Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.
Die Betriebssportgemeinschaft Studer Revox hat für zwei Tage die Betriebsfußballer der AEG Telefunken aus Konstanz zu Gast. Sie veranstalten zwei Freundschaftsspiele im Haslachstadion. Aber es geht nicht nur um Fußball. Am letzten Tag stehen sich je vier Tennisspieller auf dem Tennisplatz beim Waldbad gegenüber. Die Löffinger gewinnen klar mit 8:0 Sätzen und 49:17 Spielen. Für die Betriebssportgemeinschaft Studer Revox spielen Gerold Bächle, Hermann Heitz, Dieter Küßner und Bertil Weißenberger.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Helga Küßner und Christa Egle zur Verfügung.
Am Bahnhof herrscht geschäftiges Treiben – es ist »großer Bahnhof« im wörtlichen wie übertragenen Sinn. Gerade ist ein Zug mit einer Reisegruppe eingetroffen. Auf dem sandigen Platz vor dem Bahnhof hat sich eine bunte Menschenmenge versammelt: Gastgeberinnen und Gastgeber, Kinder, neugierige Zaungäste – alle warten gespannt auf die ankommenden Kurgäste.
Ein Schild mit der Aufschrift »Willkommen« spannt sich über den Fußweg, der hinunter in das Städtchen führt. Ein freundlicher Empfang in einfacher Ausführung. Dazwischen: Lachen, Rufen, Stimmengewirr, das typische Klappern von Koffern und Leiterwagen, die viele mitgebracht haben, um das Gepäck zur Unterkunft zu bringen. Das Tragen der Koffer und Ziehen der Leiterwagen übernehmen oft die Kinder, die sich so ein kleines Trinkgeld verdienen. Vielleicht reicht es für ein Eis oder ein paar Bonbons. Vorn lächelt ein Mädchen selbstbewusst in die Kamera – vielleicht ist sie schon geübt darin, Kurgäste willkommen zu heißen.
Links im Bild parkt ein Omnibus des Unternehmens Scherer, um einige der Urlauber*innen in ihr Feriendomizil in den umliegenden Dörfern zu bringen. Die ganze Szene strahlt eine freundliche Atmosphäre aus: Man freut sich auf die Feriengäste, die ein bisschen Abwechslung in den Alltag bringen – und umgekehrt: die Kurgäste auf die ländliche Ruhe, die sie hier suchen.
Vor dem Schild »Willkommen« steht CDU-Kreisrat Joseph Benitz (1897-1981). Ihm ist der Tourismus eine Herzensangelegenheit.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.
Eine wilde, ausgelassene Szene voller Leben. Kinder haben sich auf der steinernen Treppe vor dem Haus Nägele (Rathausplatz 2) postiert, um ja nichts vom närrischen Treiben zu verpassen – schließlich ist auf dem oberen Rathausplatz die Fasnachtsbühne aufgebaut, auf der Darbietungen und Späße geboten werden. Und von hier oben hat man den besten Blick!
Vor der Treppe steht eine bunte Narrengruppe dicht gedrängt beieinander: ein Mann in Frauenkleidern und Damenhut lehnt mit verschmitztem Blick an einem Freund im Frack und Zylinder, der mit dunklem Schnurrbart fast wie Charlie Chaplin wirkt. Neben ihnen schunkeln weitere Gestalten in improvisierten Kostümen. Ein älterer Mann mit angeklebtem Schnurrbart zieht das Akkordeon, die Falten des Balgs aufgespannt, bereit für das nächste Lied.
In der rechten Gebäudehälfte vom Haus Nägele ist das Lebensmittelgeschäft zu sehen, das die Kaufmannswitwe Lina Nägele (geb. Ott) betreibt. Es wird später von Kaufmann Robert Sauter (1900-1945) und seiner Ehefrau Justina Sauter (geb. Brett, 1900-1994) fortgeführt.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.
Ein Güterzug mit dampfender Lokomotive passiert mit lautem Getöse den Bahnübergang an der Seppenhofer Straße – ein Schnappschuss. Das Foto ist leicht unscharf, ein typisches Knipserfoto, aber es hält doch einen besonderen Moment fest: Die Lokomotive mit hohem Schornstein, aus dem dunkler Rauch in dicken Schwaden quillt. Dahinter etliche Güterwaggons, beladen vermutlich mit Holz, Kohle oder landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Man kann sich das rhythmische Stampfen der Räder vorstellen, das Rattern über die Schienenstöße, das Zischen von Dampf, das Fauchen der Maschine – alles vermischt sich zu einem eindrucksvollen Klangbild. Vielleicht gibt der Lokführer ein kurzes Pfeifsignal, als Warnung am Übergang, ein hoher, durchdringender Ton, der noch eine ganze Weile in den Ohren nachhallt.
Im Vordergrund sieht man das Haus Guth (Gartenstr. 21), das um 1934/35 erbaut wurde. Im angrenzenden Garten der Villa Benz sind einige Bäume frisch gepflanzt. Am rechten Bildrand ist ein steinernes Wegkreuz zu erkennen. Noch ist die Bonndorfer Straße nicht gebaut. Hinter der Bahnlinie steht das Haus Schreiber (Seppenhofer Str. 19), das 1975 durch ein Feuer zerstört wird. Im Hintergrund ragen die Festhalle und die 1936 eingeweihte Volksschule empor, deren Dach noch neu wirkt. Dahinter erkennt man das kleine Wäldchen »Hasle«.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Manfred Lauble zur Verfügung.
Der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes feiert 1963 sein 50-jähriges Gründungsjubiläum. Für die Festschrift muss ein aktuelles Gruppenfoto der Mitglieder her. Vor dem Eingang zur Volksschule lassen sich die Bereitschaftsmitglieder deshalb fotografieren. Im Jubiläumsjahr gehören dem Ortsverein drei Ärzte, 24 aktive Helfer und 16 aktive Helferinnen sowie 92 passive Mitglieder an.
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Oskar Lux, 2 Bernhard Studer, 3 Bürgermeister Paul Benitz, 4 Emil Schmid, 5 Werner Lubrich, 6 Hermann Bader, 7 Arzt Dr. med. Hermann Lüdemann-Ravit 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Waltraud Klose, 2 Maria Münzer, 3 Klara Schmid, 4 Gisela Lüdemann, 5 Gertrud Brugger, 6 Ursula Wangler, 7 Walburga Kuttruff, 8 Gertrud Lauble 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Paul Schondorf, 2 Thadäus Winter, 3 Julius Dorer, 4 Ferdinand Hasenfratz, 5 Bernd Studer, 6 Wolfgang Walz 4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hans Schwarz, 2 Klaus Becke, 3 Dieter Vierlinger, 4 Anton Schmid, 5 Josef Senn
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.
Seit rund 20 Jahren existiert die DLRG-Ortsgruppe. Die Gründungsversammlung fand am 21. Juli 1970 im Gasthaus »Linde« statt und tradtionsgemäß dient das Lokal auch als Versammlungsort für die diesjährige Jubiläumsversammlung. Neben Vorstandswahlen finden auch Ehrungen statt. Mehrere Mitglieder werden für ihre Treue mit der Bronzenadel des Vereins ausgezeichnet.
V.l.n.r.: 1 Bernd Wider, 2 Jürgen Fehrenbach, 3 Dagmar Mayer, 4 [Stefan Kromer?], 5 Jutta Hepting, 6 Uwe Streit, 7 Jeanette Kaiser, 8 Vorsitzender Georg Mayer, 9 Ralph Kaiser
Ebenfalls mit dem bronzenen Verdienstabzeichen werden ausgezeichnet: Alfons Durst, Stefan Kromer und Gerold Münzer
Auch die Klasse 9b der Realschule wird vom Schulfotografen mit einem Klassenfoto verewigt. Die 23 Schüler*innen und ihr Klassenlehrer Arno Gärtner stehen in mehreren Reihen auf dem Schulhof. Vorne hocken einige, dahinter sitzen und stehen die anderen dicht beieinander. Einige lachen in die Kamera, andere schauen ernst oder zurückhaltend. Im Hintergrund ist das Dach der katholischen Pfarrkirche zu erkennen.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Michael Hannig, 2 Ralf Rosenstiel, 3 Andreas Weißenberger, 4 Sascha Kienzler 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Jens Hauger, 2 ???, 3 Melanie Sibold, 4 Daniel Egy, 5 Katja Burger, 6 Alexandra Schweizer, 7 Patrick Voß 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Klassenlehrer Arno Gärtner, 2 ???, 3 ???, 4 Marion Mayer, 5 Dirk Sieger, 6 Christian Burghart, 7 Thorsten Pütz, 8 Heiko Sawetzki 4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Yvonne Effinger, 3 Manuela Guth, 4 Thomas Pfaff, 5 Dominik Ikic
Zur Klasse gehören auch: Matthias Kienzler, Dagmar Nägele, Sandra Treffeisen
Diese Fotos stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.
»»» Trigger-Warnung
Dicht gedrängt stehen sie auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße: eine laute, ausgelassene Narrenschar mitten im Trubel der Fasnacht. Ein Akkordeon wird gespielt, einer ruft dazwischen, alle reden durcheinander. Kinderwagen, Wäschekörbe, Vogelkäfige, Kittelschürzen und klappernde Milchkannen- ein wilder, bunter Haufen. Die Szenerie ist lebendig, überdreht, komisch – und typisch für die Straßenfasnacht, bei der sich ganze Gruppen gemeinsam beteiligen und ihrer Phantasie freien Lauf lassen.
Doch auf den zweiten Blick ist das Bild nicht so harmlos, wie es scheinen mag. Die Gruppe stellt sogenannte »Zigeuner« dar, also Sinti und Roma. Ihre Kleidung und das Verhalten sind klischeehaft überzogen, betonen ihre Armut und zeigen eine ungezügelte Wildheit. Was als Fasnachtsspaß gemeint ist, ist zugleich diskriminierend. Die Fotoserie zeigt auch, wie tief verwurzelte Vorurteile und rassistische Stereotype über Jahrzehnte hinweg tradiert und durch scheinbar harmlose Volksbräuche im Alltag weitergegeben und verfestigt werden. Mit dem Ende des NS-Regimes endete die Diskriminierung und Verfolgung der Minderheit der Sinti und Roma nicht.
Foto Nr. 1: Der Polizist in der Bildmitte ist Arno Adrion (1924-1993). V.l.n.r. Gertrud Faller (geb. Schmid), Otto Schweizer, Hedwig Amann (geb. Geisinger), Olga Geisinger, Irma Adrion (geb. Schmid, 1927-2019), Renate Schelb (geb. Adrion)
Zu der Narrengruppe gehören auch: Bärbel Benz, Gretel Jordan (verh. Ganter), Elise Hepting, Anni Jordan (verh. Kaiser), Ernst Krauß, Maria Schweizer, Edmund Laufer, Henriette Laufer, Anna Jordan
Foto Nr. 5: Bei der Stadtmusik ist Lothar Zepf zu sehen. Daneben stehen Gertrud Geisinger (geb. Limb) und Gretel Jordan.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Elisabeth Jordan (1907-?), die langjährige Wirtin des Gasthauses »Löwen«, einmal nicht im Arbeitsalltag – sondern als Jubilarin. Heute steht sie nicht hinter der Theke, zapft kein Bier und bewirtet niemanden. Stattdessen trägt sie Festtagskleidung und genießt ihren Ehrentag. Denn heute steht das Geburtstagskind selbst im Mittelpunkt.
Geboren wurde sie am 28. August 1907. Verheiratet mit dem Gastwirt Wilhelm Jordan (1902-?) betrieb sie seit 1933 den »Löwen«. Seit 1953 wird das Gasthaus von Tochter Elisabeth Zepf (geb. Jordan) und ihrem Ehemann Walter Zepf weitergeführt.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Genoveva Kinast zur Verfügung.
An der Kreuzung von Dittishauser Straße und Oberer Hauptstraße steht der sogenannte Ratzer-Brunnen – benannt nach der Familie Ratzer, die seit Generationen im zweigeschossigen Wohnhaus in der Dittishauser Straße 1 lebt.
Heute zeigt sich der Brunnen besonders festlich geschmückt, denn die katholische Pfarrgemeinde feiert das Fronleichnamsfest. Da der Brunnen an der Prozessionsstrecke liegt, wurde über dem Brunnentrog eine Statue des auferstandenen Christus angebracht. In der Hand trägt er eine Fahne – Symbol seines Sieges über den Tod. Der Platz um den Brunnen ist liebevoll gestaltet: Die gepflasterten Rinnen der Dittishauser Straße und der Oberen Hauptstraße rahmen ein kleines Dreieck, in dem ein kunstvoller Blumenteppich ausgelegt wurde.
Im Hintergrund ist das Haus Bader (Obere Hauptstraße 17) zu erkennen.
Ein Blick hinter die Kulissen: Das Rektorat ist für viele Schüler*innen ein eher geheimnisvoller Ort – betreten hat man es selten, und wenn, dann nur mit klopfendem Herzen. Auf diesem Foto begegnen wir zwei vertrauten Gesichtern in entspannter Atmosphäre: Rektor Günter Leber (links, 1937-2025) und Konrektor Karl Hauger (rechts) bei einem Gespräch an ihrem gemeinsamen Schreibtisch.
Auf dem Tisch stapeln sich Unterlagen und ein paar Aktenordner, ein klassisches graues Wählscheibentelefon ist zu sehen, Computer sucht man dafür vergebens: Die Verwaltungsarbeit ist noch vollständig analog. Statt Tastatur und Bildschirm steht ein Aschenbecher auf dem Tisch, und der Rektor raucht genüsslich eine Pfeife. Im Hintergrund fällt der Blick durch die breiten Fenster auf die benachbarte Festhalle. Die Jalousien filtern das Sonnenlicht. Auch modisch spiegelt sich die Zeit wider: Rektor und Konrektor tragen Hemd und Schlaghose.
Von Anfang an unterrichten Günter Leber und Karl Hauger an der – zum 1. Dezember 1966 gegründeten – Realschule. Im Dezember 1971 wurde Rektor Siegfried Dieterle (1915-1992) aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig pensioniert. Günter Leber und Karl Hauger übernahmen alle organisatorischen Aufgaben der Schulleitung und wurden auch Mitglieder des Bauausschusses, denn von 1972 bis 1974 entstand das neue Realschulgebäude. Im September 1972 wurde die Realschule dann eigenständig und Günter Leber übernahm die kommissarische Leitung. Am 9. Oktober 1973 fand schließlich die feierliche Amtseinführung von Rektor Leber und Konrektor Hauger statt. Über ein Vierteljahrhundert prägen sie gemeinsam die Schule, bis sie im Jahr 2000 in den Ruhestand verabschiedet werden.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rudi Straetker zur Verfügung.
Diese winterliche Aufnahme zeigt den Blick vom Gewann »Im kleinen Brühl« auf das Städtchen. Die Landschaft ist tief verschneit, die Dächer der Häuser liegen unter einer dicken Schneeschicht, und die Felder im Vordergrund sind vollständig vom Schnee bedeckt.
Links im Bild erhebt sich die katholische Pfarrkirche St. Michael mit ihrem markanten Turm über das Stadtbild. Ins Auge sticht auch das städtische Krankenhaus (Seppenhofer Str. 7), das noch nicht modernisiert und erweitert wurde. Auch der Alenberg mit dem Alenbergwäldchen sind zu sehen. Und da die Bäume kahl sind, ist auch die Friedhofskapelle zu erkennen.
Im Vordergrund sind die neu erbauten Häuser in der Bonndorfer Straße zu sehen. Links das so genannte »Beamtenhaus« (Bonndorfer Str. 6), das 1936 erbaut wurde und in dem u.a. NS-Bürgermeister Heinrich Andris mit seiner Familie wohnt, und rechts eine der beiden Villen, die der Familie von Sägewerksbesitzer Josef Benz gehört.