Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Vor dem Eingang zur Grundschule stehen 21 Erstklässler*innen, mit ihren Schultüten bewaffnet und stellen sich den Fotografen. Die kommenden vier Jahre werden sie die Grundschule besuchen. Ihr Klassenlehrer der beiden ersten Schuljahre ist Manfred Schönau.
1.Reihe, v.l.n.r.: Heike Löffler, Angelika Ganter, Manuela Vogt (verh. Schmerbach), Martin Kirmeier, Martin Ruf 2.Reihe, v.l.n.r.: Ralf Autenrieth 3.Reihe, v.l.n.r.: Judith Jarvers, Daniel Baumann, ???, Tobias Beck, Michaela Zahn (verh. Knöpfle), Tanja Tröndle 4.Reihe, v.l.n.r.: Lehrer Manfred Schönau, Michael Klocker, Wolfram Sibold, Dilay Yapak (verh. Yilmaz) 5.Reihe, v.l.n.r.: Christian Braunigger, Gary Frei, Jochen Brugger, Jan Benz, Jörg Ganter, ??? (verdeckt)
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sabine Hornstein zur Verfügung.
Vor dem 1925/26 erbauten »Gebertsaal« (Obere Hauptstr. 11) hat sich ein Brautpaar mit der Hochzeitsgesellschaft versammelt. Man steht dicht gedrängt, damit alle, eingezwängt durch die beiden geschmückten Nadelbäumchen links und rechts, auf das Gruppenfoto passen.
Die Braut trägt ein schwarzes Brautkleid, denn in Weiß zu heiraten liegt zwar mehr und mehr im Trend, ist aber noch nicht vorherrschende Mode. Ein schwarzes Brautkleid eignet sich auch besser, um nicht nur einmal getragen, sondern auch später im Alltag angezogen zu werden. Die Braut trägt dazu aber einen weißen Schleier und hält einen Brautstrauß mit weißen Blumen in Händen. Der Bräutigam trägt einen dunklen Anzug mit Gehrock.
Links und rechts sitzen die beiden Mütter von Braut und Bräutigam. Anna Benz (geb. Bader, 1870-1951) ist seit 1916 Witwe, da ihr Ehemann Karl Benz im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Elisabeth Kopp (geb. Eichkorn, 1890-?) ist die Ehefrau von Landwirt Emil Kopp (1875-1949).
Wer erkennt die Hochzeitsgäste?
1.Reihe (1-4), v.l.n.r.: Anna Benz (geb. Bader, 1870-1951), Braut Maria Kopp (geb. Benz, 1902-?), Bräutigam ??? Kopp, Elisabeth Kopp (geb. Eichkorn, 1890-?) 2.Reihe (5-11), v.l.n.r.: Elisabeth Gebert (geb. Benz, 1897-1958), Anna Benz (verh. Strobel, 1906-1986), Maria Glunk (geb. Bader, 1866-1956), ??? Kopp (8), Agathe Benz (1899-1968), ??? (10), Johann Kopp (1920-1941) 3.Reihe (12-15), v.l.n.r.: ??? (12), ??? (13), ??? Kopp (14), Josefa Beha (geb. Benz, 1905-?) 4.Reihe (16-20), v.l.n.r.: ??? (16), ??? (17), ??? (18), Karl Beha (1901-?), Theresia Benz (verh. Mayer, 1903-?) 5.Reihe (21-26), v.l.n.r.: ??? (21), ??? (22), ??? (23), Konrad Bader (1868-1958), ??? (25), ??? (26)
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Theo Herbstritt zur Verfügung.
Vor zwei Jahren, an Fasnacht 1958, trat der Hexenwagen mit der »großen Hexe« zum ersten Mal öffentlich in Erscheinung. Mit einer Höhe von 5,80 Meter passte sie damals nicht durch das Mailänder Tor.
Seitdem haben die Hexen den Wagen umgebaut und die »große Hexe« wohl ein bisschen tiefer gelegt. Außerdem kommt den beiden Teufeln, die hoch oben auf dem Wagen stehen, bei der Durchfahrt durch das Torgebäude eine besondere Bedeutung zu: Mit ihren Stöcken sorgen sie dafür, dass der Wagen nirgends hängen bleibt.
Der Traktor, der den Wagen zieht, trägt noch ein Autokennzeichen, das mit dem Kürzel »NEU« für die Kreisstadt Neustadt beginnt.
Dieses Foto stellteuns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
»Fasnacht 1913« hat jemand oben rechts in die Bildecke geschrieben. 1913 wird die Fasnacht groß gefeiert, da die »Laternenbrüder« ihr 25. Gründungsjubiläum feiern. Besonders ideenreich und aufwändig gestaltet fallen denn auch die Kostüme und Umzugswagen in diesem Jahr aus. In der Oberen Hauptstraße, wo sich die Narrenumzug aufstellt, entsteht eine ganze Fotoserie.
Im Hintergrund ist das Haus von Landwirt Konrad Bader (Obere Hauptstr. 17-19) zu sehen. Daneben steht das neu erbaute Haus von Familie Jordan (Obere Hauptstr. 21). Die Jordans hatten ursprünglich in der Demetriusstraße im Städtchen gewohnt. Ihr Haus war beim Großbrand sechs Jahre zuvor abgebrannt und sie hatten daraufhin in der Oberen Hauptstraße dieses zweistöckige Wohnhaus mit Scheuer und Stallung errichtet.
Welche »Nationalität« (bzw. welche Klischeevorstellung einer »Nationalität«) die Narrengruppe auf dem Foto darstellt, ist ungewiss. Im Unterschied zu anderen Wagen, ist dieser nicht betitelt. Aber die Kimonoartigen Gewänder könnten darauf hindeuten, dass es sich um »Japaner« handeln soll. Gezogen wird der kleine Wagen von zwei Pferden. Es folgt der Umzugswagen »Tirol«.
25 Jahre! Das ist nicht das Durchschnittsalter der Lehrer und Lehrerinnen der Realschule – sondern das Alter der Schule selbst. Vor 25 Jahren, am 1. Dezember 1966, schlug die Geburtsstunde der Realschule, die damals noch »Mittelschule« genannt wurde. Zwei Pädagogen gehörten bereits dem Kollegium 1966 an: Rektor Günter Leber (1937-2025) und Konrektor Karl Hauger!
Das 25-jährige Jubiläum ist ein guter Anlass, um das heutige Lehrerkollegium im Schulhof zu fotografieren.
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Peter Rieck, 2 Helga von Holdt, 3 Eleonore Wilhelm, 4 Brigitte Leber, 5 Ulrike Heiler, 6 Hannelore Gobil-Cremer 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Ulrich Reichenbach, 2 Arno Gärtner, 3 Rektor Günter Leber, 4 Konrektor Karl Hauger, 5 Sekretärin Elisabeth Wolf, 6 Gundula Hoede, 7 Erentraud Kern 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hans Grünsteidl, 2 Wolfgang Jarvers, 3 Ellen Morent, 4 Walter Bothe, 5 Werner Waßmer, 6 Wolfgang Kern
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hans-Peter Hepting zur Verfügung.
Der Narrenumzug ist fast an seinem Ziel angelangt: der Festhalle. Der Spielmannszug und die Stadtmusik, angeführt von Tambourmajor Else Egle (geb. Ganter), sind bereits am »Linden«-Garten vorübergezogen, der zum gleichnamigen Gasthaus »Linde« gehört. Hinter ihnen hüpfen die »Hansele«, sodass man beim Betrachten des Fotos fast meint, aus der Ferne ihr Geschell hören zu können.
Im Hintergrund sind das Haus Heizmann (Festhallenstr. 1) und das Haus Selb (Obere Hauptstr. 12) zu sehen. Das Feuerwehrhaus mit dem neuen Turm ist ebenso zu erkennen wie der »Saalbau Gebert«. Alles ist tief verschneit, durchaus eine Seltenheit an Fasnacht.
Bei den Spielern der Spielmannszuges handelt es sich u.a. um Oswald Laufer, Albin Zepf, Fritz Egle, Alfred Fehrenbach (1932-2021), Gottfried Vogelbacher (1933-2008), Klaus Allinger und Egon Studer.
Bei den Spielern der Stadtmusik sind zu erkennen: Franz Rosenstiel (Posaunist), [Ernst Heiler] (Hornist), Konrad Sibold und Hans Kaufmann (Hornist).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
In der katholischen Pfarrkirche St. Michael steht an der nördlichen Stirnwand des Langhauses der Marienaltar. Geschaffen wurde er 1775 von Mathias Faller, der auch den Hauptaltar und den anderen Seitenaltar schuf.
Normalerweise ist hier auf dem Hauptgemälde Maria zu sehen, im roten Kleid und blauen Mantel, das Kind auf dem linken Arm, das Haupt mit der Krone der Himmelskönigin bekrönt, den rechten Fuß auf die Mondsichel gesetzt, eingerahmt von zwei Heiligen.
Doch auf dem Foto ist das Gemälde verdeckt, denn es ist Mai und vor dem Marienaltar finden die Maiandachten statt. Aus diesem Anlass ist vor dem Gemälde eine Marienstatue mit Kind aufgebaut, das von Girlanden eingefasst und durch zahlreiche Blumen geschmückt ist. »Ave Maria« steht auf einem Banner – und weiter unten, auf der Tischdecke: »Heilige Maria, bitte für uns«. Hier versammeln sich die Gläubigen, um zur »Muttergottes« zu beten und Marienlieder zu singen: »Gegrüßet seist du, Königin, o Maria, / Erhab’ne Frau und Herrscherin, o Maria, / Freut euch, ihr Cherubim, / Lobsingt, ihr Serafim, / Grüßet eure Königin. / Salve, salve, salve, Regina.«
Nicht verdeckt sind das Oberbild und die beiden seitlichen Figuren, die den heiligen Konrad und den heiligen Gallus mit dem Bären darstellen. Sie verdeutlichen die alten Beziehungen zur Diözese Konstanz und zum Benediktinerkloster St. Gallen. Im Hintergrund ist zu erkennen, dass die Innenwände des Kirchenraumes noch farbig ausgemalt sind. 1881 erfolgte diese Gestaltung. Bei einer späteren Innenrenovation werden die Wände 1936/37 weiß übertüncht.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.
Die Klasse 8b der Realschule ist an der Reihe, um auf einem Klassenfoto verewigt zu werden. Der Schulfotograf ist im Haus und die Klassen treten nacheinander zum Fototermin auf dem Schulhof an.
Die Lehrerin Sybille Winker-Germies (verh. Schuhpeck) entdeckt man erst nach einigem Suchen auf dem Foto, da sie sich unter ihre Schüler*innen gemischt hat – und der Altersabstand auch nicht besonders ins Auge sticht. Sie unterrichtet von 1980 bis 1988 an der Realschule.
Verlag R. Märklin, Freiburg | Sammlung Familie Waßmer
Acht Jahre wird diese Ansichtskarte bereits vertrieben, als sie am 25. April 1914 von Löffingen nach Buchenbach versendet wird. Ein junger Mann, Josef Wehrle, schreibt einem Fräulein Lina: »Erlaube mir Ihnen von hier dies Kärtlein zu senden.«
»Hier«, das ist Löffingen. Drei Ansichten zeigt die colorierte Mehrbildkarte. Eine Gesamtansicht des Städtchens, vom Gewann »Im kleinen Brühl« aufgenommen. Zu sehen ist die Altstadt mit der katholischen Pfarrkirche St. Michael, das Krankenhaus (Seppenhofer Str. 7) und die Bahnlinie im Vordergrund. Zu erkennen ist auch das landwirtschaftliche Anwesen von Familie Selb (Obere Hauptstr. 12), das keine vier Monate später einem Brand zum Opfer fällt. Am 15. August 1914 brennt das Wohnhaus und der Ökonomieteil bis auf die Grundmauern nieder. Das Alenbergwäldchen ist ebenfalls zu sehen und daneben sogar die Turmspitze der Friedhofskapelle.
In der unteren Hälfte zeigt die Mehrbildkarte zwei Detailaufnahmen. Links ist das Gasthaus »Ochsen« (Rathausplatz 12) und rechts das Rathaus mit dem Kriegerdenkmal zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 zu sehen. Das Rathaus wurde kurz zuvor umgebaut: Die Türen der ehemaligen Markthalle sind verschwunden und wurden zum unteren Rathausplatz hin durch Fenster ersetzt.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.
Der kleine Held, um den es geht, steht in der Mitte des Bildes: Hans-Jürgen Schweizer (geb. 1941) ist schon ziemlich sicher im Gehen. Und natürlich will er nicht mehr an der Hand der Erwachsenen gehen, weil er das schon alleine kann! Am rechten Bildrand steht seine Mutter Maria Schweizer geb. Ganter (1909-?) und links seine Großmutter Maria Ganter geb. Bader (1881-1962) – nah genug, um ihn auffangen zu können, falls er doch stürzen sollte.
Die drei stehen neben der katholischen Pfarrkirche St. Michael, denn das angrenzende Grundstück in der Seppenhofer Straße gehört den Schweizers. Zu sehen ist der Eingang zur Sakristei: Das Gemäuer ist der bauliche Überrest des alten Kirchturms, der einst an dieser Stelle stand. Im Hintergrund ist die Festhalle an der »Hasle« zu sehen. Heutzutage ist der Blick durch die DRK Rettungswache und zwei Mehrfamilienhäuser (Bei der Kirche 1 und 2) verdeckt.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Lothar Baader zur Verfügung.
Noch heißt das Gasthaus in der Oberen Hauptstraße »Gebert« und nicht »Hexenschopf«, aber schon lange ist es das Vereinslokal der Hexengruppe. Einmal mehr sitzt man zusammen, diesmal um verdiente Mitglieder für ihre 25-jährige Mitgliedschaft zu ehren. Sie bekommen eine geschnitzte Miniatur-Hexe überreicht. Sieben Exemplare stehen auf dem Tisch. Die Geehrten (bzw. ein Teil von ihnen) sitzt und steht dahinter. Und natürlich darf auf dem Foto die Wirtin des »Gebert«, Josefa Geisinger, nicht fehlen!
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Walter Müller, 2 Fritz Adrion (Senior, 1897-1971), 3 Adolf Kaufmann (1925-1976), 4 Hermann Fehrenbach 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Oskar Baader, 2 Hermann Geisinger (1926-1989), 3 Gastwirtin Josefa Geisinger, 4 Albert Kienzler (abgeschnitten)
Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Die eigentliche »Wieberfasnet« findet traditionell im Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) statt. Aber diese Närrinnen haben ihr Domizil im Gasthaus »Ganterbräu« (Obere Hauptstr. 4) gefunden. Wenn also auch die Lokalität anders ist, so ist die Stimmung doch dieselbe und wie eh und je fröhlich ausgelassen.