Von der Alenbergstraße aus fällt der Blick frontal auf das »Ganterbräu« (Obere Hauptstr. 4). Das Gasthaus, das auch über Gästezimmer verfügt, wird seit den 1960er Jahren von Franziska Heiler geb. Fritsche betrieben. An der Fassade ist das von Gipsermeister Erich Adrion geschaffene Wandgemälde zu sehen.
Fotograf:Leo Molitor, Neustadt Dieses Foto stellte dankenswerterweise Sonja Schwörer geb. Vogt zur Verfügung.
Die Großeltern des heutigen Freiburger Erzbischofs Stephan Burger heiraten: Der Kaufmann Joseph Benitz (1897-1981) und Hedwig Steidlinger (1900-1995) geben sich das Ja-Wort. Die Hochzeitsfeier findet offenbar im Gasthaus »Linde« statt, denn das Gruppenfoto scheint auf dem heutigen »Linden«-Parkplatz aufgenommen worden zu sein. Das Wäldchen im Hintergrund wäre dann die »Hasle«. Am linken Bildrand sieht man die – noch im Rohbau befindliche – Festhalle durch die Bäume durchschimmern.
1.Reihe v.l.n.r.: Wilhelm Vogt (1880-1964) mit Franz Vogt (1920-1971), »Linden«-Wirt Ernst Meßmer (1869-1943), Josephine Meßmer geb. Benitz (1867-1932), ???, ???, Oberlehrer Eugen Steidlinger (1873-1939), Lina Steidlinger geb. Weber (1877-1953), mit Inge Kreß auf dem Schoß, Anna Benitz geb. Glunk, Stadtpfarrer Josef Schlitter (1877-1942) 2.Reihe v.l.n.r.: Elisabeth Kreß geb. Steidlinger, Emil Kreß, Braut Hedwig Benitz geb. Steidlinger (1900-1995), Bräutigam Joseph Benitz (1897-1981), ???, Hauptlehrer Alfred Zwingert 3.Reihe v.l.n.r.: ???, Franz Benitz (1908-1944), Albert Benitz (1905-1996), Paul Benitz (1899-1979), ???, ???, ???, ???, »Linden«-Wirt Ernst Meßmer jr., Paula Meßmer geb. Kaier
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sonja Schwörer geb. Vogt zur Verfügung.
Noch immer ist Krieg. Die Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs werden an Ostern aus der Volksschule entlassen. Für ein Gruppenfoto haben sie sich zusammen mit ihrem Lehrer Eugen Katzenmayer auf den Treppenstufen vor der »Adolf-Hitler-Schule« versammelt.
Wer weiß, wie die Jungen und Mädchen des Jahrgangs 1929/30 heißen? 1.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, Richard Kirner (1930-2002), Rudolf Schreiber, ??? 2.Reihe, v.l.n.r.: ???, ??? Hauger, Oskar Berger 3.Reihe, v.l.n.r.: Mathilde Sibold (verh. Bausch), Berta Funk, Lisbeth Glunk, Elisabeth Hermann (verh. Vogt) 4.Reihe, v.l.n.r.: Oswald Laufer, Valentin Maier, Albert Jonner (1929-2014), Erich Zepf 5.Reihe, v.l.n.r.: Johann Rappenegger, ???, Florian Wendelgass, ???, Anselm Heiler 6.Reihe: Lehrer Eugen Katzenmayer
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sonja Schwörer geb. Vogt zur Verfügung.
Welche Familie hier am Heiligabend um die Festtafel versammelt ist, erschließt sich mit einem flüchtigen Blick auf die kleine Schachtel in der Mitte des Tisches: eine Schachtel mit Zigarren! Ja, die Familie Vogt ist hier versammelt, auch bekannt unter dem Namen »Zigarren-Vogt«. Schließlich betreiben die Vogts seit der Jahrhundertwende ein Tabakwaren-Geschäft am oberen Rathausplatz. Ganz rechts sitzt der Kaufmann Wilhelm Vogt, der 1880 in Bonndorf geboren wurde und 1906 das Haus am Rathausplatz kaufte und darin sein Geschäft eröffnete. Er starb 1964 im Alter von 83 Jahren.
Dass das Foto an Weihnachten aufgenommen wurde, verrät der geschmückte Christbaum, der in der linken Ecke zu erkennen ist. Die Datierung 1940 ist nachvollziehbar, da vor dem Baum Willi Vogt (1910-?) in Wehrmachtsuniform sitzt. Der Fotograf des Bildes, der nicht zu sehen ist, dürfte Alfred Vogt (1912-1944) sein, der mit seiner Ehefrau Else, die er 1939 geheiratet hatte, ein Zigarrengeschäft in Neustadt betrieb. Alfred Vogt war Feldwebel bei der SS-Truppe und fiel am 17. März 1944 im Alter von 32 Jahren.
V.l.n.r.: Franz Vogt (1920-1971), Willi Vogt (1910-?), Else Vogt geb. Faller, Elisabeth Vogt geb. Martin (1877-1959), ???, Wilhelmine Vogt geb. Glunk (1857-1942), Kaufmann Wilhelm Vogt (1880-1964).
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Conrad Bader zur Verfügung. Sammlung Familie Waßmer
Das Gruppenfoto trägt den handschriftlichen Titel: »Arbeider-Vorbildungs-Verein Löffingen 1893«. Die zwei Rechtschreibfehler zeigen deutlich, dass der Schreiber keine höhere Schulbildung genossen, sondern nur die Volksschule besucht hat.
Der Arbeiterfortbildungsverein Löffingen war 1868 ins Leben gerufen worden. Ihm gehörten nicht nur Arbeiter, sondern auch Handwerker und Gesellen sowie Bauernsöhne an. Über die Aktivitäten des Vereins ist kaum etwas bekannt. Das Gruppenfoto wird vermutlich anlässlich des 25. Vereinsjubiläums aufgenommen. Stolz präsentieren sich die 34 Männer mit ihrer Vereinsfahne. »Seid einig…« ist darauf zu lesen.
Wo das Foto entsteht, ist unklar. Eventuell ist das Haus, das hinter den Bäumen durchscheint, das Haus von Weinhändler Joseph Benitz, das beim Großbrand 1921 zerstört wird. Dann wäre das Foto im Bereich der Rötengasse aufgenommen worden.
Wer weiß, wer die Männer sind?
1.Reihe, liegend, v.l.n.r.: 2.Reihe v.l.n.r.: ??? (stehend), Johann Gebert (1863-1895), ???, ???, ???, ???, Karl Benz (1875-1916), ???, Sebastian Egle (stehend, 1851-1909) 3.Reihe v.l.n.r.: Konrad Bader (1868-1958) 4.Reihe v.l.n.r.: ???, Leopold Egle (1842-1915) 5.Reihe v.l.n.r.:
Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Conrad Bader sowie Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.
Die weibliche Narrenpolizei gehört seit 1936 zur Löffinger Fasnacht. Bei Narrentreffen steht sie immer an der Spitze des Narrenaufgebots. Auf diesem Foto sind fünf Polizistinnen in ihren Uniformen zu sehen. Sie stehen in der Maienlandstraße stramm, vor dem schmiedeeisernen Gartenzaun von Gugelbergers (Maienlandstr. 6). Im Hintergrund ist das Haus Ganter (Maienlandstr. 8) zu sehen. Das Foto entsteht zwei Jahre nach der Gründung der weiblichen Narrenpolizei am 28. Februar 1938.
V.l.n.r.: Anna Maier (verh. Fehrenbach), Anna Beha, ???, Elisabeth Bader (verh. Obert), ???
Wer weiß, wie die anderen Angehörigen der Narrenpolizei auf dem Foto heißen? Handelt es sich evtl. um Hilde Schultheiss und Elise Oschwald?
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Conrad Bader zur Verfügung.
Der Gast- und Landwirt Karl Gebert (1888-1961) und Elisabeth Benz (1897-1958) heiraten. Das Brautpaar versammelt sich mit den Hochzeitsgästen zu einem Gruppenfoto vor dem Gasthaus »zur Linde«, das vis-à-vis vom »Gebert« liegt. Die Männer tragen Anzug, vier der Frauen tragen Tracht.
1.Reihe v.l.n.r.: 1 Maria Glunk (geb. Bader, 1866-1956), 2 Anna Strobel (geb. Benz, 1906-1986), 3 Agathe Benz (geb. Benz, 1899-?), 4 Anna Benz (geb. Bader, 1870-1951), 5 Emma Binder (geb. Limb, 1913-2005), 6 Emma Gebert (geb. Rosenstiel, 1865-1936), 7 ??? Rosenstiel, 8 ??? Albert (geb. Benz), 9 Josefa Beha (geb. Benz, 1905-?) 2.Reihe v.l.n.r.: 1 Therese Meier (geb. Benz), 2 ???, 3 Johann Glunk (1865-1921), 4 ???, 5 Konrad Bader (1868-1958), 6 Braut Elisabeth Gebert (geb. Benz, 1897-1958), 7 Bräutigam Karl Gebert (1888-1961), 8 Anna Limb (geb. Gebert, 1890-1960), 9 August Limb (1884-1976), 10 Robert Rosenstiel (1900-?), 11 Maria Kopp (geb. Benz), 12 ??? Albert (aus Hüfingen)
Fotograf: A. Dilger & Sohn, Freiburg Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Conrad Bader zur Verfügung.
Der Landwirt Karl Benz (1875-1916) und Anna Bader (1870-1951) heiraten. Sie geben sich am 20. Oktober 1896 das Ja-Wort. Der Bräutigam ist 21 Jahre alt, die Braut 26. In dem Photoatelier A. Dilger & Sohn in Freiburg lassen sich die beiden anlässlich ihrer Eheschließung fotografieren.
Karl Benz stirbt am 29. März 1916 in Freiburg im Alter von nur 41 Jahren. Die Witwe Anna Benz überlebt ihren Mann um 34 Jahre und stirbt am 3. Februar 1951 im Alter von 80 Jahren.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Emma Binder zur Verfügung.
Die närrische Jahreszeit geht zu Ende – und damit auch die »Regentschaft« der 20-Jährigen. Im Gasthaus »Linde« versammeln sie sich, um das Ende der Fasnacht mit Alkohol zu begießen. Es wird Akkordeon gespielt und gesungen. Es ist laut und geht feucht-fröhlich zu.
Am »Schmutzige Dunschdig« wurden die Angehörigen des Jahrgangs 1913/14 nach dem Narrenbaumstellen »auf die Laterne« der Laternenbrüder vereidigt. Sie schwörten ewige Treue zur Löffinger Fasnet: »Linke Hand auf’s rechte Herz, rechte Hand auf die Laterne! Ich schwöre, angesichts dieser Laterne und der anwesenden Laternenbrüder, dass ich, solange ich lebe und Atem habe, mit allen Fasern meines Lebens, treu zur Laternenbrüder-Narrenfreiheit stehe, den Anordnungen der Narrenobrigkeit willig Folge leiste, die Löffel des Stadtwappens nie missachte, mich als Mensch vom Menschen stammend, als Mensch aufführe, und den Narrentribut, wie es das Gesetz vorschreibt, jährlich willig bezahle.«
Das Foto wird am 5. März 1933 aufgenommen, am »alten Fasnetsundig«. Der Narrenbaum wurde versteigert und gefällt. Die 20-Jährigen haben Brennbares eingesammelt und auf der »Wanne« zu einem großen Fasnetfunken aufgehäuft und entzündet. Mit dem Fasnetfunken haben sie die Fasnacht verbrannt. Dass wenige Tage zuvor in Berlin der Reichstag brannte und die Nationalsozialisten dies seitdem als Vorwand nutzen, um politisch Andersdenkende im ganzen Land brutal zu verfolgen, interessiert hier gerade niemanden.
Wer erkennt die 20-Jährigen auf dem Foto? 1.Reihe, liegend, v.l.n.r.: ???, ??? 2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: Josef Benz (1914-1962, »Disebeppi«), ???, ???, ???, Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003), ???, Karl Hall, Karl Müller (1913-1971), ??? 3.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, Hans Strobel (1913-?), Hilde Schultheiß (verh. Schulz) 4.Reihe, v.l.n.r.: ???, Emma Limb (verh. Binder, 1913-2015), ???, ???, ???, ???
Zu den 20-Jährigen gehören vermutlich auch: Willy Butsch (1913-1991).
Das neue Verwaltungsgebäude von »Studer Revox« (Obere Hauptstr. 30), ein »reiner Zweckbau«, »ohne Schnörkel und Verzierungen«, ist fertig und bezogen. Genutzt werden die zusätzlichen 1.200 m² Bürofläche zuzüglich Nebenräumen und Kellerräumen für den Verkauf, für das Ersatzteillager, die Datenverarbeitung, die Finanzbuchhaltung und das Archiv. Außerdem ist eine zusätzliche Cafeteria geschafffen worden. Durch den Umzug des Verkaufs und der Verwaltung in den Neubau wurden im bisherigen Firmengebäude 700 m² frei, was die Raumnot im Bereich Produktion entschärft.
Der Rohbau des neuen Verwaltungsgebäudes von »Studer Revox« (Obere Hauptstr. 30) ist fertig und es wird Richtfest gefeiert. Der Neubau war nicht zuletzt deshalb notwendig geworden, da die Beschäftigungszahlen in den letzten Jahren stark angewachsen waren. Angefangen hatte man 1965 mit zunächst 200 Beschäftigten. Inzwischen mangelte es an Büroräumen für den Verkauf und die Verwaltung der mittlerweile 900 Beschäftigten in Löffingen, Bonndorf, Ewattingen und Bad Säckingen.
In dem Neubau sollen 1.200 m² Bürofläche zuzüglich Nebenräumen, Cafeteria und Keller entstehen. Der zusätzliche Platz soll für den Verkauf, für das Ersatzteillager, die Datenverarbeitung, die Finanzbuchhaltung und das Archiv zur Verfügung stehen. Durch die zusätzliche Cafeteria soll es außerdem möglich werden, in Kantine und Cafeteria getrennte Bereiche für Nichtraucher*innen, Raucher*innen und Stumpenraucher*innen einzurichten. Das Verwaltungsgebäude ist als »reiner Zweckbau« entworfen, »ohne Schnörkel und Verzierungen«.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Familie Theiler zur Verfügung.
1870 wurde das zweistöckige Wohnhaus mit Scheuer, Stallung und Schopf »Bei des Mahlers Kreuz« in der heutigen Oberen Hauptstraße erbaut. Dieses Foto entstand rund 100 Jahre später, bevor das Haus teilweise abgerissen und vollständig umgebaut wurde, sodass es heute nicht mehr wiederzuerkennen ist.
Dem Landwirt und Straßenwart Karl Egle I und seiner Ehefrau Maria geb. Nüsser gehörte das Anwesen. 1970 übernahm es ihre Tochter Johanna Theiler geb. Egle (1924-2014) und ihr Ehemann Johann Theiler (1928-2018). Auf dem Foto ist eine steile Treppe zu sehen, die mehrere Stufen zur Haustür hinaufführt. Ein Kind steht neben dem Geländer, es hat sein Dreirad abgestellt. Frisch gewaschene Wäsche hängt an der Wäscheleine, die unter den beiden Fenstern gespannt ist. Ein Sofa steht vor dem Treppenaufgang. Entweder es soll ausgeklopft und grundgereinigt werden oder es wird entsorgt und steht für den Sperrmüll bereit.