Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Michael Rösch zur Verfügung.
Antonia Geisinger geb. Bader (1848-1907) trägt Tracht. Sie steht auf einem Kiesweg, vor einigen Sträuchern, und blickt in die Kamera. Verheiratet ist sie mit dem Landwirt Karl Geisinger (1847-1918). Das Ehepaar wohnt in der Kirchstraße.
Antonia Geisinger stirbt am 10. Januar 1907 an einer Lungenentzündung im Alter von nur 59 Jahren. Zwei Tage nach ihrem Tod findet sie auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Matthias Frank zur Verfügung.
Ein von Pferden gezogener Fasnachtswagen fährt durch die Untere Hauptstraße. Eben kommt er am Geschäft von Friseurmeister Julius Limb (Untere Hauptstr. 4) vorbei. Der Wagen ist mit einem Halbmond geschmückt. Zwei Frauen fahren mit. Hinter dem Wagen marschieren Männer in wallenden Gewändern und mit Turbanen auf dem Kopf. Es wird eine orientalische Szene dargestellt, vermutlich das Märchen »Der alte Sultan« der Gebrüder Grimm. Denn an der Fasnacht 1936 lautet das Motto: »Sagen und Märchen des deutschen Volkes«.
Der Pferdeführer am rechten Bildrand ist Willy Mayer (1907-1994).
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Matthias Frank und Eugen Mayer zur Verfügung.
Am Ortsausgang von Rötenbach steht ein Pferdegespann mit Langholz auf der Straße. Der Fuhrunternehmer Martin Mayer transportiert das Holz nach Löffingen. Nur langsam kommt der Zug voran.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilda Hepting zur Verfügung.
An der Einmündung der Alenbergstraße in die Maienlandstraße steht das Haus Fehrenbach. Die Vorderfassade ist komplett holzverschindelt. Am Seitengiebel wachsen Spalierbäume.
Das Haus gehört seit 1905 dem Landwirt Julius Fehrenbach (1877-1967) und seiner Ehefrau Luise Fehrenbach (geb. Jordan, 1879-1945). 1950 übernimmt die nächste Generation das landwirtschaftliche Anwesen: Neue Eigentümer sind der Sohn Fritz Fehrenbach (1904-1973) und die Schwiegertochter Sofie Fehrenbach (geb. Guth, 1909-1999).
Der Turnergruß »Gut Heil« steht deutlich lesbar auf dem Gürtel der beiden Turner, die sich in einem Freiburger Fotostudio ablichten lassen. Sie gehören dem ein Jahr zuvor gegründeten Turnerbund Löffingen an. Links steht der 28-jährige Karl Häusle (1878-1956) und rechts der 26-jährige Josef Bader (1880-1959).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.
Es ist vermutlich der Landwirt und Säger Ernst Fritsche (1895-1968), der sich hier beim Skifahren in Pose wirft. Was mich nicht umbringt, macht mich stärker, scheint er sich zu denken. Mit nacktem Oberkörper fährt er Ski – zumindest für den kurzen Augenblick, in dem das Foto aufgenommen wird.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Luzia Heiler zur Verfügung.
Das Haus von Landwirt Ernst Heiler (1923-1990) und seiner Ehefrau Rosa geb. Laufer (1928-2013) ist renoviert. Die Fassade ist frisch verputzt, die meisten Sprossenfenster durch moderne Glasfenster ersetzt, die hölzernen Fenstläden entfernt. Am Seitengiebel des Hauses haben die Heilers ein Wandgemälde mit einem Pflug und Getreideähren anbringen lassen. »Denk und Danke«, lautet die Inschrift.
An der Einmündung vom Pfarrweg in die Seppenhofer Straße steht der Brunnen mit der Marienfigur. Die Brunnensäule ist mit Blumen geschmückt.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Matthias Frank zur Verfügung.
»Hohlgasse 130«, so lautet in den 1950er Jahren die Adresse des Hauses Mayer. Gebaut wurde das Anwesen nach dem Großbrand 1921: Familie Julius Heer, in deren Haus in der Demetriusstraße das Brandunglück ausgebrochen war, beschloss im Zuge des Wiederaufbaus, aus dem Altstadtring zu ziehen und ihren Neubau als letztes Haus in der Hohlgasse zu erbauen.
Auf den Plänen der Wiederaufbaukommission unter Leitung des Freiburger Architekten Carl Anton Meckel (1875-1938) ist das Gebäude deutlich kleiner gezeichnet: Es gibt nur ein Scheunentor, was darauf hindeutet, dass der Ökonomiebereich in späteren Jahrzehnten erheblich erweitert wurde. Auf dem Foto sind bereits drei Scheunentore zu erkennen.
Laut Feuerversicherungsbuch erwirbt Familie Mayer 1937 das landwirtschaftliche Anwesen. Als das Luftbild aufgenommen wird, lebt in dem Haus der Fuhrunternehmer Willy Mayer (1907-1994) mit seiner Ehefrau Frieda Mayer geb. Dietsche (1918-1979) und den vier Kindern: Annelis (geb. 1941), Gerda (geb. 1943), Hedwig (geb. 1944) und Willi (1947-1970).
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.
Neben dem »Eichhäusle« (Obere Hauptstr. 1) hat sich die Hochzeitsgesellschaft am »Spritzestägli« aufgestellt. Einerahmt von ihren Verwandten stehen der Kaufmann Karl Heiler (1921-2007) und seine frischgebackene Ehefrau Franziska Heiler (geb. Fritsche, 1925-2021). Gefeiert wird gleich gegenüber im Gasthaus »Fritsche« (Obere Hauptstr. 4), das sich im Familienbesitz der Braut befindet. Betrieben wird die Wirtschaft von der Witwe Maria Fritsche (geb. Ganter, 1893-1965).
Fotograf: Photoatelier Jos. Ohlenschläger, Donaueschingen Dieses Foto stellte dankenswerterweise Michael Rösch zur Verfügung.
Am 10. Juni 1901 geben sich der Landwirt Leopold Geisinger (1878-1938) und die Hebamme Veronika Mauthe (1878-1958) das Ja-Wort. Im Photoatelier Ohlenschläger in Donaueschingen lässt sich das junge Paar fotografieren.
Leopold Geisinger ist 22 Jahre alt, er wurde am 20. November 1878 in Löffingen als Sohn der Eheleute Karl Geisinger (1847-1918) und Antonia Geisinger geb. Bader (1848-1907) geboren. Sein Elternhaus stand in der Kirchstraße. Veronika Mauthe ist 23 Jahre alt, sie stammt aus Döggingen, wo sie am 2. Februar 1878 zur Welt kam.
Nach ihrer Eheschließung erwerben die Geisingers das Haus Alenbergstr. 6, das zuvor Karolina Bausch geb. Fahrer gehört hat.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.
Es hat geschneit! Hinter dem Haus Fritsche (Ringstr. 5) steht ein Kind vor dem geparkten Auto. Es ist die kleine Elisabeth Fritsche. Der Seitengiebel links mit dem Spalierbaum gehört zum Haus von Landwirt Josef Honold (1915-1967) und seiner Ehefrau Kreszentia Honold geb. Biehler (1920-?). Der Ökonomieteil des Gebäudes wird später abgerissen. Im Hintergrund ist das Haus Mayer (Ringstr. 3) zu erkennen.
Bei dem Auto handelt es sich um einen NSU-Fiat Neckar 1100.
Diese Fotos stellte dankenswerterweise Hilda Hepting zur Verfügung.
Fotografien mit der Rückseite von Häusern sind vergleichsweise selten. Meist wurde die Straßenansicht fotografiert. Diese beiden Fotos zeigen das Haus Hepting (Obere Hauptstr. 19) vom Hinterhof aus, der an die Dittishauser Straße grenzt.
1953 ging das landwirtschaftliche Anwesen an die Stadtgemeinde. Sie verkaufte das zweistöckige Wohnhaus mit Scheuer und Stallung wenig später an den Schreiner Ewald Hepting (1933-2010). Seine Frau Hilda Hepting ist auf einem der beiden Bilder zu sehen.