Zwei Mädchen auf dem alten Schulhof, ca. 1954

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Helga Küßner und Christa Egle zur Verfügung.

Es ist schon einige Jahre her, dass auf dem Platz beim Rathaus die Schulkinder in der Pause herumtobten. Denn seit 1936 dient das Rathaus nicht mehr als Schulhaus und der Platz nicht mehr als Schulhof.

Zwei jugendliche Mädchen lassen sich fotografieren, wie sie sich an einen der Bäume lehnen. Zu sehen sind Lydia Laufer (geb. 1941) und Helga Stöhr (verh. Küßner, geb. 1938), die gleich nebenan mit ihren Eltern in der »alten Sonne« wohnt. Im Hintergrund ist am Rathaus eine Holzbiege zu sehen, die Lehrer Emil Willig gehört. Am rechten Bildrand ist ein Schwarzes Brett zu erkennen, an dem Bekanntmachungen hängen.

Standort des Fotografen: 47.883524, 8.344650

Junger Mann mit Flasche in der Oberen Hauptstraße, Fasnacht ca. 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Vermutlich an Fasnacht wird dieses Foto aufgenommen. Der junge Mann ist Franz Isele (1930-2021). Er hat sich Mitten auf die verschneite Obere Hauptstraße gestellt. Links ist der »Gebertsaal« (Obere Hauptstr. 11) und rechts das Haus Selb (Obere Hauptstr. 12) zu erkennen. Franz Isele hält eine überdimensionierte Flasche in den Händen und trinkt einen großen Schluck Alkohol – zumindest tut er so. Na dann: Zum Wohl!

Standort des Fotografen: 47.884377, 8.346801

Wirtsstube vom Gasthaus »Adler«, ca. 1950-1960

Verlag Gebrüder Metz | Stadtarchiv Löffingen

Die Wirtsstube vom Gasthaus »Adler« befindet sich im ersten Stockwerk. An der niedrigen, holzvertäftelten Decke sind mehrere Gemälde mit religiösen Motiven angebracht. Das Foto wird von den Wirtsleuten Seilnacht als Werbepostkarte verkauft. Auf der Karten-Rückseite heißt es, dass der »Adler« ein »gut bürgerliches Haus« sei, dessen »Fremdenzimmer mit fließend Wasser« ausgestattet seien.

Aus dem Fenster ganz links fällt der Blick auf das gegenüber liegende Haus am Rathausplatz 6. Durch die Gardine hindurch ist zu entziffern, dass sich darin das Lebensmittelgeschäft »Gottlieb« befindet.

Standort des Fotografen: 47.883591, 8.343645

3 Fotos: Zwei Kinder bei der Suche nach dem Osterhasen, ca. 1954

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Christoph und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.

Die Geschwister Marlies Müller (geb. 1951) und Franz Müller (geb. 1952) sind zu Besuch bei ihrer Patentante Rita Gaede (verh. Podlech) auf dem Alenberg. Die beiden Kinder suchen im Garten nach dem Osterhasen. Und siehe da! Die beiden werden fündig! Mit strahlenden Gesichtern wird der Schokoladenhase und ein Körbchen mit bunten Ostereiern in die Kamera gehalten

Standort des Fotografen: 47.886602, 8.342618

Blick auf die verschneite Bonndorfer Straße, ca. 1952

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Eine geschlossene Schneedecke erstreckt sich im Gewann »Im kleinen Brühl«. Nur wenige Jahre später wird hier ein Neubaugebiet erschlossen und die Häuser der Gartenstraße werden gebaut. Davon ist jetzt freilich noch nichts zu sehen. In der Bonndorfer Straße und an der Kreuzung zur Göschweiler Straße stehen die einzigen Häuser.

Lässt man den Blick schweifen, dann sind ganz links die Häuser der Rötenbacher Straße zu erkennen, darunter das Forstamt (Rötenbacher Str. 8). Im Hintergrund ragt der Kamin des Sägewerks Benz in den Himmel. Ganz rechts sind das ehemalige katholische Pfarrhaus (Untere Hauptstr. 10) und daneben die Häuser der Seppenhofer Straße zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.879802, 8.344434

Renovierung des ehemaligen Pfarrhauses, ca. 1952

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Mathilde Ganter zur Verfügung.

Sieben Jahre ist es her, dass das katholische Pfarrhaus (Untere Hauptstr. 10) bei einem Fliegerangriff am Ende des Zweiten Weltkrieges stark beschädigt wurde. Der Stadtpfarrer und die Vikare fanden in der Kaplanei eine neue provisorische Bleibe, bis im Pfarrweg ein moderner Neubau errichtet wird. Das ehemalige Pfarrhaus wird zur Zeit renoviert, wie der Blick vom Kirchturm zeigt. Es ist eingerüstet, das Dachgeschoss wird ausgebaut, mit Dachgauben versehen und neu eingedeckt. Nach dem Abschluss der Renovierungsarbeiten wird darin die Landwirtschaftsschule eröffnet.

Es ist ein altehrwürdiges Gebäude, das 1788 als Barockhaus erbaut wurde. Die Pfarrscheuer, die ursprünglich daneben stand, musste dem Bahnbau weichen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite standen bis zum Fliegerangriff am 25. Februar 1945 zwei weitere Gebäude, die komplett zerstört wurden. Das Haus Kaus, ebenfalls ein Barockhaus, wurde nicht wieder aufgebaut. Anstelle des Hauses Zepf steht nun ein Neubau (Untere Hauptstr. 9), dessen Rohbau vollendet ist: Er gehört dem Schuhmachermeister Arno Adrion. 1956 wird das Haus von der Drogistin Rosa Pacher übernommen.

Standort des Fotografen: 47.882599, 8.343920

Blick in die verschneite Rötenbacher Straße, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Fahrzeuge werden auf der Rötenbacher Straße zur Zeit ihre Probleme haben, durchzukommen. Denn die Fahrbahn ist noch nicht komplett geräumt. Noch ragt der Schnee in die Höhe. Der Buchbinder Albert Rebholz (1907-1962) ist mit seiner Kamera losgezogen und fängt ein paar winterliche Impressionen des Städtchens ein.

Er steht wenige Meter neben dem Bahnübergang, als er dieses Foto aufnimmt. Auf der linken Straßenseite ist das Schrankenwärterhaus (Rötenbacher Str. 1) und das Haus Selb (Rötenbacher Str. 3) zu sehen. Auf der rechten Straßenseite stehen das Haus Limb (Rötenbacher Str. 6) und das Forstamt (Rötenbacher Str. 8). Dahinter endet die Bebauung. Nur das Sägewerk Benz schließt sich noch an. Aber das Gewann »Breiten« ist noch vollkommen unbebaut.

Standort des Fotografen: 47.881935, 8.342730

Blick von der »Breiten« auf das Städtchen mit Haus »Schönblick«, ca. 1950

Verlag Gebr. Metz, Tübingen / Stadtarchiv

Das Haus »Schönblick« der Familie Wurster wirbt in der Nachkriegszeit mit dieser Ansichtskarte für ihre Pension und ihr Café. Zu sehen ist eine Gesamtansicht des Städtchens, die in der Nähe der Göschweiler Straße aus aufgenommen wird. Im Vordergrund blühen ein Strauch und ein Baum. Über die Wiesen und Felder im Gewann »Breiten« fällt der Blick auf die katholische Pfarrkirche St. Michael und dahinter die Festhalle und Volksschule bei der »Hasle«. Danben ist mit einem Pfeil das Haus »Schönblick« markiert, das über dem Städtchen thront.

Unterhalb des »Schönblicks« existiert die Siedlung »Neue Heimat« in der Haslachstraße noch nicht. Aber das 1949 erbaute Haus Gwinner (Seppenhofer Str. 2) steht bereits.

Standort des Fotografen: 47.881072, 8.338383

2 Fotos: Landwirtschaftsschule und Haus Adrion mit viel Schnee, ca. 1952

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Das ehemalige katholische Pfarrhaus (Untere Hauptstr. 10), das bei einem Fliegerangriff am Ende des Zweiten Weltkrieges stark beschädigt wurde, ist renoviert und erstrahlt in neuem Glanz. Aber die Nutzung hat sich verändert: Darin befindet sich jetzt seit 1952 die Landwirtschaftsschule. Auf der Straßenseite gegenüber stand bis zu seiner Zerstörung am 25. Februar 1945 das Haus Zepf. An seiner Stelle steht nun ein Neubau (Untere Hauptstr. 9), der noch nicht verputzt ist: Er gehört dem Schuhmachermeister Arno Adrion. 1956 wird das Haus von der Drogistin Rosa Pacher übernommen.

Die beiden Fotos werden von dem Weg aufgenommen, der zum Hauptportal der katholischen Kirche St. Michael führt. Hoch liegt der Schnee und nur ein Trampelpfad ermöglicht den Zugang. Der Schnee liegt auch auf den Bäumen.

Standort des Fotografen: 47.882669, 8.343840

Gasthaus »Löwe«, ca. 1950-1955

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Stadtarchiv

Anfang der 1950er entsteht diese Ansicht vom Gasthaus »Löwen« (Rathausplatz 11) bzw. vom Gasthaus »Goldener Löwe-Post«. Der Zusatz »Post« verweist auf die Zeit, als hier die Postkutschen vorfuhren. Jetzt verlangen die Gäste nach Unterstellmöglichkeiten für ihre Kraftfahrzeuge. »Garage«, »Saal« und »Fremdenzimmer« steht an die Fassade geschrieben. Neben der Eingangstür hängt ein Werbeschild der Firma »Coca-Cola«. Es sind die Jahre nach der Gründung der Bundesrepubik und die Zeit des einsetzenden Wirtschaftswunders. 

Für diejenigen, die die Verkehrssituation vor dem Gasthaus »Löwen« heute kennen, ist es kaum vorstellbar, dass in den 1950er Jahren auf dem Platz vor dem Haus ein Vorgarten dazu einlädt, im Schatten der Bäume auf eine Mahlzeit oder ein Getränk einzukehren. Das Nachbarhaus rechts ist die »alte Sonne«, die z.T. als Stadtmühle genutzt und 1973 abgerissen wird.

Standort des Fotografen: 47.884005, 8.345063

Gasthaus »Ochsen«, ca. 1952-1954

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Sammlung Familie Waßmer

»Hochzeitsreise 1954 – Hier haben wir gewohnt«, steht auf der Rückseite dieser Ansichtskarte, die das Gasthaus »Ochsen« (Rathausplatz 12) zeigt. Wie das frisch getraute Ehepaar heißt, das hier seine Flitterwochen verbringt, ist unbekannt.

Betrieben wird der Gasthof, der auch über »Fremdenzimmer«, einen »Saalbau« und eine »Garage« verfügt, von der Witwe Anna Köpfler geb. Gromann (1897-1991). Ihr Mann Alfred Köpfler (1880-1939) war am 31. Januar 1939 im Alter von 58 Jahren gestorben. Dass der »Ochsen« sogar über »Fließend Wasser« verfügt, steht zu Werbezwecken unter den Fenstern des Erdgeschosses an die Mauer geschrieben. Der Schriftzug ist leicht verdeckt durch das geparkte Auto.

Standort des Fotografen: 47.884173, 8.345134

Neuerbautes Haus Müller in der Haslachstraße, ca. 1952

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christoph und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.

Der Kraftfahrer Engelbert Müller (1896-?) und seine Ehefrau Luise Müller geb. Vogel (1900-1982) bauen ihr Einfamilienhaus im Neubaugebiet in der Haslachstraße. Es ist fast bezugsfertig. Das Dach ist gedeckt, die Fenster sind verglast, fehlt nur noch der Verputz und die Gestaltung der Außenanlage.

Standort des Fotografen: 47.884221, 8.349468