Mehrbildkarte mit drei Ansichten, ca. 1906

Verlag Fridolin Schneider, Löffingen

Der Gastwirt Fridolin Schneider, der das Gasthaus »Sonne« am oberen Rathausplatz von 1903 bis 1906 betreibt, verlegt diese colorierte Mehrbildkarte zu Werbezwecken. Unten rechts ist sein Gasthaus mit dem Rathausbrunnen davor abgebildet.

Unten links ist die »Neue Wallfahrtskirche« Witterschneekreuz zu sehen, die 1898 geweiht wurde und eine neue Sehenswürdigkeit darstellt. Pilger kommen nach Löffingen, um die Kirche zu besuchen und einige kehren danach sicherlich auch im Gasthaus »Sonne« ein. Das dritte Motiv der Mehrbildkarte zeigt eine Gesamtansicht des Städtchens, aufgenommen vom Gewann »Im kleinen Brühl«, jenseits der Bahnlinie.

Mehrbildkarte »Gruß aus Löffingen« mit drei Ansichten, ca. 1910/11

Verlag Eugen Felle, Isny / Stadtarchiv

Diese Mehrbildkarte wurde am 8. August 1911 als »Gruß aus Löffingen« versandt: »Grüße an die Buben, sie sollen bestimmt kommen«, wurde auf der Vorderseite der Postkarte handschriftlich notiert.

Oben im ovalen Kreis ist eine Ansicht vom Unteren Rathausplatz mit dem Rathaus zu sehen. Das Bildchen trägt den Titel: »Kriegerdenkmal und Schule«. Da das Rathaustürmchen nicht mehr in den Bildausschnitt passte, wurde es von dem Verlag Eugen Felle dazu retuschiert. Interessant ist auch, dass die Häuser in der Demetriusstraße über keine Staffelgiebel verfügen.

Links ist eine Ansicht der »Pfarrkirche« St. Michael zu sehen. Das Foto wurde von der damaligen Hafnergasse aus aufgenommen. Im Vordergrund steht das Kaufhaus von Anton Schirmer, das im März 1916 vollständig abbrannte.

Rechts ist die »Straßenpartie« in der Unteren Hauptstraße abgebildet. Der Blick fällt vom Unteren Rathausplatz in Richtung Gasthaus »Lamm«. Im Vordergrund wird gerade das Eckgebäude von Apotheker Otto Buisson (Rathausplatz 6) neu erbaut. Das Vorgängerhaus war am 11. Dezember 1909 bei einem Feuer zerstört worden.

Mondscheinkarte »Gruß aus Löffingen« mit drei Ansichten, ca. 1898

Verlag Karl Zanger, Freiburg | Stadtarchiv | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Mondscheinkarten sind um die Jahrhundertwende eine Modeerscheinung in der Ansichtskartenwelt. Es sind Karten, die eine Örtlichkeit im Mondschein zeigen. Die obere Mondscheinkarte wird am 2. November 1899 auf dem Postamt Löffingen abgestempelt und versandt, die untere am 16. September 1900.

Zu sehen ist eine Gesamtansicht des Städtchens vom Gewann »Im kleinen Brühl« aus. Auf dem Bild gibt es noch keine Bahnlinie, die die Wiesen und Felder zerschneidet. Darunter ist eine kleine Ansicht des Oberen Rathausplatzes mit dem Rathaus und den beiden Gasthäusern »Sonne« (Rathausplatz 9-10) und »Löwen« (Rathausplatz 11) abgebildet. Daneben ist eine weitere Ansicht mit Blick zur Pfarrkirche St. Michael und zum Kaufhaus von Heinrich Goebel zu sehen. Goebel vertreibt auch diese Mondscheinkarte, wie auf der Vorderseite angegeben ist.

Mehrbildkarte mit zwei Ansichten, ca. 1903-1905

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Stadtarchiv

Diese colorierte Postkarte mit zwei Ansichten von Löffingen wird 1905 postalisch befördert. Geschrieben hat sie ein Urlauber, der sich, wie er schreibt, auf einer »Schwarzwaldreise« befindet und im Gasthaus »Löwen« übernachtete, das von Vinzenz Jäger betrieben wird.

Zu sehen ist oben eine Gesamtansicht des Städtchens vom Gewann »Im kleinen Brühl« (heute Göschweiler Straße) aus. Unten links ist die wichtigste neue Sehenswürdigkeit abgebildet: die »Wallfahrtskirche Witterschneee«, die 1898 geweiht wurde.

Mehrbildkarte mit drei Ansichten, ca. 1925

Verlag Franz X. Geiger, Löffingen
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Georg Willmann zur Verfügung.

Diese colorierte Mehrbildkarte zeigt oben eine Gesamtansicht des Städtchens, das vom Alenberg aufgenommen wurde, von wo sich ein schöner Blick bietet: Zu sehen ist der Altstadtring mit dem Rathaus und der katholischen Pfarrkirche. Der Schrecken des Großbrandes 1921 liegt schon einige Jahre zurück: Die Häuser in der Demetriusstraße sind wieder aufgebaut und an ihren Staffelgiebeln zu erkennen. Jenseits der Bahnlinie stehen noch kaum Häuser, nur in der Bonndorfer Straße sind bereits die beiden Villen der Holzindustriewerke Josef Benz AG gebaut. 

Links unten ist die »Straßenpartie« am Unteren Rathausplatz mit dem Demetriusbrunnen im Vordergrund abgebildet. Als Vorlage für das colorierte Foto diente eine Schwarz-Weiß-Aufnahme aus den Jahren 1912-1916

Rechts unten ist das »Krankenhaus« in der heutigen Seppenhofer Straße zu sehen, das 1921 erweitert wurde.

Mehrbildkarte »Gruß aus Löffingen« mit sechs Ansichten, 1898

Verlag J. A. Binder Nachfolger, Bonndorf

Am 11. September 1898 wird diese lithografische Mehrbildkarte versendet. Sie zeigt sechs Motiven und ist mit »Gruß aus Löffingen« betitelt. Doch der Absender der Postkarte strich »Löffingen« einfach durch und ersetzte es durch »Göschweiler«.

Oben rechts ist eine Gesamtansicht zu sehen, die das Städtchen von der Rötenbacher Straße aus zeigt. Die Bahnlinie ist noch nicht gebaut. Zu erkennen sind neben der katholischen Pfarrkirche St. Michael die Häuser der Seppenhofer Straße und des heutigen Pfarrwegs. Links daneben ist der obere Rathausplatz abgebildet, mit dem Rathaus, dem Gasthaus »Sonne« (Rathausplatz 9/10) und dem Gasthaus »Löwen« (Rathausplatz 11). Vom angrenzenden Gasthaus »Ochsen« sind nur die Scheunentore zu sehen. Das kleine Bild oben links zeigt die neu erbaute Wallfahrtskirche Witterschneekreuz, die neue Hauptsehenswürdigkeit des Städtchens, auf die man stolz ist.

Darunter ist eine Ansicht der Unteren Hauptstraße zu sehen. Der Blick fällt in Richtung Mailänder Tor. Von Blumenranken eingerahmt ist daneben das 1894 errichtete Kriegerdenkmal zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 abgebildet. Unten links ist die Untere Hauptstraße mit der Einmündung der Kirchstraße zu sehen. Die markanten Gebäude sind das Kaufhaus »zum Kasten« (Untere Hauptstr. 7), der »alte Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) und das Gasthaus »Lamm« (Kirchstr. 29).

Hochziehen der neuen Glocken auf den Kirchturm, Dezember 1951

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Franz Scholz zur Verfügung.

Eine der neuen Glocken wird gerade hoch in den Glockenstuhl der katholischen Pfarrkirche St. Michael gezogen. Der Blick auf das verschneite Städtchen fällt in Richtung Ringstraße und Bahnhofstraße. Karl Hasenfuß schrieb in seiner Chronik 1953: »Mögen die an Stelle der dem Krieg zum Opfer gefallenen im Jahre 1951 beschafften neuen Kirchenglocken bei ihrem ersten feierlichen Zusammenklang am Weihnachtsabend friedliche Zeiten eingeläutet haben.«

Standort des Fotografen: 47.882639, 8.344139

Hochziehen der neuen Glocken an der Pfarrkirche, Dezember 1951

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Melitta und Eugen Fehrenbach zur Verfügung.

Nachdem die neuen Glocken in einem Festgottesdienst geweiht wurden, werden sie außen am Kirchturm hochgezogen. Ein Junge darf ein Seil halten, um die empor schwebende Bronzeglocke zu stabilisieren. Es handelt sich um die kleinste Glocke, 818 mm im Durchmesser und 331 kg schwer. Der Kirchturm wurde zehn Jahre später erst verputzt. Hier ist noch sein Mauerwerk zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.882639, 8.344083

Abseilen der Kirchenglocken zur Abgabe an die Rüstungsindustrie, 13. April 1942

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Georg Willmann zur Verfügung.

Drei der vier Glocken des Kirchengeläutes müssen 1942 für die Rüstungsindustrie abgegeben werden. Am 13. April 1942 werden die Glocken außen am Kirchturm herabgelassen. Von den Fenstern der Bäckerei Straub (Untere Hauptstr. 6) bietet sich der beste Blick. Auf dem Foto ist festgehalten, wie sich gerade eine Glocke allmählich auf den Boden zubewegt.

Standort des Fotografen: 47.883329, 8.343587

Kirchturm der Pfarrkirche St. Michael, 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Franz Scholz zur Verfügung.

Bei dem Bombardement am Kriegsende 1945 entstanden Schäden am Dach des Langhauses und am Kirchturmhelm. Männer seilen sich fünf Jahre später ab, um die Schäden in der Dachabdeckung auszubessern. Oben auf dem Kreuz sitzt ein Arbeiter, ein anderer ist seitlich auf halber Höhe zu sehen. Ein Gerüst wurde nicht aufgestellt. Am Kirchturm ist noch das Mauerwerk sichtbar. Erst 1961 wurden die Wände erstmals verputzt.

Bittengasse mit Pfarrkirche St. Michael, ca. 1933

Dieses Foto wurde uns dankenswerterweise von Luzia Bader zur Verfügung gestellt.

Von der Bittengasse aus gesehen steht die Kirche St. Michael auf einer kleinen Anhöhe, die von einer Mauer begrenzt wird. Sie umschließt den Bereich, auf dem sich früher der Friedhof befand. An der Kirchenmauer stehen noch einige Grabsteine. Die Mauer ist von einer Treppe durchbrochen, die zu einer Tür führt, über die man die Kirche neben dem Marienaltar betritt.

»Alter Benzbau« in der Ringstraße, ca. 1955-1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Maria Göpper zur Verfügung.

Der Blick geht zum »alten Benzbau« und weiter zum Kirchturm. Dessen Mauer ist noch unverputzt, weshalb das Foto vor 1961 entstanden sein muss. Im Vordergrund links ist eine Miste in der Ringstraße zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883126, 8.343100