3 Fotos: Bemalung des Schulhofes der Realschule, Sommer 1979

Archiv Realschule

Im August 1974 waren die Schüler*innen und Lehrer*innen in das neugebaute Realschulgebäude gezogen. Doch die Gestaltung der Außenfläche und insbesondere des Schulhofes ließ noch eine ganze Weile auf sich warten. Erst 1977 wurde der Schulhof vom Bauhof gepflastert und zumindest eine Linde, eine Kastanie, eine Birke und eine Trauerweide gepflanzt. Schließlich ergreift Lehrerin Brigitte Schweinfurth (verh. Leber) die Initiative zur weiteren Verschönerung: Nach ihrem Plan bemalen Schüler*innen und Lehrer*innen gemeinsam das graue Pflaster, um ein bisschen Farbe in den Schulalltag zu bringen und Möglichkeiten für Hüpfspiele zu schaffen. Außerdem werden selbstgezimmerte Bänke und Sitzgelegenheiten aufgestellt.

Auf den Fotos sind die Lehrer*innen Brigitte Schweinfurth (verh. Leber), Hans Grünsteidl, Wolfgang Jarvers und Werner Waßmer zu sehen.

Wer erkennt die Schülerinnen und Schüler? Zu sehen sind u.a. Gerald Mürb

Standort des Fotografen: 47.883998, 8.347485

Rosalie Egle mit ihren Brüdern am Demetriusbrunnen, ca. 1934

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hans-Martin Konhäuser zur Verfügung.

Die Modistin Rosalie Egle (verh. Konhäuser, 1917-2014) sitzt vergnügt mit drei Jungs auf dem Brunnentrog des Demetriusbrunnens. Es sind ihre jüngeren Brüder Ferdinand Egle (1919-2010), Hans Egle (1926-1951) und Rudolf Egle (1927-1992).

Es ist Sommer, das Wasser plätschert und die vier lächeln in die Kamera. Die Egles wohnen direkt nebenan am unteren Rathausplatz. Im Hintergrund ist das Café und die Bäckerei von Ernst Ritter (Rathausplatz 5) zu sehen. Das Haus wurde nach dem Großbrand 1921 erbaut. Der Eingang wird von zwei Bäumchen eingerahmt, an der Seitenwand zum Rathaus wächst eine Kletterpflanze, die mittlerweile bis unter das Dach reicht.

Vor dem Rathaus ist das Kriegerdenkmal zur Erinnerung des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 zu sehen. Es ist noch durch ein schmiedeeisernes Gitter eingefasst, das im Zweiten Weltkrieg für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen wird. Davor ist ein zweites Denkmal zu erkennen: Ein pyramidenförmiges Gebilde, auf dessen Spitze das Abzeichen der NS-Volkswohlfahrt prangt. Der Demetriusbrunnen, 1912 eingeweiht, wird 1945 durch einen Bombentreffer zerstört.

Standort des Fotografen: 47.883751, 8.343710

Narrengruppe »Russisches Ballett« vor dem Café Ritter, Fasnacht 1934

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach sowie Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

»Internationaler Zirkus« lautet das Motto der diesjährigen Fasnacht. Diese Narrengruppe, angeführt von Fritz Adrion und Alma Egle, stellt das »Russische Ballett« dar. Zwar ist ein Zirkus nicht gerade der typische Auftrittsort eines Ballett-Ensembles, aber international ist das »Russische Ballett« allemal! Die Gruppe steht vor dem Café Ritter (Rathausplatz 5), in dessen Schaufenster eine Hakenkreuz-Fahne als Dekoration hängt. Es ist »Fasnet Mändig«, den 12. Februar 1934.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Alma Egle, 2 Gertrud Schmid (verh. Faller, 1925-2005), 3 Mathilde Geisinger (verh. Schmid, 1926-1989), 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 Anna Kuster (verh. Karrer), 8 ???, 9 ???, 10 Fritz Adrion
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anna Köpfler (verh. Zepf), 2 Maria Ganter (verh. Fehrenbach), 3 ???, 4 Gertrud Limb (verh. Geisinger, 1923-2011), 5 Anna Gebert, 6 ? [Gebert???], 7 Maria Gebert (verh. Egle, 1922-2012)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hedwig Strobel (1923-2007), 2 ???, 3 Lisbeth Strobel, 4 Margret Kaltenbrunner (verh. Schneider), 5 Josefa Gebert (verh. Mayer)
4.Reihe, v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.883953, 8.343882

Fußballmannschaft im Tor, ca. 1934

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Weiße Hemden, rote kurze Hosen und lange Socken: Keine Frage, hier ist eine Mannschaft des FC Löffingen angetreten! Zehn Mann und ein Torwart, der den Lederball hält, posieren auf dem 1932 erweiterten Sportplatz im Tor. Neben ihnen steht im Anzug ihr Trainer (?). Vielleicht ist es Lehrer Robert Leppert?

1.Reihe, v.l.n.r.: 1. Friedrich Trenkle, 2. Torwart ???, 3. Ferdinand Trenkle
2.Reihe, v.l.n.r.: 1. [Robert Leppert?] (im Anzug), 2. ???, 3. ???, 4. ???, 5. Alfred Egle (1920-2001), 6. ???, 7. ???, 8. Albert Fehrenbach (1919-2008), 9. ???

Außerhalb des Fußballfeldes stehen hinter der Absperrung ein paar neugierige Zaungäste.

Standort des Fotografen: 47.882813, 8.351319

Festhalle und Schule mit viel Schnee, 1979

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Von den »Bittenwiesen« fällt der Blick in Richtung der Festhalle und der Grund- und Hauptschule. Der Gebäudekomplex wurde ab 1923 erbaut und 1936 fertiggestellt. Neben dem Schuleingang ist an der Fassade noch ein heller Fleck zu erkennen, der aus dem Zweiten Weltkrieg stammt, als hier ein Lager für »Volksdeutsche« und auch ein Lazarett untergebracht waren.

Im Vordergrund ist die Minigolfplatzanlage zu sehen, die über die Wintermonate eingemottet ist.

Standort des Fotografen: 47.882261, 8.346087

Schneetreiben in der Unteren Hauptstraße, ca. 1955-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Georg Willmann zur Verfügung.

Einzelheiten sind in dem Schneegestöber nur schwer zu erkennen. Dicke weiße Flocken fallen vom Himmel und wirbeln vor dem Fotoapparat herum. Der Blick fällt in Richtung der Einmündung der Kirchstraße in die Untere Hauptstraße. Ganz rechts steht der »alte Benzbau« (Untere Hauptstr. 8). Eine Holzbiege ist vor dem Haus aufgeschichtet. Daneben ist das Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29) zu sehen – und links schließt sich das Kaufhaus Henzler (Kirchstr. 27) an.

Im Vordergrund türmen sich bereits die Schneeberge. Der Bretterzaun vom Vorgarten von Familie Willmann (Untere Hauptstr. 6) ragt nur noch zur Hälfte daraus hervor.

Standort des Fotografen: 47.883232, 8.343523

Totenehrung auf dem Rathausplatz anlässlich der Stadterhebung, 27. Mai 1951

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Paul Siefert zur Verfügung.

Die Feierlichkeiten zur Wiederverleihung der Stadtrechte beginnen am Sonntag, den 27. Mai 1951 mit einem Festgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche. Im Anschluss versammelt sich die Festgemeinde auf dem unteren Rathausplatz zur Totengedenkfeier. Die Häuser des Städtchens sind mit Fahnen und Girlanden geschmückt.

Die Menschenmenge steht in einem Halbrund auf dem unteren Rathausplatz. Der neue Demetriusbrunnen, an dem der Kriegsopfer des Zweiten Weltkrieges (den Gefallenen, Vermissten und »Heimatvertriebenen«) gedacht wird, steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht, denn er wird erst 1954 geschaffen. Der Eindruck täuscht also, dass sich die Menschen um den Brunnen herum aufgestellt hätten. Am Mailänder Tor sind aber seit 1930 zwei Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkrieges angebracht. Vermutlich versammelt man sich deshalb an diesem Ort.

In der Menschenmenge sind die Sänger des Männergesangsvereins zu erkennen: u.a. Berthold Ganter, Josef Kaltenbrunner, Paul Bader, Paul Siefert, Sepp Mäder, Erich Zepf, Franz Vogt, Ernst Krauß, Ernst Göhry und Fritz Adrion sowie Willi Siefert, Alfred Fehrenbach, Hermann Schelling und Eugen Fehrenbach. Es folgen am rechten Bildrand die Mitglieder des Turnerbunds. Zu sehen ist Josef Heiler und Josef Heiler III.

Fotografiert wird das Bild vermutlich aus einem Fenster des Mailänder Tores (Demetriusstr. 12). Auf der gegenüberliegenden Seite sind die Häuser Siefert mit dem Lebensmittelgeschäft »Gottlieb« (Rathausplatz 6), Guth (Rathausplatz 7) und Rebholz (Rathausplatz 8) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883840, 8.343626

Brautpaar Egle / Holzheuer mit Turnerbund, 1963

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Renate Fehrenbach zur Verfügung.

Turnvater Jahn hätte wohl seine Freude an den beiden Turnern Willi Fehrenbach und Hans Streit gehabt! Denn trotz der eisigen Temperaturen und des Schneegestöbers stehen sie, nur mit ihrem weißen Turnertrikot bekleidet, tapfer da – und warten auf das Brautpaar. Ihr Sportskamerad Heinz Egle heiratet Waltraud Holzheuer und die Hochzeitsfeier findet gleich im Gasthaus »Gebert« (Obere Hauptstr. 9) statt. Da wollen die beiden Turner sich nicht lumpen lassen und stehen brav Spalier.

Standort des Fotografen: 47.884481, 8.346878

Verschneite Bahnhofstraße, ca. 1930-1940

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Es hat geschneit! Vom »neuen Benzbau« (Ringstr. 8) bietet sich ein guter Blick auf die Winterlandschaft. Die Bahnhofstraße ist verschneit, ebenso der Hang, der zum Städtchen hinabführt. Er lädt regelrecht zum Rodeln und Skifahren ein und wird sich sicherlich im Laufe des Tages zum beliebten Wintersportort der Kinder verwandeln!

Am linken Bildrand sind die Garagen der Holzindustriewerke Josef Benz AG (Ringstr. 10) und dahinter das katholische Pfarrhaus (Untere Hauptstr. 10) erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883880, 8.342709

Unbekannte Brandruine, ca. 1910-1920

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Klaus Ganter zur Verfügung.

Nach mündlicher Überlieferung soll dieses Foto in Löffingen aufgenommen sein. Falls diese Behauptung zutreffend sein sollte: Welche Brandruine ist dann auf dem Foto zu sehen?

Das Haus Selb (Obere Hauptstr. 12), das im August 1914 abbrennt, ist nicht abgebildet.

Standort des Fotografen: ???

Haus Willman in der Unteren Hauptstraße, ca. 1976

Dieses Foto befindet sich im Stadtarchiv.

Am Seitengiebel vom Haus Willmann (Untere Hauptstr. 6) ist eine Garage angebaut. Daran sind Werbeschilder angebracht, auf denen für Backwaren der Bäckerei und Konditorei Willmann geworben wird: »Bienenstich«, »Apfeltaschen« und »Birnweck« ist darauf zu lesen.

In der Garage verkauft samstags der Lebensmittelhändler Manfred Hannes (1939-2020) frisches Obst und Gemüse.

Standort des Fotografen: 47.883162, 8.343611

Bahnhof in der Bahnhofstraße, ca. 1930-1940

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Aus einem Fenster des »neuen Benzbau« (Ringstr. 8) heraus, wird wohl dieses Foto aufgenommen. Der Blick fällt auf die Bahnhofstraße, die von Bäumen gesäumt ist. Dahinter erhebt sich das am 20. August 1901 eingeweihte Bahnhofsgebäude, das in seiner Bauart den anderen Bahnhöfen der Höllentalbahn gleicht. Es wird durch einen Bombenangriff am 22. Februar 1945 komplett zerstört.

Hinter dem Bahnhofsgebäude ist das Firmengelände der Holzindustriewerke Josef Benz AG zu sehen. Der Späneturm ist am rechten Bildrand deutlich zu erkennen, ebenso die Dächer der Häuser in der Rötenbacher Straße.

Standort des Fotografen: 47.883891, 8.342402