Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.
Ausnahmsweise liegt richtig Schnee an Fasnacht! Links und rechts der Umzugsstrecke in der Unteren Hauptstraße türmen sich die Schneehaufen. Doch die Fahrbahn ist freigeräumt, der Umzug bahnt sich seinen Weg, vorbei am Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29) und dem Kaufhaus »Kasten« von Alfred Zimmermann (Untere Hauptstr. 7).
Das Motto der diesjährigen Fasnacht lautet: »Als die Römer frech geworden«. Das mittlere Foto zeigt den Wagen der 20-Jährigen.
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Die 20-Jährigen des Jahrgangs 1938/39 sind im Gasthaus »Sonne« zusammenkommen, um zu feiern. Die Gaststube ist mit Girlanden und Strohmatten dekoriert. Weingläser stehen auf den Tischen und werden eifrig geleert. Gerade wird wieder nachgeschenkt.
Ernst Wehrle aus Dittishausen greift zum Akkordeon und spielt. Begleitet wird er dabei von Dieter Gauger auf der Trompete. Die Stimmung ist feucht-fröhlich. Die anderen singen kräftig mit und schunkeln, was das Zeug hält.
Zu sehen sind u.a. in alphabetischer Reihenfolge: Ferdinand Bernauer, Franz Braun, Johann Fritsche, Dieter Gauger, Karl Heizmann, Ferdinand Schultheiß, Sabine Strobel (verh. Hornstein), Ernst Wehrle
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Der Blick fällt vom unteren Rathausplatz in die Untere Hauptstraße. Im Mittelpunkt steht der »Adler« (Untere Hauptstr. 2), der seit Generationen als Gasthaus betrieben wird und in dessen Erdgeschoss seit kurzem eine Filiale der »Sparkasse Neustadt« eingerichtet ist. Neu sind die Holzläden an den Fenstern im ersten und zweiten Obergeschoss, die auf früheren Ansichten noch nicht angebracht waren. Rechts hinter dem Gasthaus ist die ehemalige »Adler«-Scheune (Demetriusstr. 17) zu sehen. Das bislang holzverschindelte Dach ist erst kürzlich mit Ziegelsteinen eingedeckt worden.
Auf dem Rathausplatz sticht der 1954 neu geschaffene Demetriusbrunnen ins Auge. Daneben parkt ein VW Käfer. Das Straßenschild, das die Richtung nach Freiburg und Donaueschingen zeigt sowie den Weg zum Waldbad weist, signalisiert, dass Löffingen verkehrsgünstig gelegen ist.
Der Blick wandert dann die Untere Hauptstraße hinunter, vorbei am Haus Limb (Untere Hauptstr. 4), vor dem sich eine »Esso«-Tankstelle befindet, und an der Bäckerei Straub (Untere Hauptstr. 6), vor der eine Markise herausgerollt ist. Der Blick fängt sich schließlich beim »alten Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) und dem Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.
Nach dem Kirchgang in der katholischen Pfarrkirche St. Michael geht diese alte Frau nach Hause. In der linken Hand umklammert sie ein »Magnificat«, also ein Gebet- und Gesangbuch. Sie ist in Tracht gekleidet und geht raschen Schrittes, so dass die Bänder ihrer Trachtenhaube flattern. Die alte Frau ist vermutlich Josefa Fürst geb. Bader (1867-1952), die Witwe des verstorbenen Schmiedemeisters Viktor Fürst.
Die alte Frau läuft die Kirchstraße entlang, vorbei an dem alten Laufbrunnen, der später zu den Aussiedlerhöfen nach Stettholz versetzt wird. Im Hintergrund sind das Kaufhaus Henzler (Kirchstr. 25) und das Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29) zu sehen.
Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Hermann Egle sowie Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.
Ein Automobil kommt die Untere Hauptstraße entlang gefahren. Es parkt auf dem unteren Rathausplatz. Im Hintergrund sind die Bäckerei Straub (Untere Hauptstr. 6), das Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) und das Gasthaus »Adler« (Untere Hauptstr. 2) sowie die ehemalige »Adler«-Scheune (Demetriusstr. 16-17) zu erkennen. Am rechten Bildrand ist der (alte) Demetriusbrunnen zu sehen, der beim Bombenangriff 1945 zerstört wird.
In dem Automobil sitzen mehrere Narren. Sie werden von Neugierigen umringt. An die Beifahrertür ist ein Flugblatt geklebt. Ein Mann mit Zylinder erhebt sich und verliest eine Bekanntmachtung. Möglicherweise ist er der »Zirkusdirektor«, denn das Fasnachtsmotto 1934 lautet »Internationaler Zirkus«. Kündigt er an, dass der Zirkus in das Städtchen kommt und welche Darbietungen es geben wird?
Das Auto gehört Friseumeister Julius Limb. Vermutlich ist er auch der Fahrer.
Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Ulrike Rheiner und Rita Willmann zur Verfügung.
Feucht-fröhlich geht es zu, als die 20-Jährigen des Jahrgangs 1938/39 im Gasthaus »Sonne« zusammenkommen. Die Decke ist geschmückt und hängt voller Girlanden. Mit Weingläsern wird dem Fotografen zugeprostet. Für Musik ist gesorgt. Noch kommt sie nicht vom Band, sondern es wird selbst musiziert, wie der Akkordeonspieler hinten rechts zeigt. Es ist Ernst Wehrle (1924-?) aus Dittishausen, der später als Schneider bei Straetkers arbeitet.
1.Reihe, kniend/hockend, v.l.n.r.: Ferdinand Bernauer, Hanspeter Fehrenbach, ???, Lore Selb, Josef Meier, Carola Laule (verh. Scherer), Franz Vogelbacher (1938-2013)
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.
Drei Männer stehen an der Straßenecke von Kirchstraße und Unterer Hauptstraße. Einer hat ein Fahrrad bei sich, ein anderer einen Leiterwagen. Man schwatzt miteinander. Über ihnen hängt das schmiedeeiserne Wirtshausschild vom Gasthaus »zur Sonne«. 1932 wechselte das Schild von der »alten Sonne« am Rathausplatz hierher, zum früheren Gasthaus »Lamm«, das seitdem »Sonne« heißt. Das Gasthaus empfiehlt sich mit dem Schriftzug auf der Hausfassade als »Wein- Bier- u. Speise-Wirtschaft z. Sonne«.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Wolfgang Lüdemann-Ravit zur Verfügung.
Die Häuser in der Unteren Hauptstraße sind mit der badischen Fahne in gelb-rot-gelb und mit der Kirchenfahne in blau-weiß beflaggt. Schließlich wird ein besonderes Fest gefeiert: Die Freiwillige Feuerwehr Löffingen feiert ihr 100-jähriges Jubiläum. Der Höhepunkt der dreitägigen Feierlichkeiten findet am Sonntag, den 16. Juni 1963 statt.
Noch ist die Straße auf dem Foto fast wie verwaist. Doch das wird sich bald ändern. Nach einem Festgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche mit Fahnenweihe wird die Gemeinde durch die Untere Hauptstraße zum Demetriusbrunnen ziehen, wo der Toten gedacht wird. Danach findet ein zweiter Festgottesdienst in der evangelischen Kirche statt. Am Nachmittag zieht dann ein großer Festumzug wieder durch die Untere Hauptstraße »mit historischen Gruppen und Wagen aus der 1000-jährigen Geschichte unserer Stadt«. Der Tag klingt mit einem »Bunten Abend« in der Festhalle aus.
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Anni Zumstein zur Verfügung.
Vor dem Friseurgeschäft Limb (Untere Hauptstr. 4) stehen ein paar Menschen: Ein Mann hat die Händen in den Hosentaschen, eine Frau im weißen Friseurskittel steht mit verschränkten Armen da. Sie betrachten das Schauspiel, das sich in der Unteren Hauptstraße abspielt. Wehrmachtsfahrzeuge, beladen mit Soldaten, fahren durch das Städtchen. Auf der anderen Straßenseite ist die Metzgerei & Wursterei Friedrich Seilnacht (Nr. 3), das Uhrengeschäft Wilhelm Maier (Nr. 5) und das Kaufhaus A. Zimmermann (Nr. 7) zu sehen.
Am 10. Mai 1940 überfällt die Wehrmacht die neutralen Staaten Niederlande, Belgien und Luxemburg und der deutsche Westfeldzug beginnt. Am Ende der erfolgreichen Offensive steht die Besetzung großer Teile Frankreichs und der Waffenstillstand von Compiègne am 25. Juni 1940. Hitler ist auf dem Höhepunkt seiner Popularität in der deutschen Bevölkerung.
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Mit einem Volksfest wird der Hexenbrunnen in der Kirchstraße am 20./21. September 1975 feierlich eingeweiht. Die Hexengruppe übergibt den Brunnen offiziell an die Stadt. Der alte Hexenchef Hermann Geisinger (1926-1989), der zusammen mit Josef (Sepp) Bayer treibende Kraft bei dem Brunnenbau war, hält eine Ansprache. Der Hexensamen steht am Brunnenrand und hört andächtig zu.
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Mit einem Volksfest wird der Hexenbrunnen in der Kirchstraße am 20./21. September 1975 feierlich eingeweiht. Die Hexengruppe mit ihrem Hexenchef Klaus Wider übergibt den Brunnen offiziell an die Stadt und ihren frisch gewählten Bürgermeister Dieter Mellert. Mit dabei ist in vorderster Linie der alte Hexenchef Hermann Geisinger (1926-1989). Mit Bürgermeister Mellert trinkt er ein frisch gezapftes Glas Wasser aus dem Hexenbrunnen.
Die beiden »Hexen«-Frauen auf dem oberen Bild sind Waltraud Egle und Bärbel Wider, das »Hexen«-Kind, das in Richtung Kamera schaut, ist ihre Tochter Daniela Wider.
Im Hintergrund ist Lehrer Manfred Schönau zu erkennen, der für die Presse fotografiert.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.
Seit Jahrzehnten hat sich das Aussehen dieses Straßenzuges kaum verändert. Die letzte große Veränderung ereignete sich 1909, als das Anwesen von Cölestin Schmutz (Rathausplatz 6) am 11. Dezember 1909 abbrannte und danach ein Haus im Jugendstil errichtet wurde. Ansonsten blieben die Gebäude in der Unteren Hauptstraße von Feuersbrünsten verschont und es fiel auch keines der Spitzhacke zum Opfer.
So sind die Veränderungen erst auf den zweiten Blick zu erkennen: Schaufenster wurden in die Fassaden gebrochen, das Gärtchen vor dem Haus Siefert ist ebenso verschwunden wie das vor dem Haus Limb. Der alte Demetriusbrunnen ist 1954 durch den neuen Brunnen ersetzt worden. Auf der Verkehrsinsel ist ein Schild ergänzt worden, das die Wegrichtung zum neu eröffneten »Wildpark« anzeigt. Wie eh und je ragt das Wirtshausschild vom Gasthaus »Adler« (Untere Hauptstr. 2) ins Bild. Und der Blick findet sich einen Abschluss im Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29) und in der katholischen Pfarrkirche St. Michael, deren Kirchturm über die Dächer in den Himmel ragt.