Dieses Foto stellten dankenswerterweise Hermann Egle sowie Beate und Franz Hofmeier zur Verfügung.
Girlanden aus Reisig hängen in der Bahnhofstraße. Die Mitglieder des Turnerbundes marschieren in ihrer weißen Sportkleidung vorbei. Sie haben sich in den Festumzug anlässlich des Schwarzwaldgau-Sängerbundesfestes eingereiht, das für drei Tage in Löffingen stattfindet. Ihre Vereinsfahne wird vorneweg getragen. Etwa 4.000 bis 5.000 Teilnehmer von verschiedenen Vereinen beteiligen sich an dem Umzug. Am rechten Bildrand ist angeschnitten ein Teil des katholischen Pfarrhauses (Untere Hauptstr. 10) zu erkennen.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Else Egle, Hermann Egle, Maria Kuster und Maria Wider zur Verfügung.
Vom 30. Juli bis 1. August 1927 findet das Schwarzwaldgau-Sängerbundesfest in Löffingen mit mehreren Tausend Teilnehmern statt. Schauplatz des Preis-Wettsingens der Chöre und des Festkonzertes ist die neu erbaute Festhalle. Vor ihrem Eingang haben sich die Mitglieder des Festausschusses zu einem Erinnerungsfoto aufgestellt.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Albert Benitz (1905-1996), 2 Hauptlehrer Alfred Zwingert (1880-1938), 3 Friseurmeister Julius Limb (1883-1968), 4 Kaufmann Joseph Benitz (1897-1981), 5 Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957) 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ??? Wölfle, 2 Josef Kuster, 3 Tierarzt Eugen Karl Wallraff (1882-1948), 4 Heinrich Wider, 5 Karl Hasenfratz II
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.
Festlich geschmückt sind die Häuserfassaden der Metzgerei von Johann Werne (Demetriusstr. 15), des Wohn- und Geschäftshauses von Korbmacher August Egle und von Modistin Klara Egle (Demetriusstr. 14) und der Flaschnerei von Ferdinand Willmann (Demetriusstr. 13). Kränze und Girlanden sind zu sehen, Fahnen flattern im Wind, ein Nadelbaum ist als Dekoration aufgebaut.
Das Städtchen hat sich herausgeputzt, denn Löffingen ist vom 30. Juli bis 1. August 1927 Gastgeber des dreitägigen Schwarzwaldgausängerfestes, an dem mehrere Tausend Sänger aus Nah und Fern teilnehmen.
Das Foto trägt den Titel: »Der Einzug der Verein«. Der Umzug bewegt sich gerade über den unteren Rathausplatz, vorbei am Demetriusbrunnen und den geschmückten Häusern der Demetriusstraße. Eine Musikkapelle spielt auf, Frauen in Tracht stehen am Straßenrand, mit ihrem Rücken zum Fotografen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.
Der Landwirt und Säger Ernst Fritsche (1895-1968) heiratet am 17. Mai 1927 seine Frau Emma geb. Benz (1897-1987). Das Ehepaar wohnt in Fritsches Elternhaus in der Ringstr. 5, das nach dem Großbrand 1921 neu erbaut wurde.
Ein Jahr nach der Hochzeit wird am 2. November 1928 das erste Kind geboren: die Tochter Fridolina Elisabeth kommt zur Welt. Sie stirbt 1936 im Alter von nur 7 Jahren. Über den Verlust der Tochter trösten die Söhne hinweg.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.
»Willkommen am Gau-Fest des Schwarzwaldgau-Sängerbundes«, lautet am 30. Juli 1927 die Überschrift der in Neustadt herausgegebenen Lokalzeitung »Echo vom Hochfirst«. Und weiter: »Löffingen, das Kleinod der Baar, steht geschmückt wie eine in Jugendfrische strahlende Braut und entbietet den Tausenden von Sängern und Sangesfreunden herzlichsten Willkomm! In einem vielfarbigen Schmuck von Blumen, Kränzen und Fahnen prangend, huldigt Löffingen dem deutschen Liede, huldigt allen jenen, die zum Gaufest des Schwarzwaldgausängerbundes pilgern werden, um in stolzen Chören die Schönheiten des deutschen Liedes zu preisen.«
Auf dem Foto, das aus dem Mailänder Tor heraus aufgenommen ist, ist ein Zug von Sängern zu sehen, die, vielleicht vom Bahnhof kommend, über den unteren Rathausplatz in Richtung Festhalle marschieren. Vornweg wird die Vereinsfahne getragen. Die Häuser am Rathausplatz sind allesamt geschmückt. Neben dem Kriegerdenkmal, das noch von einem schmiedeeisernen Gitter eingefasst wird, flattert die badische Fahne. Zwischen Denkmal und Rathaus ist die Gemeindewaage zu erkennen.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.
Bislang ist nur die Festhalle fertiggestellt, während von der Schule nur der Rohbau steht. Aber schon jetzt werden Teile des Gebäudes genutzt, wie an der geschmückten Fassade und der Menschenmenge zu erkennen ist. Denn in Löffingen findet das dreitägige Schwarzwaldgau-Sängerbundesfest statt, an dem rund 2.500 Sänger teilnehmen. Am 29. Juli 1927 findet die Begrüßungsfeier in der Festhalle statt. Am nächsten Tag werden in der Halle die Wettgesänge der Chöre ausgetragen: »In der Klasse einfacher Volksgesang beteiligten sich 20, Erschwerter Volksgesang 10, Kunstgesang 6, Schwieriger Kunstgesang 2 Vereine und in der Ehrenklasse 1 Verein, insgesamt also 39.« Die Festhalle ist bis auf den letzten Platz besetzt. Am Nachmittag ist die Festhalle Schauplatz eines Konzertes und auch Ort der Preisverleihung an die Chöre.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.
Der Schuhmacher Matthias Sibold (1840-1916) hatte am 22. Oktober 1863 seine Ehefrau Luzia Bader (1841-1908) aus Seppenhofen geheiratet. Die beiden bekamen mehrere Söhne und Töchter, die ihrerseits heirateten, Familien gründeten und Kinder und später Enkelkinder bekamen. 64 Jahre nach der Eheschließung ihrer Vorfahren kommen die Sibolds zu einem Familientreffen zusammen. Vor dem Gasthaus »Ochsen« wird dieses Gruppenfoto aufgenommen, das drei Generationen umfasst.
1.Reihe, v.l.n.r. (Nr. 1-10): Ewald Sibold (1), Klara Sibold (2), Frieda Sibold (3), Sophie Sibold (4), Helmut Köpfler (5), Anna Köpfler (6), Alfred Köpfler (7), Agathe Köpfler (8), Hans Laufer (9) und Wilhelm Laufer (10).
2.Reihe, v.l.n.r. (Nr. 11-24): Eugen Münzer (11), Emma Münzer geb. Hirt (12), Franz Münzer (13), Viktor Sibold (14), [Maria Sibold geb. Göhry (15, 1874-?) ???], Viktor Sibold (16, 1878-1936), Julius Sibold (17, aus den USA), Johann Preuß (18), Agathe Preuß geb. Sibold (19, 1882-1967), Anna Hummel geb. Sibold (20, verw. Hirt, 1868-?), Josefa Gromann geb. Sibold (21, 1863-1937), Anna Köpfler geb. Gromann (22), Walter Köpfler (23, 1927-1944) und Maria Laufer geb. Sibold (24)
3.Reihe, v.l.n.r. (Nr. 25-40): Elisabeth Sibold (25), Matthias Sibold (26), [Maria Sibold geb. Göhry (27, 1874-?) ???], Josef Sibold (28), Johann Sibold (29), Franz Sibold (30), Luise Sibold geb. Zepf (31), Karl Sibold (32), Luise Sibold (33), Maria Hummel (34), Alfred Köpfler (35), Franz Sibold (36), Franz Sibold (37), Hugo Sibold (38), Anna Sibold (39) und Wilhelm Laufer (40)
4.Reihe, v.l.n.r. (Nr. 41-46): Karl Sibold (41, 1867-?), Luise Sibold geb. ? (42), Erich Sibold (43), Josefa Sibold geb. ? (44), Eugen Sibold (45) und Konrad Sibold (46)
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Emma Binder sowie Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.
Die Kinder stehen dicht gedrängt vor einem Lastwagen, der für diesen Tag zum Ausflugsfahrzeug umfunktioniert wurde. Auf der Ladefläche sind Bänke montiert, das Heck ist offen und nur mit Planen verhängt. Gleich beginnt der Ausflug, eine sogenannte »Fahrt ins Blaue«. Das Ziel ist Breisach. Vor der Abfahrt haben sich die Jungen und Mädchen des Jahrgangs 1913/14 in der Demetriusstraße zu einem Gruppenfoto versammelt. Zu sehen sind u.a. Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003) und Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005). Für viele von ihnen ist es eine der seltenen Gelegenheiten, gemeinsam weiter wegzufahren – mit einem motorisierten Fahrzeug, organisiert und begleitet, ein kleines Abenteuer.
Der Blick in den Hintergrund erzählt eine zweite Geschichte. Die Häuser entlang der Straße sind neu. Frisch verputzt und gestrichen stehen sie da, sichtbare Zeichen des Wiederaufbaus nach dem Großbrand von 1921. Bei Metzger Wilhelm Werne (Demetriusstr. 11) ist der Rollladen heruntergelassen. Daneben sind das Anwesen von Landwirt Emil Fürst (Demetriusstr. 10) und das Haus mit der Schuhhandlung von Karl Hasenfratz II (Demetriusstr. 9) zu sehen. Dort weht eine Fahne, die zu einem Fest herausgehängt wurde. Vielleicht wurde das Sängerfest kurz vorher begangen. Vielleicht gehören die Kinder dem Kinderchor an, die beim Fest mitwirkten.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Walter und Johanna Nägele zur Verfügung.
Auf dem Sägeblatt, das die beiden Waldarbeiter in der Bildmitte halten, steht mit Kreide geschrieben: »Holzhauer Löffingen 10.III.1927«. Die Männer präsentieren sich und ihr Werkzeug stolz vor einem gefällten Baum – nach getaner Arbeit. Fünf Pferde stehen bereit, um die gefällten Baumstämme aus dem Wald zu ziehen.
Fotograf:Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst sowie Sonja Schwörer geb. Vogt zur Verfügung.
Die Großeltern des heutigen Freiburger Erzbischofs Stephan Burger heiraten: Der Kaufmann Joseph Benitz (1897-1981) und die Lehrerin Hedwig Steidlinger (1900-1995) geben sich am 20. Oktober 1927 das Ja-Wort. Die Hochzeitsfeier findet offenbar im Gasthaus »Linde« statt, denn das Gruppenfoto wird auf dem heutigen »Linden«-Parkplatz aufgenommen. Das Wäldchen im Hintergrund ist die »Hasle«. Am linken Bildrand sieht man das Haus von Familie Häusle (Haslachstr. 2) durch die Bäume durchschimmern.
1.Reihe v.l.n.r.: 1 Wilhelm Vogt (1880-1964), 2 Franz Vogt (1920-1971), 3 »Linden«-Wirt Ernst Meßmer (1869-1943), 4 Josephine Meßmer (geb. Benitz. 1867-1932), 5 ???, 6 ???, 7 Oberlehrer Eugen Steidlinger (1873-1939), 8 Lina Steidlinger (geb. Weber, 1877-1953), 9 Inge Kreß auf dem Schoß, 10 Anna Benitz (geb. Glunk, 1870-1959), 11 Stadtpfarrer Josef Schlitter (1877-1942), 12 ???, 13 ???, 14 ???, 15 ???, 16 ???, 17 ??? 2.Reihe v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 Elisabeth Kreß (geb. Steidlinger), 7 Emil Kreß, 8 Braut Hedwig Benitz (geb. Steidlinger, 1900-1995), 9 Bräutigam Joseph Benitz (1897-1981), 10 ???, 11 ???, 12 [Anna Zwingert (geb. Vielsäcker)?], 13 Hauptlehrer Alfred Zwingert (1880-1938) 3.Reihe v.l.n.r.: 1 ???, 2 Franz Benitz (1908-1944), 3 ???, 4 ???, 5 Albert Benitz (1905-1996), 6 Paul Benitz (1899-1979), 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 Paula Meßmer (geb. Kaier), 12 »Linden«-Wirt Ernst Meßmer jr. (1897-1950)
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst sowie Maria Wider zur Verfügung.
Ein Auto hat am Straßenrand geparkt. Noch sind motorisierte Fahrzeuge im Städtchen eine Seltenheit, denn Durchgangsverkehr gibt es kaum und nur wenige Löffinger besitzen ein Auto. Einer der ersten ist Friseurmeister Julius Limb (1883-1968), der in der Bildmitte steht.
Der Heimatchronist Leo Ratzer (1881-1948) erinnert sich 1938 in seinen Aufzeichnungen an die ersten Autos, die ab 1910 nach Löffingen kamen: »Natürlich war die Durchfahrt eines Autos lange Zeit ein Ereignis für das ganze Städtchen. Die Sache machte noch kurz vor dem Kriege [Erster Weltkrieg] auf einen kleinen Jungen einen solchen Eindruck, dass er sich in seiner Freizeit stets an der Landstraße aufhielt und sobald er ein Auto auf der Höhe gegen Unadingen kommen hörte, seine Kameraden mit dem Schreckensruf alarmierte: ‚Kummet bigott ihr Buebe, es kunnt en Sokomatiev.’«
Wer weiß, vor welchem Gebäude das Auto parkt?
V.l.n.r.: 1 Heinrich Wider, 2 ???, 3 Julius Limb (1883-1968), 4 Joseph Benitz (1897-1981), 5 Hermann Ganter (1895-1957)
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Emilie und Heinz Albrecht sowie Luzia Bader zur Verfügung.
1927 erhält die Freiwillige Feuerwehr Löffingen ihre erste Automobilfeuerspritze. Damit beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der 1863 gegründeten Wehr. Das motorisierte Löschgerät kommt in den folgenden Jahren nicht nur in Löffingen zum Einsatz, sondern auch bei Bränden in den Nachbarorten.
Hier haben sich Feuerwehrmänner mit der neuen Feuerspritze vor der Treppe zur katholischen Pfarrkirche St. Michael zu einem Gruppenfoto aufgestellt. Das Haus rechts im Hintergrund ist das Kaufhaus von Anton Schirmer (Kirchstr. 25).
1.Reihe v.l.n.r.: 1 Josef Göhry, 2 Ernst Krauß, 3 Timotheus Schmid, 4 Franz Zepf, 5 Kommandant Josef Benitz (1897-1981), 6 ??? (Ausbilder der Feuerwehrschule Freiburg), 7 Konrad Bader, 8 Wilhelm Krauß 2.Reihe v.l.n.r.: 1 ???, 2 Ernst Willmann, 3 Ernst Fehrenbach, 4 Fritz Fehrenbach, 5 Wilhelm Maier, 6 Wilhelm Jonner, 7 Fritz Seilnacht, 8 Karl Hepting, 9 Edmund Jordan (»Bartli«, 1907-1970), 10 Heinrich Thoma, 11 Andreas Maier, 12 Franz Fehrenbach, 13 Franz Guth