Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.
Familie Rosenstiel betreibt in der Oberen Hauptstraße ihre Landwirtschaft. Mit einem Güllewagen, vor den zwei Kühe gespannt sind, machen sich Robert Rosenstiel (1900-?) und Franz Rosenstiel (1927-2006) daran, auf ihren Feldern im »Schlempental« Gülle auszufahren. Mit auf dem Foto zu sehen sind Paul Thoma und Lina Rosenstiel geb. Winterhalder (1901-?).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Conrad Bader zur Verfügung.
Ein Mann steht im Anzug, seine rechte Hand lässig in der Tasche, vor dem kleinen Gärtchen von Familie Straub. Hübsch eingerahmt von einem weißen Lattenzaun begrünt das Gärtchen die Innenstadt. Drei Spalierbäume ranken sich am Seitengiebel des Hauses Straub (Untere Hauptstr. 6) empor. Noch sind keine Blätter an den Bäumen zu sehen. Es ist Frühling, aber die Sonne scheint schon kräftig am Himmel, sodass der Mann einen deutlichen Schatten wirft. Der Mann ist Konrad Bader (1915-1946), der 1939 Luise Straub (1914 – 2009), die Tochter der Bäckerei Straub geheiratet hat.
Im Hintergrund sind die Häuser Seilnacht (Untere Hauptstr. 3) und Maier (Untere Hauptstr. 5) zu sehen.
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Der Turnerbund feiert im Juli 1980 sein 75. Gründungsjubiläum. Das Festprogramm beginnt am Samstag, 12. Juli 1980 mit dem Totengedenken auf dem Friedhof und setzt sich anschließend mit einem Festakt in der Aula der Realschule fort. Nach einer Begrüßungsansprache vom 1. Vorsitzenden Karl Guth (1912-2002) sprechen Bürgermeister Dr. Dieter Mellert (1941-2019) und der Vorsitzende des Badischen Schwarzwald-Turngaus Max Ringwald. Nach den Reden ehrt Ringwald verdiente Mitglieder des Turnerbunds.
Oberes Fotos, v.l.n.r.: Wanderwart Paul Bugger (1916-1990), Kassenwartin Lore Isele, Übungsleiterin Paula Obergfell geb. Schweizer, Übungsleiter Robert Rosenstiel, Oberturnwart Hans Streit, 2. Kassenwart Fritz Straub (1921-2007), Übungsleiter Willi Fehrenbach (1941-2018), Kampfrichterwart Fritz Sibold, Beisitzer Hans Jordan (1923-2002).
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Am »Tag des Sports« werden Wettkämpfe in Leichtathletik und im Schwimmen ausgetragen. Darüberhinaus findet ein Städtlelauf statt. Verschiedene Hindernisse sind im Städtchen aufgebaut, die die Sportler*innen überwinden müssen.
Diese Parcours-Station befindet sich vor dem Haus Straetker (Rathausplatz 6). Das moderne Schaufenster im Erdgeschoss ist noch recht neu. Eine große Schar Zuschauer*innen steht davor, um die Sportler anzufeuern (oder auszulachen?), während diese auf Bällen im Slalom hüpfen. Im Hintergrund ist die Bäckerei und das Café Fuß (Rathausplatz 5) zu sehen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.
»Raumstation Cap Kennedy« steht in großen Buchstaben auf dem Transparent, das den Fasnachtswagen schmückt. Zwar schreibt sich »Cape Kennedy« eigentlich mit »e«, aber es ist Fasnacht und da ist auch ein Rechtschreibfehler erlaubt. Cape Kennedy ist ein Landvorsprung an der Ostküste Floridas. Dort liegt der US-amerikanische Weltraumbahnhof, von dem schon ab 1958 bemannte Raumschiffe, die Mondflüge und bis heute die Space Shuttles starten.
Ein solches Space Shuttle ist auf dem Umzugswagen zu sehen. Es glitzert silbern, weil es mit Alufolie umwickelt ist. Der Wagen, der als Abschussrampe dient, fährt gerade, von der Bahnhofstraße kommend, in die Untere Hauptstraße. Im Hintergrund sind die Hans-Thoma-Schule (Untere Hauptstr. 10) und das Haus Pacher (Untere Hauptstr. 9) zu sehen.
Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Fritz Adrion (1897-1971) ist nicht nur Gipsermeister. In seiner Freizeit erteilt er Jugendlichen auch Tanzunterricht. Die Tanzstunden finden zu Hause bei Adrions (Alenbergstr. 21) statt. Dazu steht ein mittelgroßer Raum zur Verfügung, dessen Dielenboden gut gepflegt ist. Gelehrt werden in acht bis zehn Doppelstunden die üblichen Gesellschaftstänze. Die Musik kommt aus einem Grammophon oder es wird mit Musikinstrumenten live gespielt. Bestandteil der Tanzstunde ist auch die Anstandslehre, auf die Fritz Adrion großen Wert legt.
Höhepunkt jeden Kurses ist der feierliche Abschlussabend, das Tanzkränzchen. Wie auf dem Foto zu sehen ist, treten sieben Paare in einem Wettstreit gegeneinander an. Sie haben sich dafür richtig chic gemacht. Und auch der Raum ist mit Girlanden geschmückt.
Wer weiß, wer die Tanzpaare sind? Einige von ihnen gehören dem Geburtsjahrgang 1942 an, sind also etwa 16 Jahre auf dem Foto.
Verlag H. Wahler, St. Johann (Saar) Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.
Sogenannte »Führerkarten« sind in den Jahren nach der Jahrhundertwende populär. Auch für Löffingen wird eine solche Mehrbildkarte vertrieben.
Abgebildet sind neben einer Gesamtansicht des Städtchens im Uhrzeigersinn: Das Gasthaus »Löwen« (Rathausplatz 11), das Gasthaus »Adler« (Untere Hauptstr. 2), das Gasthaus »Witterschnee« (Maienlandstr. 26), das Kaufhaus »zum Kasten« (Untere Hauptstr. 7) und das Gasthaus »Pilgerhof« (Maienlandstr. 24).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
1957 hält sich das Lied »Cindy, oh Cindy« der deutschen Schlagersängerin Margot Eskens (geb. 1936) insgesamt vier Monate an der Spitze der deutschen Singlecharts. Und auch der »Banana Boat Song« des US-amerikanischen Sängers Harry Belafonte (geb. 1927) kann sich immerhin drei Monate behaupten. Ob die Melodien dieser beiden Ohrwürmer gerade aus der Jukebox im Gasthaus »Ochsen« ertönen?
Agathe Köpfler (1922-1982), die Tochter der Wirtsleute, steht an der Jukebox. Der Automat enthält eine größere Anzahl Schallplatten, aus denen man nach Münzeinwurf über eine Tastatur einen oder mehrere Titel auswählen kann. Welches Lied die 35-Jährige Agathe Köpfler wohl wählt?
Agathe Köpfler heiratet später Hans Jordan (1923-2002) und betreibt mit ihm das Café »Alenberg«. Sie stirbt 1982 kurz nach ihrem 60. Geburtstag.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.
Würde nicht eine Person mitten auf der Straße spazieren, hätte die Szene fast was gespenstisches. Wie ausgestorben liegt die Untere Hauptstraße da. Vorne links ist der »alte Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) zu sehen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist der Ökonomiebereich des Gasthauses »Sonne« (Kirchstr. 29) zu sehen, der über zwei Scheunentore verfügt.
Im Hintergrund sind das Kaufhaus von Alfred Zimmermann (Untere Hauptstr. 7), das Uhrengeschäft von Wilhelm Maier (Untere Hauptstr. 5), die Metzgerei von Friedrich Seilnacht (Untere Hauptstr. 3) und das Ladengeschäft von Franz Xaver Geiger (Untere Hauptstr. 1) zu erkennen.
Das Foto wird in der Zeit des Nationalsozialismus aufgenommen. Denn an dem hölzernen Masten, der auf der linken Straßenseite steht, ist ein antisemitisches Schild angebracht: »Juden sind hier nicht erwünscht«, ist darauf zu lesen. Auch wenn in Löffingen in den 1930er Jahren keine jüdischen Einwohner leben, so ist die öffentliche Diskriminierung von Juden doch unübersehbar.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Vom Garten der Familie Kuster (Maienlandstr. 7) aus bietet sich ein Blick auf eine traumhafte Winterlandschaft. Auf den Obstbäumen liegt eine dünne Schicht Schnee, die fast wie Puderzucker wirkt. Nur die hölzernen Lattenzäune ragen aus dem Schnee heraus und unterbrechen die strahlend weiße Fläche. Auf der anderen Straßenseite steht das Haus von Maurermeister Alfred Egle und seiner Frau Else geb. Ganter (Maienlandstr. 8). Rechts daneben ist die 1936 erbaute Villa Gugelberger (Maienlandstr. 6) zu sehen, die als Kindererholungsheim dient. Darüber thront das stattliche Haus Benitz (Alenbergstr. 7-9), das nach dem Großbrand 1921 errichtet wurde.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Inge Mayer und Alexandra Scholl zur Verfügung.
Die ehemaligen Schüler*innen der Geburtsjahrgänge 1905/06 versammeln sich zu einem Klassentreffen. Offenbar kehren sie in das Gasthaus »Adler« zu einem gemeinsamen Essen oder Umtrunk ein, denn das Gruppenfoto wird vor dem Eingang der Sparkassen-Filiale aufgenommen, die sich im Erdgeschoss desselben Gebäudes befindet.
erstes Bild
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Otto Schweizer (1906-?), 2 ???, 3 Hedwig Greuter, 4 Luise Urban (geb. Beha), 5 ??? Thoma, 6 ???, 7 ??? 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Paul Straub (1905-?), 2 Josefine Waibel (geb. Baader, 1905-?), 3 Anni Maier, 4 Rosa Wagner (1905-?), 5 Mathilde Schmitt (geb. Heiler, 1905-?), 6 ??? 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Albert Benitz (1905-1996), 2 Franz Zepf, 3 Karolina Vogelbacher (geb. Fehrenbach, 1906-1993), 4 Franz Vogelbacher, 5 Elise Göpper, 6 Maria Frei (geb. Schreiber), 7 Rupert Hepting (1905-1990)
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Wolfgang Lüdemann-Ravit zur Verfügung.
Wie die Orgelpfeifen haben sich die fünf Kinder von Dr. med. Hermann Lüdemann-Ravit auf einen Holzzaun in der Bahnhofstraße hingesetzt. Der Größe nach sind v.l.n.r. Klaus, Eva, Gisela, Wolfgang und Ulrike zu sehen. Rechts neben ihnen steht ihr Vater.
1912 in Pforzheim geboren, legte Hermann Lüdemann-Ravit 1932 das Abitur ab. Er studierte Medizin in Heidelberg, Kiel und Freiburg. Seine Approbation erhielt er 1938. Zwei Jahre später wurde er an der Universität Freiburg promoviert. In der Nachkriegszeit eröffnete er seine Arztpraxis in Löffingen.