Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.
An einem sonnigen Wintertag fällt der Blick aus einem Fenster des »neuen Benzbaus« (Ringstr. 8) auf die benachbarten Häuser im Weberweg und weiter in Richtung Maienland und Alenberg. Von der erhöhten Position eines oberen Stockwerks des Mehrfamilienhauses hat man einen schönen Blick über die – teils verschneiten – Dächer und Gärten hinweg.
In der Bildmitte ist das Haus Guth (Weberweg 2) zu sehen, das dem Landwirt Franz Guth (1903-1970) und seiner Ehefrau Mathilde Guth geb. Kuster gehört.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.
Im Unterstand hinter dem Kindergarten (Bahnhofstr. 9) wird dieses Foto aufgenommen. Die Schaukel, die hier baumelt, ist eigentlich zum Spielen für die kleinen Kinder bestimmt. Die abgebildeten Personen sind aber längst dem Kindesalter entwachsen – und man kann nur hoffen, dass die Schaukel gut befestigt ist! Die drei jugendlichen Mädchen haben bereits die achtjährige Volksschule abgeschlossen und besuchen jetzt die Nähschule, die sich ebenfalls in den Räumlichkeiten des Kindergartens befindet. Dass es sich um Nähschülerinnen handelt, ist am Werkzeug zu erkennen, das sie mit sich führen, z.B. eine Elle und ein Maßband.
V.l.n.r.: Maria Ganter (verh. Fehrenbach, 1920-1998), Martha Brugger (verh. Trenkle, 1919-2013), Maria Faller (verh. Selb, 1919-1967)
Dieses Foto stellten dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.
Jahrelang wurden Klassenfotos vor dem Rathaus aufgenommen, das auch als Schulhaus dient. 1924 wich man von dieser Tradition erstmalig ab und versammelte die Schulklassen für die Erinnerungsfotos auf der »Linden«-Wiese. Offenbar ging man davon aus, dass bald der Umzug der Volksschule vom Rathaus in das neu errrichtete Schulgebäude an der »Hasle« stattfinden würde. Doch die Fertigstellung des Baus lässt auf sich warten – und die Eröffnung der neuen Schule wird erst 1936 stattfinden.
Also kehrt man für die Klassenfotos auf den Rathausplatz zurück, wählt aber eine neue Perspektive. Im Hintergrund ist nicht mehr das Rathaus zu sehen, sondern jetzt das Mailänder Tor und die angrenzenden Häuser von Flaschner Ferdinand Willmann (Demetriusstr. 13), von Korbmacher August Egle (Demetriusstr. 14) und von Metzger Johann Werne (Demetriusstr. 14). Am Mailänder Tor sind die 1930 angebrachten Gedenktafeln mit den Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten zu sehen.
Es ist der Jahrgang 1927/28, der hier für das Erinnerungsfoto zusammengekommen ist. In drei Reihen stellen (und setzen) sich die Schüler*innen auf. Bei den Jungs, die in der ersten Reihe sitzen, kann man einen Blick auf die Schuhsohlen erhaschen: Die Schuhe sind noch genagelt.
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Berthold Ganter, 3 Helmut Müller (1927-1945), 4 Eugen Schreiber, 5 Walter Selb, 6 Otto Selb, 7 ??? 2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Eugen Mayer, 2 Elisabeth Egle (verh. Müller, 1997-2020), 3 Hilda Hermann (verh. Bader), 4 Hildegard Münzer, 5 ???, 6 Irma Schmid (verh. Adrion, 1927-2019), 7 ???, 8 Maria Benz (verh. Benz), 9 Hedwig Rappenegger, 10 ???, 11 Lore Hahn (verh. Sibold, 1928-2022), 12 Lina Kirner (verh. Hörner) 3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lehrer Eugen Hemler, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Werner Zepf, 6 Theo Walz (1927-2015), 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 Walter Maier (1927-?), 11 ???, 12 ???
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.
Von 1928 bis zu seinem Tod 1939 ist Josef Fritsche (1891-1939) der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr. Auf dem Porträtfoto ist er in Uniform zu sehen. An seiner Schirmmütze ist ein Polizeiadler und eine Kokarde angebracht, was darauf hindeutet, dass das Foto in der NS-Zeit aufgenommen wird.
Josef Fritsche wurde am 10. Januar 1891 in Löffingen geboren. Im Ersten Weltkrieg war er Soldat (Feldartillerie-Regiment 30) und kämpfte an der Front. Dabei zog er sich eine Gasvergiftung zu. Für seine militärischen Verdienste wurde er mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet. Nachdem er in die Heimat zurückgekehrt war, heiratete er 1921 Maria geb. Ganter (1893-1965), mit der er drei Kinder bekam.
Gemeinsam betreiben die Fritsches das Gasthaus der verstorbenen Schwiegereltern Heinrich und Franziska Ganter geb. Frey (Obere Hauptstr. 4). Außerdem führen sie eine Landwirtschaft. Nach schwerer Krankheit infolge seiner Kriegsverletzung stirbt Josef Fritsche am 2. Januar 1939 im Alter von 48 Jahren im Krankenhaus in Donaueschingen. Die Beerdigung findet auf dem Friedhof in Löffingen statt.
Sein Nachfolger als Feuerwehrkommandant wird Uhrmachermeister Wilhelm Maier (1896-1953).
Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.
Es hat geschneit! Vom »neuen Benzbau« (Ringstr. 8) bietet sich ein guter Blick auf die Winterlandschaft. Die Bahnhofstraße ist verschneit, ebenso der Hang, der zum Städtchen hinabführt. Er lädt regelrecht zum Rodeln und Skifahren ein und wird sich sicherlich im Laufe des Tages zum beliebten Wintersportort der Kinder verwandeln!
Am linken Bildrand sind die Garagen der Holzindustriewerke Josef Benz AG (Ringstr. 10) und dahinter das katholische Pfarrhaus (Untere Hauptstr. 10) erkennen.
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.
Die Sommertage sind vorüber und die kalte Jahreszeit hat begonnen. Elf Freundinnen unternehmen zusammen einen Ausflug im Wald. Vielleicht sind es auch 12 – denn schließlich ist ja auch noch eine Person hinter der Kamera versteckt und fotografiert die anderen. Die Mädchen haben sich an einer Böschung niedergelassen. Sie sind in warme Wintermäntel gekleidet. Fast alle tragen ihre Haare, der Mode der Zeit folgend, in Form von zwei geflochtenen Zöpfen. Ein Akkordeon des Musikinstrumentenherstellers Hohner wird mitgeführt, sodass für Musik und gute Laune gesorgt ist.
1.Reihe: Maria Ganter (verh. Fehrenbach, 1920-1998) 2.Reihe, v.l.n.r.: Anna Kuster (verh. Schelling, 1919-2010) (stehend), Maria Faller (verh. Selb, 1919-1967), Maria Nägele (1919-1938), ???, ??? (stehend) 3.Reihe, v.l.n.r.: Maria Kopp (verh. Kiefer, 1919-1978), ???, ???, Martha Brugger (verh. Trenkle, 1919-2013), ???
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.
Aus einem Fenster des »neuen Benzbau« (Ringstr. 8) heraus, wird wohl dieses Foto aufgenommen. Der Blick fällt auf die Bahnhofstraße, die von Bäumen gesäumt ist. Dahinter erhebt sich das am 20. August 1901 eingeweihte Bahnhofsgebäude, das in seiner Bauart den anderen Bahnhöfen der Höllentalbahn gleicht. Es wird durch einen Bombenangriff am 22. Februar 1945 komplett zerstört.
Hinter dem Bahnhofsgebäude ist das Firmengelände der Holzindustriewerke Josef Benz AG zu sehen. Der Späneturm ist am rechten Bildrand deutlich zu erkennen, ebenso die Dächer der Häuser in der Rötenbacher Straße.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sabine Hornstein zur Verfügung.
Vor dem 1925/26 erbauten »Gebertsaal« (Obere Hauptstr. 11) hat sich ein Brautpaar mit der Hochzeitsgesellschaft versammelt. Man steht dicht gedrängt, damit alle, eingezwängt durch die beiden geschmückten Nadelbäumchen links und rechts, auf das Gruppenfoto passen.
Die Braut trägt ein schwarzes Brautkleid, denn in Weiß zu heiraten liegt zwar mehr und mehr im Trend, ist aber noch nicht vorherrschende Mode. Ein schwarzes Brautkleid eignet sich auch besser, um nicht nur einmal getragen, sondern auch später im Alltag angezogen zu werden. Die Braut trägt dazu aber einen weißen Schleier und hält einen Brautstrauß mit weißen Blumen in Händen. Der Bräutigam trägt einen dunklen Anzug mit Gehrock.
Links und rechts sitzen die beiden Mütter von Braut und Bräutigam. Anna Benz (geb. Bader, 1870-1951) ist seit 1916 Witwe, da ihr Ehemann Karl Benz im Ersten Weltkrieg gefallen ist. Elisabeth Kopp (geb. Eichkorn, 1890-?) ist die Ehefrau von Landwirt Emil Kopp (1875-1949).
Wer erkennt die Hochzeitsgäste?
1.Reihe (1-4), v.l.n.r.: Anna Benz (geb. Bader, 1870-1951), Braut Maria Kopp (geb. Benz, 1902-?), Bräutigam ??? Kopp, Elisabeth Kopp (geb. Eichkorn, 1890-?) 2.Reihe (5-11), v.l.n.r.: Elisabeth Gebert (geb. Benz, 1897-1958), Anna Benz (verh. Strobel, 1906-1986), Maria Glunk (geb. Bader, 1866-1956), ??? Kopp (8), Agathe Benz (1899-1968), ??? (10), Johann Kopp (1920-1941) 3.Reihe (12-15), v.l.n.r.: ??? (12), ??? (13), ??? Kopp (14), Josefa Beha (geb. Benz, 1905-?) 4.Reihe (16-20), v.l.n.r.: ??? (16), ??? (17), ??? (18), Karl Beha (1901-?), Theresia Benz (verh. Mayer, 1903-?) 5.Reihe (21-26), v.l.n.r.: ??? (21), ??? (22), ??? (23), Konrad Bader (1868-1958), ??? (25), ??? (26)
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.
Die beiden scheinen soeben aus der Kälte von draußen gekommen zu sein. Verfroren setzen sich die beiden Mädchen in ihren Winterjacken an den Kachelofen in der Stube. Selbst die Mützen nehmen sie nicht ab.
Das Mädchen links ist Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011), das Mädchen rechts ihre jüngere Schwester Lore Ganter (verh. Echtle, 1926-2014). Die beiden wachsen in ihrem Elternhaus in der Maienlandstraße auf.
Ob das Foto auch dort aufgenommen wird, ist unbekannt.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.
Eine Personengruppe steht vor einem Haus. Man hat sich für das Gruppenfoto untergehakt. In der Mitte steht die Jüngste, ein etwa 10-jähriges Mädchen. Vor ihr sitzt ein Hund.
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Christa Egle zur Verfügung.
Diese Freunde und Freundinnen scheinen miteinander durch dick und dünn zu gehen. Berührungsängste haben sie definitiv nicht. Denn für das Gruppenfoto legen sie sich einmal querbeet auf ein Sofa, unter- und übereinander. Ob sie das Foto mit Selbstauslöser aufnehmen?
Die vier jungen Männer dürften im wehrpflichtigen Alter sein oder zumindest bald zur Wehrmacht eingezogen werden. Dann sind die unbeschwerten Stunden zu Hause vorüber. Und sie werden sich als Soldaten in einem verbrecherischen Krieg wiederfinden.
V.l.n.r.: 1 Virginia Amalie Hahn (verh. Sibold, 1923-1971), 2 Ferdinand Egle (?), 3 Agathe Köpfler (verh. Jordan, 1922-1982), 4 Ernst Göhry (1919-2014), 5 ???, 6 Rosalie Egle (verh. Konhäuser, 1917-2014), 7 Anna Köpfler (verh. Zepf, 1920-2010), 8 Walter Egle (1920-2010)
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ulrike Rheiner zur Verfügung.
Wo mögen die fünf jungen Frauen zusammengekommen sein, um fotografiert zu werden? Sie stehen und sitzen vor einer hoch aufgeschichteten Holzbiege, die das Haus dahinter beinahe komplett verdeckt. Nur das Giebelfenster unter’m Dach lugt noch hervor. Und genau das verrät, dass es sich um das Haus Hasenfratz (Bittengasse 8) handelt.
1.Reihe, v.l.n.r.: ???, ??? Heiler 2.Reihe, v.l.n.r.: Auguste Zahn (verh. Heiler), Luise Nägele (verh. Zepf, 1907-?) oder Frau Brilisauer, Anna Zahn (geb. Brilisauer, 1912-1985)