Fußballmannschaft auf der »Engel«-Wiese, ca. 1922

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.

Am 29. Januar 1921 war der Fußballclub offiziell als Sportverein gegründet worden. Die ersten Monate kickte man im Gewann »Burg«. 1922 wechselt man dann auf die Wiese beim Gasthaus »Engel« (Beim Schneekreuz 1). Doch die Nutzung dieses Grundstücks ist auf zwei Jahre befristet.

Fünf Fußballspieler posieren hier für den Fotografen, nur zwei tragen das rot-weiß-gestreifte Trikot, aber alle fünf Fußball-Strümpfe.

Wer weiß, wer die Fußballer und die beiden Herren im Anzug sind?
V.l.n.r.: Fritz Faller (im Anzug), Engelbert Müller, Karl Geisinger (1903-1946), Albert Henzler, Karl Götz, Otto Fürst, August Mösch (im Anzug)

Standort des Fotografen: 47.891580, 8.336737

Ausflug von vier Männern zum Kirnbergsee, ca. 1925-1930

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Hermann Egle und Werner Lubrich zur Verfügung.

Das Foto ist zwar nicht auf Löffinger Gemarkung entstanden, aber in unmittelbarer Nachbarschaft. Außerdem zeigt es vier Löffinger, die gemeinsam einen Ausflug machen.

V.l.n.r.: 1 Friseurmeister Julius Limb (1883-1968), 2 Malermeister Karl Hepting, 3 Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957), 4 ???

Die vier Männer sind im Nahe gelegenen Unterbränd unterwegs. Im Hintergrund ist der Kirnbergsee zu sehen. Geplant im Jahr 1920 als Stausee zum Zwecke der Stromerzeugung und gebaut 1921/22 ist das Bild schätzungsweise Ende der 1920er Jahre entstanden.

Standort des Fotografen: 47.924775, 8.356822

Freunde beim Kranzen, ca. 1925

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Eine fröhliche Gruppe Jugendlicher hat sich versammelt. Man trinkt Alkohol, musiziert auf dem Akkordeon und blödelt miteinander herum. Der junge Mann im Vordergrund hält zwei Püppchen in der Hand. Die Gruppe hat sich eine Girlande aus Reisig über die Schultern gelegt.

Angehörige des Geburtsjahrgangs 1905/06 haben sich zusammengetan, um zu Kranzen. Reisigreste liegen über den Dielenboden verstreut. Vermutlich findet in den nächsten Tagen eine Hochzeitsfeier statt und da gilt es, Vorbereitungen zu treffen und für die Dekoration zu sorgen.

Wer weiß, wer die jungen Leute sind?
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Otto Schweizer (1906-1992), 2 Eugen Sibold, 3 Franz Vogelbacher, 4 Albert Benitz (1905-1996)
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Helene Müller, 2 Rupert Hepting (1905-1990), 3 Mathilde Heiler (verh. Schmitt), 4 ? Thoma, 5 Karolina Fehrenbach (verh. Vogelbacher, 1906-1993)

Wo wird das Foto aufgenommen? In einer Gaststube, neben dem warmen Ofen? An den Wänden hängt Werbung einer Freiburger Bäckerfabrik: »Meyer’s Freiburger Brezeln« ist darauf zu lesen. Links an der holzvertäfelten Wand hängt außerdem Werbung der Getränkefirma Teinacher.

Standort des Fotografen: ???

Haus Brugger in der Alemannenstraße, ca. 1925-1930

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Christa Egle zur Verfügung.

Der Landwirt Wilhelm Brugger (1887-1955) wohnte bis zum Großbrand 1921 im alten Mailänder Tor. Als das Torgebäude im Rahmen des Wiederaufbauprogramms abgebrochen wurde, zog der Junggeselle Brugger aus dem Städtchen in sein 1923 neu erbautes landwirtschaftliches Anwesen außerhalb der Altstadt (Alemannenstr. 21). Vor der Haustür stehen seine Schwestern Mathilde Brugger und Johanna Brugger.

Rechts von der Treppe, die in den Wohnbereich hinauf führt, befindet sich die Stalltür. Das erste Fenster ist das Stallfenster, das zweite gehört zum »Futtergang«. Das Tor rechts ist der Geräte- und Wagenschopf. Die Scheune befindet sich an der Rückseite des Gebäudes.

Viele Jahrzehnte bleibt das Gebäude unverändert. 1966 kaufen es der Zimmermann Karl-Friedrich (Fritz) Egle und seine Ehefrau Marianne Egle geb. Jordan von den Geschwistern Brugger. Als die älteste der drei Schwestern, Mathilde Brugger, 1969 stirbt, übersiedelt Johanna Brugger in das Altersheim nach Neustadt. Darauf bauen Egles das Haus 1970 zum ersten Mal um. Ein zweiter Umbau erfolgt Mitte der 1970er Jahre, der die Fassade stark verändert.

Standort des Fotografen: 47.886244, 8.349482

Unterer Rathausplatz mit Mailänder Tor, ca. 1925-1930

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Christa Maier zur Verfügung.

Mit »Strassenpartie« ist diese Ansichtskarte betitelt, die 1943 postalisch versandt wird. Die Ansicht, die darauf abgebildet ist, ist freilich schon ein paar Jahre älter und stammt aus den späten 1920er Jahren.

Der Blick fällt von der Unteren Hauptstraße in Richtung Rathausplatz, vorbei am Gasthaus »Adler« (Untere Hauptstr. 2) mit seinem schmiedeeisernen Wirtshausschild auf der linken und vorbei am Haus des Kaufmanns Paul Guth (Rathausplatz 6) auf der rechten Straßenseite. Dahinter öffnet sich die Straße zum Platz und der Blick fällt auf das Mailänder Tor und seine Nachbarhäuser. Der gesamte Straßenzug der Demetriusstraße wurde nur wenige Jahre zuvor, nach dem Großbrand 1921 wiederaufgebaut. Charakteristisch für die Neubauten sind die Staffelgiebel. Im Türmchen des Mailänder Tores fehlt noch das Glöckchen und über dem Torbogen klafft noch eine weitere Lücke: Die Madonna mit dem Jesuskind wird zusammen mit den Gedenktafeln zur Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges im Jahr 1930 angebracht. Damit ist die Datierung des Fotos ziemlich klar.

Standort des Fotografen: 47.883455, 8.343800

Elektriker des Sägewerk Benz, ca. 1928-1930

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Elisabeth und Franz Isele zur Verfügung.

Vor einem Holzgebäude auf dem Werksgelände der Holzindustriewerke Josef Benz AG stehen drei Arbeiter in ihrer Arbeitskleidung. Sie tragen in den Händen ihre Werkzeuge und eine Lampe bei sich, der mittlere Mann hat ein Seil über seine Schulter geworfen. Durch die Arbeitswerkzeuge lassen sich die drei Arbeiter als Betriebselektriker identifizieren. Wohl kaum zufällig werden sie unter dem Warnschild über elektrische Gefahren fotografiert. Die drei Arbeiter sind damit beschäftigt, die Kistenfabrik des Sägewerks nach dem verheerenden Großbrand wiederaufzubauen.

V.l.n.r.: 1 Paul Faller, 2 Adolf Isele (1903-1961), 3 Willi Eggert

Standort des Fotografen: 47.883408, 8.339410

Drei Ansichten vom Sägewerk Benz, ca. 1925-1928

Stadtarchiv

Für Werbezwecke verbreiten die Holzindustriewerke Josef Benz AG diese drei Ansichten der Fabrik. Die Bildunterschrift lautet: »Josef Benz, Holzgroßhandlung, Dampfsäge- und Hobelwerke, Kistenfabriken, Kyanisier- und Imprägnieranstalten, Löffingen i[n] B[aden]«.

Die obere Ansicht zeigt das Sägewerk vom Alenberg aus gesehen. Der Blick wandert über die Bahnhofstraße und die Bahnlinie hinweg zum Werksgelände mit seinen beiden Schornsteinen.

Das Foto darunter links zeigt die Ansicht vom Gewann »Breiten« aus: Über Wiesen und Felder lässt der Betrachter den Blick in Richtung Rötenbacher Straße und Firmengelände schweifen. Das Foto unten rechts ist auf dem Werksgelände aufgenommen. Im Vordergrund ist der Holzlagerplatz zu erkennen. Die gesamte Anlage wird bei zwei Bränden 1928 zerstört und das Werk danach vollkommen neu aufgebaut.

Mehrbildkarte mit Gasthaus »Pilgerhof«, ca. 1925

Sammlung Familie Waßmer
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Die Wirtsleute des Café und Gasthauses »zum Pilgerhof« (Maienlandstr. 24) vertreiben ab Mitte der 1920er Jahre diese Mehrbildkarte für Werbezwecke. Unten links ist der »Pilgerhof« zu sehen, der gleich neben dem Gasthaus »Witterschnee« (Maienlandstr. 26) liegt. Beide Lokale profitieren insbesondere von den Wallfahrern, die zur Wallfahrtskirche Witterschneekreuz pilgern, die unten rechts zu sehen ist. Daher rührt auch der Name »Pilgerhof«.

Die Gesamtansicht in der oberen Hälfte der Ansichtskarte zeigt das Städtchen vom Gewann »Im kleinen Brühl« aus. Hinter der Bahnlinie sind die beiden Barockhäuser am Ortseingang zu erkennen. Der »neue Benz-Bau« (Ringstr. 8) ist als Mehrfamilienhaus für die Arbeiter des Sägewerks und ihre Familien neu gebaut. Auch am Alenberg sind mehrere Neubauten errichtet, die die beim Großbrand 1921 zerstörten Häuser ersetzt haben.

Bürgermeister Karl Kuster, ca. 1920-1925

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Konrad Kuster zur Verfügung.

30 Jahre lang amtierte Karl Kuster als Bürgermeister. Geboren wurde er 1847 als Sohn des Landwirts Johann Kuster und dessen Ehefrau Maria Brugger. 1870/71 war er einer der Löffinger Bürger, die als Soldaten in den deutsch-französischen Krieg zogen. 1872 heiratete er Karoline geb. Bader (1847-1918).

1890 wurde er zum Nachfolger des verstorbenen Bürgermeisters Adolf Schmutz gewählt. Während seiner Amtszeit erfolgte die Erweiterung des Krankenhauses, die Errichtung des Kriegerdenkmals auf dem Rathausplatz und der Bahnbau, der Kornmarkt wurde eingestellt, der Großbrand von 1907 äscherte die Demetriusstraße ein, die Kinderschule wurde gebaut und der Erste Weltkrieg wütete. Für seine Verdienste wurde Kuster 1901 vom badischen Großherzog mit dem Verdienstkreuz vom Zähringer Löwen ausgezeichnet.

1920 gab er das Amt auf. Zu seinem Nachfolger wurde sein Sohn Adolf Kuster gewählt. Das Wohnhaus der Kusters auf dem Alenberg wurde mit dem Hausnamen »s’Bürgermoasters« belegt. Es brannte beim Großbrand 1921 ab. Am 30. Oktober 1925 starb der Alt-Bürgermeister im Alter von 78 Jahren.

Standort des Fotografen: Freiburg.

Franz Faller auf dem Pferd reitend, ca. 1928-1930

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Bölle, Aloisia Huber und Monika Huber zur Verfügung.

Stolz sitzt der etwa 14-jährige Franz Faller (1916-1986) auf einem Pferd. Er ist der Sohn des Landwirts Ernst Faller (1889-1961) und dessen Ehefrau Agathe geb. Benz (1890-1971). Die Familie wohnt in der Oberen Hauptstraße am »scharfen Eck«. Das Foto entsteht auf der »Bittenwiese«, etwa im Bereich des heutigen Schulwegs. Das Pferd gehört seinen Eltern, es wird in der Landwirtschaft verwendet, wenn es nicht gerade fotografiert wird.

Standort des Fotografen: 47.883016, 8.346446

Gesamtansicht mit Sägewerk Benz, ca. 1923-1928

Stadtarchiv

Bevor das Sägewerk Benz 1928 bei gleich zwei Großbränden zerstört und das Werksgelände anschließend modernisiert wieder aufgebaut wird, entsteht Mitte der 1920er Jahre dieses Foto. Aufgenommen wird es vom Gewann »Hundsrücken«, oberhalb der »Breiten«, die noch unbebaut ist. Von dieser erhöhten Position fällt der Blick auf das Städtchen mit den Holzindustriewerken Josef Benz A.G. im Vordergrund. Zwei Schornsteine ragen in den Himmel. Aus einem steigt dunkler Rauch auf.

Am linken Bildrand sind auf dem Alenberg die nach dem Großbrand 1921 neu erbauten Häuser zu sehen. Am rechten Bildrand ist neben dem Kirchturm der Rohbau der Festhalle an der »Hasle« zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.884357, 8.330896

Schauturnen auf dem Turnplatz beim Friedhof, ca. 1925

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Franz und Elisabeth Isele zur Verfügung.

Auf dem Turnplatz beim Friedhof zeigen 13 Turner ihr Können im Boden- und Geräteturnen. Sie haben sich in einer symmetrischen Anordnung in Position gebracht und blicken zum Fotografen. Die Turner gehören dem 1905 gegründeten Turnerbund Löffingen an. Wer weiß, wie sie heißen?

1.Reihe, v.l.n.r.:
2.Reihe, v.l.n.r.: Jakob Schreiber, Anselm Zepf, Karl Beha
3.Reihe, v.l.n.r.:
4.Reihe, v.l.n.r.:

Der Hausgiebel, der zwischen den Bäumen zu erkennen ist, gehört zum Feuerwehrhaus (Florianweg 1).

Standort des Fotografen: 47.885408, 8.348163