Mädchen in der Maienlandstraße, ca. 1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Christa Strobel zur Verfügung.

Fünf Mädchen rennen in freudiger Erregung die Mailenlandstraße in Richtung Gasthaus »Pilgerhof« hinauf. Das Ganze scheint wie ein Wettrennen. Wer wird als erstes ankommen? Im »Pilgerhof« hat sich wie jedes Jahr das Ehepaar Schier aus dem Rheinland für ein paar Urlaubstage einquartiert. Und da die Schiers keine Kinder haben, aber sehr kinderlieb sind, schließen die Kinder der Nachbarschaft sie schnell in ihre Herzen. Die Mädchen rennen auf Herrn Schier zu, der fleißig fotografiert.

Wer erkennt die Mädchen? Der Mann im Hintergrund ist ein Knecht im »Pilgerhof«.

V.l.n.r.: 1 Christa Rogg (geb. 1952), 2 [Renate Trenkle], 3 Anni Kühn (geb. 1952), 4 Elvira Heizmann (geb. 1953), 5 Hedwig Trenkle (geb. 1953)

Standort des Fotografen: 47.886638, 8.341693

Johanna Fürst in Tracht am Brunnen in der Ringstraße, ca. 1950-1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.

Eine Frau lässt sich am Brunnen in der Ringstraße fotografieren. Es ist Johanna Fürst geb. Biethinger (1907-1955), die im Nachbarhaus im »Süßen Winkel« wohnt. Der Platz um den Laufbrunnen ist gepflastert, die Brunnensäule wird von einer Schale mit blühenden Blumen geschmückt. Der Giebel im Hintergrund gehört zum Haus Götz (Demetriusstr. 4). Ein kleines Gärtchen, eingefasst von einem hölzernen Lattenzaun, befindet sich davor. An der Fassade wächst ein Spalierbaum.

Standort des Fotografen: 47.884550, 8.344533

Kirchstraße, ca. 1955

Verlag A. Rebholz

Der Standort für die Aufnahme ist so gewählt, dass beide Häuserzeilen der Kirchstraße ins Bild kommen. Die Straße, die im vorderen Bereich recht breit ist, da sie sich zur Kirche hin öffnet, verengt sich hinter dem Brunnen. Die Häuser rechts der Straße haben keine Hoffläche, während die zur linken vor ihren Anwesen Platz haben für Misthaufen, zum Abstellen von Fahrzeugen und Geräten (wie hier einer Mähmaschine) und zur Lagerung von Holz.

Vorn links im Bild erhebt sich das Haus von Landwirt Emil Benz (Kirchstr. 12), in dem sich eine Waschmittelhandlung befand. Im Erdgeschoss umrahmen dicke Sandsteingewände mit einem Rundbogen als Abschluss die Scheuneneinfahrt, die Eingangstür und die Fenster. Staffelgiebel auf beiden Dachseiten grenzen das Dach zu den Nachbarhäusern ab. Aus dieser Perspektive wird deutlich sichtbar, wie windschief verschoben die Fassade des angrenzenden Hauses von Sägearbeiter Johann Funk (Kirchstr. 10) ist. Durch das kleine Tor, dem »Funketörle«, konnte man auf kurzem Weg ins »Eckeret« und zum unteren Rathausplatz gelangen.

Vorn rechts im Bild sind die nach dem Großbrand 1929 neu errichteten Gebäude von Sattler Karl Koch (Kirchstr. 21), von Landwirt Adolf Sibold (Kirchstr. 19) und von Antonie Laufer, der Witwe des 1951 verstorbenen Landwirts Johann Laufer (Kirchstr. 17), zu sehen. Alle drei Gebäude wurden mit Staffelgiebel errichtet. Daran an schließt sich das Haus mit der »Eisenhandlung« von Kaufmann Theodor Walz (Kirchstr. 15), dessen Laden im Erdgeschoss auf diesem Foto gerade modernisiert wird.

Standort des Fotografen: 47.882999, 8.344086

Mehrbildkarte mit 5 Ansichten von Straßenschildern, ca. 1955

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Auf dieser Ansichtskarte sind fünf Ansichten von holzgeschnitzten Straßenschildern zu sehen, die in Löffingen und Göschweiler stehen.

In der oberen Reihe ist links und rechts das Straßenschild abgebildet, das auf dem unteren Rathausplatz steht: Es zeigt in Richtung des Maienlandes Pilgerinnen auf dem Weg zur Wallfahrtskirche Witterschnee, in Richtung Freiburg ein Fuhrwerk, das Langholz geladen hat, schließlich führt der Weg hier auch schnurstracks zum Sägewerk Benz, und in Richtung Donaueschingen einen Heuwagen, der von Kühen gezogen wird. Dazwischen ist ein Ortsschild abgebildet, das Löffingen als »Luft-Kurort« anpreist und von einem Mann und einer Frau in Schwarzwaldtracht verziert ist.

Wer weiß, wer die Schilder geschnitzt hat?

Die beiden Schilder in der unteren Reihe stehen in Göschweiler bzw. weisen den Weg dorthin. Links ist ein Wegweiser nach Rötenbach und Löffingen zu sehen, der 2018 von Siegfried und Hiltrun Moll liebevoll restauriert wird. Rechts ein holzgeschnitztes Straßenschild, das den Weg in den 4 Kilometer entfernten »Luftkurort Göschweiler« weist.

Standort des Fotografen: u.a. 47.883846, 8.343869

2 Fotos: Blick zur Kirche im Winter, ca. 1955

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vom Bahnübergang in der Unteren Hauptstraße fällt der Blick über zugeschneite Gärten hinweg zum Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael. Der Turm ist noch nicht verputzt. Eine mit Schnee bedeckte Tanne gibt dem winterlichen Foto eine zugleich weihnachtliche Note. Der Blick ist heutzutage verbaut: Denn hier steht jetzt der Neubau Seppenhofer Str. 2b.

Standort des Fotografen: 47.882337, 8.343052

Familie Bader in der Talstraße, ca. 1950/51

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Familie Bader posiert für ein Familienfoto auf der Straße vor ihrem Haus. Hier ist Löffingen in den frühen 1950er Jahren noch zu Ende. Denn nur die beiden Häuser Bader (Talstr. 1) und Rappenegger (Talstr. 3) stehen in der Talstraße, die aber noch nicht so heißt, sondern einfach der »Hauptstraße« zugeschlagen werden. Um die Jahrhundertwende ist in Dokumenten noch vom »Aschbühlweg« die Rede. Die Häuser der Stadionstraße und der Haslachstraße sind noch nicht gebaut. Nur Gärten und Wiesen reihen sich aneinander. Im Hintergrund rechts ist das Café Schönblick (Stadionstr. 6) zu sehen.

1.Reihe, v.l.n.r.: Elmar Bader (1940-2017) und Brunhild Bader (verh. Stockmar, 1938-2006)
2.Reihe, v.l.n.r.: Egon Bader (1933-1999), Erna Bader geb. Mutterer (1908-1969), Schotterwerksbesitzer Franz Bader (1901-1986), Gerda Bader

Standort des Fotografen: 47.884585, 8.349155

Alte Frau in Tracht in der Kirchstraße, ca. 1950-1952

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.

Nach dem Kirchgang in der katholischen Pfarrkirche St. Michael geht diese alte Frau nach Hause. In der linken Hand umklammert sie ein »Magnificat«, also ein Gebet- und Gesangbuch. Sie ist in Tracht gekleidet und geht raschen Schrittes, so dass die Bänder ihrer Trachtenhaube flattern. Die alte Frau ist vermutlich Josefa Fürst geb. Bader (1867-1952), die Witwe des verstorbenen Schmiedemeisters Viktor Fürst.

Die alte Frau läuft die Kirchstraße entlang, vorbei an dem alten Laufbrunnen, der später zu den Aussiedlerhöfen nach Stettholz versetzt wird. Im Hintergrund sind das Kaufhaus Henzler (Kirchstr. 25) und das Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883177, 8.344708

Musikkapelle »Rio Combo I« im Gasthaus »Ochsen«, ca. 1955

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Es ist Samstag Abend! Lust auf Unterhaltung? Auf Musik und ein bisschen Tanz? Na, dann ab in das Gasthaus »Ochsen« (Rathausplatz 12)! Hier spielt die Stammkapelle »Rio Combo I« wöchentlich auf, mit Schlagzeug, Gitarre, Akkordeon und Saxophon. Es sind die »wilden 50er Jahre« und es wird auch gejazzt.

V.l.n.r.: 1 Erich Adrion (1926-2001), 2 Andreas Nobs (»Pan«, 1926-2005), 3 Paul Siefert, 4 Ewald Hepting (1933-2010)

Standort des Fotografen: 47.883962, 8.345165

Zuschauer bei einem Fußballspiel, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gerald Münzer zur Verfügung.

Wenn bei Fußballspielen fotografiert wird, dann gilt das Interesse meist dem Spiel auf dem Platz. Eher selten werden die Zuschauerränge fotografiert. Insofern ist dieses Foto eine Rarität. Zu sehen sind die Zuschauerbänke bei einem Spiel des FC Löffingen. Den freundlichen Gesichtern nach zu urteilen, führt die Löffinger Mannschaft.

Auf der Bank sitzen und blicken in die Kamera, v.l.n.r: Kriegsinvalide Albert Trenkle (1910-1960), Blechnermeister Anton Geisinger (1911-1978) und Schreinermeister Eugen Münzer (1911-1957).

Wer erkennt weitere Fans auf dem Foto?

Standort des Fotografen: 47.883127, 8.350712

Haus Weiss in der Vorstadtstraße, ca. 1959

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Das Anfang der 1820er Jahre erbaute Haus in der Vorstadtstraße war ursprünglich einstöckig. Erst später kam der zweistöckige Anbau hinzu. 1918 kauft es der Steinmetzmeister Karl Häusle (1878-1956). Gemeinsam mit seiner Ehefrau Maria geb. Schultheiß (1883-1966), die Hebamme ist, und den drei Töchtern lebt er in dem kleinen Häuschen. Nach seinem Tod 1956 übernehmen die Tochter Else Weiss geb. Häusle (1911-?) und ihr Ehemann Josef Weiss (1913-?) das Haus. Auch die Steinmetzwerkstatt wird in zweiter Generation fortgeführt. An das Haus baut das Ehepaar Weiss eine Autogarage an.

Das an die Garage grenzende Nachbarhaus (Vorstadtstr. 10) gehört dem Landwirt Johann Beha (1907-1991) und dessen Ehefrau Katharina Beha geb. Vogelbacher (1908-1979).

Standort des Fotografen: 47.884683, 8.346410

Haus Weiss in der Vorstadtstraße, ca. 1959

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ursula Mock-Weiss zur Verfügung.

Noch liegen Schneereste in der Vorstadtstraße. Aber im Garten von Familie Weiss, der am Sonnenhang liegt, ist er schon fast ganz weggetaut. Das Foto wird von dem kleinen Fußweg aus aufgenommen, der zum Friedhof hinaufführt. Das Haus gehört dem Steinmetzmeister Josef Weiss und seiner Ehefrau Else Weiss geb. Häusle, deren Elternhaus es ist.

Am rechten Bildrand ist die Rückseite des Gasthauses »Gebert« (Obere Hauptstr. 9) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.884766, 8.346340

Mädchen mit Puppenwagen in der Demetriusstraße, ca. 1950

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.

Zwei Mädchen stehen vor dem kleinen Torbogen bei der Molkerei (Demetriusstr. 6). Sie haben ihre Puppen im Puppenwagen dabei. Das Mädchen, das in die Kamera blickt, müsste Regina Sibold (verh. van den Heuvel, geb. 1946) sein.

Standort des Fotografen: 47.884249, 8.344289