Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.
Von Kühen gezogen fährt ein Kutschenwagen durch die Maienlandstraße, vorbei am Garten des Kindererholungsheimes Gugelberger (Maienlandstr. 6). Ein Kind in römischer Soldatenuniform steht salutierend am Straßenrand. Schließlich fahren gerade die altgedienten »Laternenbrüder« vorüber.
Die Männer auf der Kutsche tragen z.T. Fuhrmannskittel und Zipfelmützen und sind deshalb als »Laternenbrüder« zu erkennen. Sie haben auch die Standarte bei sich. Die anderen scheinen dunkle Anzüge und Zylinder bzw. Hüte zu tragen. Zu sehen sind u.a. Friseurmeister Julius Limb (1883-1968), evtl. »Linden«-Wirt Ernst Meßmer (1897-1950) und Ratschreiber Wilhelm Krauß (1871-1970).
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Conrad Bader zur Verfügung.
Einigermaßen unheimlich mutet diese Narrengruppe an, die sich in der Oberen Hauptstraße für den Narrenumzug aufstellt. Urwüchsige Waldgestalten stehen neben ihrem – von Kühen – gezogenen Umzugswagen, auf dem das Wurzelwerkes eines gewaltigen Baumes thront.
Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der »Laternenbrüder« dreht sich das Fasnachtsmotto um »die Heimat in grauer Vorzeit«, um »Sitten und Gebräuche, Leben und Treiben der Vorfahren aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit bis zur Besiedlung des Landes durch die Kelten«.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Conrad Bader und Josef Wölfle zur Verfügung.
Männer mit weißen Zipfelmützen und Frauen in Tracht stehen vor dem Gasthaus »Gebert« (Obere Hauptstr. 9). Die Frauen präsentieren dem Fotografen landwirtschaftliche Geräte. Die Männer halten Spielkarten in den Händen.
Die Unterarme der Frauen sind nicht bedeckt – und das, obwohl noch Winter ist. Schließlich sind auf dem Boden Schneereste deutlich zu erkennen: Es ist Fasnacht!
Wer erkennt die Männer und Frauen? V.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, [Karl Götz?], ??? Bader, ???, ???, ??? Wöfle, ???
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Petra Nobs sowie Klemens Rebholz und Cäcilia Rungezur Verfügung.
Vor dem 1925/26 erbauten »Saalbau Gebert« (Obere Hauptstr. 11) steht eine bunte Schar Närrinnen und Narren. Sie sind teilweise nur leicht bekleidet, obwohl Schnee liegt und es bitterkalt zu sein scheint. Vermutlich feiern sie im »Gebertsaal« und treten nur für das Gruppenfoto kurz heraus vor die Tür. Offenbar hat der Fotograf keine Kameraausrüstung mit Blitzlicht. Es handelt sich um die Mitglieder des Kirchenchores, wie auf dem Foto notiert ist.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.
Vier Jahre nach Kriegsende wird wieder Fasnacht gefeiert! Die »Laternenbrüder« feiern sogar ihr 60. Gründungsjubiläum mit einem richtigen Umzug. Und da dürfen auch die 20-Jährigen nicht fehlen. Sie stellen wieder den Narrenbaum auf dem Rathausplatz und werden auf die Laterne der »Laternenbrüder« vereinigt. Im Gasthaus »Linde« versammeln sie sich und feiern ausgelassen. Auch für Live-Musik ist gesorgt, denn ein Akkordeon ist schnell zur Hand.
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: Richard Kirner (1930-2002), Albert Jonner (1929-2014), Mathilde Sibold (verh. Bausch), Anselm Heiler (geb. 1930), Elisabeth Hermann (verh. Vogt)
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: Helmut Winkler (1929-2009), Annemarie Meßmer, Josef Kaltenbrunner (geb. 1930), Valentin Maier, Elisabeth Glunk, Johann Rappenegger (1929-2017), Erich Zepf (1929-2003), Oswald Laufer (geb. 1930), Oskar Berger
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Genoveva Kienast zur Verfügung.
Hoch zu Roß reitet ein kostümierter Narr. Er ist als Adliger verkleidet, trägt einen Pelzmantel und eine Krone. Man muss schon zweimal hinschauen, um zu erkennen, dass es sich dabei um den Weinhändler Joseph Benitz (1897-1981) handelt.
Das Foto wird an der Kreuzung von Oberer Hauptstraße, Dittishauser Straße und Florianweg aufgenommen. Ein paar Zuschauer und ein Gendarm (wohl ein echter und kein verkleideter!) stehen herum. Links ist das Feuerwehrhaus und rechts das holzverschindelte Haus von Leo Ratzer (Dittishauser Str. 2) zu sehen. Im Hintergrund ist das 1920/21 erbaute Haus von Hafnermeister Josef Bader (Alemannenstr. 9) zu erkennen.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.
Vermutlich an Fasnacht wird dieses Foto aufgenommen. Der junge Mann ist Franz Isele (1930-2021). Er hat sich Mitten auf die verschneite Obere Hauptstraße gestellt. Links ist der »Gebertsaal« (Obere Hauptstr. 11) und rechts das Haus Selb (Obere Hauptstr. 12) zu erkennen. Franz Isele hält eine überdimensionierte Flasche in den Händen und trinkt einen großen Schluck Alkohol – zumindest tut er so. Na dann: Zum Wohl!
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.
Es ist eine kleine Runde des Jahrgangs 1918/19, die sich beim Klassentreffen versammelt. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass es sich um einen ohnehin geburtenschwachen Jahrgang handelt: Die meisten Väter waren Soldaten im Ersten Weltkrieg und nicht zu Hause. Nach einem gemeinsamen Gräberbesuch auf dem Friedhof, der im Hintergrund zu sehen ist, wird im Kurpark ein Gruppenfoto aufgenommen.
1.Reihe: 1 [Anna Bader (1919-2003)?] (in hellblauer Bluse) 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Franz Keller (1918-2006), 2 [Hans Wehrle (1919-?)], 3 Olga Geisinger (geb. Schmutz, 1919-?), 4 Ferdinand Egle (1919-2010), 5 Viktor Sibold (1919-2000), 6 Maria Winter (geb. Höcklin, 1919-2006), 7 ??? Armbruster, 8 Adolf Rappenegger (1919-2011)
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.
Die Zuschauer stehen dicht gerdrängt auf dem unteren Rathausplatz. Und auch auf dem Balkon vom Haus Kopp (Demetriusstr. 10) recken die Zuschauer ihre Köpfe. Der Narrenumzug bewegt sich am »Fasnet Mändig« vom Maienland kommend in das Städtchen. Wie jedes Jahr ist auch die Hexengruppe mit dabei. Die Hexen tragen bereits ihr erstes einheitliches Häs, das sich freilich noch vom heutigen unterscheidet. Mit dabei ist auch bereits seit 1958 der Hexenwagen mit der großen Hexe. Im ersten Jahr war sie mit ihren 5,80 Meter so groß, dass sie zunächst nicht durch das Mailänder Tor passte.
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Hilde Adrion und Carola Hannes zur Verfügung.
Die Schülerinnen und Schüler des Geburtsjahrgangs 1905/06 sind mit ihrem Lehrer Ferdinand Eggert (1851-1927) zum Klassenfoto angetreten. Man versammelt sich vor dem Rathaus, das zugleich Schulhaus ist. Die Bank, auf der die Mädchen in der ersten Reihe sitzen, ist so hoch, dass die Füße in der Luft baumeln.
Die Spiegelung in der Glasscheibe des linken Fensters verrät, dass das Foto auf dem unteren Rathausplatz aufgenommen wird, denn das Haus von Heinrich Walz (Demetriusstr. 15) spiegelt sich darin.
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Franziska Fehrenbach, 2 Mathilde Heiler (verh. Schmitt, 1905-?), 3 Lina Kuster, 4 Hildegard Schmutz, 5 Elise Göpper, 6 Karolina Fehrenbach (verh. Vogelbacher, 1906-1993), 7 Anni Maier, 8 Josefine Baader (verh. Waibel), 9 Maria Schreiber (verh. Frei), 10 Hedwig Greuter (1905-?), 11 Emma Fehrenbach, 12 Anna Ritter 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Heiner Guth (1905-1934), 2 Eugen Faller (1906-1936), 3 Paul Straub, 4 Otto Schweizer (1906-1992), 5 [Karl Kiechle?] oder Franz Vogelbacher (1906-?), 6 ??? Haas, 7 Luise Beha (verh. Urban), 8 Emma Münzer, 9 Luise Mogel, 10 Maria Hall, 11 Elise Eggert, 12 Helene Müller, 13 Luise Guth 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Rupert Hepting (1905-1990), 2 Simon Schmid (1905-1956), 3 ??? Thoma, 4 Eugen Sibold (Bruder Conrad), 5 ??? Falkner, 6 Anselm Bader, 7 Richard Rösch (?-1944 vermisst), 8 Franz Zepf, 9 Albert Benitz (1905-1996), 10 ??? Wörner, 11 Eugen Sibold (Afrika), 12 ??? Wipfler
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.
»Als die Römer frech geworden« lautet das Motto der diesjährigen Fasnacht. Über den oberen Rathausplatz bewegt sich der Narrenumzug. Schaulustige stehen entlang der Umzugsstrecke. Auf einem von Ochsen gezogenen Karren ist ein Scheiterhaufen aufgeschichtet, auf dem eine gefesselte Frau steht. Offensichtlich soll sie eine christliche Märtyrerin darstellen, denn in der Spätantike wurden vor allem Christ*innen zum Feuertod verurteilt.
Hinter dem Karren marschiert ein Trupp römischer Soldaten. Zu sehen ist u.a. Josef Beha (1936-2019). Unter den Zuschauern sind u.a. zu erkennen: Franz und Erna Bader, Paula Hasenfratz und Karl Meier.
Im Hintergrund ist links das Geschäft von Robert Sauter (Rathausplatz 2) zu sehen. Der Kaufmann ist zu diesem Zeitpunkt bereits tot, denn er starb am 19. Oktober 1945 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Der Laden wird von seiner Witwe Justina Sauter geb. Brett (1900-1994) betrieben. Rechts ist der »Stadtbau« (Demetriusstr. 1) zu erkennen. Auf die Freitreppe haben sich ein paar Zuschauer gestellt, um von oben den Umzug zu verfolgen.
Wo der Bagger steht und gerade Schutt auf einen Lastwagen lädt, da befand sich bis 1936 der Schulhof, denn damals war die Volksschule noch im Rathaus. Lange wird diese Freifläche allerdings nicht mehr unbebaut bleiben. Denn das frühere Gasthaus »Sonne« wird gerade abgerissen. An seiner Stelle und auf dem ehemaligen Schulhof soll ein modernes Wohn- und Geschäftshaus (Rathausplatz 9/10) gebaut werden.
Das Foto ist von der Eggertenstraße aus aufgenommen. Durch die Abbrucharbeiten öffnet sich plötzlich ein freier Blick in Richtung Rathausplatz mit dem Rathaus (links) und dem »Stadtbau« (rechts).