 von Siegfried und Hiltrun Moll liebevoll restauriert wird. Rechts ein holzgeschnitztes Straßenschild, das den Weg in den 4 Kilometer entfernten »Luftkurort Göschweiler« weist.

Standort des Fotografen: u.a. 47.883846, 8.343869