Haus Durst in der Ringstraße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Das Haus Durst (Ringstr. 1) wurde im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Großbrand 1921 errichtet. Es gehört der Witwe Frieda Durst geb. Egle (1929-?), die mit dem Betriebsschlosser Hans-Peter Durst (1926-1956) verheiratet war. Sie betreibt darin ein kleines Geschäft für Textilwaren. »Das beste für die Aussteuer« annociert sie in einer Werbeanzeige 1970.

Eigentümer des Hauses am linken Bildrand sind Albert Geschwill (1904-?) und seine Ehefrau Anna Geschwill geb. Maier (1916-2000), die das Anwesen von ihren Eltern geerbt hat.

Standort des Fotografen: 47.884616, 8.344256

Luftbild auf das Städtchen mit katholischer Pfarrkirche, ca. 1955-1960

Verlag Flugbild GmbH, Bonn
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ralf Gauger zur Verfügung.

Dieses Luftbild entsteht in der Nachkriegszeit, vermutlich in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre. Zu sehen ist im Vordergrund die katholische Pfarrkirche St. Michael, mit ihrem 1713-1715 erbauten Langhaus und Chor sowie ihrem 1855 an der Weststeite errichteten Turm. Auf dem Foto ist der Turm noch unverputzt. Schön auf dem Foto zu erkennen ist, dass die Kirche außerhalb des mittelalterlichen Altstadtrings steht.

Neben der Kirche ist rechts das Schlachthaus am Bittenbach zu sehen, das 1968 abgerissen wird, und dahinter der Farrenstall und der neu erbaute Bauhof. Weiter oben in der Bittengasse steht ein Trafohäuschen. Herausragende Gebäude im Städtchen sind das 1830/31 erbaute Rathaus und die beiden Gasthäuser »Sonne« (Rathausplatz 9-10) und »Löwe« (Rathausplatz 11), die den oberen Rathausplatz dominieren.

Obere Ringstraße, ca. 1960

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.

Ein sonniger, aber eisiger Wintertag. Auf der Ringstraße liegen noch Schneereste, während der Raureif die Landschaft in ein helles Kleid hüllt. Besonders eindrucksvoll leuchten die Bäume oben am Alenberg weiß in der Sonne. Auch an den Stromleitungen, die über die Straße gespannt sind, hat sich Reif niedergeschlagen.

Der Blick fällt in Richtung Haus Durst (Ringstr. 1) und Haus Maier (Ringstr. 2). Die stattlichen Gebäude mit ihren steilen Dächern prägen diesen Abschnitt der Ringstraße. Noch verlaufen die Stromleitungen auf Masten oberirdisch durch das Städtchen.

Dass die Landwirtschaft weiterhin mitten zum Ortsbild gehört, zeigt der Vordergrund. Der Misthaufen gehört zum Anwesen der Familie Mayer (Ringstr. 3). Wohnhäuser, Gärten und bäuerliche Wirtschaftsflächen liegen hier noch ganz selbstverständlich unmittelbar nebeneinander.

Standort des Fotografen: 47.884525, 8.344063

Mädchen mit Puppenwagen vor Omnibus in der Ringstraße, ca. 1930-1935

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.

Hinter dem Haus Fürst (Demetriusstr. 5) schiebt ein Mädchen einen Puppenwagen. Ursula Fürst (verh. Nobs, geb. 1930), die Tochter von Schmiedemeister Otto Fürst, ist die stolze Puppenmutter. Ihr Vater ist nicht nur Schmied, Schlosser und Schweißer, sondern ist auch Betreiber eines kleinen Busunternehmens.

Die Häuser im Hintergrund wurden alle nach dem Großbrand 1921 neu erbaut. Zu sehen ist das Haus von Gustav Egle (Ringstr. 1), in dem sich ein Geschäft für Manufakturwaren befindet. Egle erwarb das Haus 1927. Links dahinter ist das Haus von Wagnermeister Andreas Maier (Ringstr. 2) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.884540, 8.344481

Blick vom Maienland in Richtung Alenberg, 2013

Sammlung Familie Waßmer

Die Tanne im Garten von Veiths (Rötengasse 2) wird für die Adventszeit mit Lichterketten geschmückt. Um auch ganz nach oben bis zur Tannenspitze zu kommen, ist eine Feuerwehrdrehleiter im Einsatz. In luftiger Höhe entsteht dieses Foto mit einem ungewöhnlichen Blick auf die Rötengasse in Richtung Alenberg.

Standort des Fotografen: 47.885345, 8.342421

Trümmerfeld in der Ringstraße nach dem Großbrand, 1921

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Benitz zur Verfügung.

Der Brunnen in der Bildmitte steht an der Einmündung der Demetriusstraße (damals Hintergasse) in die Ringstraße, nämlich an der Stirnseite des Hauses von Anton Engesser (Demetriusstr. 4), zu dessen Grundstück der hölzerne Gartenzaun gehört. »Süßer Winkel« wird die Ecke im Altstadtring eigentlich genannt. Doch sie hat all ihre Süße eingebüßt, nur noch Schutt und Asche sind nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 übrig geblieben.

Der Blick geht von der Demetriusstraße, an einem schief stehenden Strommasten vorbei, in Richtung Ringstraße und Alenberg. Die Ruinen gehören zu den Häusern von Katharina Mäder (Ringstr. 1), Wagnermeister Andreas Maier (Ringstr. 2) und Landwirt Karl Diesberger (Ringstr. 2*). Beim Wiederaufbau werden die Grundstücke von Maier und Diesberger zusammengelegt.

Standort des Fotografen: 47°53’03.6″N 8°20’40.1″E

Trümmerfeld in der Ringstraße nach dem Großbrand, 1921

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Stadtarchiv | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Benitz zur Verfügung.

Eine Trümmerwüste breitet sich nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 im Bereich der Ringstraße aus. Eine grobe Orientierung, wo dieses Foto aufgenommen wird, bietet zunächst der gespenstisch aufragende Giebel des Hauses Benitz (Alenbergstr. 7-9), der im Hintergrund zu sehen ist. Das eingeäscherte Haus im Vordergrund (rechts) gehörte bis vor kurzem der Witwe Katharina Mäder (Ringstr. 1). Die Mauerreste daneben sind die letzten Überreste des Hauses von Wagner Andreas Maier (Ringstr. 2).

Standort des Fotografen: 47.884504, 8.344493

Blick vom Rathaus zum Alenberg nach dem Großbrand, 1921

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Nach der Brandkatastrophe vom 28. Juli 1921 wird dieses Foto vom Rathaus aus aufgenommen. Der Blick fällt auf die Trümmerreste, die am unteren Rathausplatz von den Häusern von Metzgermeister Johann Riegger und von Landwirt Anton Brunner übrig geblieben sind. Mit Bleistift wurde das Foto beschriftet: »Brunner Giebel« und »Kamin Riegger« ist zu lesen. Der Giebel ganz rechts gehört zum Postamt (Rathausplatz 3), das vor dem Abbrennen gerettet werden konnte.

Im Hintergrund sind die vollkommen zerstörten Straßenzüge der Demetriusstraße und der Ringstraße zu sehen. Der Giebel des eingeäscherten Doppelhauses Benitz-Thoma (Alenbergstr. 7-9) ragt gespenstisch empor. »Thoma« wurde daneben notiert.

Standort des Fotografen: 47.883913, 8.344266

Aufräumarbeiten in der Ringstraße nach dem Großbrand, 1921

Verlag A. Rebholz

Zwei Kinder gesellen sich zu den Angehörigen der Gruppenpolizei V aus Müllheim, die nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 mit den Aufräumungsarbeiten betraut sind und sich zu einem Gruppenfoto aufstellen. Die Polizisten leisten große Arbeit: Sie richten das Trümmerfeld für den Wiederaufbau in nur 34 Arbeitstagen her. Dabei sortieren sie auch Rohstoffe wie verkohlte Holzbalken und Eisen. Das Material und die Trümmerteile werden über Förderbahngleise abtransportiert. Der Bauschutt wird unterhalb des Bahnhofs hingekippt.

Im Hintergrund ist das ausgebrannte Anwesen von Familie Mayer (Ringstr. 3) zu sehen. In der Alenbergstraße ist das Haus von Landwirt Konstantin Ganter (Alenbergstr. 2) zu erkennen, das unbeschädigt blieb.

Standort des Fotografen: 47.884392, 8.344238

Blick von der Maienlandstraße zum Alenberg nach dem Großbrand, 29. Juli 1921

Fotograf: E. Baumgartner, Freiburg | Stadtarchiv | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Benitz zur Verfügung.

Beim Großbrand am 28. Juli 1921 wurden in der Maienlandstraße das Anwesen von Landwirt Karl Honold (Maienlandstr. 2) und das kleine Molkereihäuschen ein Raub der Flammen. Karl Bader, der Sohn des damaligen Feuerwehrkommandanten erinnert sich 40 Jahre später: »In dieser Breite nahm das Feuer seinen Zug hinauf bis zum Alenbergwäldchen und zerstörte alles, was die Menschen in jahrelanger Arbeit schufen.«

Hinter dem Haus Honold und dem Molkereihäuschen sind die eingeäscherten Häuser Thoma und Benitz (Alenbergstr. 7-9) zu sehen. Auf dem Alenberg übersprang das Feuer die Häuser von Blechnermeister Otto Ganter (Alenbergstr. 14), Landwirt Hermann Fehrenbach (Alenbergstr. 13) und Antonie Münzer (Alenbergstr. 15). Es zerstörte aber weiter oben die Häuser von Bürgermeister Adolf Kuster, von Schreinermeister August Limb, von Schreinermeister Leo Münzer, von der Kriegerwitwe Rosina Morath und von Landwirt Albert Jonner.

Auf dem Foto sind die noch rauchenden Brandruinen am Tag danach zu sehen. Zwei Frauen mit Kinderwagen unterhalten sich auf der Maienlandstraße vor einer unheimlichen Kulisse.

Standort des Fotografen: 47.884462, 8.343312

Blumenteppich an Fronleichnam in der Vorstadtstraße, ca. 1960-1965

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Paul Heizmann zur Verfügung.

Die Vorstadtstraße hat sich an Fronleichnam in ein Blütenmeer verwandelt. Auf der gesamten Straße ist ein farbenprächtiger Blumenteppich gelegt, der sich aus verschiedenen Ornamenten, Mustern und religiösen Motiven (hier z. B. Kelchen mit der Eucharistie) zusammensetzt. Links und rechts des Prozessionsweges sind Birkenzweige in das Straßenpflaster gesteckt. 

Im Hintergrund sind Häuser an der Einmündung der Vorstadtstraße in die Alenbergstraße und Ringstraße zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.884730, 8.345789

Trümmerfeld in der Ringstraße nach dem Großbrand, 1921

Verlag A. Rebholz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Man muss schon ganz genau hinschauen, um zu verstehen, wo das Foto aufgenommen wird. Die Trümmerlandschaft, aus der einzelne Brandruinen ragen, bietet auf den ersten Blick kaum Anhaltspunkte. Doch mit der Zeit wird klar, dass es sich um einen Blick in die heutige Ringstraße handelt. Der Fotograf steht an der Einmündung der Maienlandstraße und blickt den Alenberg hinauf.

Vorne links ist die Brandruine vom Haus von Alois Fritsche (Ringstr. 5) zu sehen. Der Mauervorsprung vorne rechts gehört zum abgebrannten Haus von Julius Heer (Demetriusstr. 10). In diesem Gebäude brach das verhängnisvolle Feuer aus, das innerhalb kurzer Zeit um sich griff und 36 Gebäude einäscherte. Dass das Feuer leichtes Spiel hatte, lag nicht nur an der sommerlichen Hitze, der herrschenden Trockenheit, dem Wassermangel, sondern war auch der Tatsache geschuldet, dass die Häuser aneinandergebaut waren bzw. sehr eng standen. An ihrer engsten Stelle war die Ringstraße nur wenige Meter breit, wie auf dem Foto zu sehen ist.

Weiter im Hintergrund ist das abgebrannte Anwesen von Martin Mayer (Ringstr. 3) zu sehen. Davor steht eine Personengruppe.

Standort des Fotografen: 47.884160, 8.343585