Obere Hauptstraße, ca. 1957

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Ob das Haus aus einem Giebelfenster im Gasthaus »Linde« fotografiert wurde? Jedenfalls fällt der Blick auf die Obere Hauptstraße. Links im Vordergrund ist der »Gebert-Saal« zu sehen, der als Kinossal genutzt wird. Gleich daneben steht das Haus von dem Landwirt Franz Heitzmann II (Obere Hauptstr. 15), hinter dem der Feuerwehrturm hochragt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen das 1915 erbaute Haus von Landwirt Heinrich Selb (Obere Hauptstr. 12), das Haus von Schreiner Josef Benz (Obere Hauptstr. 14) und das Haus von Mechanikermeister Leopold Berger (Obere Hauptstr. 16). Berger betreibt vor seiner Haustür zudem eine »BP«-Tankstelle. In den späten 1950er Jahren scheint das Geschäft bereits recht einträglich zu sein, wie die Autos auf der Straße erahnen lassen. Noch gibt es die Umgehungsstraße nicht und der Verkehr von Freiburg Richtung Donaueschingen (und umgekehrt) bewegt sich durch die Obere Hauptstraße. Ein Omnibus fährt gerade in Richtung Städtchen. 

Standort des Fotografen: 47.884254, 8.346616

Familie Mayer bei der Öhmdernte im Gewann Litzelstetten, ca. 1955

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Christel Wehrle zur Verfügung.

Beim »Öhmden«, steht auf der Rückseite dieses Fotos. Mit Heugabeln und Rechen ist man im Gewann »Litzelstetten« dabei, den zweiten Schnitt zu ernten. Von der körperlich anstrengenden Arbeit erholen sich gerade Josefa Mayer (geb. Gebert, 1920-2010), die Wirtin vom Gasthaus »Gebert«, die verwitwet ist. Mit ihren Kindern und dem Kurgast Frau Hinz sitzt sie auf der Wiese. Eine Flasche liegt vor ihren Füßen. Offenbar stärken sie sich in dem kurzen Verschnaufspäuschen, bevor es gleich weiter geht. Links, auf die Heugabel gestützt, steht Karl Gebert (1888-1961).

V.l.n.r.: ???, Alfons Beha, ???, Liesbeth Keller, ???, Josefa Geisinger, Christel, Alice

Standort des Fotografen: 47.886133, 8.326845

Ehepaar Sperer vor dem Haus in der Dittishauser Straße mit Goggo, 1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Xaver Sperer und seine Ehefrau Maria geb. Lohmüller stehen vor ihrem Haus in der Dittishauser Straße. Vor ihnen ist ein Kleinstwagen der Marke »Goggo« (ein »Goggomobil«) geparkt. Es wurde ab 1955 produziert. Auf dem Foto glänzt der Lack noch wie neu. Maria Sperer hält einen Hund in den Händen.

Am Haus Sperer sticht das große Scheunentor ins Auge. Rechts neben dem Ökonomiebereich befindet sich der Wohnbereich. Die Fenster sind mit hölzernen Fensterläden versehen. Geranien blühen üppig auf den Fensterbänken.

Standort des Fotografen: 47.885309, 8.348939

Schülerinnen auf dem Heimweg, ca. 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gertrud Heitzmann zur Verfügung.

Neun Volksschülerinnen sind auf dem Heimweg. Die Lederranzen haben sie auf ihre Rücken geschnallt. Ab nach Hause zum Mittagessen! Oder haben sogar die Ferien begonnen? Sie gehen nicht auf dem Schulweg, sondern wählen den Trampelpfad quer durch die »Bittenwiesen«. Im Hintergrund ist die 1936 eingeweihte Volksschule und die Festhalle zu sehen. Auf dem Vorplatz sind Bäume frisch gepflanzt.

Wer erkennt die Mädchen?

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.:

2.Reihe, stehend, v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.882703, 8.345457

Nachtaufnahme vom verschneiten Unteren Rathausplatz, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Nur die Straßenlaterne auf dem unteren Rathausplatz beleuchtet die Szenerie. Es hat geschneit. Rund um das Kriegerdenkmal und den Demetriusbrunnen liegt Schnee. Die Spuren auf dem Gehweg und auf der Straße zeigen an, dass die Einwohner vor dem Einbruch der Dunkelheit noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs waren. Festgehalten wurde das stimmungsvolle Bild von dem Buchbinder Albert Rebholz (1907-1962).

Standort des Fotografen: 47.883717, 8.344113

3 Fotos: Kinder beim Baden im Waldbad, ca. 1955

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Seit der Kriegszeit hatte das Waldbad ein trauriges Dasein gefristet. Doch 1954 beschloss der Gemeinderat, das Waldbad wieder instand zu setzen. 1955 war es dann soweit und das Waldbad wurde wieder eröffnet – zur großen Freude der Kinder, wie auf dieser Fotoserie zu sehen ist. Kinder toben im Nichtschwimmerbereich herum, sie spritzen sich nass, haben Schwimmreifen und einen Wasserball bei sich. Der Ball ist mit der Werbeaufschrift »NIVEA« bedruckt. Der Nichtschwimmerbereich ist vom Schwimmerbereich durch ein einfaches Seil abgetrennt.

Standort des Fotografen: 47.899388, 8.332225

Haus Bader in der Talstraße, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Unternehmer Franz Bader (1901-1986) dem das Schotterwerk in Feldberg-Bärental gehört,  wohnt in dem stattlichen Haus in der Talstraße zusammen mit seiner Ehefrau Erna geb. Mutterer (1908-1969) und seiner Familie. Das Foto wird von der Siedlung »Neue Heimat« in der Haslachstraße aus aufgenommen. Alles ist tief verschneit.

Der hölzerne Gartenzaun links, der zum Haus Heizmann (Festhallenstr. 1) gehört, die Holzbiege rechts und vereinzelte Obstbäume, die aus der weißen Schneedecke herausragen, beleben das Bild.

Standort des Fotografen: 47.884094, 8.349234

»Linden«-Wiese und Festhallenstraße, ca. 1957-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Wo heute werktags Schulbusse vorfahren und Eltern in Autos, um ihre Kinder zur Schule zu bringen, geht es auf diesem Foto noch sehr beschaulich zu. Statt des Realschulgebäudes (Festhallenstr. 4) erstreckt sich noch die »Linden«-Wiese, die der Familie Meßmer vom Gasthaus »Linde« gehört. Zahlreiche Obstbäume stehen auf der Wiese. Am rechten Bildrand ist das Haus Heizmann (Festhallenstr. 1) und links daneben die Rückseite vom Haus Selb (Obere Hauptstr. 12) zu sehen

Standort des Fotografen: 47.883751, 8.348565

2 Fotos: Blick über die »Bittenwiesen« und die Bittengasse, ca. 1957-1960

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vom Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael schweift der Blick in Richtung »Schlempental« und »Hasle«. Große unbebaute Flächen, die als Wiesen und als Gärten genutzt werden, stechen ins Auge. Zu sehen sind die Festhalle und die Volksschule sowie die »Linden-Wiese«, auf der in den 1970er Jahren die Realschule gebaut wird. Der Kindergarten im Schulweg existiert ebenfalls noch nicht. An seiner Stelle erstrecken sich noch Gartenanlagen. Im Vordergrund sind der Farrenstall und der neu erbaute (und mittlerweile abgerissene) Bauhof zu sehen.

Der Blick wandert weiter zu den Häusern der Bittengasse und der Kirchstraße, die den äußeren Stadtring bilden. Pittoresk muten von hier oben die Staffelgiebel an. Weiter im Hintergrund sind die Häuser der Oberen Hauptstraße zu sehen, wobei das Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) deutlich ins Auge sticht. Die kleinen Häuser neben der »Hasle« sind allesamt Neubauten. Sie gehören zur Siedlung »Neue Heimat«´in der Haslachstraße.

Standort des Fotografen: 47.882632, 8.344045

»Benzbau« im Winter, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Von der Bahnhofstraße fällt der Blick auf den »neuen Benzbau« (Ringstr. 8), der nach dem Ersten Weltkrieg von den Holzindustriewerken Josef Benz AG als Wohnblock für ihre Arbeiter erbaut wurde. Die Sprossenfenster mit den Fensterläden reihen sich aneinander. Innen in den Stuben ist es vermutlich gemütlich warm, während draußen der Winter so richtig Einzug gehalten hat. Die Schneeberge türmen sich. Die weiße Pracht liegt auch auf den Dächern der Häuser des Altstadtrings und des Rathauses, das im Hintergrund zu erkennen ist.

Standort des Fotografen: 47.883876, 8.342067

Demetriusstraße im Winter, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vom oberen Rathausplatz fällt der Blick auf die verschneiten Häuser der Demetriusstraße. Während die Straße schon weitgehend freigeräumt ist, liegt die weiße Pracht noch auf den Dächern, den Staffelgiebeln, aber auch auf den beiden Bäumen vor der Freitreppe des »Stadtbaus« (Demetriusstr. 1). Daneben schließend sich die Häuser des Sattlermeisters Ernst Krauß (Demetriusstr. 2) und des Schneidermeisters Otto Schmitt (Demetriusstr. 3) an. Der Fotograf des Bildes ist der Buchbinder Albert Rebholz (1907-1962), der sich im Städtchen umschaut, auf der Suche nach schönen Motiven für Ansichtskarten.

Standort des Fotografen: 47.884133, 8.345155

Rötengasse mit viel Schnee, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Rötengasse hinunter fällt der Blick in Richtung Bahnlinie. Alles ist tief verschneit. Es ist ein sonniger Wintertag. Das Sonnenlicht, das sich im weißen Schnee reflektiert, ist gleißend. Rechts ist der Schopf und das Wohnhaus von Pflästerer Ludwig Storz (Maienlandstr. 10) zu sehen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen die Häuser von Rentner Karl Selb (Rötengasse 2), Familie Wider (Rötengasse 4) und Mauermeister Alfred Egle (Rötengasse 6). Fotografiert wird das Winteridyll von Buchbinder Albert Rebholz (1907-1962), der mit seinem Fotoapparat losgezogen ist, um das verschneite Städtchen zu fotografieren.

Standort des Fotografen: 47.885286, 8.342816