Gasthaus »Sonne« in der Kirchstraße, ca. 1940

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Drei Männer stehen an der Straßenecke von Kirchstraße und Unterer Hauptstraße. Einer hat ein Fahrrad bei sich, ein anderer einen Leiterwagen. Man schwatzt miteinander. Über ihnen hängt das schmiedeeiserne Wirtshausschild vom Gasthaus »zur Sonne«. 1932 wechselte das Schild von der »alten Sonne« am Rathausplatz hierher, zum früheren Gasthaus »Lamm«, das seitdem »Sonne« heißt. Das Gasthaus empfiehlt sich mit dem Schriftzug auf der Hausfassade als »Wein- Bier- u. Speise-Wirtschaft z. Sonne«.

Standort des Fotografen: 47.883164, 8.343766

Gasthaus »Adler« mit Sparkasse, ca. 1950-1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Charlotte Smidt zur Verfügung.

Vermutlich in den frühen 1950er Jahren wird diese Ansicht des Gasthauses »Adler« (Untere Hauptstr. 2) aufgenommen. Das Wirtshaus, das von Gastwirt Fritz Seilnacht (1901-1987) und seiner Ehefrau Mathilde geb. Faller (1904-1996) betrieben wird, befindet sich im ersten Stockwerk. Die linke Tür führt hinauf. Die rechte Tür führt hingegen in die Bezirkssparkasse Neustadt, die seit kurzem im Erdgeschoss eine Filiale eröffnet hat. Ein breites Schaufenster ist in die Fassade gebrochen. Davor steht eine hölzerne Sitzbank und lädt zum Verweilen ein.

Man muss allerdings Benzingeruch mögen, denn wenige Meter daneben ist die Tankstelle von Friseurmeister Julius Limb: Die »Esso«-Zapfsäule ist am linken Bildrand zu sehen. Am rechten Bildrand ist die Metzgerei Werne (Demetriusstr. 15) zu sehen. Sie wird 1955 von dem Metzgermeister Willy Butsch übernommen. Der untere Rathausplatz ist von Autos zugeparkt.

Standort des Fotografen: 47.883494, 8.343777

Drei Mädchen mit Hund in der Unteren Hauptstraße, 1923

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Das Datum der Aufnahme ist am linken Bildrand aufgestempelt: »30. Juli 1923«. Vor dem Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) haben sich drei Mädchen auf einer Sitzbank niedergelassen. In der Mitte sitzt die 10-jährige Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005), die Tochter von Schreinermeister August Limb und dessen Ehefrau Anna Limb geb. Gebert. Sie hält ihren Hund an der Leine, der vor den Mädchen auf dem Straßenpflaster liegt. Neben Emma Limb sitzt links ihre Cousine Hedwig Limb (verh. Vogt, 1919-2010) und rechts deren Nachbarin Luise Straub (verh. Bader, 1914-2009).

Das von einem Zaun eingehegte Gärtchen im Hintergrund gehört zum Haus ihres Onkels, des Friseurmeisters Julius Limb.

Standort des Fotografen: 47.883494, 8.343777

Blick in die Kirchstraße mit Elisabethbrunnen, ca. 1955-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Das Negativ, von dem dieses Foto eingescannt wurde, ist leider beschädigt. Doch die verpixelten Streifen stören nur bedingt den schönen Blick in die Kirchstraße, der sich den Betrachter*innen bietet.

Auf der linken Straßenseite ist das Haus Kuster (Kirchstr. 14) zu sehen, in dessen Erdgeschoss sich ein Geschäft für »Kolonialwagen – Obst – Gemüse« befindet. Der Laden verfügt bereits über ein breites Schaufenster, an dem gerade zwei Frauen vorüber bummeln. Wenige Jahre später wird der rechte Gebäudeteil mit dem Ökonomiebereich abgerissen. Auf der rechten Seite sind die Häuser Laufer (Kirchstr. 17), Sibold (Kirchstr. 19) und Koch (Kirchstr. 21) zu sehen. Alle drei Häuser brannten beim Großband 1929 ab und wurden mit Staffelgiebeln wieder aufgebaut. Zwei Brunnen stehen mitten im Straßenraum: Im Vordergrund der Elisabethbrunnen, auf dessen Brunnensäule eine Statue der Heiligen Elisabeth thront, und weiter im Hintergrund ein einfacher Laufbrunnen, der kurze Zeit später zu den neu gebauten Aussiedlerhöfen in Stettholz umgesetzt wird.

Standort des Fotografen: 47.883032, 8.343950

Blick vom Alenberg auf das Städtchen, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Von der Alemannenstraße fällt der Blick auf das Städtchen. Seit dem Großbrand 1921 und dem anschließenden Wiederaufbau haben sich die Häuser im Altstadtring und den Alenberg hinauf kaum verändert. Aber jenseits der Bahnlinie fand in den vergangenen Jahren eine rege Bautätigkeit statt. Sowohl im Gewann »Breiten« als auch »Im kleinen Brühl« sind viele Neubauten entstanden, darunter Einfamilienhäuser, aber auch viele Mehrfamilienhäuser. Der »Reichberg« hingegen ist noch weitestgehend unbebaut. Neben dem Rathaus ist das Dach der »alten Sonne« (Rathausplatz 9-10) zu erkennen, die 1973 abgerissen wird.

Standort des Fotografen: 47.885556, 8.344621

Blick aus dem Fenster des Hauses Lüdemann-Ravit, 1964

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Wolfgang Lüdemann-Ravit zur Verfügung.

Aus dem geöffneten Fenster des Hauses von Familie Lüdemann-Ravit (Bonndorfer Str. 4) fällt der Blick auf das Nachbarhaus von Tierarzt Dr. Anton Benz (Bonndorfer Str. 6). Über Gärten mit Obstbäumen schweift der Blick zum Reichberg, auf dem die ersten Neubauten errichtet sind.

Standort des Fotografen: 47.880781, 8.343935

2 Fotos: Abbruch des Hauses Storz in der Maienlandstraße, ca. 1985

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Gertrud Heitzmann zur Verfügung.

Es ist ein kleines, holzverschindeltes Haus, das Mitte der 1980er Jahre nach jahrelangem Leerstand abgerissen wird. In älteren Feuerversicherungs-büchern ist es als »1stöckiges Wohnhaus« beschrieben, mit »Stallung« und »Wagenremise«. Seit 1907 ist es im Besitz der Familie Storz, zunächst von Pflästermeister Ludger Storz (1857-1914) und seiner Ehefrau Maria Storz geb. Mauthe (1873-1949). 1951 kauft es dann der Pflästermeister Ludwig Storz (1902-1988), ein Neffe, der aber nicht selbst in dem Haus wohnt, sondern stattdessen ein paar Meter entfernt im Haus Maienlandstr. 10.

Auf dem oberen Foto ist ein Enkelsohn von Gertrud Heitzmann zu sehen, der das halbverfallene Haus spannend findet.

Standort des Fotografen: 47.885729, 8.342000

Narrengruppe des Ski-Club, Fasnacht ca. 1975

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Der Skiclub Löffingen reiht sich am »Fasnet Mändig« in den Narrenumzug ein. Schnee ist zwar weit und breit in der Unteren Hauptstraße keiner zu sehen, aber das hält die Mitglieder des Skiclubs nicht davon ab, schon einmal die Loipe zu präparieren. »Pisten-Spur und Walzgerät« steht groß auf ihr Gefährt geschrieben, das sie mit sich führen, und darunter: »Hier wird gespurt und gewalzt – Langläufer lieben länger«.

Das Foto wird vermutlich an der Fasnacht 1975 aufgenommen. Das Motto lautet: »So ebbis verrückt’s«.

Standort des Fotografen: 47.883614, 8.343774

Luftbild von der Maienlandstraße, ca. 1970-1980

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gertrud Heitzmann zur Verfügung.

In den 1970er Jahren entsteht diese Luftaufnahme von den Häusern der Maienlandstraße. Das kommerzielle Foto des Luftbildverlags wird von Gertrud Heitzmann geb. Brugger (1921-2005) gekauft, da ihr Haus (Maienlandstr. 15) darauf ziemlich mittig zu sehen ist.

Direkt daneben steht das alte Haus Storz (Maienlandstr. 11), das Mitte der 1980er Jahre abgerissen wird. Auch andere Häuser werde in den folgenden Jahren abgerissen oder umgebaut: Das Haus Lehmann (Maienlandstr. 12) wird 1981 von dem Ehepaar Waßmer gekauft und renoviert, wobei der Ökonomiebereich verschwindet und das Dach ausgebaut wird. Das Nachbarhaus des Ehepaares Hermann und Lore Sibold (Maienlandstr. 14) wird 1980 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Und auch das Haus von Franz und Agnes Heizmann (Maienlandstr. 18) wird 1988 abgerissen.

Emma Limb mit Schlitten vor dem Haus Limb, 1935

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Auch Erwachsene können offenbar Spaß beim Schlittenfahren haben. Vor dem Haus von Schreinermeister August Limb (Rötenbacher Str. 6) steht eine junge Frau, die mit ihrem Holzschlitten loszieht. Es ist die 21-jährige Tochter Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005). Es liegt Schnee und die Sonne scheint. Also bestes Wetter zum Rodeln, vielleicht ja an der nahe gelegenen »Wanne«.

Standort des Fotografen: 47.882163, 8.341594

Café Fuß am Rathausplatz, ca. 1975

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Der Blick auf das Café und die Bäckerei Fuß mit dem charakteristischen Staffelgiebel und auf die Häuser der angrenzenden Demetriusstraße ist seit dem Wiederaufbau 1921 fast unverändert. Dass das Foto in den 1970er Jahren aufgenommen wird, ist vor allem an den Autos zu erkennen, die auf dem unteren Rathausplatz parken. Der Platz ist so zugeparkt, dass der Demetriusbrunnen kaum mehr zu sehen ist.

Standort des Fotografen: 47.883758, 8.343653

2 Fotos: Blick vom Reichberg auf das verschneite Städtchen, 1962

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Wolfgang Lüdemann-Ravit zur Verfügung.

Es ist ein sonniger Wintertag. Still und friedlich liegt das Städtchen in der Talmulde zwischen Reichberg und Alenberg. Schon seit einigen Jahren wächst das Städtchen über die Bahnlinie hinaus. Zunächst entstanden die Häuser in der Bonndorfer Straße, jetzt wird das Gewann »Im kleinen Brühl« bebaut. Mehrfamilienhäuser entstehen, neue Straßen wie die Gartenstraße und die Scheffelstraße werden angelegt. Das Gewann »Breiten« wird kurze Zeit später ebenfalls als Neubaugebiet erschlossen.

Standort des Fotografen: 47.879007, 8.342917