Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gudrun Wörner zur Verfügung.
Vor dem Schuhgeschäft Hasenfratz in der Demetriusstraße stehen der Bäckermeister Walter Fuß (1933-1999) und seine Ehefrau Ingeborg geb. Horn (1932-1999). Beide tragen Arbeitskleidung und scheinen nur für einen kurzen Augenblick aus ihrer Bäckerei und dem Café herausgetreten zu sein.
Walter Fuß hat das Geschäft von seinen Eltern übernommen. Sein Vater Viktor Fuß (1900-1959) war wenige Jahre zuvor verstorben.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Die Schneeberge türmen sich in der Demetriusstraße. Auf den Dächern und den Staffelgiebeln liegt die weiße Pracht. Eiszapfen hängen vom Dach der Molkerei (Demetriusstr. 6) hinunter. Der Buchbinder Albert Rebholz (1907-1962) zieht mit seinem Fotoapparat los und fotografiert das Städtchen, das sich in eine traumhafte Winterlandschaft verwandelt hat.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Der Demetriusbrunnen fehlt auf diesem Foto. Noch ist der im Zweiten Weltkrieg zerstörte Brunnen nicht durch einen neuen ersetzt worden. Die Häuser der Demetriusstraße mit dem Mailänder Tor stehen indes wie eh und je. Der Schnee auf den Staffelgiebeln, der wie Puderzucker wirkt, verschönert die Ansicht. Ein Lastwagen, der Holz geladen hat, biegt gerade an der Kreuzung in Richtung Donaueschingen ab.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Zu den beliebtesten Fotomotiven im Städtchen gehört zweifelsohne diese Ansicht. Vor allem seit dem Wiederaufbau infolge des Großbrandes 1921 wird der Untere Rathausplatz mit dem Mailänder Tor und der Häuserzeile der Demetriusstraße mit ihren Staffelgiebeln immer und immer wieder fotografiert. Der Demetriusbrunnen im Vordergrund und der Staffelgiebel vom Café Fuss (Rathausplatz 5) im Hintergrund darf auf den Fotos nie fehlen. Am Dach des Mailänder Tores sind noch deutlich die Spuren des Kriegsschadens vom Zweiten Weltkrieg zu erkennen. Zunehmend parken Autos im Straßenraum. Vor dem Geschäft von Mechanikermeister Karl Müller (Demetriusstr. 13) stehen Fahrräder, Mopeds und Kinderroller.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Vor der Molkerei (Demetriusstr. 6) stehen die Milchkannen feinsäuberlich aufgereiht auf der kleinen Verladerampe. Der Blick wandert die Demetriusstraße hinunter in Richtung Mailänder Tor. Die Häuserzeile wurde nach dem Großbrand 1921 nach den Plänen der Wiederaufbaukommission wieder aufgebaut. Das Merkmal, das am meisten ins Auge sticht, sind die Staffelgiebel. Nach und nach werden die Häuser umgebaut. Scheunentore verschwinden allmählich, Schaufenster werden in die Fassade gebrochen, wie dies bereits am Haus Hasenfratz (Demetriusstr. 9) geschehen ist.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gudrun Wörner zur Verfügung.
Fangen wir mit dem Hintergrund des Bildes an: Schön zu sehen sind die Häuser der Demetriusstraße, die nach dem Großbrand 1921 entsprechend der Pläne der Wiederaufbaukommission erbaut wurden. Sie sind noch nahezu unverändert. Nur das Haus von Kaufmann Karl Hasenfratz II (Demetriusstr. 9) wurde bereits modernisiert und verfügt im Erdgeschoss über ein breites Schaufenster. Dass es sich um ein Schuhgeschäft handelt, ist am Werbeschild der Firma »Medicus« über der Eingangstür zu erkennen. Es folgen die Häuser von Heinrich und Josefine Thoma (Demetriusstr. 8), Schuhmacher Gerhard Scholz (Demetriusstr. 7) und danach die Tordurchfahrt und die Molkerei (Demetriusstr. 6).
Im Vordergrund steht Helga Horn geb. Fuß mit einem Kinderwagen. Sie wird von ihrer Verwandten Ruth Knaus begleitet. Ein weißer Hund (ein Spitz) springt auf der Straße herum.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gudrun Wörner zur Verfügung.
In der Demetriusstraße steht zwischen dem Haus Kopp (Demetriusstr. 10) und der Bäckerei Fuß (Rathausplatz 5) ein Auto. Das Seitenfenster ist heruntergekurbelt. Durch die geöffnete Scheibe lächelt der Fahrer in Richtung Fotografen. Wer weiß, wer der Mann ist?
Im Hintergrund ist das Haus des Kaufmanns Karl Hasenfratz II (Demetriusstr. 9) zu sehen. Im Erdgeschoss ist bereits ein breites Schaufenster eingebaut. Eine Markise ist herausgefahren.
Verlag Flugbild GmbH, Bonn Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ralf Gauger zur Verfügung.
Dieses Luftbild entsteht in der Nachkriegszeit, vermutlich in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre. Zu sehen ist im Vordergrund die katholische Pfarrkirche St. Michael, mit ihrem 1713-1715 erbauten Langhaus und Chor sowie ihrem 1855 an der Weststeite errichteten Turm. Auf dem Foto ist der Turm noch unverputzt. Schön auf dem Foto zu erkennen ist, dass die Kirche außerhalb des mittelalterlichen Altstadtrings steht.
Neben der Kirche ist rechts das Schlachthaus am Bittenbach zu sehen, das 1968 abgerissen wird, und dahinter der Farrenstall und der neu erbaute Bauhof. Weiter oben in der Bittengasse steht ein Trafohäuschen. Herausragende Gebäude im Städtchen sind das 1830/31 erbaute Rathaus und die beiden Gasthäuser »Sonne« (Rathausplatz 9-10) und »Löwe« (Rathausplatz 11), die den oberen Rathausplatz dominieren.
Verlag A. Rebholz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ralf Gauger zur Verfügung.
Gekonnt fotografiert der Buchbindermeister und Fotograf Anton Rebholz (1875-1946) das Städtchen. Er wählt einen Blick von der Unteren Hauptstraße in Richtung des unteren Rathausplatzes und des Mailänder Tores. Der leere Vordergrund wirkt durch das Licht-Schatten-Spiel auf der Straßenoberfläche belebt. Der diagnonal verlaufende Schattenwurf führt geradewegs auf das Mailänder Tor mit seinem Glockentürmchen hin. Noch im dunklen Schatten steht der Demetriusbrunnen, aber die Brunnensäule mit der Statue des heiligen Demetrius wird vom Sonnenlicht angestrahlt. Zu sehen sind die Häuser der Demetriusstraße, die nach dem Großbrand 1921 entsprechend der Pläne der Wiederaufbaukommission errichtet wurden. Am Giebel vom Haus Ritter (Rathausplatz 5) steht über dem Eingang geschrieben, dass sich darin eine »Bäckerei« und ein »Kaffee« befindet. Auch der Himmel wirkt belebt. Links wird er durch das schmiedeeiserne Wirtshausschild vom Gasthaus »Adler« begrenzt, das in das Foto hineinragt. Außerdem retuschierte Rebholz über den Staffelgiebeln der Demetriusstraße ein paar Wolken in das Bild.
Das Foto wurde in den frühen 1930er Jahren aufgenommen. Denn nicht schon bei der Erbauung des Mailänder Tores 1923, sondern erst 1930 wurden die Gedenktafeln für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges zusammen mit der Madonna mit dem Jesuskind neben dem Torbogen angebracht. Das Motiv war auf einer Ansichtspostkarte abgedruckt, das im Laden von Anton Rebholz vertrieben wurde. Diese Karte wurde am 29. Juli 1938 nach Karlsruhe geschickt.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.
Zu den ersten farbigen Ansichtskarten, die nicht nachträglich coloriert wurden, zählt diese Ansicht des unteren Rathausplatzes mit dem Demetriusbrunnen, dem Mailänder Tor und den Häusern in der Demetriusstraße mit ihren charakteristischen Staffelgiebeln. Mal ehrlich: ein buntes Städtchen ist schon auch schön, verglichen mit den alten Schwarz-Weiß-Fotografien, oder? Dabei waren die Fassaden damals längst nicht so bunt gestrichen wie heute. Aber nicht zuletzt der Blumenschmuck am Demetriusbrunnen kommt hübscher zur Geltung.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Emma Binder sowie Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.
Die Kinder stehen dicht gedrängt vor einem Lastwagen, der für diesen Tag zum Ausflugsfahrzeug umfunktioniert wurde. Auf der Ladefläche sind Bänke montiert, das Heck ist offen und nur mit Planen verhängt. Gleich beginnt der Ausflug, eine sogenannte »Fahrt ins Blaue«. Das Ziel ist Breisach. Vor der Abfahrt haben sich die Jungen und Mädchen des Jahrgangs 1913/14 in der Demetriusstraße zu einem Gruppenfoto versammelt. Zu sehen sind u.a. Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003) und Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005). Für viele von ihnen ist es eine der seltenen Gelegenheiten, gemeinsam weiter wegzufahren – mit einem motorisierten Fahrzeug, organisiert und begleitet, ein kleines Abenteuer.
Der Blick in den Hintergrund erzählt eine zweite Geschichte. Die Häuser entlang der Straße sind neu. Frisch verputzt und gestrichen stehen sie da, sichtbare Zeichen des Wiederaufbaus nach dem Großbrand von 1921. Bei Metzger Wilhelm Werne (Demetriusstr. 11) ist der Rollladen heruntergelassen. Daneben sind das Anwesen von Landwirt Emil Fürst (Demetriusstr. 10) und das Haus mit der Schuhhandlung von Karl Hasenfratz II (Demetriusstr. 9) zu sehen. Dort weht eine Fahne, die zu einem Fest herausgehängt wurde. Vielleicht wurde das Sängerfest kurz vorher begangen. Vielleicht gehören die Kinder dem Kinderchor an, die beim Fest mitwirkten.
H. Fuß, Freiburg-Littenweiler / Sammlung Familie Waßmer
Wenige Jahre nach dem Großbrand 1921 entsteht diese Aufnahme der Demetriusstraße. Nichts mehr erinnert daran, dass am 28. Juli 1921 im zweiten Haus neben dem Mailänder Tor ein Feuer ausgebrochen war, das innerhalb kürzester Zeit nicht nur den gesamten Straßenzug, sondern das halbe Städtchen einäscherte. Entsprechend den Vorschlägen der Wiederaufbau-Kommission wurden die neuen Häuser erbaut. Sie alle sind mit Staffelgiebeln versehen. Die meisten Scheunentore bzw. Ladenfenster und Haustüren sind mit Rundbögen ausgestattet. Zwei der Häuser verfügen über kleine Erker. Das Haus Fürst wird von einem hölzernen Balkon geschmückt, an dem eine Kletterpflanze empor rankt.