Eisenbahn mit Dampflok bei der »Hasle«, 1961

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Wolfgang Lüdemann-Ravit zur Verfügung.

Es ist ein kalter Wintertag: Die Sonne scheint von einem blauen Himmel. Von der Bonndorfer Straße aus fällt der Blick auf die verschneite Winterlandschaft. Im »Bittenbach«-Tal liegt Schnee. Und auch auf den Bäumen der »Hasle« liegt eine dünne weiße Zuckerschicht.

Der Fotograf nimmt das Foto in dem Moment auf, als eine Eisenbahn unterhalb des kleinen Wäldchens vorüberfährt. Vorneweg bahnt sich eine Dampflokomotive den Weg, eine weiße Dampfwolke ausstoßend. Der Lokführer hat am Vorsignal die Leistung weggenommen und läßt den Zug rollen. Am Bahnübergang der Seppenhofer Straße wird er den Bremsvorgang einleiten, damit der Zug am Bahnsteig zum stehen kommt.

Standort des Fotografen: 47.879461, 8.346351

Männergesangsverein »Eintracht«, 1961

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Ines und Martin Benitz und Lore Fehrenbach zur Verfügung.

Im Juni 1961 feiert der Männergesangsverein »Eintracht« mit einem dreitägigen Fest sein 100. Gründungsjubiläum. Der Verein wird von dem Neustädter Landrat Mallebrein mit der Zelter-Plakette ausgezeichnet, die nach dem Musiker und Komponisten Carl Friedrich Zelter (1758-1832) benannt ist und 1956 von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet wurde.

Anlässlich des Jubiläums erscheint auch eine Festschrift, in der ein aktuelles Gruppenfoto der Sänger abgedruckt wird. Chorleiter Berthold Ganter und der 1. Vorsitzende Willy Siefert sitzen mittig in der ersten Reihe. Bei der Generalversammlung wenige Monate später stellt sich Siefert nicht wieder zur Wahl. Sein Nachfolger wird Josef Benitz.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Alfred Geisinger, 2 Karl Beha, 3 Eugen Fehrenbach, 4 Julius Limb (Ehrenvorsitzender), 5 Willy Siefert (1. Vorsitzender, 1898-1968), 6 Berthold Ganter (Chorleiter), 7 Otto Fürst, 8 Ernst Krauß (1897-1978), 9 Josef Göhry (Beisitzer), 10 Karl Hasenfratz II
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Alfons Beha (Kassierer), 2 Josef Benitz (Beisitzer), 3 Wilhelm Willmann, 4 Ernst Göhry, 5 Franz Maier, 6 Alfred Bader, 7 Franz Vogt, 8 Hermann Schelling
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Erich Zepf (Schriftführer), 2 Fritz Strobel, 3 Karl Bader, 4 Johann Sibold, 5 Otto Schmitt, 6 Albert Benitz, 7 Engelbert Straetker, 8 Karl Binder, 9 Fritz Straub
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Kurt Frey, 2 Josef Bayer (Beisitzer), 3 Johann Glunk, 4 Alfred Fehrenbach, 5 Arno Gauger, 6 Hans-Jürgen Prause, 7 Walter Maier (2. Vorsitzender), 8 Fritz Seilnacht jun., 9 Karl E. Koch, 10 Josef Beha, 11 Werner Kuttruff, 12 Walter Sevecke, 13 Paul Maier, 14 Kuno Rappenegger

Standort des Fotografen: 47.882886, 8.347716

Aufführung des Fußballclubs auf der Bühne in der Kirchstraße, Fasnacht 1961

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Helga Küßner und Rita Willmann zur Verfügung.

Die Mitglieder des Fußballclubs schwingen die Beine, allerdings nicht, um das Runde ins Eckige zu schießen, wie sie es sonst tun. Sie stehen auch nicht auf dem Fußballplatz, sondern auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße. Die elf als Damen kostümierten Fußballer bieten einen Tanz dar: Die Arme in die Hüften gestemmt, schmeißen sie ihre linken Beine – fast – synchron nach rechts.

V.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, ???, Helmut Gromann, ???, Josef Armbruster, Hans Küßner, Erich Riedlinger

Im Hintergrund ist der Hexenwagen mit der großen Hexe und die Laterne der »Laternenbrüder« zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883091, 8.344511

Nikolausfeier der Stadtmusik im »Pilgerhof«, 1961

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Im Gasthaus »Pilgerhof« findet die jährliche Nikolausfeier statt, die von der Stadtmusik musikalisch gestaltet wird. Mit dem Rücken zum Fotografen steht der Dirigent Rupert Hepting (1905-1990), der gerade die Jugendkapelle dirigiert. Direkt vor ihm sitzen an den Flügelhörnern v.l.n.r. Bernhard Adrion, Edgar Adrion und Joachim Rogg. Dahinter spielt Martin Dieterle die Klarinette. Und an den Hörnern ganz hinten sind v.l.n.r. Werner Kienzler, Alex Rogg und Herbert Kienzler zu sehen.

Vom Dirigenten verdeckt sind Werner Adrion und Walter Pfeifer (Trompeten), Rolf Dieterle und Georg Dieterle (Klarinetten) sowie Klaus Baader und Ernst Effinger (Es-Hörner).

Hinten rechts in der Ecke, fast versteckt, stehen die beiden Hauptpersonen der Nikolausfeier: der heilige Nikolaus, am Bischofskostüm und dem Krummstab zu erkennen, und Ruprecht, sein Knecht, der einen Sack und eine Rute in Händen hält. »Hast denn das Säcklein auch bei dir? / Ich sprach: Das Säcklein, das ist hier; / Denn Äpfel, Nuß und Mandelkern / Essen fromme Kinder gern. – / Hast denn die Rute auch bei dir? / Ich sprach: Die Rute, die ist hier; / Doch für die Kinder nur, die schlechten, / Die trifft sie auf den Teil, den rechten.« Der Nikolaus ist Albert Benitz, als Ruprecht verkleidet ist Siegfried Dieterle.

Standort des Fotografen: 47.886981, 8.341727

Wettkampfmannschaft der Feuerwehr vor dem Feuerwehrhaus, 1961

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Am 10. September 1961 lässt sich die Wettkampfmannschaft der Freiwilligen Feuerwehr vor dem Spritzenhaus (Florianstr. 1) fotografieren. Ganz rechts steht Kommandant Arno Adrion (1924-1993), der von 1961 bis 1971 die Wehr führt. Die Männer stehen vor einem Feuerwehrauto, das normalerweise als Flugplatz-Löschfahrzeug dient. Das Feuerwehrhaus wird erst zwei Jahrzehnte später umgebaut und modernisiert.

V.l.n.r.: 1 Fritz Adrion jun. (1920-2004), 2 Walter Sevecke, 3 Walter Müller (1923-2009), 4 Ewald Hepting (1933-2010), 5 Fritz Isele (1940-2024), 6 Walter Selb (1929-2002), 7 Paul Heizmann, 8 Rudolf (Rudi) Jordan (1942-2024), 9 Ulrich Fehrenbach (1935-2023), 10 Ernst Göhry (1919-2014), 11 Josef Heiler III, 12 Kommandant Arno Adrion (1924-1993)

Standort des Fotografen: 47.884659, 8.347988

Blumenteppich in der Vorstadtstraße, Fronleichnam 1961

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Auch wenn das Foto leicht unscharf ist, ist doch deutlich zu erkennen, mit wie viel Aufwand der Blumenteppich an Fronleichnam gestaltet ist. Er ist keineswegs nur um die verschiedenen Stationenaltare herum gelegt, sondern zieht sich durch das Städtchen – bis in die Vorstadtstraße! Eingerahmt wird der Blumenteppich durch Maien, die links und rechts der Prozessionsstrecke in das Straßenpflaster gesteckt sind. Es ist dem Stadtpfarrer vorbehalten, mit der Monstranz über den Teppich zu schreiten, während das Kirchenvolk, wie auf dem Foto zu sehen, ein paar Schritte daneben über die asphaltierte Straße läuft.

Standort des Fotografen: 47.884652, 8.347057

Blumenteppich in der Kirchstraße, Fronleichnam 1961

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Auch wenn das Foto leicht unscharf ist, ist doch deutlich zu erkennen, wie aufwändig der Blumenteppich an Fronleichnam gestaltet ist. Er zieht sich die gesamte Kirchstraße entlang. Die Häuser links und rechts sind mit Girlanden aus Reisig und Fahnen geschmückt. In das Straßenpflaster sind Maien gesteckt, um die Prozessionsstrecke mit jungem Grün aufzuhübschen.

Standort des Fotografen: 47.883263, 8.344823

Blick auf das Städtchen und den eingerüsteten Kirchturm, 1961

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Wolfgang Lüdemann-Ravit zur Verfügung.

Vom Haus von Dr. med. Lüdemann-Ravit in der Bonndorfer Straße fällt der Blick über die Bahnlinie hinweg in Richtung Städtchen. Zu sehen sind die beiden Häuser im Pfarrweg: Das Haus von Landwirt Ernst Heiler (Pfarrweg 1) und das Haus von Witwe Emma Butsch (Pfarrweg 2). Das katholische Pfarrhaus ist noch nicht erbaut, sodass der Blick über Gärten hinweg ungehindert bis zum 1949 erbauten Haus von Zahnarzt Paul Gwinner (Seppenhofer Str. 2) fällt.

Ins Auge sticht aber vor allem der Turm der katholischen Pfarrkirche St. Michael. Der 57 Meter hohe Kirchturm ist gerade eingerüstet, denn er wird renoviert. Bislang war das Mauerwerk des Turmes sichtbar, jetzt wird er verputzt.

Standort des Fotografen: 47.880836, 8.343981

Blick auf die Bahnlinie und das Städtchen, 1961

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Wolfgang Lüdemann-Ravit zur Verfügung.

Eine große Rauchwolke stößt die Dampflokomotive aus, die am Städtchen vorüber fährt. Es handelt sich um eine badische Vlc der Baureihe 75.4. Der Zug kommt vom Bahnhof Löffingen und fährt weiter in Richtung Donaueschingen. Eben fährt der Zug unter einer Eisenkonstruktion hindurch, die vom Pfarrweg über die Bahnlinie zur Göschweiler Straße hinüber gespannt ist. Sie dient vermutlich als Rohr- oder Leitungsüberführung.

Noch ist der Neubau des katholischen Pfarrhauses (Pfarrweg 3) nicht gebaut. Stattdessen erstrecken sich dort große Gärten. Der Blick fällt zum Haus Gwinner (Seppenhofer Str. 2), das der Zahnarzt Paul Gwinner 1949 baute. Der dahinter aufragende Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist gerade eingerüstet: Er wird renoviert und das Mauerwerk verputzt.

Standort des Fotografen: 47.880848, 8.343958

Blick vom Kirchturm in Richtung Rötenbacher Straße, 1961

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Bahnübergang an der Rötenbacher Straße ist geschlossen. Ein Zug fährt gerade in Richtung Bahnhof ein. Gezogen wird er von einer Dampflok, vermutlich der Baureihe 50 vom BW Villingen. Sofort staut sich der Verkehr beiderseits des beschrankten Bahnübergangs, schließlich dient die Straße noch als Bundesstraße. Der Durchgangsverkehr aus der Richtung Freiburg und aus Donaueschingen muss durch das Städtchen fahren.

Noch stehen wenige Häuser jenseits der Bahnlinie, wie dieser Blick vom Kirchturm der katholischen Pfarrkirche zeigt. Neben dem Schrankenwärterhaus (Rötenbacher Str. 1) und dem Haus von Anton und Hedwig Selb (Rötenbacher Str. 3) sind auf der anderen Straßenseite das Haus von Ratschreiber Karl Zepf (Rötenbacher Str. 2) und – daran angebaut – ein Haus mit Dienstwohnungen der Deutschen Bundesbahn (Rötenbacher Str. 4) zu sehen. Darin wohnen Bahnhofvorsteher Willi Brendel und seine Ehefrau Johanna Brendel geb. Prause mit ihren drei Kindern Barbara, Wilfriel und Christel. Auf der anderen Straßenseite steht das Haus von Schreinermeister August Limb (Rötenbacher Str. 6).  Das Neubaugebiet in der »Breiten« ist noch nicht erschlossen. Felder und Wiesen schließen sich an.

Standort des Fotografen: 47.882626, 8.344064

Demetriusstraße mit der Molkerei, 1961

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vor der Molkerei (Demetriusstr. 6) stehen die Milchkannen feinsäuberlich aufgereiht auf der kleinen Verladerampe. Der Blick wandert die Demetriusstraße hinunter in Richtung Mailänder Tor. Die Häuserzeile wurde nach dem Großbrand 1921 nach den Plänen der Wiederaufbaukommission wieder aufgebaut. Das Merkmal, das am meisten ins Auge sticht, sind die Staffelgiebel. Nach und nach werden die Häuser umgebaut. Scheunentore verschwinden allmählich, Schaufenster werden in die Fassade gebrochen, wie dies bereits am Haus Hasenfratz (Demetriusstr. 9) geschehen ist.

Standort des Fotografen: 47.884332, 8.344523

Eingerüsteter Kirchturm, 1961

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der 1855 gebaute Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist komplett eingerüstet. Er wird saniert, das Kupferdach erneuert und sein Mauerwerk verputzt. Das Foto wird vom Rathausturm aufgenommen. Der Blick fällt über die Dächer der Häuser am Rathausplatz, der Eggertenstraße und der Kirchstraße.

Standort des Fotografen: 47.883856, 8.344266