Brand im Sägewerk Benz, 7. Juli 1928

Dieses Foto befindet sich im Stadtarchiv.

Die Holzindustriewerke Josef Benz AG stehen lichterloh in Flammen! Das Feuer war am Abend gegen 21.45 Uhr im Späneturm ausgebrochen und hatte sich in rasender Geschwindigkeit ausgebreitet. In kürzester Zeit brennen drei Maschinenhäuser, die Sägerei, das Hobelwerk, mehrere Schuppen, die Kantine, die Schlosserei, die Kistenmacherei und weitere Gebäude.

Die Nachtaufnahme zeigt das brennende Sägewerk. Gespenstisch ragt der Benz-Kamin im Lichtschein der Flammen in die Höhe. Vermutlich wird das Foto von der Rötenbacher Straße aus aufgenommen.

Standort des Fotografen: ???

3 Fotos: Konzert der Stadtmusik in der Festhalle, 1967

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Die Stadtmusik mit ihrem Dirigenten Artur Grübel (1919-1993) gibt in der Festhalle ein Konzert. Musiklehrer Grübel schwingt bereits seit 1964 den Dirigentenstab und führt die Stadtmusik durch sein Können und Wirken zu immer neuen musikalischen Erfolgen.

Das Foto wird im August 1967 aufgenommen, als die Kapelle St. Pancratius aus dem niederländischen Kerkrade zu Besuch in Löffingen weilt und zu diesem Anlass ein Doppelkonzert gegeben wird. Der Kontakt zu Kerkrade wurde im Vorjahr geknüpft, als dort die Musik-Olympiade stattfand. Die Löffinger Stadtmusik und die Trachtengruppe waren zur Teilnahme dieses internationalen Wettbewerbs nach Holland gereist. Sie hatten bei der Kapelle St. Pancratius Unterkunft und Verpflegung erhalten. Im Wettstreit der Marschmusik hatte die Stadtmusik eine Goldmedaille erhalten. Jetzt sind die niederländischen Musiker mit ihren Familienangehörigen zum Gegenbesuch in Löffingen. Die Festhalle ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Bis zum frühen Morgen wird fröhlich gefeiert!

1. Bild
Zu sehen sind u.a. Willi Willmann (Klarinette), Wolfgang Dufner (Klarinette), Dieter Gauger (Bass), Adolf Heiler (Bass), Rudi Jordan (Bass), Herbert Kienzler, ???, Christian Bayer, Edgar Adrion, Alex Kaufmann, Werner Kienzler, Rolf Dieterle

2. Bild
Zu sehen sind u.a. Eugen Hepting (Trommel), Bernhard Adrion (Schlagzeug), Klaus Baader, Hans Kaufmann, Hermann Jordan, ???, Ernst Heiler

3. Bild
1.Reihe, v.l.n.r.: Daniel Fehrenbach, Walter Hauser, Ferdinand Hasenfratz
2.Reihe, v.l.n.r.: Lothar Zepf (1936-2022), Joachim Rogg, Hans Kaufmann
3.Reihe, v.l.n.r.: Franz Faller (1916-1986)

Standort des Fotografen: 47.882920, 8.347818

Evangelischer Kirchengemeinderat mit Pfarrer Herrenbrück, 1999

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Rund 1.600 Gemeindemitglieder zählt die evangelische Kirchengemeinde St. Johannes. Sie wohnen in Löffingen und seinen Ortsteilen, aber auch in Rötenbach und Friedenweiler. 1996 wählten sie für sechs Jahre die Kirchenältesten: Robert Christ (ab 1998 Nachfolger Peter Spiegel), Walter Kromer, Eberhard Müller, Rita Lange-Bader, Maria Pöllmann-Bürgi und Ingrid Rohrbeck. Zu diesen sechs Kirchenältesten kommen noch einige Beigeordnete. Zusammen mit Pfarrer Dr. Fritz Herrenbrück, der seit 1981 in Löffingen wirkt, posieren die Mitglieder des Kirchengemeinderates für ein Gruppenfoto.

V.l.n.r.: Dr. Fritz Herrenbrück, Maria Pöllmann-Bürgi, ???, Eberhard Müller, Rita Lange-Bader, ???, ???, ???, ???, Walter Kromer, Peter Spiegel

Standort des Fotografen: 47.881599, 8.348607

3 Fotos: Hexenpyramide beim Narrenumzug, Fasnacht 1994

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Berühmt ist die Pyramide, die die Hexen bei der schaurig-schönen Walpurgisnacht am Abend des »Fasnet Mändig« bilden. Doch in der Dunkelheit, nur vom Schein des prasselnden Feuers und des krachenden Feuerwerks erleuchtet, sind die selbstgeschnitzten Masken der Hexen dann nur schemenhaft zu erkennen.

Ganz anders bei diesen drei Gruppenfotos, die während des Narrenumzuges am »Fasnet Mändig« bei schönstem Sonnenschein aufgenommen werden. Offenbar proben die Hexen schon mal ihre Pyramide für den großen Auftritt am Abend… Na?! Schafft es der Teufel, ganz nach oben zu klettern? Und wie lange wird die Pyramide halten, bevor sie in sich zusammenfällt?

Standort des Fotografen: 47.884125, 8.345123

Narrengruppe auf der Bühne, Fasnacht 1937

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Genoveva Kienast zur Verfügung.

Da sind sie, die Schützen! Denn an der diesjährigen Fasnacht steht Löffingen ganz im Zeichen eines »Schützengildenfestes im 15. Jahrhundert«. Und da dürfen natürlich die Schützen nicht fehlen! Sie werden gleich auf der Fasnachtsbühne auf dem oberen Rathausplatz aus einem riesigen Geschütz feuern. Das Rohr ist am rechten Bildrand gerade noch zu sehen. Das wird einen ohrenbetäubenden Knall geben!

1.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, [Ernst Krauß?], ???
2.Reihe, v.l.n.r.:

Im Hintergrund sieht man die weibliche Narrenpolizei (u.a. Helene Häusler verh. Krauß) und den Narrenvater.

Standort des Fotografen: 47.883957, 8.344846

Rohbau der Seniorenwohnanlage in der Seppenhofer Straße, 1999

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Als Ergänzung zum Altenpflegeheim St. Martin wird vis-à-vis in der Seppenhofer Straße die Seniorenwohnanlage (Seppenhofer Str. 10) gebaut. Schon ist der Rohbau fertig.

Die Anlage wird nach ihrer Fertigstellung aus drei jeweils dreigeschossigen Gebäuden bestehen, die auf dem Foto schon unter Dach und Fach sind. Sie bieten Raum für 26 seniorengerechte Wohnungen, einen Gemeinschaftsraum und einen lichtdurchfluteten Innenhof. Auch eine Tiefgarage gibt es, die über neun Stellplätze verfügt.

»Wohnen im Städtle«, wird der Werbespruch der Seniorenwohnanlage lauten, da das Städtchen nur wenige Gehminuten entfernt liegt. Im Hintergrund des Fotos ist der Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.880569, 8.345047

Weinhandlung im Haus Benitz in der Alenbergstraße, ca. 1989

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Über der Tür in der Alenbergstr. 9 steht die Inschrift: »Kleinverkauf«. Links daneben über dem Schaufenster erfährt man, was hier verkauft wird: »Badische Weinschatzkammer« – also Weine! Und zwar badische! Und die sind auch im liebevoll gestalteten Schaufenster zu sehen. Passend dazu der Werbespruch, der an der Glasscheibe angebracht ist: »Badischer Wein – von der Sonne verwöhnt«.

Die Weinhandlung wird von 1976 bis 2007 von Klaus Benitz (1938-2015) und seiner Ehefrau Inge geb. Sauter geführt.

Standort des Fotografen: 47.885217, 8.344301

Weinscheune in der Kirchstraße beim Scheunenfest, 1977

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Das Scheunentor steht weit offen. Es gehört zum Ökonomiebereich des Hauses von Witwe Lina Fehrenbach geb. Hasenfratz (1901-1991) in der Kirchstraße. Sie führt die Landwirtschaft schon eine ganze Weile nicht mehr – nicht erst seit dem Tod ihres Ehemannes Franz Fehrenbach (1897-1976) im Vorjahr.

Heute verwandelt sich die Scheune in eine »Weinscheune« und lädt zum Verweilen ein. Denn die Hexengruppe veranstaltet zum wiederholten Mal ihr Scheunenfest. Anlässlich der Einweihung des Hexenbrunnens 1975 hatten die Hexen kurzerhand drei Scheunen festlich hergerichtet, um die Gäste bei ungünstiger Witterung im Trockenen bewirten zu können. Zwei Jahre später ist das Scheunenfest schon zur Tradition geworden. Als Hingucker steht vor der »Weinscheune« auf der Straße ein Holzkarren, auf dem alte Weinfässer liegen. Na, dann Prost und zum Wohl!

Standort des Fotografen: 47.883300, 8.344894

4 Fotos: Blick vom Reichberg auf das Städtchen, ca. 1961/62

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Da, wo die Göschweiler Straße einen Bogen macht und zum Reichberg hinaufführt, steht der Fotograf und nimmt hintereinander vier Motive auf. Welches wohl das schönste ist? Das wird sich erst zeigen, wenn der Film entwickelt und die Bilder abgezogen sind.

Alle vier Fotos zeigen den Blick auf das Städtchen. Im Vordergrund ist das Gewann »Breiten« zu sehen, das noch unbebaut ist. Wenige Jahre später wird auf den Wiesen und Feldern ein Neubaugebiet entstehen. Eine erste Baugrube wird gerade ausgehoben, wie auf dem obersten Foto zu erkennen ist. Die Baugrube könnte zum Haus von Säger Alfred Fehrenbach (Hebelstr. 17) gehören, das 1962 gebaut wird.

Auf allen Bildern der Fotoserie ist die Gesamtansicht durch die Bäume der Göschweiler Straße im Vordergrund eingerahmt. Ihre Blätter und ihr Schattenwurf, aber auch die Büsche beleben das Motiv. Der Kirchturm erstrahlt in frischem weiß, 1961 wurde er verputzt und gestrichen. Das Alenbergwäldchen und die »Hasle« sind hinter den Häusern des Städtchens zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.880697, 8.340232

2 Fotos: Klassentreffen des Jahrgangs 1938/39 beim Mailänder Tor, 1999

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Nein, es ist keine Straßenblockade, die hier gerade stattfindet. Wobei der Durchgangsverkehr in das Maienland für einen kurzen Moment tatsächlich lahm gelegt ist. Denn die ehemaligen Schüler*innen des Jahrgangs 1938/39 sind zu einem Klassentreffen zusammengekommen und versammeln sich im Torbogen des Mailänder Tores für ein Erinnerungsfoto. 60 Jahre sind die einstigen Schüler*innen alt.

Unteres Foto
1.Reihe, v.l.n.r.: Josef Maier, Johann Fritsche, Margret Marx (geb. Beha), Ottilie Fellner (geb. Kienzler), Lore Timeus (geb. Selb), Clara Kreischer (geb. Sibold, 1939-2005), Rosa Braun, Ferdinand Schultheiß, Helga Küßner (geb. Stöhr), Sabine Hornstein (geb. Strobel)
2.Reihe, v.l.n.r.: Julia Jufer (geb. Mürb), Kurt Frey, Hans-Peter Fehrenbach, Horst Gauger, Ferdinand Bernauer, Franz Braun (1937-2021), Inge Mayer (geb. Hepting), Roswitha Ehrat (geb. Kurz), Karl Schreiber, Marlies Rothfuß (geb. Willmann), Karl Heizmann (halb verdeckt), Gisela Knöpfle (geb. Fehrenbach), Franz Vogelbacher, Manfred Wagner

Zum Jahrgang gehören außerdem Brunhild Stockmar (geb. Bader, 1938-2006) und Carola Scherer (geb. Laule), die aber auf dem Foto fehlen.

Standort des Fotografen: 47.883944, 8.343745

3 Fotos: Einschulung der Erstklässler, 1981

Sammlung Familie Waßmer

Die Erstklässler*innen, die sich auf dem Gruppenfoto drängen, werden in mehrere Klassen aufgeteilt, in die 1a und die 1b. Außerdem sind auch noch die Schüler*innen von Dittishausen mit auf dem Foto. Stolz stehen sie alle, schwer bepackt mit ihren Schulranzen und mit den ebenso schweren Schultüten, vor dem Eingang zur Grundschule, in die die meisten von ihnen die nächsten vier Jahre gehen werden.

Zu sehen sind u.a. Carmen Bader, Alexander Bayer, Karin Feser, Jasmin Frei, Kevin Frei, Rainer Ganter, Erwin Geschwill, Alexander Gromann, Isabel Hannig, Thomas Hofmeier, Vesna Karen, Nadine Kiermeier, Frank Koch, Isabel Meßmer, Mirijana Mirkovic, Steffen Niemann, Martin Ratzer, Robert Ravic, Christian Schünke, Matthias Thurau, Anja Vetter, Gerald Vogt, Susanne Waßmer, Markus Wiggert, Bianca Wölfle, Patrick Wölfle, Heike Wörwag

Standort des Fotografen: 47.882324, 8.347855

Peter Spiegel im »Heilkräuterstüble«, 1996

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Der Heilpraktiker Peter Spiegel (1941-2012) hält einen Präsentkorb in den Händen und präsentiert ihn dem Fotografen. Neben ihm steht ein Samowar auf dem Tisch, sein ganzer Stolz. Spiegel steht im »Heilkräuterstüble«, das er seit 1993 betreibt. Darin bietet er seiner Kundschaft nicht nur verschiedene Heilkräuter an, sondern auch diverse Teesorten, ein umfangreiches Sortiment an Heilmitteln auf pflanzlicher Basis, Naturkosmetik und biologische Öle.

Geboren wurde Peter Spiegel 1941 in Weimar. Nach seiner Lehre als Drogist siedelte er 1959 aus der DDR nach Westdeutschland über. Er begann in einer Drogerie in Stuttgart zu arbeiten und später in Steinen im Wiesental. Dann zog es ihn in die Pharmaindustrie. 1976 machte er sich als Heilpraktiker selbstständig und zog 1980 mit seiner Familie von Kirchzarten nach Löffingen. 1993 eröffnete er dann mit dem »Heilkräuterstüble« neben dem Mailänder Tor seine eigene Kräuter-Drogerie. 16 Jahre lang betreibt er das Geschäft, bis er sich 2009 in den Ruhestand begibt. Am 1. September 2009 übernimmt Johanna Löffler aus Seppenhofen das »Heilkräuterstüble«.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit bringt sich Spiegel auf vielfältige Weise in das Gemeindeleben ein. Bei der Bürgermeisterwahl am 21. April 1991 fordert er als parteiloser Kandidat Bürgermeister Dieter Mellert heraus. Von 1994 bis 2011 ist er dann für die CDU Mitglied des Gemeinderats, eine Wahlperiode lang gehört er auch dem Kreisrat an. Auch im evangelischen Kirchengemeinderat ist er aktiv. Er ist außerdem einer der Mitbegründer des Biblischen Gartens bei der evangelischen Kirche und darüber hinaus Initiator des Heilkräuterpfades zwischen Löffingen und Dittishausen . Auch bei der Sanierung der Weiler Kapelle ist er als Vorsitzender des Fördervereins mit dabei.

Am 19. Mai 2012 stirbt Peter Spiegel im Alter von 71 Jahren.

Standort des Fotografen: 47.884047, 8.343799